Kristine Hillenkötter

An der Schwelle zur Transformation: „alte“ und „neue“ Lizenzmodelle im Überblick

Working Towards a Transition to Open Access: A Short Outline of ‘Old’ and ‘New’ Licensing Models

De Gruyter | Published online: April 11, 2018

Zusammenfassung

An der Schwelle zur Transformation befindet sich die Lizenzierung elektronischer Materialien für wissenschaftliche Nutzer im Umbruch und steht vor neuen Herausforderungen. Die vorliegende systematische Darstellung „alter“ und „neuer“ Lizenzmodelle nutzt diese Zäsur für einen Rückblick auf die Ergebnisse bisheriger Praxiserfahrungen. Ausgehend von den Rahmenbedingungen und Parametern der Modellbildung für die Lizenzierung elektronischer Ressourcen in Deutschland werden etablierte und noch im experimentellen Stadium befindliche Lizenzmodelle aus der aktuellen Lizenzierungspraxis kontrastiert und zu den unterschiedlichen Lizenzierungskontexten in Beziehung gesetzt. Anhand des Modells „Transformationsvertrag“ werden abschließend Grenzen und Perspektiven der herkömmlichen Modellbildung für die Transformation wissenschaftlicher Inhalte in den Open Access und den damit einhergehenden Wandel des wissenschaftlichen Publikationssystems aufgezeigt.[1]

Abstract

Due to the global initiative for the transition of academic research publishing to open access, licensing of electronic resources is undergoing major changes. This turning point is taken as an occasion to explore the fundamental conditions of licensing in Germany as well as the underlying parameters for developing new licensing models, and to provide an analysis of both long-established and recently created licensing models. Eventually, the opportunities and limitations of the conventional ways of modelling are discussed on the basis of the newest model, the ‘open access transition agreement’.

1 Einleitung

Seit dem Aufkommen elektronischer Publikationsformate für wissenschaftliche Zeitschriften und Monografien sowie der Entwicklung technischer Möglichkeiten zur (Retro-)Digitalisierung von Originalquellen und älteren Print-Publikationen bieten wissenschaftliche Fachverlage ihre Inhalte zunehmend in Form von E-Journals, E-Books und Datenbanken an. Der lesende Zugriff auf die Inhalte ist kostenpflichtig und kann entweder dauerhaft oder temporär erworben werden. Es handelt sich hierbei um die Lizenzierung von Nutzungsrechten an dem vom jeweiligen Verlag vertriebenen Produkt. Die Verfügbarkeit elektronischer Medien ist heute aus Forschung und Lehre nicht mehr fortzudenken und hat die Formen des wissenschaftlichen Arbeitens maßgeblich beeinflusst.

Kommerzielle Anbieter haben die wirtschaftlichen Möglichkeiten der neu entstandenen Marktsituation umgehend zu nutzen gewusst. Insbesondere im Bereich der STM-Fächer sind innerhalb relativ kurzer Zeit monopolistische Strukturen entstanden, die die Preise für alle Produkttypen (E-Journals, E-Books, Datenbanken) stark in die Höhe getrieben und damit die Literaturversorgung wissenschaftlicher Einrichtungen zunehmend erschwert haben. Hinzu tritt die Tatsache, dass die von den Anbietern gewährten Nutzungsrechte an den lizenzierten Materialien nicht immer den Ansprüchen genügen, die sich aus den neuen technischen Möglichkeiten und der dynamischen Entwicklung des wissenschaftlichen Arbeitens ergeben.[2]

Vor diesem Hintergrund hat sich die Lizenzierung kostenpflichtiger elektronischer Medien in den Erwerbungsabteilungen wissenschaftlicher Bibliotheken zu einem wichtigen und großen Handlungsfeld entwickelt. In dem gemeinsamen Bestreben, die Lizenzierung der gewünschten Materialien in einem möglichst optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis zu gewährleisten, sind institutionelle Kooperationen und stützende Fachgremien entstanden – Strukturen, die heute die organisatorischen Rahmenbedingungen für die Lizenzierung elektronischer Medien in Deutschland prägen. Von zentraler Bedeutung ist die Entwicklung von Lizenz- und Geschäftsmodellen für den Erwerb der Lizenzen.

Parallel dazu sind in den vergangenen Jahren zunehmend Forderungen nach einer Bereitstellung wissenschaftlicher Inhalte im Open Access erhoben worden, die mit einer Umschichtung der im System verorteten Finanzströme verbunden ist. Letztlich geht es dabei um nichts Geringeres als eine wissenschaftsadäquate Modifikation des bestehenden Publikationssystems und des Publikationsmarktes.[3] Dieser Anspruch ist grundsätzlicher Natur, konzentriert sich aber insbesondere auf den hochpreisigen und von monopolistischen Strukturen geprägten Zeitschriftensektor des Publikationsmarktes im Bereich der STM-Fächer. Um den Zugang zu wissenschaftlicher Information gewährleisten zu können, soll künftig nicht mehr für den lesenden Zugriff auf die publizierten Inhalte gezahlt werden (Closed Access, Subskriptionskosten), sondern für die Publikation an sich, die dann nach der Veröffentlichung kostenfrei für die Nutzung bereitgestellt wird (Open Access, Publikationskosten). Jetzt noch subskriptionskostenpflichtig zur Nutzung angebotene Inhalte sind perspektivisch in den Open Access zu transformieren. Zur praktischen Umsetzung dieser Ziele sind ebenfalls die Entwicklung von Lizenz-, Vertrags- und Geschäftsmodellen und die Modifikation bestehender organisatorischer Rahmenbedingungen essentiell. Dafür sind bereits erste Aktivitäten und Perspektiven mit Signalwirkung zu verzeichnen.

An der Schwelle zur Transformation befindet sich die Lizenzierung wissenschaftlicher Information daher im Umbruch und steht vor neuen Herausforderungen. Die vorliegende systematische Darstellung „alter“ und „neuer“ Lizenzmodelle nutzt diese Zäsur für einen Rückblick auf die Ergebnisse bisheriger Praxiserfahrungen und die Perspektive auf einen Paradigmenwechsel in der Entwicklung von Modellen für den Zugang zu elektronischen Medien.

