Tessa Sauerwein

Framework Information Literacy – Aspekte aus Theorie, Forschung und Praxis

De Gruyter | 2019

Zusammenfassung

Das Framework for Information Literacy for Higher Education bietet neue, ganzheitliche Möglichkeiten für die Konzeption, Gestaltung und Förderung von Informationskompetenz. Dieser Beitrag zeigt, wie das Rahmenmodell der amerikanischen Association of College & Research Libraries (ACRL) für Schulungsangebote in Deutschland genutzt werden kann. Vorgestellt werden Aspekte aus Theorie und Forschung sowie ein adaptives Best-Practice-Beispiel der Universitätsbibliothek Bamberg. Die prämierten Framework Information Literacy Lessons (FILL) liefern nachhaltige Erkenntnisse zum wissenschaftlichen Arbeiten. Das fördert Kollaboration, Kommunikation sowie forschendes Lernen und gestaltet Zukunft. Teaching Libraries können so für die digitale Informationswelt kritisch sensibilisieren.

1 Das Framework for Information Literacy for Higher Education als Zukunftsgestalter in Bibliotheken

Folgende Kernpunkte bilden den aktuellen IK-Trend der Framework Information Literacy[1] minimalistisch, aber standardgemäß ab:

“Authority Is Constructed and Contextual” AND “Information Creation is a Process” AND “Information Has Value” AND “Research as Inquiry” AND “Scholarship as Conversation” AND “Searching is Strategic Exploration”[2] NOT “information literacy standards”.

Was der didaktische Ansatz aus den USA für die Förderung von Informationskompetenz tatsächlich bedeutet und in der Praxis leisten kann, geht daraus allerdings zunächst nicht hervor. Das will dieser Beitrag aus der Anwendersicht demonstrieren und erläutern.

Abb. 1 Arbeitsgemeinschaft Informationskompetenz des Bibliotheksverbunds Bayern: Visualisierung des Framework for Information Literacy for Higher Education

Abb. 1

Arbeitsgemeinschaft Informationskompetenz des Bibliotheksverbunds Bayern: Visualisierung des Framework for Information Literacy for Higher Education

Diese Infografik[3] macht das komplexe Framework Information for Literacy for Higher Education mit seinen sechs Rahmen (Frames) verständlich. Sie zeigt das Wesen des Frameworks: vielfältig, offen, zirkulär, diskursiv, vernetzt, praxisbezogen, interaktiv ...[4] Das Modell kann für Schulungen eingesetzt werden, um mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Mit ihnen werden gemeinsam Ideen entwickelt, erforscht, geprüft und umgesetzt. So können Lehrveranstaltungen zu Framework Information Literacy Lessons (FILL) werden. Diesen kollaborativen Produktionsprozess hat auch dieses adaptive Kursformat der Universitätsbibliothek Bamberg durchlaufen. Das von der Verfasserin initiierte, konzipierte und durchgeführte Pilotprojekt erhielt 2018 den D-A-CH-Innovationspreis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken“.[5]

2 Aktuelle Herausforderungen für Teaching Libraries

Bibliothekskurse sollen inspirieren und vernetzen, geben Input und vermitteln Know-how. Das Schulungsangebot in Deutschland konzentriert sich aber weitgehend auf die Vermittlung von Einzelaspekten, ohne sie zu kontextualisieren. Klassiker im Serviceportfolio sind in dieser Hinsicht Kurse zur Literaturrecherche.[6] Nachhaltige Erkenntnisse zum reflektierten Umgang mit Informationen liefern solche Veranstaltungen nur bedingt. Oder bieten Bibliotheken ohnehin nur fundierte Quellen, die in jedem Fall qualitätsgeprüft und zitierfähig sind? Im postfaktischen Informationszeitalter erscheinen solche Fragen ambivalent und alarmierend. Neben den Regeln der Wissenschaft verunsichern medienwirksame Themen, wie „Fake News“, „Plagiarismus“ oder „Predatory Publishing“ Studierende zusätzlich.[7] Sind wissenschaftliche Bibliotheken hier gefordert, um dafür kritisch zu sensibilisieren oder gar explizit aufzuklären?

Gegenwärtig stehen sie vor der verantwortungsvollen Mammutaufgabe, die globale Transformation zur digitalen Wissensgesellschaft zu begleiten.[8] Informationskompetenz gewinnt dabei rasant an Bedeutung. Einzelne Bibliothekare begreifen sie sogar als „Menschenrecht in der digitalen Welt“[9] oder als „Kompetenz zur Wahrheit“.[10] Teaching Librarians wissen, dass sie im Zuge dieser Entwicklung innovativer, aber auch experimentierfreudiger werden müssen. Neben dem Ausbau von E-Learning gilt es schon jetzt die Face-to-Face-Aktivitäten zu modifizieren. Wie gelingt es Bibliotheken dabei zielgruppenfokussiert und bedarfsorientiert, aber attraktiv sowie international wettbewerbsfähig zu bleiben?

