Accessible Requires Authentication Published by De Gruyter August 13, 2007

Die scheinbare Wiedereinführung der Vermögenskonfiskation in Russland

Friedrich-Christian Schroeder
From the journal

Abstract

Die Konfiskation des dem Täter gehörenden Vermögens galt lange Zeit bei den Inhabern der Strafgewalt als deren geschätztestes Instrument. Die Carolina von 1532 zählt die willkürliche Vermögenskonfiskation zu den „mißbreuchen vnd bösen vnuernünfftigen gewonheyten, so an etlichen orten vnd enden gehalten werden“ (Art. 218). Bedenklich war vor allem, dass diese Sanktion nach einem Todesurteil nur noch die Familie traf und „Weib und Kinder an den Bettelstab“ gelangten (Art. 218 Carolina). Dementsprechend wurde die Vermögenskonfiskation im preußischen StGB von 1851 aus humanitären Gründen abgeschafft.

Published Online: 2007-08-13
Published in Print: 2007-05-23

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