2 Rahmenbedingungen der Lizenzierung in Deutschland

Für die Lizenzierung elektronischer Medien zur Versorgung wissenschaftlicher Einrichtungen in Deutschland haben sich sukzessive drei Beschaffungsebenen formiert, die sich jeweils durch unterschiedliche Akteure und Finanzierungsquellen auszeichnen. Sie sollen im Folgenden näher charakterisiert werden.[4]

2.1 Lokale Ebene

Parallel zur Entstehung des Angebotes an elektronischen Medien (ab ca. 1990) hat sich zunächst die lokale Ebene formiert, auf der Bibliotheken einzelner wissenschaftliche Einrichtungen als eigenständige Lizenznehmer aktiv sind – zuständig ist hier meist die Erwerbungsabteilung des jeweiligen Hauses. Die Finanzierung von lokalen Abschlüssen erfolgt in der Regel vollständig über die Etats der Einrichtungen.

2.2 Regionale Ebene

Bald nach Entwicklung des Marktes für elektronische Medien und der damit einhergehenden Kostenexplosion, die in der sogenannten „Zeitschriftenkrise“[5] gipfelte, wurde die Notwendigkeit erkannt, Maßnahmen zur Kostendämmung zu ergreifen. Bibliotheken bildeten ein Netzwerk von regionalen Einkaufsgemeinschaften zur Versorgung ihrer Nutzer mit elektronischen Inhalten: In vielen Bundesländern entstanden regionale Konsortien (ab 2000).[6] Sie sind in ihrer Organisationsstruktur entsprechend den jeweils geltenden regionalen Rahmenbedingungen unterschiedlich aufgestellt. Allen Konsortien gemeinsam ist jedoch die zentrale Verhandlung von gemeinsamen Abschlüssen für eine definierte institutionelle Zielgruppe in der Region (oder auch darüber hinaus, s. u.) durch einen oder mehrere Verhandlungsführer mit dem Ziel, Rabatte auf die Listenpreise für lokale Lizenzen zu erhalten. Interessierte teilnahmeberechtigte Einrichtungen können dem Konsortialabschluss als Konsorten beitreten. Die Finanzierung von Abschlüssen, die auf dieser regionalen Ebene getätigt werden, erfolgt in der Regel anteilig durch die Konsorten aus ihren lokalen Etats, ggf. gefördert durch zusätzliche Landesmittel.

2.3 Nationale Ebene

Die nationale Ebene der Lizenzierung formierte sich, als die DFG ab 2004 ergänzend zum Förderprogramm „Sondersammelgebiete“ die Förderinitiative zum Erwerb von Nationallizenzen ins Leben rief.[7] Nach dem Vorbild der Konsortialstruktur wird auch hier zentral für eine definierte Zielgruppe von Einrichtungen verhandelt, jedoch mit deutschlandweitem Fokus. Die Gründe für die Verhandlung von nationalen Lizenzen sind vielfältig. So können auf diese Weise z. B. besondere (Spitzen-)Bedarfe der Forschung bedient werden, die lokal oder regional mit vertretbarer Kosten-Nutzen-Relation nicht zu realisieren sind. Zum anderen wird in dieser Konstruktion eine Bündelung von Verhandlungsmacht erreicht, die verbesserte (Preis-)Konditionen durch innovative Entwicklungen in der Lizenzierung ermöglicht – wie z. B. die Durchsetzung neuer Lizenz- und Geschäftsmodelle und erweiterter wissenschaftsadäquater Nutzungsrechte. Auf der nationalen Ebene ist heute eine Vielzahl verhandlungsführender Einrichtungen aktiv: die regionalen Konsortien, die Verhandlungsführer DFG-geförderter National- und Allianz-Lizenzen,[8] das „Kompetenzzentrum für Lizenzierung“ (KfL) im Kontext der „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ (FID),[9] die „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ selbst[10] und die Verhandlungsführer im Projekt „DEAL“[11] der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen (Allianz-Initiative).[12] Teilnahmeberechtigte Einrichtungen in Deutschland können den Lizenzabschlüssen beitreten. Die Finanzierung von Abschlüssen auf nationaler Ebene erfolgt – je nach Art des Abschlusses – aus den lokalen Etats der Lizenzteilnehmer und der FID sowie durch Fördermittel der DFG und ggf. zusätzliche Landesmittel.

Abb. 1 Beschaffungsebenen für die Lizenzierung elektronischer Medien in Deutschland

Abb. 1

Beschaffungsebenen für die Lizenzierung elektronischer Medien in Deutschland

Alle drei Beschaffungsebenen sind heute voll entwickelt und parallel aktiv. Es handelt sich um ein komplexes dreischichtiges Gefüge, das in der Staffelung lokal – regional – national eine zunehmende Steigerung in der Anzahl der Akteure, der Spezialisierung der Lizenzierungskontexte und der Bündelung der Verhandlungsmacht aufweist.[13]

2.4 Gremien

Flankierend zu den drei Beschaffungsebenen haben sich dauerhaft verschiedene Gremien etabliert, die die Lizenzierungsaktivitäten auf regionaler und nationaler Ebene strategisch und operativ begleiten und den dort eingesetzten Akteuren – insbesondere den Verhandlungsführern – ein Austauschforum sowie eine Interessensvertretung bieten. Zu nennen sind hier die German, Austrian and Swiss Consortia Organisation (GASCO)[14] für den Austausch unter den regionalen Konsortien, die Allianz-Initiative für die primär strategische Begleitung der Abschlüsse aus dem DFG-Kontext und dem DEAL-Projekt[15] sowie die Arbeitsgemeinschaft der Fachinformationsdienste für die Wissenschaft (AG FID) in der Sektion 4 des Deutschen Bibliotheksverbandes (DBV)[16] als Austauschforum für die Aktivitäten der FID und des KfL.

Alle derzeit in der Praxis angewandten Lizenzmodelle lassen sich den skizzierten Aktivitäten auf den drei Beschaffungsebenen zuordnen. Die größte Modellvielfalt ist auf der nationalen Ebene zu beobachten.

3 Parameter der Modellbildung

3.1 Hintergrund

Bei der Lizenzierung elektronischer Medien stehen sich die ökonomischen Interessen der Anbieter und die Interessen wissenschaftlicher Einrichtungen gegenüber, die sich als Wissenschaftsstandorte im Wettbewerb untereinander befinden, gleichzeitig aber auch den Wirtschaftlichkeitsforderungen der öffentlichen Hand unterliegen. Daher haben sie in der Regel nur begrenzte Mittel zur Verfügung, um die Bedarfe ihrer Nutzer zu bedienen, und sind sehr daran interessiert, die benötigten Inhalte in einem möglichst optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis lizenzieren und für ihre Nutzer bereitstellen zu können.

