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BY 4.0 license Open Access Published by De Gruyter November 27, 2021

Nachhaltigkeit – (k)ein Thema für Bibliotheken?!

Sustainability – (not) an Issue for Libraries?!
Petra Hauke

Lehrbeauftragte am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, Secretary der IFLA-Sektion Environment, Sustainability and Libraries (ENSULIB), Gründungsmitglied des Netzwerks Grüne Bibliothek, Dorotheenstraße 26, D-10117 Berlin

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Zusammenfassung

Der Beitrag untersucht die Rolle und die Potenziale von Bibliotheken in Bezug auf die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Es werden sowohl positive Beispiele als auch Desiderate bei Öffentlichen und Wissenschaftlichen Bibliotheken aufgezeigt sowie die Auswirkungen der Lobbyarbeit der Bibliotheksverbände beleuchtet. Der abschließende „Ausblick“ soll ermutigen, sich der Potenziale, die für die Bibliotheken, für ihre Community und für die Gesellschaft insgesamt in der Agenda stecken, bewusst zu werden.

Abstract

The paper examines the role and potential of libraries in achieving the Sustainable Development Goals of the United Nations 2030 Agenda. Both positive examples and wishful thinking in public and academic libraries are highlighted, as well as the impact of the lobbying activities of the library associations are highlighted. The final “outlook” is intended to encourage awareness of the potential of the agenda for libraries, their communities, and society as a whole.

1 Einleitung

Die Forderung nach Nachhaltigkeit als grundsätzliches Prinzip ist derzeit allgegenwärtig: „Nachhaltige Hotels“[1], „nachhaltige Flugzeuge“[2], nachhaltige Automobilproduktion“[3] etc. müssen sich dem Verdacht des „Greenwashing“[4] stellen, doch Konsens ist, dass die drohende Klimakatastrophe zum Überdenken unserer Lebensweise zwingt.[5] Nachhaltigkeit in allen ihren Dimensionen – ökologisch, sozial, wirtschaftlich – ist spätestens mit Veröffentlichung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) ein zentrales Prinzip für alle Formen öffentlichen Handelns geworden:

„Zielsetzung der 2030-Agenda ist es, die globale Entwicklung sozial, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten und somit die längst überfällige Transformation der Volkswirtschaften hin zu einer deutlich nachhaltigeren und inklusiveren Entwicklung kräftig voranzutreiben.“[6]

Auf Betreiben des Weltbibliotheksverbandes IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions)[7] wurde in der Agenda der öffentliche Zugang zur Information als ausdrückliches Nachhaltigkeitsziel definiert:

„Ziel 16. Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen.

[...]

16.10. Den öffentlichen Zugang zu Informationen gewährleisten und die Grundfreiheiten schützen, im Einklang mit den nationalen Rechtsvorschriften und völkerrechtlichen Übereinkünften.“[8]

Ziel der IFLA war es, deutlich zu machen, dass für die Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Zugang zur Information unabdingbar und letztlich eine Voraussetzung zur Erreichung aller 17 Ziele ist und dass damit Bibliotheken nicht nur wichtige Partner für Regierungen sind, sondern bereits zum Fortschritt bei der Erreichung der 17 Ziele beitragen:

„Increased access to information is a cross-cutting issue that will contribute to the achievement of all goals – whether in health, education, transparency and accountability: all goals will benefit from people being able to know more about how to achieve them.“[9]

Inzwischen wird immer mehr erkennbar, dass Bibliotheken über ihre Funktion als Garant für das Bereitstellen verlässlicher Informationen hinaus noch weit mehr tun können und tatsächlich tun, um zur Erreichung auch der anderen Ziele beizutragen, wie aus vielen Beispielen in diesem Artikel, aber auch aus den anderen Beiträgen in diesem Heft ersichtlich wird. Sie zeigen, dass Wissensvermittlung auf vielfältige Weise erfolgt, sei es durch Ausstellungen, Vortragsveranstaltungen, Urban-Gardening-Projekte, Saatgutbibliotheken, MINT- oder Citizen-Science-Projekte u.v.m., die einzelne oder mehrere SDGs direkt adressieren.

2 Bibliotheken – essentielle Partner für die Agenda 2030

2016 übernahm die IFLA die Agenda in ihr International Advocacy[10] Programme (IAP).[11] Zahlreiche Länder/Gebiete, darunter auch der Deutsche Bibliotheksverband (DBV) für Deutschland, unterzeichneten eine Vereinbarung mit der IFLA zur Durchführung von Sensibilisierungsaktivitäten und Treffen mit politischen Entscheidungsträgern um sicherzustellen, dass Bibliotheken als Schlüsselpartner bei der Unterstützung der Agenda 2030 anerkannt werden.

Die IFLA betreibt intensive Lobbyarbeit mit Publikationen (teils in vielfachen Übersetzungen) und Veranstaltungen auf internationaler und regionaler Ebene zur Verbreitung und Erreichung der Ziele.[12] Ein online zugänglicher, an Bibliotheksverantwortliche gerichteter „Werkzeugkasten“ dient dem Ziel, die Lobbyarbeit vor Ort zu unterstützen, denn „Bibliotheken müssen jetzt zeigen, dass sie in der Lage sind, für alle Punkte der Agenda 2030 die Entwicklung mitsteuern zu können“, wie es in der deutschen Übersetzung des „Werkzeugkastens“ Bibliotheken und die Umsetzung der UN 2030 Agenda heißt.[13] Unmissverständlich ist die Aufforderung, aktiv zu werden:

„Take action! Take action now so that libraries have a say. Everyone in the library community and beyond can help promote the role of libraries as supporters of development.“[14]

Abb. 1 
          IFLAs Programm zur Unterstützung der SDGsQuelle: https://www.ifla.org/libraries-development.
Abb. 1

IFLAs Programm zur Unterstützung der SDGs[15]

Inzwischen geht es auch nicht mehr nur um die Ermöglichung des Zugangs zu Information (SDG 16.10), sondern darum, dass Bibliotheken als Institutionen mit einer gesellschaftlichen Mission sich selbstverständlich aktiv den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit stellen –

[19]

als Vorbilder, Bildungspartner, Ermöglicher („Exemplars, Educators, Enablers“[16]) fungieren und dass Nachhaltigkeit in allen diesen Dimensionen ihr „Geschäft“, ihre Aufgabe ist („Sustainability is Libraries‘ Business“)[17]:

„As institutions with a societal mission, it is natural for libraries to seek to address the major societal challenges of today – and there are fewer greater than sustainability. With agreement of the United Nations’ 2030 Agenda for Sustainable Development three years ago, this has been recognised as major political priority, and governments have committed to act.“[18]

In diesem Kontext ist es nur folgerichtig, dass die seit 2009 aktive „Special Interest Group“ ENSULIB (Environment, Sustainability and Libraries)[19] mit Beginn des Jahres 2021 in den Status einer regulären IFLA-Sektion erhoben wurde. Die neue Sektion sieht ihre Aufgabe darin, Bibliotheken darin zu unterstützen, ihre Communities von der Dringlichkeit (nicht nur, aber vor allem) ökologischer Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen zu überzeugen und mit ihren Mitteln entsprechend zu aktivieren. Sie gibt ökologisch ausgerichteten Bibliotheken und Bibliotheksprojekten weltweit eine Stimme und bietet mit Konferenzbeiträgen, virtuellen Konferenzen, Publikationen und über verschiedene Plattformen Informations- und Diskussionsmöglichkeiten an.