Bibliothekskurse nach dem Framework Information Literacy stellen eine Möglichkeit dar, diesen vielfältigen Herausforderungen mit überschaubarem Aufwand zu begegnen.[11] Mit dem Framework können neue Unterrichtskonzepte generiert oder bestehende angereichert werden, wie das Beispiel FILL der Universitätsbibliothek Bamberg zeigt.[12]

3 Zur Theorie der Framework Information Literacy

Das Framework for Information Literacy for Higher Education nimmt diese skizzierten Herausforderungen in den Blick. Das jüngste Werk der ACRL[13] ermöglicht es, gefundene Informationen kritisch zu evaluieren und in ihrem Kontext zu begreifen.[14] Nur so können sie korrekt genutzt, gespeichert und geteilt werden. Seinen ganzheitlichen Fokus legt das Framework auf den Bereich der Wissenschaft, deren Kommunikationscharakter es hervorhebt.[15] Mit offenen Impulsen, wie z. B. durch Fragen, können neue Inhalte angestoßen und mithilfe des Frameworks beantwortet werden.[16] In einer solchen „Learning connection“[17] werden Bibliothekare, Dozenten und Studierende wechselseitig zu Experten.[18] In der Zielvision des Frameworks entstehen daraus produktive Netzwerke, deren wissenschaftliches Arbeiten nicht nur Kursinhalt, sondern bereits ein Teil von Forschung ist. Gleichzeitig erfordert das Gelingen ein hohes Maß an Professionalität von allen Beteiligten.[19]

Das Framework präsentiert statt Standards mit Skills ein Konzept-Modell. Dieses abstrakte Gedankenkonstrukt beruht auf sechs Rahmen (Frames) mit Schwellenkonzepten (Threshold Concepts).[20] Sie verstehen sich als Schnittstelle oder „Portal, das eine neue vorher unzugängliche Denkweise eröffnet“.[21] Jeder Frame wird jeweils durch Fähigkeiten oder Praxiskenntnisse (Knowledge Practices) sowie Einstellungen oder Haltungen (Dispositions) ergänzt.[22] Diese gilt es über einen dynamischen Lernprozess zu erwerben. Er will aktivieren, informieren, provozieren, irritieren, Bewusstsein schaffen, unterstützen, stagnieren, festigen und verändern.[23]

Die Threshold Concepts bilden das Herzstück des Frameworks.[24] Sie bündeln zentrale Kernideen einer Fachdisziplin, z. B. in den Wirtschaftswissenschaften, die Studierende verstehen müssen.[25] Gleichzeitig sind sie die Lernziele und Hemmnisse von Informationskompetenz:[26]

„Autorität ist ein Konstrukt und kontextabhängig [Authority Is Constructed and Contextual].

Informationen entstehen in einem schöpferischen Prozess [Information Creation is a Process].

Informationen sind wertvoll [Information Has Value].

Forschung ist (Hinter-)Fragen [Research as Inquiry].

Wissenschaft ist Austausch [Scholarship as conversation].

Recherche ist strategische Erkundung [Searching as a Strategic Exploration].“[27]

Dabei folgen die Frames aber keiner festen Reihenfolge, in der sie erlernt und angewendet werden.[28] Im Optimum verändern sie das fachliche Verständnis der Studierenden. Das Framework gesteht ihnen aber zu, dass eine solche Auseinandersetzung mitunter lästig (troublesome) sein kann.[29]

Anders als etablierte Konzepte zur Vermittlung von Informationskompetenz mag das Framework schon in der Theorie fragmentarisch und deshalb interpretationsbedürftig erscheinen.[30] Es lässt sich letztendlich nur über die Praxis decodieren. Bisherige Forschungsergebnisse sollten dabei berücksichtigt werden.

4 Die Framework Information Literacy im Forschungsdiskurs

Das Framework for Information Literacy for Higher Education wird international rezipiert.[31] Bislang liegen nur vereinzelt umfassende Darstellungen vor, die den Forschungsstand abbilden und die Anwendung des Frameworks in der Praxis analysieren.[32] Dennoch dominiert und polarisiert Framework Information Literacy den aktuellen IK-Forschungsdiskurs.[33] Dieses Thema birgt bibliothekspolitische Relevanz, aber auch Brisanz. Umstritten ist seine Praxistauglichkeit, ebenso gilt das für seine Chancen auf die Nachfolge der Standards in Deutschland.[34]

