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Licensed Unlicensed Requires Authentication Published by De Gruyter 2020

Wettbewerbs- und Konzernrecht

Ein Konfliktfeld rechtsgebietsübergreifender Normenkollisionen im Unionsrecht

Jens Prütting

Zusammenfassung

Unternehmerische Tätigkeit über die eigenen Landesgrenzen hinaus verlangt nach Struktur und Risikobegrenzung. Rechtlich ist das Mittel der Wahl die Konzernierung mit jeweils bedarfsgerechten Gesellschaftsformen und Beteiligungsverhältnissen. Da im Konzern Absprachen notwendig sind, werden diese kartellrechtlich nicht beanstandet. Begeht jedoch eine Konzerngesellschaft einen Kartellverstoß, weisen die anderen, allem voran die herrschenden Konzerngesellschaften jegliche Einflussmöglichkeit von sich. Dies gelingt in der Rechtspraxis jedoch wegen der wirtschaftlichen Betrachtungsweise des Kartellrechts und der judikativ anerkannten Einflussvermutung bei de facto – Alleingesellschaftern vielfach nicht. Der nachfolgende Beitrag untersucht die Tragfähigkeit und primärvertraglichen Grenzen dieses Verständnisses von Art. 101 AEUV.

Abstract

Entrepreneurial activity on international stage requires structure and riskmanagement. The preferred method to achieve the aforementioned is the adequate formation of a group of companies (concern), tailored to suit local legal and business requirements. Agreements within such a given group of companies do not fall under syndicate law. In theory, should an individual company within the given group of companies breaks syndicate law, then the other companies, foremost the holding company could claim ignorance. In practice, due to consistent case-law, this strategy rarely works. The following essay investigates the resilience and legal limits of the aforementioned claims in context of Art. 101 AEUV.

© 2020 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Munich/Boston
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