Fazit: Bibliotheken, alle in Bibliotheken Beschäftigte, das Bibliothekswesen insgesamt sind weltweit aufgerufen, sich als Botschafter der Agenda 2030 zu positionieren und ihren Anspruch als Vorbilder, Bildungspartner, Ermöglicher deutlich zu machen.

3 Bibliotheken – Botschafter der Agenda 2030

Mit welchen Programmen bzw. einzelnen Angeboten Bibliotheken sich als Botschafter der Agenda 2030 darstellen, wollen v. a. zwei Plattformen illustrieren: „Library Map of the World“[20] und „Biblio2030“[21].

Im Rahmen der „Library Map of the World“ dokumentiert die IFLA u. a. weltweite „SDG Stories“, die veranschaulichen, wie Bibliotheken sich für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 engagieren.[22] Derzeit sind 47 Stories aus 29 Ländern erfasst, jede mit großer Sorgfalt redaktionell aufbereitet, mit mehreren untertitelten Fotos sowie mit Links zu weiteren Informationen und Videos ergänzt. Für jede Story werden die jeweils relevanten SDGs aufgezeigt. Die Stories sind sowohl nach Ländern als auch nach einzelnen SDGs recherchierbar: so z. B. sechs Stories aus sechs Ländern zu Ziel 13, Klimapolitik[23]. Aus dem deutschsprachigen Raum sind Deutschland mit je einer Story zur Unterstützung von Geflüchteten aus den Bücherhallen Hamburg[24] und der Stadtbibliothek Bremen[25] sowie Österreich mit der C3-Library for International Development in Wien[26] vertreten.

Abb. 2 
          Webseite der Library Map of the World: SDG StoriesQuelle: https://librarymap.ifla.org/stories.
Abb. 2

Webseite der Library Map of the World: SDG Stories[27]

Die Plattform „Biblio2030“,[28] eine Initiative der deutschsprachigen Bibliotheksverbände[29] unter Federführung des Deutschen Bibliotheksverbandes, weist ein buntes Allerlei von inzwischen 53 Projekten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol (DACHS) nach, die einzelne oder mehrere Agenda-Ziele adressieren. Die Beispiele reichen von einer „Bienenbibliothek“[30] über verschiedene Upcycling-Projekte, die Einführung von Altenheimbewohnern in die digitale Bibliothekswelt[31], auch Kooperationen z. B. mit dem NABU – Naturschutzbund Deutschland oder dem Eine-Welt-Laden am Ort[32], Medienboxen für Flüchtlingsunterkünfte[33], nachhaltige Veranstaltungen[34], eine Saatguttauschbörse[35], OER-Projekte[36] etc. Jedes Beispiel ist mit ein bis zwei Fotos illustriert, SDG-Symbole benennen den Bezug zur Agenda 2030. Im Unterschied zu den SDG Stories der IFLA enthalten die Beispiele keine weiterführenden Informationen, auch Links zu den Webseiten der Bibliotheken werden nicht angeboten, und selbst eine Recherche nach bestimmten SDGs oder Orten ist nicht möglich. Dies erschwert eine systematische Recherche oder auch nur eine einfache Kontaktaufnahme zu möglichen Ansprechpartnern, z. B. für Vernetzungen.

Ziel der Plattform ist zu zeigen,

„dass sehr viele Bibliotheken bereits Angebote für ihre Nutzenden machen, die auch zur Zielerfüllung der Agenda beitragen. Alle Bibliotheken sind aufgefordert, auch ihre entsprechenden Projekte einzubringen, um die Vielfalt und Bedeutung der Bibliotheksangebote zu verdeutlichen. Die Plattform soll auch mögliche Vorbehalte beim Bibliothekspersonal überwinden, sich dieses auf den ersten Blick abstrakte und fern des Bibliotheksalltags anmutende Thema für die eigene Sichtbarkeit zu eigen zu machen. Zudem soll die Plattform zeigen, dass es sich hier nicht um die Entwicklung neuer und zusätzlicher Projekte handelt“.[37]

Es geht bei dieser Plattform also nicht darum, neue und zusätzliche Projekte zu entwickeln, sondern (wem gegenüber?) sichtbar zu machen, was Bibliotheken bereits zur Agenda 2030 beitragen, ohne dass sie selbst dies schon als erklärtes Ziel im Sinne der Agenda geplant hätten. Auf den Webseiten der Bibliotheken lässt sich in der Regel kein Bezug ihrer Aktivitäten zur Agenda 2030 finden. Offenbar ist dies nicht Voraussetzung für die Aufnahme in die Beispielsammlung. Ein Sichtbarmachen der Bibliotheken als Botschafter der Agenda, als „Exemplars, Educators, Enablers“ gegenüber der Öffentlichkeit, gegenüber ihrer eigenen Community im Sinne der IFLA ist damit nicht gegeben.[38]

Die Plattform ist als Marketinginstrument[40] zu verstehen und richtet sich damit an politische Entscheidungsträger. Allein in Deutschland gibt es 9 750 Bibliotheken.[41] Doch können knapp 60 zufällig eingereichte Beispiele aus dem gesamten deutschsprachigen Raum die politischen Entscheidungsträger dieser Länder wirklich von der Relevanz der Bibliotheken bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 überzeugen, zumal selbst die Bibliotheken ihre eigene Rolle bei der Vermittlung der SDGs (noch) nicht erkannt haben?

Eine ernüchternde Bilanz zieht auch Corradini (2020b):

„Until now there are very few contributions in relation to the number of existing libraries. In summer 2020 only 34 of 12,239 libraries in the German speaking countries submitted an SDG activity example to either the IFLA’s library map of the world or biblio2030. This leads to the assumption that the majority of libraries in the German speaking countries have not yet realised how important the SDGs are, or that they have not yet recognised the need for action, or simply do not know the SDGs.“[42]

Abb. 3 
          Beispiele für nachhaltige Bibliotheksarbeit von der Plattform Bibliotheken und ihr Beitrag zur Agenda 2030 der UNQuelle: https://www.biblio2030.de/.
Abb. 3

Beispiele für nachhaltige Bibliotheksarbeit von der Plattform Bibliotheken und ihr Beitrag zur Agenda 2030 der UN[39]

Schaut man sich die Webseiten der (vor allem Öffentlichen) Bibliotheken an, finden sich Hinweise auf einzelne Aktivitäten wie „HandySammelaktion“[43], in den seltensten Fällen jedoch ein expliziter Bezug zur Agenda 2030 oder gar eine entsprechende Strategie. Selbst in der „Bibliothekskonzeption für den Zeitraum 2020 bis 2025“ der Stadtbibliothek Heilbronn – um nur ein Beispiel zu nennen – wird bei den „Maßnahmen“ für diesen Zeitraum u. a. zwar „Nachhaltigkeitsbewusstsein stärken mit Medien- und Informationsangeboten, Tauschbörsen, Repair-Cafés“ aufgezählt, doch ein Bezug zur Agenda 2030 wird nicht hergestellt.[44]

Unter den deutschsprachigen Bibliotheksverbänden[45] geht der Schweizer Verband Bibliosuisse mit der Bildung einer eigenen „Kommission Biblio2030“[46] und mit der „Kampagne Biblio2030“ offensiver auf die Bibliotheken zu. Hier wird die Agenda 2030 ausdrücklich als Programm definiert:

„Viele Bibliotheken sind heute schon aktiv, aber nur wenige stellen ihr Engagement auch öffentlichkeitswirksam in den Kontext der Agenda 2030.

