Accessible Published by De Gruyter Saur July 28, 2017

Digitale Suche im historischen Blätterwald: Bayerische Staatsbibliothek startet Zeitungsportal digiPress

From the journal Bibliotheksdienst

Die Bayerische Staatsbibliothek erweitert erneut ihr digitales Angebot und startet ihr Zeitungsportal digiPress. digiPress ist die technische Plattform für die Präsentation digitalisierter Zeitungen an der Bayerischen Staatsbibliothek. Bis Jahresende wird das Rechercheportal seinen Umfang fast verdreifachen: von aktuell 340 auf mehr als 1.000 urheberrechtsfreie historische Zeitungstitel. In Umfang und Service ist digiPress damit derzeit das einzige bibliothekarische Angebot dieser Art in Deutschland: in der Endausbaustufe werden 7,6 Millionen digitalisierte Zeitungsseiten zur Verfügung stehen.

Die in digiPress präsentierten digitalisierten Printmedien reichen vom 17. Jahrhundert bis vorwiegend in die 1920er Jahre. Schwerpunkt – und gleichsam Sammlungsschwerpunkt der BSB – sind bayerische Zeitungen ab dem 17. Jahrhundert, einzigartige Titel wie Revolutionszeitungen aller politischen Richtungen (1848/49), Parteizeitungen unterschiedlichster Couleur, katholische Presse in Bayern, Verbands- und Vereinszeitungen sowie humoristisch-satirische Blätter. Zahlreiche der in digiPress verfügbaren Zeitungen sind von überregionaler Bedeutung. Insgesamt umfasst der Zeitungsbestand der Bayerischen Staatsbibliothek 5.250 Zeitungstitel. Damit verfügt sie über eine der größten Zeitungssammlungen in Deutschland.

digiPress zeichnet sich durch eine hohe Nutzungsfreundlichkeit aus. So bietet das Portal einerseits eine Sortiermöglichkeit aller Titel nach dem Verbreitungsort. Andererseits ermöglicht die neue Kalenderübersicht einen datumsorientierten und damit titelübergreifenden Einstieg. Alle digitalisierten Titel können über die Titelliste einzeln aufgerufen werden und sind im Volltext komplett durchsuchbar.

Die Digitalisate lassen sich komfortabel und stufenlos zoomen und sind so besonders gut lesbar. Der Einsatz des so genannten IIIF-Standards (International Image Interoperability Framework) ermöglicht die Visualisierung, die Strukturierung und den Austausch digitaler Objekte zwischen Kulturinstitutionen aus aller Welt.

Generaldirektor Dr. Klaus Ceynowa: „Zeitungen sind der ‚Sekundenzeiger der Geschichte‘ und damit von hohem Interesse nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch allgemein für die interessierte Öffentlichkeit. Das neue Zeitungsportal digiPress ist ein Paradebeispiel dafür, wie digitalisierte Bestände schnell, unkompliziert und effizient durchsucht und die Ergebnisse von jedem Bürger genutzt werden können.“

Eine weitere Möglichkeit, digiPress zu nutzen, bietet bavarikon direkt von seiner Startseite. Das Portal zu Kunst, Kultur und Landeskunde des Freistaates Bayern erweitert damit seinen digitalen Bestand und präsentiert erstmals eine große Sammlung historischer Zeitungen.

Zu digiPress: http://digipress.digitale-sammlungen.de

Zu bavarikon: http://www.bavarikon.de

Ansprechpartner:

Birgit Seiderer

Bayerische Staatsbibliothek

Abteilung Bestandsentwicklung und Erschließung 2

Ludwigstr. 16, 80539 München

Tel.: 089/28 638 2627

E-Mail: zeitungen@bsb-muenchen.de

Peter Schnitzlein

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 089/28 638-2429

E-Mail: presse@bsb-muenchen.de

Technische Informationsbibliothek (TIB) ist Mitglied bei DuraSpace

Die TIB unterstützt mit ihrer Mitgliedschaft die Weiterentwicklung des Forschungsinformationssystems VIVO

Die Technische Informationsbibliothek (TIB) ist seit Mai 2017 Mitglied bei DuraSpace. Die gemeinnützige Organisation DuraSpace fördert Open-Source-Software mit dem Ziel, den dauerhaften Zugang zu digitalen Daten und Informationen sicherzustellen. DuraSpace arbeitet als mitgliederfinanzierte Einrichtung mit akademischen, kulturellen und technologie-basierten Communities, um deren Projekte und Dienstleistungen zu unterstützen. Eines dieser Projekte ist das Forschungsinformationssystem VIVO, mit dem sich das Open Science Lab der TIB intensiv beschäftigt und einen deutschsprachigen VIVO-Prototypen (https://vivo.tib.eu/fis/) umgesetzt hat. Mit der DuraSpace-Mitgliedschaft fördert die Bibliothek langfristig die Weiterentwicklung von VIVO, das von DuraSpace gepflegt wird.