3.2 Zielsetzung

Lizenzmodelle zielen darauf ab, diesem Anspruch in diversen Variationen und für unterschiedliche Lizenzierungskontexte gerecht zu werden. Stets geht es dabei darum, die finanziellen Aufwände für den Abschluss einer Lizenz und die dafür vom Anbieter offerierten Möglichkeiten zur Nutzung des betreffenden Produktes zueinander in Beziehung zu setzen und in ihrer Ausprägung so zu modellieren, dass hier ein optimales Preis-Leistung-Verhältnis erzielt wird. Aus den einzelnen Modellen werden jeweils die Verhandlungsziele für die Vorbereitung entsprechender Lizenzabschlüsse abgeleitet. Lizenzmodelle sind ein zentrales Instrument der Verhandlungsführung für die Lizenzierung von elektronischen Medien.[17]

3.3 Prozess und Akteure

Alle Akteure der regionalen und insbesondere der nationalen Ebene sind aktiv an der Modellbildung beteiligt. In den Prozess fließen sowohl strategische Vorgaben der Fördereinrichtungen (Länder, Forschungsorganisationen, DFG) als auch Erfahrungen aus der Lizenzierungspraxis auf allen drei Beschaffungsebenen (Verhandlungsführer) ein. Je nach Lizenzierungskontext werden dabei unterschiedliche Parameter der Modellbildung (s. u.) akzentuiert. So entstehen im Dialog zwischen Fördereinrichtungen und Verhandlungsführern zunächst abstrakte Modellkonstruktionen, die von den Verhandlungsführern dann in der Verhandlungspraxis erprobt und weiter ausgestaltet werden. Die GASCO und die Gremien der Allianz-Initiative unterstützen die Verhandlungsführer bei der praktischen Umsetzung und Weiterentwicklung der Modelle. Im Prozess der Modellbildung stehen daher Strategie und Praxis in Wechselwirkung zueinander: Strategische Überlegungen wirken auf die Lizenzierungspraxis ein, aber Erfahrungen aus der Lizenzierungspraxis stoßen auch strategische Überlegungen an und befördern diese. Den Verhandlungsführern fällt dabei eine zentrale Rolle zu.

3.4 Parameter

Zentrale Parameter für die Entwicklung von Lizenzmodellen sind zum einen die Gewährleistung einer angemessenen Kosten-Nutzen-Relation und zum anderen die technische Organisation des Zugangs zu den lizenzierten Inhalten.

Der Parameter Kosten-Nutzen-Relation lässt sich weiter differenzieren in die Facetten Strategie, Zielgruppe und Konditionen des Erwerbs.

  1. Die strategische Zielsetzung der Lizenz ist hier von grundlegender Bedeutung. Ob mit einem Abschluss ausschließlich der Zugang zu den kommerziell angebotenen Inhalten erreicht werden soll oder ob dieser Zugang zusätzlich auch – neben der Wahrung eines angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnisses – mit erweiterten Nutzungsrechten und dauerhafter Absicherung des Zugangs zu erwerben ist oder ob die Lizenz primär darauf abzielt, deutschlandweit den Bedarf einer definierten Fachcommunity zu bedienen, führt zu unterschiedlichen Ausprägungen bei der Findung geeigneter Lizenzmodelle.

  2. Eine Schärfung hinsichtlich der Kosten-Nutzen-Relation des Abschlusses ergibt sich aus der Frage, wer mit der Lizenz erreicht werden soll: Jeweils die Nutzer einer definierten Anzahl an Institutionen in einer Region oder in Deutschland („Campuslizenz“)? Oder eine definierte Anzahl von Einzelnutzern, die über ganz Deutschland verteilt sind, aber eine institutionelle Anbindung besitzen? Und welche Typen wissenschaftlicher Einrichtungen in Deutschland sollen hier als nutzungsberechtigt erklärt werden? Die Definition der Ziel- bzw. Nutzergruppe bildet auch die Grundlage für die Festlegung angemessener Lizenzkonditionen und Bereitstellungsmodelle.

  3. Der vielschichtigste Gestaltungsfaktor ist in diesem Rahmen die Festlegung der Konditionen, zu denen die Lizenz erworben wird. Lizenzkonditionen regeln deren Inhalt, die Nutzergruppe, Teilnahme- und Bereitstellungsmodalitäten, Kosten, Nutzungsrechte und ggf. weitere Mehrwerte. Auch Preis- und Geschäftsmodelle für den Erwerb der Lizenz sind hier integriert. Ein Optimum an definierten Konditionen in einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis für die definierte Nutzergruppe zu erzielen, ist dann Gegenstand der Lizenzverhandlungen.

Auch die Frage nach der technischen Bereitstellung der Lizenz ist für die Modellbildung zentral. Bei der technischen Organisation des Zugangs sind Aspekte der Registrierung, Authentifizierung und Freischaltung, des Rechtemanagements sowie ggf. zu nutzender Plattformen und Infrastrukturen sowie die damit verbundenen Workflows zu berücksichtigen. Ziel ist stets die Schaffung optimaler Zugangsbedingungen für die jeweilige Nutzergruppe.

Die hier skizzierten Parameter der Modellbildung werden durch die Verhandlungsführer und Fördereinrichtungen regionaler und nationaler Lizenzen anlassbezogen definiert und durch die o.g. Gremienstrukturen gestützt. Je nach Ausgestaltung der einzelnen Parameter sind in den letzten Jahren verschiedene Modelle für die Lizenzierung von elektronischen Medien entstanden, die im Folgenden überblicksartig dargestellt werden.

4 „Alte“ Lizenzmodelle

Die nachstehenden Modelle haben sich in der Lizenzierungspraxis bereits etabliert.

4.1 Lokale Lizenz

Dieses gilt insbesondere für die lokale Lizenz, die „Urform“ aller Lizenzmodelle. Seit Beginn des Angebotes elektronischer Medien werden elektronische Produkte in bilateralem Austausch zwischen den Erwerbungsabteilungen wissenschaftlicher Einrichtungen und den betreffenden Anbietern lizenziert. In der Regel fordern die Institutionen beim Anbieter ein entsprechendes Angebot an, das hinsichtlich der Geschäfts- und Preismodelle sowie der weiteren Lizenzkonditionen vom Anbieter gestaltet wird. Eine Modifizierung der Nutzungsrechte und Lizenzkonditionen nach Wünschen des Lizenznehmers ist abschlussspezifisch in begrenztem Umfang möglich. Die lokalen Lizenzen werden auf Basis von Verlagsverträgen abgeschlossen, auf deren Gestaltung der Lizenznehmer wenig Einfluss nehmen kann. Insgesamt ist der Verhandlungsspielraum hier sehr gering. Die lokalen Lizenzen dienen der campusweiten Versorgung aller Nutzer der lizenznehmenden Institution im Rahmen definierter Vertragslaufzeiten („Campuslizenz“) und können für alle drei Produkttypen abgeschlossen werden. Die Finanzierung erfolgt aus den lokalen Etats der Lizenznehmer, die Bereitstellung wird über die IP-Authentifizierung realisiert, selten – sofern anbieter- und lizenznehmerseitig die Voraussetzungen bestehen – auch über Shibboleth.