Mit der Kampagne Biblio2030 ermutigt Bibliosuisse die Bibliotheken, ein zentrales Gegenwartsthema auf ihre eigene Agenda zu setzen und sich als Plattform für die lokale Diskussion und Umsetzung zu positionieren. Biblio2030 ist eine Chance für die Bibliotheken, der Öffentlichkeit und den politisch Verantwortlichen [Hervorhebung im Original] vor Augen zu führen, wie ihre vielfältigen Aktivitäten den lokalen und globalen Herausforderungen der heutigen Welt gerecht werden.“[47]

Ganz praktisch bietet der Verband mit dem „Biblio2030 – Der Werkzeugkasten“ eine inspirierende SDG-Toolbox mit Links und Best Practices – hilfreich nicht nur für Schweizer Bibliotheken.

Fazit: In Deutschland zeigen einige wenige Bibliotheken durchaus am Thema Nachhaltigkeit orientierte Einzelaktionen, aber kaum eine – von ebenfalls seltenen Ausnahmen als „Grüne Bibliothek“ abgesehen (vgl. den folgenden Abschnitt) – positioniert sich mit ihrem Engagement gegenüber ihrer Community vor Ort, über ihre Webseite oder gar mittels Beiträgen in Fachzeitschriften mit einem Nachhaltigkeitsprogramm oder als erklärter Botschafter der Agenda 2030. Die eigentliche Aufgabe der Vermittlung der SDGs bleibt damit außen vor.

4 „Green“ versus „sustainable“/„Grün“ versus „nachhaltig“

Bibliothekarisches Engagement für ökologische Nachhaltigkeit ist vor allem in den USA schon seit den 1970er-Jahren nachweisbar. Bereits 1992 bildete sich „ALA’s Task Force on the Environment“[48], im selben Jahr erschien erstmals das „Green Library Journal“, 1994 abgelöst vom „Electronic Green Journal“[49], herausgegeben von der University of Idaho Library[50]. 2008 wurde schließlich „The Green Library Movement“[51] identifiziert, was der Bewegung im anglo-amerikanischen Raum mit einer Fülle von neuen Publikationen[52] und einschlägigen Linksammlungen[53] weiteren Aufschwung gab.

Im deutschsprachigen Raum erschien das Thema „Grüne Bibliothek“ erstmals 2013 mit einer Publikation, die allerdings vorrangig auf internationalen Projekten basiert, da aus dem deutschsprachigen Raum wenig vorzuweisen war.[54] In der Folgezeit wurden Begriff und Thema in Artikeln und Schwerpunktheften der bibliothekarischen Fachzeitschriften – in Deutschland zunächst zögernd – aufgegriffen.[55] Zunehmend zeigten sich nun auch hierzulande Initiativen einzelner Bibliotheken, Fairtrade- oder ökologische Produkte einzusetzen, Energiesparpakete des Umweltbundesamtes zu verleihen, Müll zu sortieren, Recycling-Papier zu verwenden und Energiesparlampen einzusetzen. Inzwischen gingen erste Öffentliche Bibliotheken darüber hinaus und positionierten sich mit einem entsprechenden Programm als „Grüne Bibliothek“, so die Bibliothek Tiergarten-Süd in Berlin[56], die Stadtbibliothek Alzenau[57], die Stadtbücherei Tübingen[58], die „Grüne Jugendbibliothek“ der Stadtbibliothek Osnabrück[59], die „Grüne Bibliothek“ [60] der Stadtbibliothek Detmold.

Doch tatsächlich tut sich in Deutschland (und – nach Kollegenaussagen – auch in einigen anderen Ländern) die bibliothekarische Community mit der Bezeichnung oder gar einer Positionierung als „Grüne Bibliothek“ schwer. Ein Argument für die Zurückhaltung – auch seitens der Bibliotheksverbände – dürfte die Sorge sein, mit einem erklärtermaßen „grünen“ Engagement oder Schwerpunkt parteipolitisch verortet zu werden, zumindest in Ländern mit einer „Grünen“ Partei, oder aber nicht mehr „neutral“ zu sein. Doch spätestens seit Richard David Lankes‘ „Manifesto for Global Librarianship“[61] am 13. September 2018 auf der Next Library Conference in Berlin ist diese Haltung zumindest zu überdenken.[62]

Die American Library Association positionierte sich bereits 2018 in ihrem President‘s Program[63] zur Frage der Neutralität: „Are Libraries Neutral? President’s Program tackles heavy subject from multiple angles.“ Im Schlusswort wird Kelvin Watson, Director of Broward County (Fla.) Libraries Division, zitiert, der erklärte,

„that neutrality is a non-stance, allowing information professionals to avoid accountability by abdicating ethical responsibility. Librarians can’t be neutral on social issues that impact their customers because those issues impact librarians as well. ‘Claiming neutrality endangers us as an institution,’ he said.“[64]

Für ein (un?)politisches Engagement für ökologische Nachhaltigkeit ist z. B. der australische Bibliotheksverband ALIA (Australian Library and Information Association) zu nennen, der mit seiner ALIA Sustainable Libraries Group (ALIA Green)[65] einen Blog und eine eigene Mailingliste für den fachlichen Austausch unterhält und zudem aktuell mit Unterstützung des Council of Australian University Librarians (CAUL) mit 5000 AU$ ein „Greening Libraries Research Project“ fördert. Das Ergebnis soll eine Reihe von Fallstudien sein, „that will provide opportunities to showcase best practice, inspire action, and further the greening libraries movement“[66].

Der kroatische Bibliotheksverband unterhält eine „Working Group for Green Libraries“[67], die in Zusammenarbeit mit der National- und Universitätsbibliothek Zagreb 2018 die „1st International Conference on Green Libraries – Lets Go Green!“[68] veranstaltete. Für Dezember 2021 ist eine Folgeveranstaltung bereits angekündigt.[69]

ALA, die American Library Association, bietet eine Webseite „Sustainability and Libraries: Green Libraries“ mit „Resources for the library community to support sustainability through curriculum development, collections, exhibits, events, advocacy, communication, and library buildings and space design“[70] an.

In Deutschland verweist das vom Deutschen Bibliotheksverband bereitgestellte „Bibliotheksportal“ unter dem Link https://bibliotheksportal.de/die-gruene-bibliothek/ lediglich auf drei weiterführende Links zum Thema „Publikationen zu Bibliotheken und Nachhaltigkeit“[71]. Der Berufsverband Information Bibliothek (BIB) weist in seiner „Fundgrube“ zum Thema „Grüne Bibliothek“ immerhin eine Reihe von deutschen und internationalen Quellen nach, die damit auch zum Blick über den deutschen Tellerrand anregen.[72]

Unabhängig von verbandlicher Förderung oder Unterstützung erfreut sich der 2018 in Berlin gegründete Verein „Netzwerk Grüne Bibliothek“[73] zunehmenden Interesses aus der bibliothekarischen „Basis“, wie z. B. die in jüngster Zeit mehrfach angebotenen, coronabedingt virtuellen „Ideen-Cafés“ mit zuletzt 100 Beteiligten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum[74] zeigten. Und bei der Büchereizentrale Schleswig-Holstein hat sich ein „Runder Tisch – Grüne Bibliotheken“[75] etabliert, der ebenfalls das Interesse an „grünem“ Bibliotheksengagement belegt.

Doch was ist eine „Grüne Bibliothek“?

Sicher ist: „Grüne Bibliotheken“ stehen per se für Nachhaltigkeit, aber nicht alle UN-Nachhaltigkeitsziele sind im engeren Sinn „grüne“ Ziele. „Grüne Bibliotheken“ verfügen im Idealfall über ein zertifiziertes ökologisches Gebäude[76], kontrollieren den eigenen ökologischen Fußabdruck und leisten entsprechende Bildungsarbeit durch Medienvermittlung, Veranstaltungen, Ausstellungen und zusätzliche Angebote wie ein Repair-Café, gemeinsame Radtouren oder gehen Partnerschaften, z. B. mit dem NABU oder anderen NGOs, ein.

