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BY 4.0 license Open Access Published by De Gruyter May 7, 2022

Nachrichten

From the journal ABI Technik

RLUK Space Programm: Hybride und gemischte Arbeitsansätze und die Rolle des Raums in Bibliotheken

Das Space Programme von RLUK ist ein Forum für RLUK-Mitglieder, um einen offenen Dialog zu führen und ihr Wissen und ihre Erfahrungen in Bezug auf räumliche Neugestaltung und bauliche Investitionen zu teilen. Im letzten Seminar wurden drei Vorträge gehalten, die sich mit den Auswirkungen der jüngsten Veränderungen in der Arbeitswelt auf die Gestaltung und Nutzung von Bibliotheksräumen, sowohl physisch als auch digital, sowie mit den Folgen für deren Entwicklung und Betrieb befassen.[1] In Referaten wurde berichtet über die Erfahrungen, wie sich der Wandel von Arbeitsplätzen und -umgebungen auf die Rollen und Praktiken von Bibliotheks- und Informationsfachleuten in ihren Einrichtungen und auf die Art und Weise, wie sie Dienstleistungen für die Nutzenden erbringen, ausgewirkt hat.

Die Veranstaltung wurde von David Wright (stellvertretender Direktor für User Experience, University of Southampton Library & RLUK Space Programme Committee Member) geleitet.

Folgende Vorträge waren Teil der Veranstaltung:

  • Ben Meunier (UCL Library): „Culture, Collections and Open Science – Creating spaces online for study and developing physical places for online interactions“

  • Sandra Bracegirdle und Olivia Walsby (University of Manchester Library): „Hybrid working and staff spaces: implementing hybrid working at the University of Manchester Library and how this has impacted on design plans for staff spaces“

  • William Nixon Assistant Director, Digital Strategy – Library Services, University of Glasgow Library): „Blending the Best of Both Worlds: The Hybrid Working Journey at the University of Glasgow“

Quelle: RLUK

Konferenz in Regensburg: UNIQUE!? Unikate im Zeitalter der Ubiquität

Am 15. und 16. September 2022 findet an der Universität Regensburg die internationale Konferenz UNIQUE!? Unikate im Zeitalter der Ubiquität (UNIQUE!? Unique Objects in an Age of Ubiquity) statt. Die Konferenz widmet sich einer zentralen wissenschaftlichen Zukunftsfrage, die sowohl Konsequenzen für die Geistes- und Sozialwissenschaften und die Kunst hat als auch für den Betrieb von Kulturinstitutionen wie Museen und Bibliotheken von hoher Bedeutung ist: der Frage nach den Funktionen und Potenzialen von Unikaten in einer Zeit der digitalen Reproduzierbarkeit.

Unikate sind Mittelpunkte in einer vernetzten, dezentralen Welt. Sie signalisieren Unverfügbarkeit in der globalen digitalen Verfügbarkeit, Ferne in der ubiquitären Mausklick-Nähe. Was im Alltagsleben als Lifestyle-Objekt der Individualisierung dient, hat im kulturellen und wissenschaftlichen Kontext das subversive Potenzial, Kanonisierungsprozesse aufzubrechen und als deep fact Geschichte neu zu schreiben. Unikate können sich ihrer Reproduktion widersetzen, indem sie objektspezifische Funktionsweisen aufweisen oder indem Textobjekt und Text auf untrennbare Weise verbunden sind.

Aufbauend auf umfassenden Forschungen zur Materialität des Buches, zu Objektbiographien und historischen Unikalisierungspraktiken setzt sich die interdisziplinäre Tagung das Ziel, die kulturelle Rolle des Unikats in der Gegenwart zu analysieren. Im Zentrum der Untersuchungen sollen hierbei zum einen gesellschaftliche Funktionen von physischen Unikaten und Unikalisierungspraktiken stehen, insbesondere mit Blick auf die zunehmend digitale Umgebung, die oftmals einen Eindruck universeller Reproduzierbarkeit vermittelt; zum anderen soll das wissenschaftliche, literarische und künstlerische Potential von Unikaten herausgearbeitet werden.

Die interdisziplinäre Tagung wendet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Medienwissenschaft, Material Culture Studies, Buchwissenschaft, Museologie, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft, Digital Humanities, Psychologie, Soziologie, Kulturwissenschaft etc. ebenso wie an Praktikerinnen und Praktiker aus dem Museums-, Archiv- und Bibliothekswesen.

Die Konferenz wird finanziell unterstützt von der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft, der Fritz Thyssen Stiftung und der Regensburger Universitätsstiftung.