Lokale Lizenzen ermöglichen wenig Verhandlungs- und Gestaltungsspielraum und folgen keinen vorgegebenen übergeordneten Standards, ermöglichen jedoch eine schnelle Reaktion des Lizenznehmers auf individuelle Bedarfe seiner Nutzergruppe. Es darf angenommen werden, dass die Mehrheit der in Deutschland abgeschlossenen Lizenzverträge dem Modell der lokalen Lizenz folgt.

Abb. 2

Lokale Lizenz

Lokale Lizenz
Kosten-Nutzen-Relation
Strategie
Zielsetzung Campusweite Versorgung aller Nutzer einer Einrichtung im Rahmen definierter Vertragslaufzeiten („Campuslizenz“)
Lizenznehmer Lokale Institution
Organisatorischer Rahmen Keiner
Finanzierung Lokaler Etat des Lizenznehmers
Produkte Alle Produkttypen,laufende und abge-schlossene Produkte
Zielgruppe
Zugangsberechtigte Einrichtungen und Nutzer Lokale Institution und die ihr zugehörigen Nutzergruppen
Konditionen des Erwerbs
Nutzungsrechte und Standards Nach Möglichkeiten des Anbieters, u. U. auch nach Vorgaben desLizenznehmers
Geschäftsmodelle Divers, nach Angebot des Anbieters
Preismodelle Divers, Listenpreis des Anbieters
Vertrag Standardvertrag desAnbieters
Technische Organisation des Zugangs
Bereitstellung IP, ggf. Shibboleth
Verhandlungsspielraum Gering

4.2 Konsortiallizenz

Parallel zur Entwicklung von Konsortien der Bundesländer und Forschungseinrichtungen als „Einkaufsgemeinschaften“ für elektronische Medien entstand das Modell der Konsortiallizenz.[18] Sie wird zentral durch einen Konsortialführer für einen definierten Kreis teilnahmeberechtigter Institutionen in einer Region oder deutschlandweit abgeschlossen („Konsorten“) und dient der Versorgung aller Nutzer dieser Einrichtungen im Rahmen definierter Vertragslaufzeiten („Campuslizenz“). Durch die Bündelung der Verhandlungsmacht in der Funktion des Konsortialführers können jetzt mit dem Anbieter Lizenzkonditionen nach den strategischen Vorgaben der Konsortien und Forschungseinrichtungen verhandelt werden. Wesentliches Verhandlungsziel ist dabei die Durchsetzung günstigerer Konditionen im Rahmen der von den Anbietern vorgelegten Preis- und Geschäftsmodelle („Konsortialrabatt“), aber auch weitere Lizenzkonditionen können zum Verhandlungsgegenstand erhoben werden. Die Finanzierung der Konsortiallizenzen erfolgt aus den lokalen Etats der Lizenznehmer, u. U. fließen hier zur Förderung der Abschlüsse auch Landesmittel ein. Konsortiallizenzen können für alle Produkttypen abgeschlossen werden. Sie fokussieren sich vornehmlich auf Angebote des Grundbedarfes, für die ein regionales bzw. überregionales Interesse im Land besteht, und sind wesentlich günstiger als entsprechende lokale Lizenzen.

Abb. 3

Konsortiallizenz 1 – Regional- oder Nationalkonsortium

Regional- oder Nationalkonsortium
Kosten-Nutzen-Relation
Strategie
Zielsetzung Versorgung aller Nutzer teilnehmender Einrichtungen im Rahmen definierter Vertragslaufzeiten („Campuslizenz“)
Lizenznehmer Konsortialführer,

ggf. Beitrittserklärungen der Konsorten
Organisatorischer Rahmen Regionale Konsortien der Länder und Forschungseinrichtungen („Einkaufsgemeinschaften“)
Finanzierung Lokaler Etat der Konsorten, ggf. Landesmittel (Mischfinanzierung)
Produkte Alle Produkttypen,laufende und abge-schlossene Produkte
Zielgruppe
Zugangsberechtigte Einrichtungen und Nutzer Lokale Institutionen als Konsortialteilnehmer und die ihnen zugehörigen Nutzergruppen
Konditionen des Erwerbs
Nutzungsrechte und Standards Strategische Vorgaben der Konsortien undForschungseinrichtungen, nach Möglichkeiten des Anbieters
Geschäftsmodelle Divers, nach Angebot des Anbieters
Preismodelle Divers, ermäßigterListenpreis des Anbieters („Konsortialrabatt“)
Vertrag Standardvertrag desAnbieters
Technische Organisation des Zugangs
Bereitstellung IP, ggf. Shibboleth
Verhandlungsspielraum Erhöht,

regional < national

Das mit den Konsortiallizenzen erstmals realisierte organisatorische Konstrukt einer zentralen Verhandlungsführung und eines definierten Kreises teilnahmeberechtigter Einrichtungen hat sich als grundlegend für die Entwicklung weiterer Lizenzmodelle erwiesen und ist bis heute in der Lizenzierungspraxis erfolgreich.

4.3 National- und Allianz-Lizenzen

Unter dem Einfluss der DFG entstanden auf dieser Basis die Modelle der National- und Allianz-Lizenzen.[19] Beide Modelle geben definierte Standards und Nutzungsrechte im Rahmen der Lizenzkonditionen als Verhandlungsziele vor („DFG-Förderkriterien“), werden zentral auf nationaler Ebene durch ausgewählte Einrichtungen verhandelt („DFG-Verhandlungsführer“) und sehen eine finanzielle Beteiligung der DFG vor. Ziel beider Modelle ist die Etablierung wissenschaftsadäquater Konditionen in der Lizenzierung elektronischer Medien in Deutschland. Durch die Zentralisierung der Verhandlungsmacht auf der nationalen Ebene sowie die Beteiligung der DFG ist bei diesen Lizenzmodellen der Verhandlungsspielraum groß; auch exponierte Verhandlungsziele werden auf diese Weise durchsetzbar. Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede die beiden Modelle aufweisen, zeigt die nachfolgende Charakterisierung:[20]