„Grün“ steht gemeinhin für ein Programm, das vor allem ökologische Nachhaltigkeit im Blick hat. Etwa die Hälfte der UN-Nachhaltigkeitsziele sind eindeutig ökologische Ziele (13: Maßnahmen zum Klimaschutz, 14: Leben unter Wasser, 15: Leben an Land etc.), doch sind diese Ziele nur zu erreichen, wenn auch die anderen Ziele in den Blick genommen werden. Insofern scheint die Bezeichnung „Grüne Bibliothek“ legitim, wenn nicht nur ökologische Themen auf der Agenda stehen.[77] „Grüne Bibliotheken“ stellen sich im Sinne der Agenda 2030 breiter auf, nehmen auch soziale Aspekte in den Blick und ggf. auch ökonomische, sofern sie der Sicherung der Lebensbedingungen auf diesem Planeten dienen:

„Green libraries are often associated with the green buildings, focusing on energy-saving and green architecture. But the development has gone more and more from green buildings to green practices and green services.“[78]

Diesen Gedanken greift auch die IFLA-Sektion ENSULIB auf, indem sie auf die soziale Rolle und gesellschaftliche Verantwortung und auf den Bildungsanspruch verweist:

„The consideration of the role of humanity in climate change and the notion of sustainable development are core concerns of society, and consequently of libraries.

[...] They also focus on related services, activities, events, literature and projects, demonstrating the social role and responsibility of libraries as leaders in environmental sustainability.“[79]

Die gesellschaftliche Rolle und soziale Verantwortung aufgreifend, sei an dieser Stelle auf das Ergebnis eines Forschungsprojekts[80] hingewiesen, das sich die „Social Responsibility of Library Science in Transforming Society to achieve Sustainable Development Goals (SDGs)“ als Thema vornahm. Entstanden ist ein „Kalkulator“ zur Berechnung der eigenen Nachhaltigkeitsaktivitäten.[81] Interessant sind die Fragestellungen zu jedem SDG, die zugleich Anregungen geben, z. B. bei SDG 1, Armut bekämpfen: „Informieren Sie über Orte, die Lebensmittel spenden?“ So soll Einblick in das Thema gegeben werden, um mehr Bibliotheksbeschäftigte zu ermutigen, über Maßnahmen und Aktionen nachzudenken und diese in ihren Bibliotheken umzusetzen. Das Programm ist neben Deutsch auch in Englisch, Spanisch, Portugiesisch abrufbar, weitere Sprachen sind geplant. Die Fragen sind auch als Checkliste abrufbar.[82]

Im öffentlichen Diskurs ist schon vor Erscheinen der Agenda 2030 die Bezeichnung „Green“ gegenüber „Sustainable“ bzw. „Sustainability“ in den Hintergrund getreten.[83] ODLIS, das Online Dictionary of Library and Information Science, verweist nun von der Bezeichnung „green library“ auf das Synonym „sustainable library“.[84] Der „ALA Sustainability Round Table (SustainRT)“[85] entstand 2013 aus der „Task Force on the Environment (TFOE)“ des ALA Social Responsibilities Round Table und hat sich mit dem neuen Namen thematisch breiter aufgestellt. Die IFLA-Sektion ENSULIB hat die Begriffsverschiebung quasi nur mit einem Komma vollzogen: Aus anfangs „Environmental Sustainability and Libraries“ wurde 2016/2017 „Environment, Sustainability and Libraries“.[86]

Während sich im englischen Sprachraum die Bezeichnung „sustainable library“ weitgehend durchgesetzt hat[87], klingt im Deutschen „Nachhaltige Bibliothek“ wenig inspirierend und dürfte sich als Ablösung oder Weiterführung der Bezeichnung „Grüne Bibliothek“ auch deshalb kaum durchsetzen. Doch sollte dies kein Grund sein, sich der essenziellen Aufgabe eines Vermittlers für die Agenda 2030 nicht zu stellen.

Fazit: „Grüne“ und Nachhaltigkeitsprojekte finden sich in deutschsprachigen Bibliotheken durchaus, doch ein programmatischer Ansatz wie die Positionierung als „Grüne Bibliothek“ oder als eine Bibliothek, die öffentlich ihr Engagement für die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 gegenüber ihrer eigenen Community proklamiert – als „Exemplars, Educators, Enablers“ –, findet sich in Deutschland (noch) kaum.

5 Nachhaltigkeit als Programm?

Sollen Bibliotheken als gesellschaftlich relevante Akteure für Nachhaltigkeit und als Botschafter der Nachhaltigkeitsziele wahrgenommen werden, genügt es nicht, mit Einzelaktionen oder mit nach dem Zufallsprinzip auf einer Plattform zusammengetragenen Einzelbeispielen in Erscheinung zu treten. Das Nachhaltigkeitsengagement kann nur überzeugen, wenn es als Grundpfeiler in einem Programm oder Leitbild festgeschrieben wird. Beispiele dafür finden sich unter den Gewinner-Projekten des IFLA Green Library Award.[88] Dabei müssen durchaus nicht immer alle SDGs adressiert werden.

Seit 2016 schreibt ENSULIB jährlich den vom Verlagshaus De Gruyter gesponserten IFLA Green Library Award aus. An dem Wettbewerb beteiligen sich jedes Jahr bis zu 50 „Grüne“ Bibliotheken oder entsprechende Bibliotheksprojekte aus der ganzen Welt, begutachtet von einer 30-köpfigen, ebenfalls international besetzten Jury. Unter den prämierten Einsendungen finden sich zunehmend neben Öffentlichen auch Wissenschaftliche Bibliotheken, die „sustainability“ oder auch unmittelbar die Ziele der Agenda 2030 zum Programm erhoben haben, wie z. B. die Oulu City Library in Finnland, die 2020 eine „Sustainable Library 2030 Roadmap“[89] veröffentlichte. Einige der prämierten Bibliotheken fanden bereits Eingang in die SDG Stories der Library Map of the World, z. B. das Projekt „Garbage Hero“ aus der Ukraine[90] oder die „Love your Library“-Kampagne[91] der University College Cork (UCC) Library.

5.1 Öffentliche Bibliotheken

Zumeist treten Öffentliche Bibliotheken in das Blickfeld bei der Frage nach Angeboten oder Programmen zum Thema Nachhaltigkeit.[93] Das hängt sicher mit ihrer per se auf Sichtbarkeit nach außen angelegten Arbeit zusammen sowie mit den avisierten Zielgruppen außerhalb der eigenen Einrichtung – im Unterschied zu Wissenschaftlichen Bibliotheken, die eher eine interne Community im Blick haben. Beispiele dafür liefern die o.g. Plattformen „Biblio2030“ und „SDG Stories“, aber auch wiederkehrende Beiträge in Fachzeitschriften.[94]

Abb. 4 
            Oulu City Library’s Sustainable Library 2030 RoadmapQuelle: https://www.ouka.fi/oulu/library/sustainable-library.
Abb. 4

Oulu City Library’s Sustainable Library 2030 Roadmap[92]

Von Seiten der Landesfachstellen werden Bibliotheken als Kultur- und Bildungseinrichtungen selbstverständlich als geeignete Institutionen für die Erfüllung der UN-Agenda-Ziele gesehen. Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein präsentiert unter dem Schlagwort „Agenda 2030“ in ihrem Blog systematisch und in zeitlich dichter Folge z. T. preisgekrönte eigene Projekte („Das weiße Blatt“[95]), Empfehlungslisten sowie Anregungen für Projekte z. B. zum Thema Klimawandel[96].