Gegenwärtig befindet sich der „Leitbegriff bibliothekarischen Handelns“[35] im globalen Umbruch.[36] Vielversprechende Anregungen kommen v. a. aus dem angloamerikanischen Raum.[37] Auch in den USA erhält das Framework breiteren Zuspruch.[38] Es dient sogar dazu, das Phänomen der Fake-News zu verstehen und zu bekämpfen.[39] Mittlerweile liegen zum Framework zahlreiche Publikationen vor.[40] Darunter befinden sich Lesson Plans und fachspezifische Fallstudien von Bibliotheken der Ost- und Westküste.[41] Ihren Austausch hostet die ACRL via OER-Plattformen und landesweiten Fortbildungsoffensiven. Erste repräsentative Umfrageergebnisse zeigen, dass sich dieser Aufwand gelohnt hat.[42] Das Framework hat die Qualität des bibliothekarischen Unterrichts stark verbessert. Er ist kollaborativer, interaktiver und anspruchsvoller geworden, aber auch „hard to teach“.[43] Interessant ist, dass häufig noch die alten Standards[44] parallel zum neuen Framework verwendet werden.[45]

Ob sich das Framework als Ergänzung zu den Standards in Deutschland etablieren kann, wird die Praxis zeigen.[46] Zumindest hat das Interesse an der Thematik stetig zugenommen. Maßgeblich beteiligt waren Patricia Bravender, Hazel McClure und Gayle Schaub, die ihr 2015 erschienenes Grundlagenwerk öffentlichkeitswirksam vermarkteten.[47] Omnipräsent ist das Framework seitdem auf Fachkongressen.[48] Kontrovers diskutiert wird, ob es die Informationskompetenz-Vermittlung in Deutschland erfolgreicher machen kann.[49]

Fabian Franke stuft das Framework als Impulsgeber sowohl für die bibliothekarische Lehre als auch für die Praxis ein.[50] In kooperativen Schulungsformaten verortet Carolin Ahnert die größte Effizienz von Threshold Concepts.[51] Für Wilfried Sühl-Strohmenger bleiben die Lernziele des Frameworks vage und ambitioniert,[52] denn er versteht sie als eine Art „digitale Intelligenz“.[53] Thomas Hapke deutet sie hingegen als Erziehung zu kritischem Denken.[54]

Einigkeit herrscht zumindest darüber, dass das Rahmenmodell „mehr als ein Hype aus den USA“[55] ist. Den expliziten Auftrag zum Praxistest leitete Fabian Franke aus einem Live-Votum am Bibliothekartag 2017 ab.[56] Die AG Informationskompetenz des Bibliotheksverbundes Bayern hat 2018 eine Visualisierung der Frames unter einer CC-Lizenz vorgelegt, um das Konzept weiter zu verbreiten.[57] An der ETH Zürich wird das Framework schon seit längerem eingesetzt.[58] Die Framework Information Literacy Lessons (FILL) der Universitätsbibliothek Bamberg können die Lücke für den Bereich der Präsenzschulung in Deutschland schließen.[59] Bibliothekare aus vier Ländern erprobten das Konzept am 2. Informationskompetenz-Tag in Bamberg im Rahmen eines Workshops und es fand großen Anklang.[60] Ein E-Learning-Angebot auf der Basis des ACRL-Werks hat Friederike Kühn für die Bibliothek der HU Berlin entworfen.[61] Lernpsychologische Vorschläge für ein Assessment liegen bereits von Anne-Kathrin Mayer vor.[62]

Das Framework ist schon heute, auch in Deutschland, ein Erfolgsmodell. Dazu hat Naoka Werr im Rahmen der bibliothekarischen Ausbildung in Bayern mitbeigetragen.[63] Ein Qualifizierungsrahmen für das gesamte Handlungsfeld der Informationskompetenz erarbeiteten Inka Tappenbeck und Antje Michel, weitere sollen folgen.[64] Dazu möchte auch dieser Beitrag anregen.

5 Der Bedarf für Bibliothekskurse auf der Basis der Framework Information Literacy

Unsere Kurse machen zu Rechercheprofis, so das Ideal. Wir stellen geeignete Informationsressourcen vor und geben Tipps zur effizienten Suche. Aber reicht das aus, damit Studierende ein grundlegendes Verständnis für das wissenschaftliche Arbeiten entwickeln? Wie kann das Framework dabei unterstützen?

Akuter Handlungsbedarf für Teaching Librarians ergibt sich aus einer aktuellen Grundlagenstudie des ZBW – Leibnitz-Informationszentrum Wirtschaft.[65] Sie konstatiert bei Studierenden der Wirtschaftswissenschaften realiter mangelnde Recherche- und Evaluierungsfähigkeiten. Die Studierenden erachten zudem das Identifizieren vertrauenswürdiger Quellen und das Zitieren als wichtige Schulungsinhalte.[66]