Die Tagung wird flankiert von einer gleichnamigen Ausstellung an der Universitätsbibliothek Regensburg.

Ansprechpartner:

Dr. André Schüller-Zwierlein

Direktor

Universitätsbibliothek Regensburg

Telefon +49 941 943-3901, -3902

https://go.ur.de/unique

Researchgate unterliegt im Rechtsstreit gegen Elsevier und ACS

Das Landgericht München I hat die Plattform Researchgate dazu verurteilt, das Verbreiten naturwissenschaftlicher Zeitschriftenartikel von Elsevier und der American Chemical Society (ACS) zu unterlassen. Die betroffenen Artikel seien ohne Zustimmung der Verlage über die Plattform geteilt worden, deren geistiges Eigentum sie seien. Ein Schadensersatzanspruch bestehe aber nicht, urteilte das Gericht. Bereits im Oktober 2021 erhielt die Researchgate eine Takedown-Aufforderung, die 200 000 Artikel der beiden Verlage umfasste.

Die Klage wurde von der 2017 geschaffenen Coalition for Responsible Sharing (CfRS) eingereicht. Dazu gehören 13 Wissenschaftsverlage, darunter Elsevier, ACS, Brill, Wiley und Wolters Kluwer. Researchgate argumentiert, nicht die Plattform sei für das Zugänglichmachen der Inhalte verantwortlich, sondern die Nutzenden. Da die Artikel von multinationalen Teams stammten, waren nach Ansicht des Gerichts die Rechte an den Artikeln nicht zweifelsfrei zu ermitteln. Dennoch wurde Researchgate zur Unterlassung verurteilt. Ein Schadenersatzanspruch wurde abgelehnt, weil der Nachweis der Rechtsinhaberschaft nicht eindeutig geführt werden konnte. Das Urteil vom 31. Januar ist nicht rechtskräftig.

Quelle: Börsenblatt

arXiv-Artikel als responsive Webseiten

arXiv labs bieten jetzt einen neuen, experimentellen Zugang zur Artikelsammlung von ArXiv, die in responsive HTML5 konvertiert wurde. Für eine kurze Vorschau muss nur das „X“ von arXiv in einem beliebigen Artikellink durch die „5“ von ar5iv ersetzt werden. Dieser Dienst wurde von der KWARC-Forschungsgruppe an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt, unter enger Unterstützung des LaTeXML-Projekts am National Institute of Standards and Technology, USA.

74 % der Quellen wurden inzwischen erfolgreich konvertiert und 97 % der Artikel zumindest teilweise angezeigt. ar5iv wird als eine von der Community entwickelte arXivLabs-Integration unter dem Dach von arXiv gehostet. arXivLabs ist ein Framework, das es der arXiv-Community ermöglicht, durch die Entwicklung nützlicher Tools und Funktionen zu arXiv beizutragen. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen, und die Web-Previews sollen nach dem Willen der Entwickler als Work-in-progress betrachtet werden. Über die Schaltfläche „report an issue“ am Ende jeder ar5iv-Seite kann Feedback gegeben werden.[2]

Quelle: arXiv

Neues Open-Access-Pilotabkommen zwischen der University of California und Wiley

Korrespondierende Autoren aller zehn Campus der University of California (UC) und des Lawrence Berkeley National Laboratory (LBNL), die Open-Access-Artikel in Wiley-Zeitschriften veröffentlichen, erhalten im Rahmen einer neuen Pilotvereinbarung, die die UC mit dem Verlag ausgehandelt hat, einen Rabatt von 15 % auf die Publikationsgebühr (Article Processing Charge, APC). Darüber hinaus wird im Rahmen des Pilotprojekts Open Access zur Standardoption für Artikel, die von Autoren an fünf UC-Campus – Irvine, Merced, Riverside, Santa Barbara und Santa Cruz – in Wiley-Zeitschriften veröffentlicht werden. Die UC-Bibliotheken übernehmen 1 000 US-Dollar jeder APC dieser Autoren. Wie bei den meisten anderen transformativen Open-Access-Vereinbarungen der UC müssen Autorinnen und Autoren den Rest der Open-Access-Gebühr zu zahlen, wenn sie über die entsprechenden Forschungsmittel verfügen. Der begrenzte Umfang der einjährigen Pilotvereinbarung soll es der UC und Wiley ermöglichen, den Zahlungsablauf für Open Access zu entwickeln und zu testen, bevor das Potenzial für eine breitere, transformative Vereinbarung geprüft werden soll, die alle 10 Campus umfasst.