Die Landesfachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen[97] in Bayern bewirbt unter dem Stichwort „Management“ die Agenda 2030 und stellt auf ihrer Webseite umfangreiche, für die praktische Umsetzung hilfreiche Materialien zum Thema zur Verfügung. Darunter befindet sich unter anderem ein Link zur Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie[98], in der allerdings Schulen, Hochschulen, Kindertageseinrichtungen als Bildungspartner eine wichtige Rolle spielen, Bibliotheken jedoch schlicht nicht vorkommen.

Erst langsam etablieren sich an Öffentlichen Bibliotheken in Deutschland auch Arbeitsgemeinschaften mit dem Ziel, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln, wie z. B. bei den Stadtbüchereien Düsseldorf, die sich damit dem Beschluss der Stadt Düsseldorf anschließen, „die weltweiten Nachhaltigkeitsziele, die 17 SDG (Sustainable Development Goals), mit Leben zu füllen, global zu denken und lokal zu handeln“.[99]

Als bisher einzigartig wurde auf Initiative des Netzwerks Grüne Bibliothek in das Rahmenkonzept für die Bibliotheksentwicklungsplanung der Berliner Öffentlichen Bibliotheken deren Rolle für die Erfüllung der Agenda 2030 aufgenommen:

Bibliotheken als Akteure für Nachhaltigkeit und Klimaschutz: Die Öffentlichen Bibliotheken Berlins leisten einen aktiven Beitrag zur Erfüllung der 17 Agenda-Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung und nehmen deutschlandweit eine Vorreiterrolle für die konsequente Ausrichtung der bibliothekarischen Arbeit an sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit ein. Sie sind als breitenwirksame Bildungseinrichtung ein relevanter Akteur für die Erfüllung der UN-Agenda-Ziele und verstehen sich in ihrem eigenen ressourcenschonenden Handeln als ‚Grüne Bibliotheken‘“.[100]

Der Autorin sind mehrere Öffentliche Bibliotheken bekannt, die ein umfangreiches Programm mit ökologisch-nachhaltigen Themen anbieten, dies jedoch nicht öffentlich, z. B. über ihre Webseite oder die einschlägigen Fachzeitschriften, kommunizieren. Das Kommunizieren, auch das „Vermarkten“ der eigenen Leistungen, und sei es als Anregung und Inspiration für andere, scheint für manche ein Problem darzustellen. Die Herausgeber der Zeitschrift „Bibliotheksdienst“ luden 2019 zu einem „Themenheft: Bibliothekar*innen als Autor*innen“ ein, das der Frage nachgehen sollte, warum unsere Zunft selten schreibend in Erscheinung tritt. In seinem Beitrag „Schreiben als Nebentätigkeit eines Bibliothekars – mehr Lust als Last!“ wirbt Wilfried Sühl-Strohmenger geradezu dafür, dass das Schreiben auch „Impulse und Anregungen [vermittelt], die Neues hervorbringen können.“[101]

5.2 Wissenschaftliche Bibliotheken

Anglo-amerikanische Publikationen verweisen schon länger und immer wieder auf die Rolle, die Wissenschaftliche Bibliotheken bei der Zusammenarbeit mit Studierenden und Lehrenden zur Erreichung der Agenda-Ziele spielen können.[102]Der Fundus des IFLA Green Library Award weist mehrere ausgezeichnete Beispiele vor wie den „Rangsit University Library and Sustainable Environment Management Report“ (Thailand) mit deutlichem Bezug zur Agenda 2030[103], die University College Cork Library (Irland)[104], die National and University Library in Zagreb (Kroatien)[105] und die United States International University Africa Library[106] (Nairobi, Kenya).

Im jüngst erschienen Jahresbericht der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt kommt – um nur ein Beispiel von vielen zu nennen – der Begriff „Nachhaltigkeit“ dagegen gar nicht erst vor.[107] Dennoch mehren sich auch hierzulande in letzter Zeit Meldungen, nach denen auch im deutschsprachigen Raum Wissenschaftliche Bibliotheken Nachhaltigkeitsinitiativen oder auch Programme zu nachhaltiger Entwicklung in Angriff nehmen.[108] An einigen Orten wie in Jena[109], Hamburg[110], Stuttgart[111], Lüneburg[112], Duisburg-Essen[113] (die Liste ist sicher nicht vollständig) sind Nachhaltigkeitsinitiativen bei der Universität angesiedelt, sodass vermutet werden darf, dass die Bibliotheken in die Programme eingebunden sind – was nicht selbstverständlich ist, wie Christopher Landes in seiner Masterarbeit „Challenges and Opportunities in Implementing a Sustainable Approach at Academic Libraries“[114] beschreibt.

Die Technische Universität Berlin (TUB) gründete bereits 2016 einen Nachhaltigkeitsrat.[115] Bedingt durch die Coronapandemie konnte erst im Oktober 2020 der „Nachhaltigkeitsbericht 2018“ vorgelegt werden, erarbeitet auf freiwilliger Basis von Mitgliedern aus allen Bereichen der TUB.[116] Die Universitätsbibliothek erscheint in dem Bericht nicht als selbstständiger Akteur, ist jedoch an mehreren Maßnahmen und Projekten beteiligt. So wurde eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Bibliothek in Betrieb genommen, die Bibliothek ist an Maßnahmen zur Energieeinsparung und effizienten Energienutzung beteiligt und führt TU-intern ein Energiemonitoring durch.

Auch kleine Schritte sind ein Anfang: So hat die UB Hildesheim, „da uns das Thema Nachhaltigkeit am Herzen liegt, [...] die Aktion Scannen statt Kopieren ins Leben gerufen, die in Kooperation mit dem Green Office durchgeführt wird. Ziel ist es, den Papierverbrauch langfristig zu reduzieren.“[117]

Die Universitätsbibliothek Bern hat eine Arbeitsgruppe Nachhaltige Entwicklung mit dem Ziel installiert,

„die Umsetzung der UNO-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) an der Universitätsbibliothek (UB) Bern zu unterstützen. Sie ist Anlauf

[120]

stelle und Drehscheibe für Forschende und Studierende der Universität sowie Mitarbeitende der UB: Sie sammelt und greift Ideen auf, die die Bibliothek betreffen. So identifiziert sie Handlungsbedarf und initiiert Projekte. Zudem vermittelt die AG Kontakte, beteiligt sich am Nachhaltigkeitsmonitoring der Universität Bern und steht im Austausch mit der Koordinationsstelle für Nachhaltige Entwicklung der Universität Bern. Die AG ist Teil der Kampagne Biblio2030 der Schweizer Bibliotheken.“[118]

Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln verweist mit ihrer Webseite „Nachhaltigkeit in Bibliotheken – Agenda 2030“ auf die SDGs und benennt als „Unser[en] Beitrag zur Agenda 2030“ ausdrücklich unter Verwendung der SDG-Symbole die Nachhaltigkeitsziele 3: Gesundheit und Wohlergehen, 4: Hochwertige Bildung, 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur, 10: Weniger Ungleichheiten, 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden sowie 12: Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster. Jedem SDG sind Beschreibungen der jeweils entsprechenden Umsetzung beigefügt. Unter der Rubrik „Aktionen und Angebote“ werden zudem konkrete Aktionen wie eine Kronkorkensammlung für einen sozialen Zweck vorgestellt.[119]