  1. Nationallizenz: Das Modell der Nationallizenz kann grundsätzlich auf alle Produkttypen angewandt werden, wobei fachlich hochspezialisierte, abgeschlossene Produkte mit niedriger bis geringer Marktdurchdringung im Fokus stehen („Spitzenbedarf“). Die Nationallizenz wird zur dauerhaften, flächendeckenden Bereitstellung für alle Nutzer teilnehmender wissenschaftlicher Einrichtungen sowie Einzelnutzer ohne institutionelle Anbindung in Deutschland durch die DFG-Verhandlungsführer als Lizenznehmer erworben („Campuslizenz“). Die Preismodelle werden hier nicht nur nach den Möglichkeiten der Anbieter gestaltet, sondern nunmehr auch nach den Vorgaben der Verhandlungsführer. Die Lizenzkonditionen folgen definierten DFG-Förderkriterien[21] und sehen die physische Auslieferung des lizenzierten Produktes (Meta- und Inhaltsdaten) sowie erweiterte Nutzungsrechte an den erworbenen Daten vor (Hosting/Archiving, Mehrwertdienste,[22] OA-Klausel[23]). Die Nationallizenz basiert auf der von 2004 bis 2010 aktiven DFG-Förderinitiative „Nationallizenzen“; die entsprechenden Lizenzabschlüsse wurden zu 100 % von der DFG finanziert. Die Bereitstellung der Nationallizenzen für interessierte wissenschaftliche Einrichtungen und Einzelnutzer in Deutschland erfolgt über ein spezielles Registrierungsverfahren und die dafür entwickelte technische Infrastruktur (Nationallizenzen-CMS unter www.nationallizenzen.de).

Abb. 4

Nationallizenz

Nationallizenz
Kosten-Nutzen-Relation
Strategie
Zielsetzung Flächendeckende und dauerhafte Bereitstellung für alle Nutzer wiss.Einrichtungen und Einzelnutzer ohne institutionelle Anbindung in Deutschland („Campuslizenz“),

Etablierung wissenschaftsadäquater Lizenzkonditionen
Lizenznehmer DFG-Verhandlungsführer
Organisatorischer Rahmen DFG-Förderinitiative„Nationallizenzen“ mitAntrags- und Begutachtungsverfahren, DFG-Verhandlungsführer
Finanzierung 100 % DFG-Förderung
Produkte Alle Produkttypen, nur abgeschlossene Produkte („Spitzenbedarf“)
Zielgruppe
Zugangsberechtigte Einrichtungen und Nutzer Nach DFG-Förderkriterien

(wiss. Einrichtungen in Deutschland und die ihnen zugehörigenNutzergruppen, Einzelnutzer ohne institutionelle Anbindung)
Konditionen des Erwerbs
Nutzungsrechte und Standards Nach DFG-Förderkriterien

(Datenlieferung, erweiterte Nutzungsrechte: Hosting/Archiving, Mehrwertdienste, OA-Klausel)
Geschäftsmodelle Kauf
Preismodelle Produktspezifisch gestaltet nach Vorgaben des Verhandlungsführers und Möglichkeiten desAnbieters
Vertrag Standardvertrag desAnbieters
Technische Organisation des Zugangs
Bereitstellung IP, Registrierung über (NL-CMS)
Verhandlungsspielraum Groß
  1. Allianz-Lizenz: Das Modell der Allianz-Lizenz adaptiert das Konsortialmodell und schreibt es fort. Im Rahmen des seit 2007 verfügbaren DFG-Förderprogramms „Überregionale Lizenzierung“[24] und strategisch begleitet durch die AG „Nationale Lizenzierung“ der Allianz-Initiative[25] werden nach diesem Modell nationale Opt-in-Konsortien für laufende Produkte aller Produkttypen realisiert. Das Ziel ist die Versorgung aller Nutzer teilnehmender Einrichtungen im Rahmen definierter Vertragslaufzeiten („Campuslizenzen“). Der Fokus liegt dabei auf Angeboten der Grundversorgung. Ergänzend zu den bereits im Rahmen des Modells „Nationallizenz“ definierten Lizenzkonditionen und im Einklang mit den Anforderungen der DFG-Fördergrundsätze für Allianz-Lizenzen[26] sieht das Modell der Allianz-Lizenz zusätzlich eine Moving Wall für Zeitschriftenliteratur vor.[27] Auch hier eröffnen die Vorgaben der DFG-Förderkriterien den Verhandlungsführern die Möglichkeit, Geschäfts- und Preismodelle produktspezifisch nach eigenen Vorgaben[28] im Dialog mit den Anbietern zu entwickeln. Für die Vertragsgestaltung kann auf eine Musterlizenz zurückgegriffen werden.[29] Die Finanzierung der Allianz-Lizenzen erfolgt über die lokalen Etats der Lizenznehmer; bei positiv begutachteter DFG-Antragstellung durch die Verhandlungsführer fördert die DFG 25 % des jeweiligen Abschlusses (Beteiligungsmodell).

Abb. 5

Konsortiallizenz 2 – Allianz-Lizenz

Allianz-Lizenz
Kosten-Nutzen-Relation
Strategie
Zielsetzung Versorgung aller Nutzer teilnehmender Einrichtungen im Rahmen definierter Vertragslaufzeiten („Campuslizenz“),

Etablierung wissenschaftsadäquater Lizenzkonditionen
Lizenznehmer DFG-Verhandlungsführer als Konsortialführer,

ggf. Beitrittserklärungen der Konsorten
Organisatorischer Rahmen DFG-Förderprogramm „Überregionale Lizenzierung“ mit Antrags- und Begutachtungsverfahren, DFG-Verhandlungs-führer, AG „NationaleLizenzierung“ der Allianz-Initiative
Finanzierung Lokale Etats der Konsorten,

ggf. 25 % DFG-Förderung (Beteiligungsmodell)
Produkte Alle Produkttypen, nur laufende Produkte („Grundbedarf“)
Zielgruppe
Zugangsberechtigte Einrichtungen und Nutzer Nach DFG-Förderkriterien

(wiss. Einrichtungen in Deutschland)
Konditionen des Erwerbs
Nutzungsrechte und Standards Nach DFG-Förderkriterien

(Datenlieferung, erweiterte Nutzungsrechte: Hosting/Archiving,Moving Wall, Mehrwertdienste, OA-Klausel)
Geschäftsmodelle Subskription

Produktspezifisch gestaltet nach Vorgaben des Verhandlungsführers und Möglichkeiten des Anbieters,

Zeitschriften bestands-unabhängig
Preismodelle Produktspezifisch gestaltet nach Vorgaben des Verhandlungsführers („Banding-Schema“) und Möglichkeiten des Anbieters,

Konsortialrabatt
Vertrag Musterlizenz, Standardvertrag des Anbieters
Technische Organisation des Zugangs
Bereitstellung IP, Registrierung für die Moving Wall über Portal www.nationallizenzen.de (NL-CMS)
Verhandlungsspielraum Groß

Mit der Verhandlung von Allianz-Lizenzen konnte in Bezug auf Preis- und Geschäftsmodelle, erweiterte Nutzungsrechte sowie weitere Lizenzkonditionen ein Standard etabliert werden, der zunehmend Einfluss auf andere Lizenzierungskontexte gewinnt („Allianz-Standard“).