Die Pilotvereinbarung gilt rückwirkend für Artikel, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2022 in Wiley-Zeitschriften veröffentlicht werden, einschließlich hybrider und Open-Access-Zeitschriften. UC-Autoren, die einen Artikel zu einem früheren Zeitpunkt im Jahr 2022 veröffentlicht haben, werden von Wiley kontaktiert. Die Vereinbarung bietet darüber hinaus Studierenden und Forschenden unbegrenzten Lesezugang zum gesamten Portfolio der Wiley-Zeitschriften.

Quelle: Wiley

SciELO Preprints in Europe PMC auffindbar

SciELO (Scientific Electronic Library Online) ist zugleich eine bibliografische Datenbank, eine digitale Bibliothek und ein kooperatives elektronisches Publikationsmodell für Open-Access-Zeitschriften. Die Plattform wurde ursprünglich 1997 in Brasilien gegründet und hat sich seitdem auf Sammlungen aus 16 Ländern, vor allem in Lateinamerika, ausgeweitet. Im Jahr 2020 riefen SciELO und das Public Knowledge Project (PKP) die SciELO Preprints Collection ins Leben, um die Verfügbarkeit von Forschungsartikeln und anderen wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu beschleunigen.

Europe PMC indiziert seit 2018 neben Zeitschriftenartikeln auch Preprints aus dem Bereich der Biowissenschaften. Derzeit sind über 400 000 Preprints von über 20 verschiedenen Plattformen in Europe PMC verfügbar. Preprints in Europe PMC sind mit Links zu offenen Peer-Review-Materialien, verwandten Daten, zitierenden Artikeln und anderen nützlichen Ressourcen angereichert.

Über 1 000 SciELO Preprints sind nun in Europe PMC in ihrer Originalsprache, Portugiesisch, Spanisch oder Englisch verfügbar. Die Preprints sind über das Preprint-Banner mit der in der Zeitschrift veröffentlichten Version verlinkt, ebenso wie mit den Preprint-Reviews, einschließlich der unlängst erfolgten Integration von SciELO Preprints und PREreview, sowie mit Zitationsinformationen und alternativen Metriken im Abschnitt „Citations & impact“. Die Leserinnen und Leser können Gene, Krankheiten und Organismen, die im Preprint erwähnt werden, mit dem Tool „Annotations“ einsehen. Die Preprints können von den Autorinnen und Autoren auch einfach zum ORCID-Profil hinzugefügt werden, indem sie die Option Claim to ORCID auf der rechten Seite nutzen.

Ein wichtiges Ergebnis der neuen Zusammenarbeit zwischen Europe PMC und SciELO stellt der Vorstoß dar, mehrsprachige Inhalte besser zu verarbeiten. Die Unterstützung für mehrsprachige Metadaten ist nun Teil der öffentlichen Roadmap von Crossref. Die Umsetzung dieser Änderungen soll es Europe PMC ermöglichen, portugiesische, spanische und englische Versionen von SciELO-Preprints bereitzustellen. Damit werden Zugänglichkeit und Auffindbarkeit mehrsprachiger Forschungsarbeiten auf vielen wissenschaftlichen Plattformen verbessert.

Quelle: Europe PMC

Aktionsplan für Diamond Open Access

Science Europe, cOAlition S, OPERAS und die französische Nationale Forschungsagentur (ANR) haben einen Aktionsplan vorgelegt, um ein nachhaltiges, gemeinschaftsgesteuertes Diamond-Open-Access-Ökosystem für wissenschaftliche Kommunikation weiter zu entwickeln und auszubauen.[3] Der Aktionsplan schlägt vor, gemeinsame Ressourcen für das gesamte Diamond OA-Ökosystem, einschließlich Zeitschriften und Plattformen, abzustimmen und zu entwickeln und dabei die kulturelle, mehrsprachige und disziplinäre Vielfalt zu berücksichtigen, die nach Aussage der Organisationen die Stärke des Sektors ausmacht. Er zielt darauf ab, für Zeitschriften und Plattformen, die auf der Basis von Diamond Open Access arbeiten, gemeinsame Prinzipien, Richtlinien und Qualitätsstandards zu entwickeln.

Quelle: Science Europe

cOAlition S fordert von Verlagen Klarheit und Transparenz beim Open Access

cOAlition S hat die Bemühungen vieler Verlage begrüßt, den Open Access (OA) für Forschungspublikationen zu verbessern. Die Praktiken einiger Verlage stellten jedoch Autorinnen und Autoren, die von ihrem Recht Gebrauch machen möchten, ihr akzeptiertes Manuskript (Author Accepted Manuscript, AAM) sofort nach der Veröffentlichung im Rahmen der Plan S Rights Retention Strategy im Open Access freizugeben, immer noch vor Probleme.