Abb. 5 
            Universitäts- und Stadtbibliothek Köln: „Nachhaltigkeit in Bibliotheken – Agenda 2030“Quelle: https://www.ub.uni-koeln.de/ueber_uns/profil/agenda2030/index_ger.html.
Abb. 5

Universitäts- und Stadtbibliothek Köln: „Nachhaltigkeit in Bibliotheken – Agenda 2030“[120]

An der ZB MED/Informationszentrum Lebenswissenschaften in Köln erarbeiteten Auszubildende für den schulischen Teil ihrer dualen Ausbildung zu „Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste“ im zweiten Ausbildungsjahr als Projektarbeit einen Leitfaden „Nachhaltigkeit in Bibliotheken“[121] mit zahlreichen praxiserprobten Ideen aus dem Bibliotheksalltag, der nun im PUBLISSO – Fachrepositorium Lebenswissenschaften erschienen und dort frei zugänglich ist. Ihr Ziel war es, „Ideen vorzustellen und Anregungen zu geben, wie man Nachhaltigkeit dauerhaft in den Bibliotheksalltag integrieren kann“.[122]

[127]

Als wohl aktivste Initiative von bibliothekarischer Seite erscheint das Engagement der Universitätsbibliotheken der Freien Universität Berlin (FUB). Die Bibliothek ist nicht nur im Sommer 2020 der neu gegründeten IFLA-Sektion für „Environment, Sustainability and Libraries“ (ENSULIB) beigetreten und stellt inzwischen auch eine Mitarbeiterin für das Standing Committee der Sektion. Hier wurden auch unter Beteiligung einer Vielzahl von Beschäftigten in einer „Strategie für die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin 2020−2025“ erstmals Vision, Mission, Werte sowie strategische Ziele und Schwerpunkte der Entwicklung formuliert, u. a.:

Nachhaltigkeit und Verantwortung: Wir nehmen unsere Verpflichtung gegenüber den zukünftigen Generationen wahr. Deswegen prüfen wir unsere Entscheidungen stets auf ihre Nachhaltigkeit im ökologischen, ökonomischen und sozialen Sinn und richten unser Handeln entsprechend verantwortungsbewusst aus.“[123]

Dahinter steht ein umfangreiches Nachhaltigkeitsprogramm, begleitet und erarbeitet von der Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie der FUB[124], das u. a. einen „SDG-Kompass“[125] einschließt, der dezidiert zu jedem SDG die konkreten Beiträge der Freien Universität im Kontext des jeweiligen Ziels beschreibt, sowie die „Klimanotstandserklärung“[126] von 2019 mit ambitionierten Zielen, denn die FUB will „klimaneutrale Universität“ werden. Unter gemeinsamer Anstrengung soll erreicht werden, dass hochschulweit alle Akteure an der FU diese Erklärung kennen und sich an deren Umsetzung beteiligen.

Abb. 6 
            Die Philologische Bibliothek der Freien Universität Berlin präsentiert sich auf ihrer Homepage als Botschafter der Agenda 2030Quelle: https://www.fu-berlin.de/sites/philbib/05Ueber-uns/Agenda-20301/index.html.
Abb. 6

Die Philologische Bibliothek der Freien Universität Berlin präsentiert sich auf ihrer Homepage als Botschafter der Agenda 2030[127]

Im Blog der Bibliotheken der FUB werden unter dem „Schlagwort: Nachhaltigkeit“ Beispiele gezeigt, wie die Strategie umgesetzt wird, z. B. mit dem „Bibliotheksgarten in der Bibliothek für Sozialwissenschaft und Osteuropastudien“ oder durch „Ressourcen sparen bei Buchlieferungen – ein Erfahrungsbericht aus der Philologischen Bibliothek“.[128]

Abb. 7 
            Bewegung und Strom erzeugen für das mobile Endgerät: In der Philologischen Bibliothek der FU Berlin wurde ein stromerzeu-gendes Fahrradergometer für das Bibliothekspublikum aufgestellt© Janet Wagner/Philologische Bibliothek Freie Universität Berlin.
Abb. 7

Bewegung und Strom erzeugen für das mobile Endgerät: In der Philologischen Bibliothek der FU Berlin wurde ein stromerzeu-gendes Fahrradergometer für das Bibliothekspublikum aufgestellt[129]

Seit März 2021 trifft sich die AG Nachhaltigkeit „GreenFUBib“[130] mit Vertretern aus den verschiedenen FU-Bibliotheken im monatlichen Turnus. Eine Mitarbeiterin wurde mit einem Teil ihrer Wochenarbeitszeitstunden für Öffentlichkeitsarbeit und Nachhaltigkeit freigestellt.

Die Gruppe plant für den Bereich Medienerwerbung ein Konzeptpapier für alle FU-Bibliotheken. Bei der Zielformulierung geht es u. a. um klimaneutrale Buchanlieferungen lokaler Buchhändler, Minimierung von Rechnungsausdrucken (SAP-Anbindung, E-Rechnung), „Digital first“ bei der Anschaffung soweit realisierbar, Ressourcen schonen im Geschäftsgang, papierlose Durchführung von internen Geschäftsgängen, z. B. bei der Inhaltserschließung. Aus umweltpsychologischer Sicht sind kleine Erinnerungshilfen („Prompts“) in Form von Stickern geplant, die helfen sollen, am Arbeitsplatz Strom zu sparen, z. B. bei Abwesenheit den Bildschirm auszuschalten.

In der Geowissenschaftlichen Bibliothek der FU Berlin ist die Nachnutzung von Mobiliar seit vielen Jahren eine aus der Nähe zu den umweltorientierten Fächern gelebte Bibliothekspolitik: Der Großteil der Bibliotheksmöbel stammt aus zweiter Hand und gibt damit der Bibliothek einen ganz eigenen Charme. Auch für den hauseigenen Biomüll ist seit Jahren eine Wurmkiste im Einsatz. Pflanzen säumen den Lesesaal und vor der pandemiebedingten Schließung gab es sogar Pflanzentauschaktionen.

Abb. 8 
            Nachnutzung von Mobiliar in der Geowissenschaftlichen Bibliothek der FU Berlin© Marco Bahlo/Geowissenschaftliche Bibliothek der Freien Universität Berlin.
Abb. 8

Nachnutzung von Mobiliar in der Geowissenschaftlichen Bibliothek der FU Berlin[131]

Fazit: Bibliotheken als Agenten für die Ziele der Agenda 2030: Es gibt Ansätze, aber sie werden kaum nach draußen kommuniziert, eher durch „Mundpropaganda“ und zufällige Hinweise im Kollegenkreis bekannt. Warum stellen Bibliotheken ihr „Licht unter den Scheffel“?

6 Bildung für nachhaltige Entwicklung

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) wäre ein Thema, für das Bibliotheken mindestens so prädestiniert sind und als prominente Akteure in Erscheinung treten müssten wie Schulen, Hochschulen, Kindergärten, Volkshochschulen. Doch ist dem so?

