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Licensed Unlicensed Requires Authentication Published by De Gruyter March 10, 2008

Etymologische Notizen zu frz. baobab ‘Adansonia digitata L.’

Elke Grab-Kempf
From the journal

Beim Affenbrotbaum oder Baobab frz. baobab ‘Adansonia digitata L.’ aus der Familie der Bombaceae handelt es sich um einen der größten und langlebigsten Bäume der Welt. Er trägt eine kürbisähnliche, eßbare, säuerliche Frucht. Die Kerne machen ungefähr 65% des Fruchtfleischgewichts aus. Sein Verbreitungsgebiet auf dem afrikanischen Kontinent erstreckt sich von Senegambien im Westen bis Äthiopien im Osten und bis zum Ngamisee im Süden; ferner kommt der Baobab auf Madagaskar vor.

Frz. baobab [1751] (FEW 19, 36b) geht wie engl. baobab [1640] (bahobab, baobab, boabab [17. Jh.] OED2 1, 939b) auf nlat. bahobab [1592] zurück, das in einer Naturgeschichte Ägyptens belegt ist: Prosper Alpinus, De plantis Aegypti; de balsamo, Venedig, 1592 (Kap. XVII). In den übrigen europäischen Sprachen erscheint das Wort wesentlich später, in den iberoromanischen Sprachen erst im 19. Jh., und ist zum Teil über das Französische übernommen.

Published Online: 2008-03-10
Published in Print: 2004-December-20

© Max Niemeyer Verlag GmbH, Tübingen 2004

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