Problematisch ist daran, dass Bibliothekskurse solche Aspekte, die auf den Umgang mit Information abzielen (z. B. woran erkenne ich, ob eine Quelle fundiert oder Fake News ist?),[67] meist gar nicht behandeln. Andererseits sollten Studierende die Grundlagen der Literaturrecherche beherrschen, damit Bibliotheken überhaupt noch weitergehende Kenntnisse vermitteln können. Eine akademische Informationskompetenz, die Lehre und Forschung trägt, ist für die Hochschulrektorenkonferenz nämlich eine elementare Forderung.[68] Eine ganzheitliche Lösung könnte hier ein kooperativer Ansatz sein, wie ihn das Framework favorisiert.[69] Um Forschungsprozesse spätestens 2025 mitzugestalten, reicht die standardbasierte Informationskompetenz ohnehin nicht mehr aus.[70] Das visionäre Strategiepapier des Deutschen Bibliotheksverbands empfiehlt wissenschaftlichen Bibliotheken deshalb, auf Innovationsbereitschaft sowie strategische Netzwerkbildung zu setzen.[71] Das Framework könnte sich hier als Katalysator für ihre internationale Anschlussfähigkeit erweisen.

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für unsere Angebote, die auf diese Anforderungen vorbereiten sollen? Welche Chancen und Perspektiven eröffnet das Framework für Bibliotheken zur Verbesserung unserer Kurskonzepte oder forschungsnaher Dienste insgesamt?

Diesen Fragen geht der Praxisteil dieses Beitrags nach. Er zeigt auf, wie Bibliotheken Studierende daran aktiv beteiligen und damit nachhaltig stärken können.

6 Die Framework Information Literacy Lessons (FILL) der Universitätsbibliothek Bamberg

6.1 Was ist FILL?

Die Framework Information Literacy Lessons (FILL) der Universitätsbibliothek Bamberg orientieren sich an einem ganzheitlichen Forschungsprozess. Der modulare Workshop integriert verschiedene Facetten wissenschaftlichen Arbeitens (Recherchieren, Schreiben und Präsentieren). Framework Information Literacy Lessons finden seit 2017 in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Innovationsmanagement (BWL) der Universität Bamberg statt. Wertvolle Anregungen erhielt das Projekt durch kollegialen Austausch, interne und überregionale Gremien zur Informationskompetenz, aber auch aus den USA.[72]

Am Projekt FILL nahmen bislang insgesamt über hundert Studierende teil. Es richtet sich an BA- und MA-Kandidaten, die gerade mit ihrer Abschlussarbeit begonnen haben. Insgesamt werden drei Lehrveranstaltungen, über das Semester verteilt, mit der Universitätsbibliothek durchgeführt. Sie beinhalten eine Rechercheschulung v. a. in Datenbanken (1. Sitzung, bereits bestehendes Format an der UB Bamberg), eine Intensivierung – „Fills Library Lesson“ (2. Sitzung, ca. zwei Wochen später) sowie die Abschlussevaluation (3. Sitzung). Fachlich kontextualisiert und begleitet wird das Projekt durch die beiden Seminardozenten.[73]

Durch diskursiven Austausch mithilfe aktivierender Methoden (z. B. Brainstorming, Mindmapping, Gruppenpräsentationen)[74] erhält es den Charakter eines propädeutischen Kolloquiums (Frame „Wissenschaft ist Austausch“). FILL soll im universitären Alltag Raum geben, das eigene Forschungsvorhaben zu diskutieren, aber auch Regeln und Mechanismen des Wissenschaftssystems kennenzulernen und zu hinterfragen (Frames „Autorität ist ein Konstrukt und kontextabhängig“, „Forschung ist (Hinter-)Fragen“). Fragen werden gezielt eingesetzt, um zum Mitdenken anzuregen, Reaktionen hervorzurufen oder eine Diskussion in Gang zu bringen. Das Kursprogramm wird regelmäßig evaluiert, im Bedarfsfall auch spontan erweitert.

6.2 Wie kommen unsere Kurse in die Frames...?

Das Framework ist mit standardbasierter Informationskompetenz, insbesondere mit den Standards für Studierende,[75] durchaus kompatibel. Das amerikanische Modell kann intuitiv ohne Hilfsmittel oder Vorwissen genutzt werden.[76] Einerseits ergänzen und verbessern seine Ideen bestehende Kurse (Teil 1 von FILL). Andererseits lassen sich damit neue Kurse konzipieren[77] (Teil 2 von FILL) und evaluieren[78] (Teil 3 von FILL). Alle Varianten kommen im Projekt FILL zum Einsatz. Bibliotheksangebote werden gezielt und kreativ eingesetzt, z. B. in der Recherche von Datenbanken zur Ermittlung von relevanten Themen, Forschungslücken und Forschungsfragen.