Im „Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung: Der deutsche Beitrag zum UNESCO-Weltaktionsprogramm“[132] heißt es lediglich – und die vorhandenen Potenziale und konkreten Leistungen nicht einmal streifend – unter

Handlungsfeld V: Bilder und Erzählungen (Narrative) der Transformation entwickeln [...] Orte, die im Schnittbereich von Ästhetik, Medien und kultureller Teilhabe (zum Beispiel Bibliotheken) arbeiten, werden identifiziert, eingebunden und für die BNE genutzt.“[133]

Der „Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung – 19. Legislaturperiode“[134] sagt zur Rolle von Bibliotheken:

Erhalt von und Zugang zu Archiven und Bibliotheken

„Der Erhalt des kulturellen Erbes und Zugang zu Zeugnissen der Geschichte und der Vielfalt literarischer Buchproduktion in Archiven und Bibliotheken ist auch für die Bundesregierung fortlaufende Aufgabe und Herausforderung, um verfügbares Wissen zu erhalten und dauerhaft zu bewahren. Anhand unmittelbarer Quellen und verlässlicher Wissensbestände können somit auch zukünftige Generationen die Entwicklungen der Kultur und der Gesellschaft nachvollziehen und reflektieren, fakten-basierte Entscheidungen treffen und dadurch die Möglichkeit erhalten, sich zu beteiligen und die Zukunft verantwortungsbewusst mitzugestalten.“[135]

Dazu werden die Nachhaltigkeitsziele 14: Hochwertige Bildung, 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden und 16: Frieden und Gerechtigkeit als passend identifiziert.

„Bilder und Erzählungen (Narrative) der Transformation entwickeln“ und „Erhalt des kulturellen Erbes für zukünftige Generationen“? Man fragt sich: Soll das alles sein? Welches Bild haben die Verfasser dieser Texte von Bibliotheken? Welche Rolle spielen in ihren Augen Bibliotheken für die gegenwärtige Generation? Werden z. B. MINT-[136] und Citizen-Science-Angebote[137] von Bibliotheken nicht wahrgenommen – um nur einige Beispiele von Bildungsveranstaltungen zu nennen, die durchaus geeignet sind, das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung zu schärfen? Oder liegt die Ursache für die Nicht-Sichtbarkeit bei den Bibliotheken, die ihre BNE-Aktivitäten nicht deutlich genug kommunizieren?

Tatsächlich kommen Bibliotheken im „Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ebenso wie im „Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung“ als aktive Partner mit allen ihren Potenzialen für Bildung für nachhaltige Entwicklung schlicht nicht vor.

Im Bericht der Deutschen UNESCO-Kommission zur „UN-Dekade mit Wirkung: 10 Jahre ‚Bildung für Nachhaltige Entwicklung‘ in Deutschland“ werden sie vermutlich – wenn auch ungenannt – unter „außerschulischen Bildungsanbietern“ subsummiert.[138] Auch die Roadmap der UNESCO „Education for sustainable development“[139] nennt als „main actors“ u. a. zwar Schulen und Universitäten, Bibliotheken erscheinen auch hier nicht.

„Außerschulische Bildungsanbieter“ sind lt. Liste der „nun“-Zertifizierten[140] in Schleswig Holstein (private) Wildtierparks, eine Jugendherberge, ein Erlebniswald, ein Bio(schul)bauernhof etc. – und als einzige Institution mit Bibliotheksbezug die Büchereizentrale Schleswig-Holstein e.V., die für ihre „Bildungsarbeit als Teil des Dienstleistungsangebotes für Büchereien in SH“ ganz sicher zurecht zertifiziert wurde. Doch ist es hinnehmbar, dass Bibliotheken kein anderer Stellenwert eingeräumt wird? Kann es sein, dass wir uns mit unseren SDG-Stories, Biblio2030-Beispielen, den – wenigen – Aufsätzen[141] in unseren bibliothekarischen Fachzeitschriften immer nur uns selbst spiegeln, nur die eigene Community erreichen, dass aber „draußen“ davon nichts ankommt?

Was hilft? Nach draußen gehen! Unverdrossene Netzwerkarbeit! Ein coronabedingt virtuelles Ideen-Café des Netzwerks Grüne Bibliothek brachte so einen Stein ins Rollen: Zusammen mit dem Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen und NRW-Bibliotheken nahm das Netzwerk gern die Einladung an, die Bibliotheken beim BNE-Festival NRW 2021[142] mit einer interaktiven „SDG-Wall“ mit mehreren Quizangeboten und auch globalen Beispielen für BNE in verschiedenen Formaten (drag & drop, multiple choice, Wissensabfragen) sowie einem virtuellen „Stand“ für weiteren Austausch und Informationen zu unterstützen und so Bibliotheken als BNE-Partner deutlich zu positionieren: “Bibliotheken aus NRW: starke Partner für BNE!“[143]

Abb. 9 
          Interaktives Quiz mit BNE-Beispielen aus NRW-Bibliotheken© Netzwerk Grüne Bibliothek.
Abb. 9

Interaktives Quiz mit BNE-Beispielen aus NRW-Bibliotheken[144]

Und auch eine Einladung zur aktiven Teilnahme an der Kulturwerkstatt zur Praxis der ökologischen Nachhaltigkeit in niederrheinischen Kunst- und Kulturbetrieben „Kultur macht Klima“[145] gab Gelegenheit, „draußen“ bibliothekarische SDG-Kompetenz unter Beweis zu stellen. Steter Tropfen höhlt den Stein ... Und wenn wieder einmal die „Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit“ ausgerufen

[144]

werden, sollten wir dafür sorgen, dass in der offiziellen Publikation des Rats für Nachhaltige Entwicklung auch Bibliotheken mit ihren Aktionen in nennenswerter Zahl in Erscheinung treten![146]

Fazit: Offenbar braucht es mehr mutige „Graswurzel“-Initiativen, die „einfach machen“ und die BNE-Potenziale von Bibliotheken öffentlich sichtbar werden lassen, auch und gerade außerhalb der bibliothekarischen Community, wie auch Initiativen aus Sachsen[147] sowie aus Leipzig[148] und Neukirchen-Vluyn[149] zeigen.

7 Bibliotheken im Spiegel der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

In Deutschland folgt der Deutsche Bibliotheksverband seit 2016 der Aufforderung der IFLA sicherzustellen, dass Bibliotheken als Schlüsselpartner bei der Unterstützung der Agenda 2030 anerkannt werden[150], mit Stellungnahmen[151], Publikationen[152], Veranstaltungen auf dem Deutschen Bibliothekartag oder dem Bibliothekskongress, mit Workshops und mit der gemeinsam mit den deutschsprachigen Nachbarländern gepflegten Plattform „Biblio2030“[153] mit praktischen Beispielen von Bibliotheken, die zur Erreichung der Agenda-Ziele beitragen sowie frei herunterladbaren Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit oder der Übersetzung von IFLA-Publikationen[154] zum Thema.

Man könnte also annehmen, dass damit alles getan sei. Aber ist das so?

Abb. 10 
          Öffentlichkeitswirksame Materialien zur Verbreitung der SDGs durch BibliothekenQuelle: https://www.biblio2030.de/materialien/.
Abb. 10

Öffentlichkeitswirksame Materialien zur Verbreitung der SDGs durch Bibliotheken[155]

Seit 2018 wird seitens des DBV im jährlichen „Bericht zur Lage der Bibliotheken“ wiederholt auf die Rolle der Bibliotheken bei der Umsetzung der Ziele der Agenda 2030 hingewiesen:

„Bibliotheken sind per se nachhaltige Institutionen: Information, Wissen und Infrastruktur werden geteilt sowie langfristig und niederschwellig für alle zur Verfügung gestellt. Im Rahmen ihres Auftrags schaffen sie Zugang zu hochwertiger Bildung sowie zu Informations- und Kommunikationstechnologien. Als wichtige Bildungs- und Kultureinrichtungen müssen sie bei der Umsetzung der Agenda 2030 der UN dringend strategisch eingebunden werden.

