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Licensed Unlicensed Requires Authentication Published by De Gruyter December 21, 2007

Konversion als Lebensmittelpunkt in den Erinnerungen des Paulus Georgi (1745–1826)

Christine D. Schmidt
From the journal

Im Rahmen neuer personen- und kulturgeschichtlicher Forschungen rückten Selbstzeugnisse in den Fokus historischer Forschungen. Dies gilt auch für Selbstzeugnisse von Juden sowie von Menschen, die einmal Juden waren. Allein die Erinnerungen von Glikl bas Juda Leib, der Hamburger jüdischen Kauffrau des 17. Jahrhunderts, wurden wegen ihrer besonders detaillierten Schilderung von Alltag und Gesellschaft seit langem rezipiert und sind Gegenstand zahlreicher Publikationen, wobei die lange Zeitspanne zwischen der Edition und der wissenschaftlichen Würdigung auffällt. So wundert es nicht, daß es Selbstzeugnisse gibt, die von der Forschung bislang gänzlich übersehen wurden. Darunter fällt der im folgenden untersuchte autobiographische Text von Selig Wolff, eines Konvertiten aus dem Judentum, der als Katholik unter dem Namen Paulus Georgi seit dem letzten Viertel des 18. Jahrhunderts in Vreden im Westmünsterland lebte. Die im lokalgeschichtlichen Rahmen erfolgte Edition seiner Lebenserinnerungen im Jahr 1980 stieß bis heute auf wenig Resonanz.

Online erschienen: 2007-12-21
Erschienen im Druck: 2006-July-03

© Max Niemeyer Verlag, 2006