Ein Vorteil der, auf den ersten Blick sehr theoretischen, Frames ist die Freiheit bei ihrer praktischen Ausgestaltung. Daraus ergeben sich viele Möglichkeiten für individuelle Lehr- und Lernszenarien.[79] Die folgende Konkordanz „übersetzt“ dazu die IK-Standards in die Frames.[80]

Tab. 1

Vom Standard zum Frame: „From skill to will“[81]

Standards mit Kompetenzen Frame[82]
1 Informationsbedarf erkennen A, B, D, F
2 Zugang zu Informationen verschaffen A, C, F
3 Informationen evaluieren und analysieren A, B, C, D, E
4 Informationen verwerten B, C, D
5 Informationen verantwortungsbewusst nutzen und weitergeben A, C, D, E

Zur Anreicherung von Kurskonzepten lassen sich die passenden Frames über die zu vermittelnde Kompetenz auswählen. Ein Beispiel: Bei einer klassischen Rechercheeinheit (zweiter Standard) lohnt es sich, die Frames „Autorität ist ein Konstrukt und kontextabhängig“, „Informationen sind wertvoll“ sowie „Recherche ist strategische Erkundung“ zu betrachten.[83] Obligatorisch ist in jedem Fall eine Kontextualisierung mit dem wissenschaftlichen Arbeiten oder einer entsprechenden Fachdisziplin.[84]

6.3 Teil 1 von FILL: Datenbankschulung

Ein Recherchekurs zu wirtschaftswissenschaftlichen Datenbanken ist an der Universitätsbibliothek Bamberg bereits etabliert. Neben effizienten Suchstrategien werden wissenschaftliche Autoritäten, z. B. Peer-Reviews, Zitation, Ranking (Frame: Autorität ist ein Konstrukt und kontextabhängig) eingeführt. Neuer Input aus den Frames entsteht über einen Transfer von Methoden und Problemen des wissenschaftlichen Arbeitens in bibliothekarische Kontexte. Hierzu zwei Beispiele:

Studierende finden bei der Recherche Zeitschriftenartikel mit und ohne Volltext. Wenn ein wichtiger Artikel nicht im Volltext verfügbar ist, kann man ihn einfach zitieren ohne ihn gelesen zu haben? Studierende neigen dazu, ihn gleich ganz wegzulassen. Gibt es aber eine Möglichkeit, an den Text zu kommen? Wie viel kostet ein Zeitschriftenartikel, eine Zeitschrift, eine Datenbank? Wie viel verdient der Autor dabei? Wie lange dauert es, einen Artikel zu schreiben? Warum und wo sollte ein Autor veröffentlichen (Publish or perish)?

Für die Bewertung von Treffern lernen die Studierenden das wirtschaftswissenschaftliche Zeitschriften-Ranking „Jourqual“[85] kennen. Sie können darin Treffer aus der Datenbank nach den Vorgaben des Lehrstuhls (nur A- und B-Journals zu verwenden) abgleichen. Aber was ist zu tun, wenn ein Journal darin fehlt oder ein wichtiger Autor in einem „D-Journal“ veröffentlicht? Ist der Artikel dann qualitativ schlecht und nicht zu gebrauchen? Wie können die Ergebnisse für eine Systematische Literaturanalyse gespeichert, verwaltet und aufbereitet werden?

6.4 ...oder wie kommen die Frames in unsere Kurse?

Abb. 2 Workflow zur Praxis-Implementierung des Frameworks for Information for Higher Education

Abb. 2

Workflow zur Praxis-Implementierung des Frameworks for Information for Higher Education

Die Frames enthalten alles, was zur Kurskonzeption notwendig ist.[86] Ihre Praxis-Implementierung beruht auf assoziativer Kombinatorik. Gefragt sind Inspiration, Kreativität sowie Abstraktionsvermögen, wie dieser schematische Workflow zeigt.[87] FILL in Bamberg möchten in diesem Zusammenhang als Prototyp gelten.

Zunächst gilt es, aus den Frames konkrete Lehrinhalte und Lernziele folgendermaßen abzuleiten:

Frame → Praxiskenntnisse + Haltungen = Lernziel

Ein Beispiel dazu aus dem Frame „Autorität ist ein Konstrukt und kontextabhängig“. Studierende sollen die Glaubwürdigkeit von Quellen bestimmen (vgl. Praxiskenntnisse = Lernertrag). Sie zeigen dies, indem sie Informationen kritisch, aber vorurteilsfrei betrachten (vgl. Haltungen = Indikator für den Lernertrag), z. B. bei einem Medium Autor oder Erscheinungsumfeld etc. miteinbeziehen. Aus einigen Frames ergeben sich konkrete Themen (z. B. Urheberrecht, Open Access) oder Handlungsempfehlungen, wie z. B. „Zitiere korrekt“[88] = Richtig zitieren. Andere können jedoch assoziativ erschlossen werden.