Um diese Situation zu verbessern, fordert COAlition S, dass die Verlage ihre Richtlinien und Verträge bereits zu Beginn des Einreichungsprozesses transparenter offenlegen. Die in einem an eine große Zahl von Verlagen gesendeten Schreiben formulierte Forderung zielt darauf ab, die Einreichungsabläufe und -prozesse der Verlage für die Autoren so klar und einfach wie möglich zu gestalten und ihnen zu helfen, ihre Förderbedingungen zu erfüllen.

Es gibt drei Bereiche, in denen die Verlage den Veröffentlichungsprozess für die Autorinnen und Autoren deutlich klarer und einfacher gestalten könnten. Konkret bittet cOAlition S die Verlage, dafür zu sorgen, dass die Autoren zum Zeitpunkt der Einreichung über Folgendes informiert sind:

  1. Die Lizenz, die sie unterzeichnen müssen, wenn ihr Manuskript zur Veröffentlichung angenommen wird;

  2. Etwaige Kosten, die erhoben werden, wenn ihr Manuskript zur Veröffentlichung angenommen wird;

  3. Angaben darüber, ob das Manuskript an eine andere Zeitschrift weitergeleitet werden kann, wenn der Einreichung eine Vorankündigung der Weiterverwendungsrechte beigefügt ist.

Diese Forderung steht im Einklang mit den „Principles of Transparency“-Leitlinien von COPE, in denen z. B. Klarheit in Bezug auf Urheberrechte und Lizenzen sowie Informationen über eventuell anfallende Publikationsgebühren gefordert werden. Entsprechende Informationen sollten nach Auffassung von cOAlition S auf der Website des Verlags, in den „Informationen für Autoren“ und im Einreichungssystem zu Beginn des Prozesses an prominenter Stelle erscheinen.

Wenn Autorin oder Autor die Bedingungen von Anfang an bekannt sind, können sie in voller Kenntnis der Sachlage entscheiden, ob sie mit der Einreichung fortfahren oder nicht. Dadurch können Probleme vermieden werden, wie etwa, dass Autorinnen und Autoren ihr Manuskript nach einem langwierigen Peer-Review-Verfahren zurückziehen müssen, weil die Weitergabe der Arbeit nicht zulässig ist, oder dass sie gezwungen sind, die APCs aus eigener Tasche zu bezahlen.

Nicht nur cOAlition S fordert die Verlage auf, ihre Richtlinien und Verträge transparenter zu gestalten. Ein im April 2021 veröffentlichter offener Brief an Forschende bezüglich der Strategie zur Rechteeinbehaltung und der zweifelhaften Haltung der Verlage fand breite Unterstützung in der Forschungscommunity, darunter durch LIBER, EURODOC, die Global Young Academy (GYA), die Young Academy of Europe (YAE) und die Marie Curie Alumni Association (MCAA). In einem weiteren Schreiben, das von CESAER, der European University Association (EUA) und Science Europe unterzeichnet wurde, werden die Verlage ebenfalls aufgefordert, ihre Lizenzbedingungen klar zu formulieren, „um sicherzustellen, dass die Forscher eine informierte Entscheidung treffen“.

Quelle: cOAlition S

Clarivate stellt alle kommerziellen Aktivitäten in Russland ein

Clarivate teilt mit, dass das Unternehmen die Herrschaft des internationalen Rechts respektiert und unterstützt und sich der internationalen Gemeinschaft anschließt, die den Angriff Russlands auf die Ukraine verurteilt. Angesichts der anhaltenden Aggression gegen die Ukraine durch die russischen Streitkräfte hat Clarivate beschlossen, sein Büro in Russland mit sofortiger Wirkung zu schließen, und will darauf hinarbeiten, seine geschäftlichen Aktivitäten in Russland ganz einzustellen. Clarivate will eng mit seinen Kunden zusammenarbeiten, um die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf deren Geschäftstätigkeit zu bewältigen, und ihnen weitere Informationen zur Verfügung stellen, sobald der Umstellungsprozess weiter voranschreitet.

Der Einstellung aller kommerziellen Aktivitäten in Russland ging nach Aussage von Clarivate die Entscheidung voraus, die Evaluation neuer Zeitschrifteneinreichungen aus Russland und Belarus im Web of Science auszusetzen.

Quelle: Clarivate

Published Online: 2022-05-07
Published in Print: 2022-05-05

© 2022, publiziert von De Gruyter.

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