5 „Neue“ Lizenzmodelle

Die „neuen“ Lizenzmodelle sind in der Lizenzierungspraxis bislang kaum etabliert, ihre Entwicklung befindet sich noch im experimentellen Stadium.

5.1 Landeslizenz

Das Modell der Landeslizenz entstand im Rahmen erster Konsortialabschlüsse mit großen STM-Verlagen in Baden-Württemberg.[30] Im Gegensatz zum etablierten Konsortialmodell wird hier erstmals die flächendeckende Versorgung aller Nutzer einer Region angestrebt. Gleichzeitig orientiert sich die Landeslizenz an dem Modell der Allianz-Lizenz. Da die Landeslizenzen deutlich großvolumiger sind als die herkömmlichen Konsortialabschlüsse, ist der Verhandlungsspielraum gegenüber den Verlagen deutlich erhöht, die Durchsetzung erweiterter Nutzungsrechte und Standards nach dem Vorbild der Allianz-Lizenzen wird möglich. Allerdings bleiben die Abschlüsse von Landeslizenzen derzeit auf die Pilotvorhaben in Baden-Württemberg beschränkt. Die Erfahrungen mit diesen Abschlüssen sind in die DEAL-Verhandlungen[31] eingeflossen.

Abb. 6

Konsortiallizenz 3 – Landeslizenz

Landeslizenz
Kosten-Nutzen-Relation
Strategie
Zielsetzung Versorgung aller Nutzer aller wiss. Einrichtungen einer Region im Rahmen definierter Vertragslaufzeiten („Campuslizenz“)
Lizenznehmer Konsortialführer,

ggf. Beitrittserklärungen der Konsorten
Organisatorischer Rahmen Regionale Konsortien der Länder („Einkaufs-gemeinschaften“)
Finanzierung Lokaler Etat der Konsorten, ggf. Landesmittel (Mischfinanzierung)
Produkte Alle Produkttypenlaufende und abge-schlossene Produkte
Zielgruppe
Zugangsberechtigte Einrichtungen und Nutzer Alle Institutionen einer Region und die ihnen zugehörigen Nutzergruppen
Konditionen des Erwerbs
Nutzungsrechte und Standards Strategische Vorgaben der Konsortien, Orientierung am Allianz-Standard
Geschäftsmodelle Produktspezifisch gestaltet nach Vorgaben des Verhandlungsführers und Möglichkeiten desAnbieters,

Zeitschriften bestands-unabhängig
Preismodelle Produktspezifisch gestaltet nach Vorgaben des Verhandlungsführers („Banding-Schema“) und Möglichkeiten des Anbieters, Konsortialrabatt
Vertrag Standardvertrag desAnbieters
Technische Organisation des Zugangs
Bereitstellung IP, ggf. Shibboleth
Verhandlungsspielraum Groß

5.2 FID-Lizenz

Parallel hat sich im Kontext des 2014 etablierten DFG-Förderprogramms „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ (FID)[32] das Modell der FID-Lizenz entwickelt.[33] Es zielt ab auf die bedarfsorientierte Versorgung von Fachcommunitys in Deutschland mit Produkten mit geringer bis niedriger Marktdurchdringung („Spitzenbedarf“), ergänzend zum Angebot von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Zielgruppe der FID-Lizenzen sind fachlich definierte Nutzergruppen, die aus Institutionen, Teilen von Institutionen und institutionell gebundenen Einzelnutzern bestehen können (keine „Campuslizenzen“). Die Nutzungsrechte und Standards von FID-Lizenzen folgen den zugrundeliegenden DFG-Förderkriterien,[34] die in den wesentlichen Punkten den Anforderungen der DFG-geförderten National- und Allianz-Lizenzen entsprechen – allerdings ohne das Element der Moving Wall für Zeitschriften. Hervorzuheben ist hier auch die Tatsache, dass die Anforderungen der Fördergrundsätze außer Kraft gesetzt werden können, sofern dafür eine fundierte fachliche Begründung gegeben werden kann. FID-Lizenzen dienen – anders als die Allianz-Lizenzen – nicht primär der Durchsetzung innovativer Geschäftsmodelle und Lizenzkonditionen, sondern bedienen in erster Linie den Bedarf einer Fachcommunity. Die Finanzierung der FID-Lizenzen erfolgt anteilig durch die DFG (85 %) und den jeweiligen FID (15 %).

Um die FID zugunsten ihrer fachlichen Aufgaben zu entlasten, fördert die DFG den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Lizenzierung (KfL) zur Wahrnehmung dieser Querschnittsaufgabe im System der DFG-geförderten Fachinformationsdienste als zentrale Infrastruktureinrichtung im FID-System. Das KfL agiert als Dienstleister für die FID und übernimmt im Auftrag der FID die Verhandlung und Bereitstellung von FID-Lizenzen; im Dialog mit den Anbietern entwickelt es passgenaue Lizenz- und Bereitstellungsmodelle sowie die erforderliche technische Infrastruktur (KfL-ERMS unter www.fid-lizenzen.de). Die Mehrzahl der FID nutzt den Service des KfL, einige FID verhandeln ihre Lizenzen jedoch auch selbst.

Die besondere Herausforderung bei der Etablierung von FID-Lizenzen liegt darin, dass die einzelnen FID ihre Fachcommunitys sehr unterschiedlich definiert haben und deshalb ein ganzes Set an zugrundeliegenden Lizenz- und Bereitstellungsmodellen entwickelt werden muss, um dieser Vielfalt gerecht werden zu können. Für das Modell der FID-Lizenz sind also viele individuelle Ausprägungen und Varianten möglich. So ist es nicht erstaunlich, dass zwar inzwischen eine Vielzahl von FID-Lizenzen abgeschlossen werden konnte,[35] die Modellentwicklung sich hier jedoch immer noch im experimentellen Stadium befindet. Das KfL ist inzwischen zunehmend um eine Systematisierung und Modularisierung der bisherigen Erfahrungen bemüht, um die Modellentwicklung voranzutreiben und damit den Lizenzierungsservice nachhaltig zu gestalten.