Im nächsten Schritt werden diese Lernziele in anschaulichen Übungsbeispielen und didaktischen Methoden (z. B. Lehrgespräch, Diskussion vgl. Frame: „Wissenschaft ist Austausch“) verdeutlicht. Das so entstandene Modul kann einzeln, zusammen mit anderen oder in bereits bestehenden Kursen geschult werden.[89] Schon fertig ausgearbeitete Unterrichtsstunden mit Fachbezug liegen aus den USA vor.[90] Allen gemeinsam ist, dass sie i. d. R. auf einem Frame beruhen.[91] FILL entscheidet sich dagegen für optionale Flexibilität (ein Modul aus verschiedenen Frames oder verschiedene Module aus einem Frame oder 1:1) – je nachdem, welcher Frame sich für welchen Kurs eignet:

Frame → Modul (Lernziel, Übungsbeispiel, Methode) = FILL

Die folgenden Beispiele von Lehr- und Lernszenarien sind integrale Bestandteile der FILL. Sie erklären, wofür Studierende diese Fähigkeiten brauchen und enthalten praktische Tipps für die bibliothekarische Schulung.[92]

Beispiel zu Frame„Autorität ist geschaffen und kontextabhängig“:

Idee: Wenn Studierende in unseren Kursen nach Literatur suchen – dann nicht nur, um eine Literaturliste abzuarbeiten, sondern auch, um zu verstehen, welche Theorien und Autoren ihr Fach geprägt haben.

Praxis: Es kann diskutiert werden, wie man sie ermittelt. Wer bestimmt, was zum Standard wird? Was tun Nachwuchswissenschaftler, um zur Koryphäe zu werden? Sollte man den eigenen Professor zitieren? Reicht der Zweitbeleg oder muss die Originalquelle zitiert werden? Wie viele Titel muss eine gute wissenschaftliche Arbeit im Literaturverzeichnis anführen?

Beispiel zu Frame „Informationen entstehen in einem schöpferischen Prozess“:

Idee: Wenn Studierende in unsere Kurse kommen, dann nicht nur um einen Nachweis über eine Studienleistung zu erhalten, sondern auch um sich auszutauschen und Unterstützung durch Experten zu bekommen.

Praxis: Schon in einer kurzen Vorstellungsrunde ist der Austausch wichtiger Informationen möglich. Studierende können motiviert werden, mit der wissenschaftliche Arbeit zu beginnen bzw. weiterzumachen. Wie lange dauert es eigentlich, sie zu schreiben? Was ist beim wissenschaftlichen Schreiben zu beachten? Wie ist mit Rückschlägen oder Schreibblockaden umzugehen?

Beispiel zu Frame „Informationen sind wertvoll“:

Idee: Wenn Studierende in unseren Kursen nach Zeitschriftenartikeln suchen, dann nicht nur um zu erkennen, dass der Katalog oder Google Scholar nicht ausreichen, sondern auch, um unterschiedliche Zugänge zu finden und den Publikationsprozess aufzuzeigen.

Praxis: Suchbeispiele sollten so konzipiert sein, dass sie unterschiedliche Zugänge, wie Lizenzen und Open-Access-Inhalte vorstellen. Was sind Preprints und was ist dabei zu beachten?

Beispiel zu Frame „Forschung ist (Hinter-)Fragen“:

Idee: Wenn Studierende in unseren Kursen nach Literatur recherchieren, dann nicht nur, um zu lernen, wie sie danach suchen, sondern auch, um zu verstehen, wie die darin veröffentlichten Ergebnisse zustande kommen.

Praxis: Kurse sollten deutlich machen, dass es verschiedene Forschungsmethoden gibt und mit welchem Material sie arbeiten. Wo findet man Informationen zu qualitativen und quantitativen Methoden und wie verwendet man sie?

Beispiel zu Frame „Wissenschaft ist Austausch“:

Idee: Wenn Studierende in unseren Kursen Literatur zu einem Thema suchen, sollten sie die Informationsprozesse in der Wissenschaft verstehen.

Praxis: Mit den Studierenden kann diskutiert werden, wie Bücher oder Zeitschriftenartikel als Teil eines übergeordneten Diskurses verstanden werden können. Wie kann man Quellen nutzen, um eigenen Gedanken zu stützen? Welches Medium und welche Sprache benutzen Wissenschaftler und wie sind sie untereinander vernetzt? Sind Beiträge von Webseiten oder sozialen Medien (wie Blogs oder Twitter) zitierwürdig? Wer entscheidet, was verwendet werden darf?

Beispiel zu Frame „Recherche ist strategische Erkundung“:

Idee: Wenn Studierende in unseren Kursen Suchstrategien entwickeln, dann auch, um zu lernen, wie Rechercheinstrumente für ihr wissenschaftliches Arbeiten eingesetzt werden können.

Praxis: Eine Suchanfrage kann mitunter nur wenige Treffer liefern. Kurse sollten deutlich machen, dass es sich auch um ein aktuelles Thema handeln kann oder eine Forschungslücke gefunden wurde. Wie entwickelt man daraus eine Beschreibung des Forschungsstands oder zentrale Forschungsfragen? Wo finde ich die prospektive Forschung?