„Die Entwicklung von Open-Source-Software kann ohne eine lebendige Community mit guten Rahmenbedingungen nicht stattfinden. Die TIB möchte als Mitglied diese ausgezeichnete Community-Arbeit unterstützen und VIVO eine sichere Zukunft geben“, sagt Dr. Irina Sens, kommissarische Leitung der TIB. Als Forschungsinformationssystem (FIS) bildet die Open-Source-Software VIVO die Forschungsaktivitäten – beispielsweise Publikationen, Vorträge, Beteiligung an Drittmittelprojekten, Kooperationen – einer Forschungseinrichtung ab. Gleichzeitig können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in VIVO ihre Profile und ihre Forschungsergebnisse vernetzt im Internet darstellen. VIVO ist die bedeutendste Open-Source-Alternative im FIS-Bereich.

Die TIB ist die erste deutsche Einrichtung, die VIVO über DuraSpace finanziell fördert, und die zweite europäische nach der DTU, Dänemarks Technischer Universität. „Neben der finanziellen Unterstützung bringt sich die TIB bei DuraSpace unter anderem in den VIVO-Gremien ‚Internationalization Task Force‘ und ‚Ontology Improvement Task Force‘ ein, so tragen wir auch aktiv zur Weiterentwicklung von VIVO bei“, sagt Christian Hauschke, VIVO-Koordinator im Open Science Lab der TIB.

Weitere Informationen zur DuraSpace-Mitgliedschaft gibt es im TIB-Blog: https://blogs.tib.eu/wp/tib/2017/05/17/die-tib-unterstuetzt-vivo-durch-mitgliedschaft/

Ansprechpartner:

Technische Informationsbibliothek (TIB)

Dr. Sandra Niemeyer

Pressereferentin

Kommunikation und Marketing

Welfengarten 1 B//30167 Hannover

T 0511 762-2772//F 0511 762-2686

sandra.niemeyer@tib.eu, www.tib.eu

Zweiter Leibniz-Lizenztag – neue Aufgabenfelder und stärkere Vernetzung

Erlaubnistatbestände und Schrankenregelung, Offsetting-Vertrag und Journal-Flipping, Autorenidentifikation und Vertragscontrolling – was sich für Unbeteiligte wie ein Sammelsurium bibliotheksspezifischen Fachvokabulars liest, spiegelt die Vielfalt und Aktualität der Fragestellungen des zweiten Leibniz-Lizenztages in Berlin wider. Aus über 40 Einrichtungen kamen am 16. Mai 2017 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Informationsmarkt und deren Bedeutung für das eigene Lizenzmanagement zu informieren und auszutauschen.

Im ersten Teil der Veranstaltung standen die konkreten Auswirkungen der Novellierung des Urheberrechts sowie die wissenschaftspolitisch geforderte und geförderte Transformation zu Open Access im Mittelpunkt. Im stärker praxisorientierten zweiten Teil ging es darum, Erfahrungen und Kenntnisse im Zusammenhang mit der Lizenzierung elektronischer Medien in außeruniversitären Forschungseinrichtungen auszutauschen und verschiedene Lösungsmöglichkeiten auszuloten. Abschließend erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kleinen Arbeitsgruppen unterschiedliche Ansätze für Kosten-Nutzen-Analysen und stellten diese vor.

Das Fazit der Veranstaltung: Vor allem im Zusammenhang mit der Transformation zu Open Access entstehen neue Arbeitsfelder und -anforderungen, zum Beispiel in der Publikationserfassung. Zudem ermöglicht und erfordert die Lizenzierung elektronischer Medien eine stärkere Vernetzung von Bibliotheken und Informationseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft, um eine effiziente und bedarfsorientierte Informationsversorgung für die Forschung zu sichern.

Organisiert wurde der Leibniz-Lizenztag von den drei Deutschen Zentralen Fachbibliotheken, der Technischen Informationsbibliothek (TIB), ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften und ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Abstimmung mit dem Arbeitskreis Bibliotheken und Informationseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft.

Ansprechpartner:

Technische Informationsbibliothek (TIB)

Dr. Sandra Niemeyer

Pressereferentin

Kommunikation und Marketing

Welfengarten 1 B//30167 Hannover

T 0511 762-2772//F 0511 762-2686

sandra.niemeyer@tib.eu, www.tib.eu

Preisträger des Team Award Information Professionals 2017 (TIP)

Der Team Award Information Professionals (TIP) zeichnet drei studentische Teamleistungen aus, die einen innovativen Beitrag zur konkreten Lösung von Fragenstellungen der digitalen Transformation und Gestaltung der digitalen Gesellschaft in der Berufspraxis von Bibliotheken und Informationseinrichtungen liefern. 2017 geht der TIP-Award an folgende Projekte:

  1. „Ok Google… The End of Search as we know it. Sprachgesteuerte Websuche im Test“

    Vor dem Hintergrund, dass Sprache als Instrument zur Steuerung von Informations- und Kommunikationstechnologien sowie für die Informationsrecherche immer wichtiger werden, untersuchte das Projektteam unter der Leitung von Friederike Kerkmann und Sebastian Sünkler aus dem Department Information der HAW Hamburg im Auftrag der Telekom AG Voice-Web-Search-Systeme, um daraus Empfehlungen zur Gestaltung der optimalen Voice Web Search abzuleiten.