Abb. 7

FID-Lizenz

FID-Lizenz
Kosten-Nutzen-Relation
Strategie
Zielsetzung BedarfsorientierteVersorgung von Fach-communities, ergänzend zum Angebot von Hochschulen und Forschungseinrichtungen (keine „Campuslizenzen“)
Lizenznehmer FID
Organisatorischer Rahmen DFG-Förderprogramm „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ mit Antragsverfahren, FID, KfL als Dienstleister der FID
Finanzierung 85 % DFG, 15 % FID
Produkte Alle Produkttypen laufende und abgeschlossene Produkte, „Spitzenbedarf“
Zielgruppe
Zugangsberechtigte Einrichtungen und Nutzer Nach Vorgaben der FID,

nach DFG-Förderkriterien

(wiss. Einrichtungen in Deutschland)
Konditionen des Erwerbs
Nutzungsrechte und Standards Nach DFG-Förderkriterien

(Datenlieferung, erweiterte Nutzungsrechte: Hosting/Archiving, Mehrwertdienste, OA-Klausel)
Geschäftsmodelle Alle Varianten, produktspezifisch gestaltet nach Vorgaben des Verhandlungsführers und Möglichkeiten des Anbieters
Preismodelle Alle Varianten, produktspezifisch gestaltet nach den Vorgaben des Verhandlungsführer und Möglichkeiten desAnbieters
Vertrag Musterlizenz, Standardvertrag des Anbieters
Technische Organisation des Zugangs
Bereitstellung IP, ggf. Shibboleth, NL-CMS, KfL-ERMS
Verhandlungsspielraum Groß

5.3 Transformationsvertrag

Schließlich ist unter den innovativen Modellvarianten das Konstrukt des Open-Access-Transformationsvertrages[36] zu nennen, das auf laufende Zeitschriften fokussiert ist. Dieses Modell kann als eine weitere Spielart der klassischen Konsortiallizenz begriffen werden, da es auch hier um die campusweite Versorgung aller Nutzer einer teilnehmenden Einrichtung geht („Campuslizenz“). Allerdings steht hier nicht der Erwerb von Zugriffs- und Nutzungsrechten im Vordergrund des Interesses, sondern die Transformation der jeweiligen Zeitschrifteninhalte in den Open Access. Verbunden ist damit die Zielsetzung, das Angebot nicht mehr über Subskriptionsausgaben, sondern künftig über Publikationsausgaben zu finanzieren.[37] Damit muss perspektivisch ein Wandel der zugrundeliegenden Geschäftsmodelle einhergehen. Transformationsverträge bestehen in der Regel aus einer Subskriptions- und einer Publikationskomponente, die während der Vertragslaufzeit neben dem lesenden Zugriff auf die Inhalte auch die OpenAccess-Veröffentlichung der Artikel von Autoren teilnehmender Einrichtungen vorsieht. Dabei werden die Subskriptions- und Publikationskosten als eine Einheit betrachtet und gegeneinander verrechnet; während der Vertragslaufzeit ist die Subskriptionskostenkomponente degressiv, die Publikationskostenkomponente progressiv.[38]

Von einer klassischen Lizenzierung kann daher im Transformationskontext kaum noch gesprochen werden – hier geht es nicht mehr um die Entwicklung von Lizenzmodellen, sondern eher um die Erarbeitung von Vertragsmodellen zur Realisierung entsprechender Abschlüsse mit dem Ziel, das Lizenz- bzw. Subskriptionsmodell für den Austausch und die Verbreitung wissenschaftlicher Information vollumfänglich abzulösen.[39]

Nahezu alle Akteure auf der nationalen Beschaffungsebene – Konsortien, DFG und Allianz-Initiative – befassen sich derzeit mit dem Modell des Transformationsvertrages und bemühen sich um die Vorbereitung entsprechender Abschlüsse, die allerdings in Deutschland bislang nur innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft realisiert werden konnten.[40] Die Modellentwicklung befindet sich noch im experimentellen Stadium und steht auch in diesem Zusammenhang vor besonderen Herausforderungen. Wesentlich ist hier die Verfügbarkeit einer belastbaren Datengrundlage für die Entwicklung und Kalkulation von Geschäfts- und Preismodellen durch Anbieter und Verhandlungsführer. Mit den dafür unentbehrlichen Datenlieferanten und Serviceprovidern sowie den Wissenschaftlern selbst in ihrer Rolle als Autoren und Herausgeber sind neue Akteure auf den Plan getreten, die ebenfalls in den Verhandlungsprozess einbezogen werden müssen. Hinsichtlich der Gestaltung interner Geschäftsprozesse, interaktiver Workflows und erfolgreicher Kommunikationsstrategien sind Verhandlungsführer, Konsorten und Anbieter gleichermaßen gefordert.[41]

Strategisch sind diese Aktivitäten eingebunden in die globalen Bemühungen um die Gestaltung eines neuen, wissenschaftsadäquaten Publikationssystems, die in Deutschland insbesondere durch die Allianz-Initiative[42] sowie die von der Max Planck Digital Library initiierten Transformationsbewegung OA2020 Impulse erhält.

Signalwirkung für die Entwicklung von Transformationsvertragsmodellen haben die Aktivitäten der Max Planck Digital Library,[43] des DEAL-Projektes sowie des Projektes „Nationaler Open-Access-Kontaktpunkt – OA2020.de“ im Kontext der Allianz-Initiative, die DFG-Ausschreibung „Open-Access-Transformationsverträge“ im Rahmen des DFG-Förderprogramms „Überregionale Lizenzierung“[44] und auch einzelne signifikante Abschlüsse in den europäischen Nachbarländern.[45]

Abb. 8

Konsortiallizenz 4 – Transformationsvertrag

Transformationsvertrag
Kosten-Nutzen-Relation
Strategie
Zielsetzung Wissenschaftsadäquate Gestaltung des Publikationssystems,

Transformation lfd. Zeitschriften(inhalte) in den Open Access,

Umstellung der Finanzierung von Zeitschriften vom Subskriptions- auf das Publikationskostenmodell,

Versorgung aller Nutzer teilnehmender Einrichtungen im Rahmen definierter Vertragslaufzeiten („Campuslizenz“)
Lizenznehmer Konsortialführer,

ggf. Beitrittserklärungen der Konsorten
Organisatorischer Rahmen Allianz-Projekt DEAL,