6.5 Teil 2 von FILL: „Fills Library Lesson”

Für das Gesamtprojekt wurde eine fiktive User Persona, namens „Fill“ und ihre Wunsch-„Library Lesson“ kreiert.[93] Dafür wurden Lernziele mit verzahnten Praxiskenntnissen wissenschaftlichen Arbeitens bestimmt, die dem Framework folgen (u. a. Forschungsfragen entwickeln, richtiges Zitieren, Plagiate vermeiden). Das FILL-Themenportfolio umfasst weitere Übungen mit fachspezifischen und interdisziplinären Beispielen, u. a. auch das aktuelle Thema „Predatory Publishing“. Das genaue Programm wird den Teilnehmenden absichtlich vorenthalten, um den „Framework-Effekt“ nicht vorwegzunehmen. Die Texte sind bewusst so irritierend gewählt, dass sie einen „Aha-Moment“ auslösen.[94]

Abb. 3 „Fills Library Lesson“

Abb. 3

„Fills Library Lesson“

Das Modul „Richtig Zitieren/Plagiate vermeiden“[95] wird gleich zu Beginn des zweiten Teils der Lehrveranstaltung, nach einer kurzen Wiederholung eingesetzt. Anhand eines bereits bekannten englischsprachigen Treffers in der Datenbank wird mit den Studierenden der Aufbau eines wissenschaftlichen Abstracts besprochen. Gemeinsam wird dazu eine kurze Checkliste erarbeitet.

Danach wird ein Abstract in deutscher Sprache präsentiert. Die Studierenden sollen dieses anhand der gelernten Kriterien in Kleingruppen überprüfen. Bemängelt wird dabei, dass die Methode fehle, die Sprache schlecht sei und ihr Interesse sich deshalb in Grenzen halte, die ganze Arbeit zu lesen. Mehrere Teilnehmer stellen eine starke thematische Nähe der beiden Artikel zueinander fest, so als ob sie sich in einem wechselseitigen Dialog befänden. Ein Teilnehmer merkt an, dass die beiden Abstracts sich irgendwie ähneln, inhaltlich nahe seien. Eine Diskussion kommt in Gang. Ein Studierender entdeckt, dass es sich um ein Übersetzungsplagiat handelt; noch dazu um ein schlechtes, da es mit einem PC-Translator erstellt wurde. In diesem Kontext kann das Thema „Richtig zitieren/Plagiate vermeiden“ ausführlich erörtert werden. Was ist ein Plagiat? Wie kann man es vermeiden? Wann muss man in welchem Format zitieren?

Das zweite Beispiel ist das Abschlussbeispiel des FILL-Kurses. Es bündelt seine wichtigsten Erkenntnisse und enthält dementsprechend auch alle Frames.

Wussten Sie, dass dunkle Schokolade beim Abnehmen hilft? Diese Erkenntnis wurde zumindest weltweit verbreitet. Beim Ursprungs-Artikel in einer Fachzeitschrift mit Peer-Review[96] treffen die von den Studierenden erlernten und in Kleingruppen überprüften Bewertungskriterien zu. Sie werden im Plenum präsentiert, aber erst der Kontext entlarvt den Artikel als wissenschaftlichen Hoax.[97]

Das Forschende Lernen prüft die Validität von Quellen ebenso wie ihre Qualität. Es kennt wissenschaftliche Autoritäten, aber hinterfragt diese. Trotz aufwendiger Qualitätskontrolle durch Experten sind selbst diese Bereiche nicht frei vom Faktor „Fake“. Nachwuchswissenschaftler sollen aus fundierten Quellen neue Erkenntnisse generieren, um damit einen wertvollen Beitrag zur Forschung zu leisten. FILL will hierbei unterstützen und setzt deshalb auf detaillierte Rückmeldungen.