  2. Leitfaden zu Open Educational Resources für Bibliotheken und Informationseinrichtungen

    Im Zuge der Open-Access-Bewegung gewinnen Open Educational Resources (OER) als frei zugängliche Lehr- und Unterrichtsmaterialen an Schulen und Hochschulen zunehmend an Relevanz. Das Projektteam unter der Leitung von Dr. Anke Wittich an der Hochschule Hannover entwickelte einen praktischen Leitfaden zum Thema OER für Bibliotheken und Informationseinrichtungen. Der Leitfaden berücksichtigt didaktische und formale Anforderungen, Hinweise zum Urheberrecht und Creative-Commons-Lizenzen sowie technische Aspekte von OER.

  3. „Abspeichern statt Abheften – sortieren Sie ihren digitalen Schuhkarton“ – Beratung durch Bibliotheken inklusive Handreichungen zur Archivierung ihrer persönlichen digitalen Daten

    Durch die fortschreitende Digitalisierung liegen immer mehr Erinnerungsstücke, wie Fotos und Briefe, in digitaler Form vor. Während frühere Generationen ihre Memorabilien noch in einem Schuhkarton aufbewahren konnten, ist dies mit den vorliegenden digitalen Daten nicht mehr möglich. Ziel des Projektes unter der Leitung von Prof. Dr. Achim Oswald an der TH Köln war es zu untersuchen, wie Bibliotheken private Nutzer bei der Archivierung ihrer persönlichen Daten unterstützen können. Das Projektteam konzipierte auf der Grundlage einer Studie, eine Handreichung für Bibliotheken und einen Workshop für die Reihe „Digitale Werkstatt“ der Stadtbibliothek Köln.

Die Vorstellung der prämierten Projektarbeiten fand auf dem diesjährigen Bibliothekartag am 31. Mai statt; die Preisverleihung im Anschluss daran.

Die Einreichungen bewertet hat die Jury mit Prof. Dr. Ursula Georgy (TH Köln), Prof. Dr. Joachim Griesbaum (Uni Hildesheim), Erwin König (b.i.t.online), Marlies Ockenfeld (DGI), Barbara Schleihagen (dbv) und Jörg Pieper (Schweitzer Fachinformation).

Der Team Award Information Professionals wird von b.i.t.online, KIBA und Schweizer Fachinformation vergeben.

Ursula Georgy

Erwin König

Frauke Schade

Neues Design und neue Funktionalitäten bei EconBiz

Im Mai 2017 ging das ZBW-Fachportal EconBiz in neuem Design und mit neuen Funktionalitäten an den Start (www.econbiz.de).

Was ist alles neu?

  1. Sie können in 250.000 zusätzlichen Inhaltsverzeichnissen von Büchern suchen. Die Neu-Indexierung von zusätzlichen Inhaltsverzeichnissen ergibt mehr relevante Treffer zu Ihrem Thema.

  2. Es gibt neue Filterfunktionen in der Trefferliste. Ab sofort können Sie mehrere Filter einer Kategorie miteinander kombinieren. In der Trefferliste werden dann alle Treffer angezeigt, die mindestens eines der Kriterien erfüllen. Klicken Sie sich Ihre relevanten Treffer aus verschiedenen Themen, Sprachen, Publikationsarten, Personen usw. zusammen.

  3. Sie können Tags in Merklisten vergeben. Unter einer Merkliste finden Sie ein Icon für „Bearbeiten“. Fügen Sie dort Tags zu Ihren Merklisten hinzu, um diese besser zu organisieren.

  4. EconBiz ist ab sofort in allen Bereichen mobil optimiert.

  5. Zudem sind unser Fachportal EconBiz und unser OPAC nun komplett miteinander verbunden. Das ist vor allem von Interesse für Nutzerinnen und Nutzer aus Kiel und Hamburg.

Wir sind gespannt auf Ihr Feedback. Senden Sie uns Ihre Fragen und Kommentare an: info@econbiz.de

Dr. Doreen Siegfried

Leitung Marketing und Public Relations

ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

Düsternbrooker Weg 120

24105 Kiel

T: +49 431 8814-455

M: +49 172 251 48 91

F: +49 431 8814-520

E: d.siegfried@zbw.eu

www.zbw.eu

Published Online: 2017-07-28
Published in Print: 2017-08-01

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