Allianz-Projekt NOAK-OA2020.DE,

DFG-Ausschreibung „OA-Transformationsverträge“ im DFG-Förderprogramm „Überregionale Lizenzierung“ mit Antrags- und Begutachtungsverfahren,

regionale Konsortien der Länder oder Forschungseinrichtungen,

Nationale Opt-in-Konsortien
Finanzierung Lokale Etats der Konsorten,

ggf. Einbindung vonDrittmitteln ausBund – Ländern – DFG
Produkte Zeitschriften, nurlaufende Produkte
Zielgruppe
Zugangsberechtigte Einrichtungen und Nutzer Lokale Institutionen als Konsortialteilnehmer und die ihnen zugehörigen Nutzergruppen undAutoren
Konditionen des Erwerbs
Nutzungsrechte und Standards Heterogen,

„Allianz-Standard“,

DEAL-Konditionen und Förderkriterien der DFG-Ausschreibung „OA-Transformationsverträge“ im DFG-Förderprogramm „Überregionale Lizenzierung“ richtungsweisend
Geschäftsmodelle Noch in Entwicklung
Preismodelle Noch in Entwicklung
Vertrag Individuelle Regelungen
Technische Organisation des Zugangs
Bereitstellung IP, Open Access
Verhandlungsspielraum Erhöht (Konsortien) – sehr groß (DEAL)

6 Zusammenfassung und Ausblick

Für die Lizenzierung elektronischer Medien zur Versorgung wissenschaftlicher Einrichtungen in Deutschland haben sich sukzessive drei Beschaffungsebenen formiert, die sich jeweils durch unterschiedliche Akteure und Finanzierungsquellen auszeichnen. Alle drei Beschaffungsebenen sind heute voll entwickelt und parallel aktiv. Es handelt sich um ein komplexes dreischichtiges Gefüge, das in der Staffelung lokal – regional – national eine zunehmende Steigerung in der Anzahl der Akteure, in der Spezialisierung der Lizenzierungskontexte und in der Bündelung der Verhandlungsmacht aufweist.

In diesem Rahmen sind verschiedene Modelle für die Lizenzierung elektronischer Medien entstanden, die jeweils nach den modellbildenden Parametern Kosten-Nutzen-Relation (gesteuert über die Aspekte Strategie, Zielgruppe, Konditionen des Erwerbs) und technische Organisation des Zugangs unterschieden werden können. Viele dieser Modelle, nicht jedoch alle, sind inzwischen in der Lizenzierungspraxis etabliert, so dass eine Differenzierung in „alte“ und „neue“ Lizenzmodelle möglich ist.

Unter den „alten“ Lizenzmodellen ist das Modell „lokale Lizenz“ der lokalen Ebene zuzuordnen. Die „Konsortiallizenz“ hingegen findet sich sowohl auf der regionalen als auch auf der nationalen Ebene, während die „Allianz-Lizenz“ und die „Nationallizenz“ ausschließlich auf der nationalen Ebene anzusiedeln sind.

Unter den „neuen“ Lizenzmodellen ist das Modell „Landeslizenz“ auf der regionalen Ebene zu verorten, die „FID-Lizenz“ sowie das Modell „Transformationsvertrag“ wiederum sind auf der nationalen Ebene anzusiedeln.

Insgesamt ist in der Staffelung lokal – regional – national eine Steigerung der Vielfalt und der Komplexität der Lizenzmodelle zu konstatieren.

Abb. 9 Lizenzmodelle im Rahmen der Beschaffungsebenen

Abb. 9

Lizenzmodelle im Rahmen der Beschaffungsebenen

Historisch betrachtet ist die Modellentwicklung in zunehmendem Maße durch die Förderprogramme der DFG und die Aktivitäten der Allianz-Initiative „Digitale Information“ strategisch gesteuert worden, die stets die Gesamtheit aller wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland im Fokus haben. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass die größte Anzahl „alter“ und „neuer“ Lizenzmodelle auf der nationalen Ebene zu finden ist und hier auch eine Konzentration der Akteure des Systems zu konstatieren ist. Gleichzeitig geht mit dieser Entwicklung eine Bündelung der Verhandlungsmacht gegenüber den Anbietern elektronischer Medien einher, die die Durchsetzung standardisierter wissenschaftsfreundlicher Lizenzkonditionen und innovativer Geschäftsmodelle ermöglicht hat. Dieser Standard und die damit verbundenen Praxiserfahrungen wirken inzwischen auf andere Lizenzierungskontexte der regionalen und nationalen Ebene zurück und werden dort adaptiert.

Aktuelle Tendenzen der Modellentwicklung widmen sich zum einen der weiteren Ausgestaltung der verschiedenen Konsortialmodelle, mit dem Ziel, die Grundversorgung wissenschaftlicher Einrichtungen weiter zu optimieren. Zum anderen besteht daneben nach wie vor die Herausforderung zur Entwicklung bedarfsgerechter Varianten von FID-Lizenzen, die der Spitzenversorgung einzelner Fachcommunitys dienen.

Gleichzeitig werden auf dem Gebiet der Zeitschriftenliteratur jedoch Grenzen der Modellentwicklung sichtbar.

Das Modell „Transformationsvertrag“ lässt sich zwar organisatorisch noch im Rahmen der nationalen Beschaffungsebene verorten, weist jedoch durch die globale Wirksamkeit seiner Open-Access-Komponente und der damit verbundenen Zielsetzung über den nationalen Kontext hinaus und lässt sich kaum noch mit den herkömmlichen Parametern der Modellentwicklung greifen. Hier wird der Paradigmenwechsel spürbar, der mit der Open-Access-Transformation subskriptionskostenpflichtiger elektronischer Medien einhergeht. Die damit angestoßenen Veränderungen im wissenschaftlichen Publikationssystem fordern die Akteure der etablierten Beschaffungsstrukturen für elektronische Medien in Deutschland dazu heraus, die modellbildenden Parameter Kosten-Nutzen-Relation (gesteuert über die Elemente Strategie, Zielgruppe, Konditionen des Erwerbs) und technische Organisation des Zugangs unter den veränderten Rahmenbedingungen neu zu definieren. Noch werden die etablierten Lizenzierungsaktivitäten für die Grund- und Spitzenversorgung wissenschaftlicher Einrichtungen in Deutschland fortgesetzt – die neu sich herausbildenden Transformations- und Bereitstellungsmodelle für elektronische Medien sind aber bereits die ersten Schritte in eine neue Welt.

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Online erschienen: 2018-4-11
Erschienen im Druck: 2018-4-4

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