6.6 Teil 3 von FILL: Abschlussevaluation

Etwa vier Wochen nach Kursende erfolgt eine ausführliche Abschlussevaluation mit allen Teilnehmenden, um nochmals Feedback zu erhalten. Dafür werden selbsterstellte, teilstandardisierte Fragebögen verwendet. Sie ermöglichen offene Antworten sowie Selbsteinschätzungen, die auf die Haltungen in den Frames abzielen.[98] Mit welchen Gefühlen und nachhaltigen Erkenntnissen verlassen Studierende den Kurs? Führt er bei ihnen zu neuen Perspektiven oder veränderten Sichtweisen?[99] Die Auswertungen zeigen, dass FILL vielfältige Lernprozesse initiiert und alle Beteiligten individuell davon profitieren.[100] Eine kritische Sensibilisierung bei der Verwertung von Information ist notwendig, sinnvoll und kann Spaß machen. Studierende und Dozierende erkennen in den sechs Frames den Forschungskreislauf, aber auch den eigenen Stand in ihrer Lern- und Lehrsituation.[101] Von ihnen werden die FILL als praxisnah, effektiv und zugleich motivierend eingestuft. Ihre Inhalte verblüffen oder überraschen und prägen sich gerade deshalb besonders ein. Solche Reaktionen tragen zu einer offenen wie integrativen Lernatmosphäre bei, die Teamteaching (gemeinsames Lehren) und wechselseitige Fragen (z. B. zum Einsatz von Plagiatssoftware am Lehrstuhl) ermöglicht. Der kollektive Wunsch, auch im Seminar weiter kollaborativ zu arbeiten, spiegelt sich auch virtuell in einer von den Studierenden gegründeten Facebook-Gruppe wider. Das verdeutlicht, dass Bibliothekskurse durchaus soziale Wirkungen haben können.[102] Für Hochschulbibliotheken entstehen daraus weitere Vorteile, die von FILL-Absolventen oder den Dozenten in der Evaluation genannt wurden:

Motivation: FILL greift den konkreten Informationsbedarf auf und setzt ihn mittels des internationalen Framework um.

Teilnehmeraktivierung: FILL legt seinen Fokus auf die Handlungsorientierung der Teilnehmenden, die sich sogar darüber hinaus aktiv austauschen.

Innovation und Kreativität: FILL setzt innovative Prozesse in Gang und geht neue Wege.

Zukunftsrelevanz: FILL stärkt die Kompetenz, Informationen hinter Information zu entdecken, zu hinterfragen und einzuordnen.

Kooperation: FILL unterstützt und vernetzt die Lehrenden und Lernenden einer Universität und trägt so zum Ausbau forschungsnaher Dienste bei.

Adaption: FILL kann an verschiedene Zielgruppen, Lernniveaus und Organisationsstrukturen angepasst oder in bereits existierende Kurse integriert werden.

7 Fazit und Perspektiven

Nicht alle Inhalte des Frameworks erscheinen neu, denn die Idee dazu entstand aus der Schulungspraxis.[103] Das flexibel implementierbare Rahmenmodell stützt sich z. T. explizit auf die traditionelle Didaktik. Dennoch ist das Framework innovativ. Mit seinem adaptiven Gestaltungsansatz lässt sich akademische Informationskompetenz modern interpretieren. Das Framework nimmt Bezug auf ein ubiquitäres „information ecosystem“.[104] Seine Theorie propagiert dagegen die Reduktion auf das Wesentliche. Sie lässt aber genug Freiheiten, um Bibliothekskurse zielgruppenangepasst zu konzipieren. Allerdings steht die Arbeit mit dem Framework noch am Anfang. Sie geht jedoch, wie gezeigt wurde, weit über bisherige Techniken vom Einüben von Recherchestrategien, der Bewertung sowie die Speicherung ihrer Ergebnisse hinaus.

Das Framework mag deshalb in Teilen umstritten sein, aber es verdient weitere Akzeptanz. Seine ganzheitliche und wertschätzende Ausrichtung überzeugt in der Praxis. FILL ist ein beispielhaftes Projekt für persönliche Wissensvermittlung in der digitalen Gesellschaft. Sie präsentiert sich offen und vernetzt und stellt damit neue Anforderungen an Bibliotheken. Erfolgreich umzusetzen ist sind sie mit Kursangeboten, die Mehrwert schaffen. Sie erschließen kooperative Synergien und sollten daher in die Lehre sowie in die Curricula der Universität integriert werden.[105] Um diese weiter auszubauen, muss in Absprache mit dem jeweiligen Fach geklärt werden, welche Schlüsselqualifikationen notwendig sind. Fest steht, dass kritisches Hinterfragen die Grundvoraussetzung ist, um wissenschaftliche Neutralität zu wahren. Die ideologiefreie, nicht-kommerzielle Vermittlung von Informationen könnte zum Alleinstellungsmerkmal von Teaching Libraries werden.[106] Sie können sich dadurch strategisch positionieren und Zukunft mitgestalten. Dieser Beitrag möchte die Bedeutung des Frameworks herausstellen und es weiterverbreiten. Der erforderliche Paradigmenwechsel in der bibliothekarischen Schulung kann entweder abgewartet oder – besser noch – folgendermaßen erleichtert werden:

„Read and reflect on the entire Framework document. Convene or join a group of librarians to discuss the implications of this approach to information literacy for your institution. Reach out to potential partners in your institution, such as departmental curriculum committees, centers for teaching and learning, or offices of undergraduate or graduate studies, to discuss how to implement the Frameworkin your institutional context. Using the Framework, pilot the development of information literacy sessions within a particular academic program in your institution, and assess and share the results with your colleagues.“[107]

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