Immer mehr Bibliotheken setzen sich proaktiv für soziale und ökologische Nachhaltigkeit ein – sei es durch die Erweiterung ihres Medienbestandes, durch Diskussionsrunden zum Thema Nachhaltigkeit oder durch Angebote, die geflüchtete Menschen bei der Integration unterstützen. Als öffentliche, nichtkommerzielle Treffpunkte fördern sie Inklusion, Vielfalt, gegenseitiges Kennenlernen und interkulturelles Verständnis. Bibliotheken unterstützen durch ihre Arbeit die digitale, soziale und kulturelle Teilhabe der Bürger*innen und tragen damit zu einem nachhaltigen Weg aus der derzeitigen Krise bei.

Der dbv fordert, dass das Potenzial der Bibliotheken bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele in Zukunft noch stärker von Politik und Verwaltung gewürdigt und genutzt wird. Dafür müssen Bibliotheken sowohl in die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung als auch in die regionalen und lokalen Strategien als Partner eingebunden werden. Nur so kann eine engere Verzahnung mit anderen Kultur- und Bildungseinrichtungen gelingen, um mit gemeinsamen Angeboten zu einer nachhaltigen Zukunft beizutragen.“[156]

Doch kommt die Botschaft bei den politischen Entscheidungsträgern an?

Hierzu ein Beispiel: Folgt man der im April 2021 veröffentlichten „Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie“[157], dann ist Nachhaltigkeit zwar auch dort ein Thema für Bibliotheken. So heißt es in Kapitel 7, Non-formale und informelle Bildung:

„Der Erhalt des kulturellen Erbes und Zugang zu Zeugnissen der Geschichte und der Vielfalt literarischer Buchproduktion in Archiven und Bibliotheken ist auch für die Bundesregierung fortlaufende Aufgabe und Herausforderung, um verfügbares Wissen zu erhalten und dauerhaft zu bewahren.“[158]

Man fragt sich wieder: Soll das alles sein – Bibliotheken als Bewahrer des kulturellen Erbes?

Dass Bibliotheken per se für Nachhaltigkeit stehen, weil sie kulturelles Erbe bewahren und zugänglich machen, außerdem als Teil der „Sharing Economy“[159] durch das Zirkulieren von Medien zur Ressourcenschonung beitragen, dürfte inzwischen als Binsenweisheit gelten.

Offenbar haben die Verfasser der oben zitierten Dokumente die Stellungnahmen des DBV zur Aktualisierung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie („Bibliotheken müssen in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2020 aufgenommen werden“)[160] nicht überzeugt, und auch die diversen früheren Positionspapiere sowohl zur Nachhaltigkeitsstrategie[161] als auch zur Bedeutung von Bibliotheken für Bildung und Kultur[162] vermochten dies offenbar nicht. Dort heißt es unter der Überschrift „Potenzial von Bibliotheken durch strategische Einbindung nutzen“ u. a.:

„Bibliotheken sind niederschwellig zugängliche Orte, generationsübergreifende Treffpunkte, Veranstaltungsorte für den gesellschaftlichen Diskurs, Orte der sozialen Teilhabe sowie Lern- und Erfahrungsräume.“[163]

Dass Bibliotheken längst nicht mehr die (mehr oder weniger verstaubten) Bücherspeicher sind, für die sich allenfalls „zukünftige Generationen“ interessieren, ist zumindest in Deutschland scheinbar schwer zu vermitteln.

Im oben zitierten „Werkzeugkasten“ der IFLA heißt es:

„Sollte der Zugang zu Information und Bibliotheken nicht in die nationalen Entwicklungspläne eingearbeitet werden, so ist das mehr als eine verpasste Gelegenheit. Die Regierungen übergehen möglicherweise die Bibliotheken und finanzieren andere Einrichtungen, damit diese öffentlichen Zugang, Information und Fertigkeiten gewährleisten oder sie erkennen die Notwendigkeit öffentlichen Zugangs überhaupt nicht.“[164]

Fazit: Bibliotheken als anerkannte essentielle Partner für die Agenda 2030? Bibliotheken als anerkannte Botschafter der Agenda 2030? Nachhaltigkeit als selbstverständliches und öffentlich sichtbares Programm Öffentlicher und Wissenschaftlicher Bibliotheken? Bibliotheken als Bildungspartner für nachhaltige Entwicklung (BNE)? Bibliotheken fest verankert in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie? Leider nein. Was ist zu tun?

8 Zusammenfassung und Ausblick

Wie die Ausführungen gezeigt haben, ist Nachhaltigkeit ein Thema für Bibliotheken! Den Bibliotheken wird seitens der IFLA sowie der angesprochenen nationalen Bibliotheksverbände eine tragende Rolle bei der Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 zugewiesen. Die Lobbyarbeit der IFLA zielt darauf ab, dass Bibliotheken durch vielfältige Formen der Informationsvermittlung und durch aktive Bildungsarbeit Menschen dazu befähigen, zur Transformation unserer Welt im Sinne der Agenda beizutragen. Darüber hinaus sollen Bibliotheken als Vorbilder und als Botschafter die Agenda-Ziele vermitteln. Im Jahr sechs nach der Unterzeichnung der Agenda durch die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen und des „International Advocacy Programme“ der IFLA durch zahlreiche ihrer Mitglieder zeigt sich, dass – zumindest hierzulande – noch kaum etwas davon in den Bibliotheken oder gar bei den politischen Partnern angekommen ist. Es bleibt also viel zu tun. Nur wenige Bibliotheken treten – sichtbar für die Gesellschaft und für die politischen Entscheidungsträger – als Botschafter der Agenda 2030 auf. Das Bewusstsein für das Potenzial, auch: den Marketingfaktor[165], die in einer solchen Positionierung gegenüber der Gesellschaft stecken, ist offenbar noch nicht in der Breite der Bibliothekslandschaft angekommen. Es gilt, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um die dringend nötige Transformation unserer Gesellschaft mit in Gang zu bringen.

Was können wir tun? Auf ein Bibliotheksgesetz, in dem – wie vom DBV zu Recht gefordert – Bund, Länder und Kommunen die Bibliotheken umfassender in ihre Strategien einbinden, gar ein „Gute-Bibliotheken-Gesetz“, können wir nicht warten.[166] Es gilt, jetzt zu handeln!

„Auch wenn bis zum Jahre 2030 noch einige Jahre ausstehen, so ist klar, dass die Uhr tickt! Bibliotheken können Wesentliches beitragen, unseren Planeten auch zukünftig lebenswert zu halten. Sie müssen sich dieser Aufgabe nun stellen: für ihre Bibliotheksnutzenden, für ihre Einrichtungen, für unsere gemeinsame Zukunft. Wir alle sind Agenda 2030.“[167]

Die gute Nachricht: Es eröffnet sich ein weites Feld für Kreativität und Engagement! Corona sei Dank: Online-Konferenzen sind auch landes- und länderübergreifend inzwischen leicht organisiert und verzeichnen mehr Teilnehmer als an einen physischen Ort gebundene Veranstaltungen. Kleinere Formen wie virtuelle Ideen-Cafés fördern den Austausch und bringen Steine ins Rollen und selbst ein Festival ist virtuell möglich – wie beim BNE-Festival in NRW. Sicher sind persönliche Begegnungen und persönlicher Austausch konkurrenzlos[168], doch für die Zukunft werden sich hybride Formen für Konferenzen, Tagungen und Fortbildungen etablieren, die sehr viel größere Zielgruppen erreichen, als das in der Vergangenheit denkbar war. Die Codeworte heißen: Vernetzung, Kooperationen – ganz im Sinne von SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele! So können ggf. Kosten und Mehraufwand für neue Projekte und Initiativen geteilt werden. Auch haben „Kooperationspartner [häufig] mehr Mittel zur Verfügung, sind einem Auftrag verpflichtet oder schlicht froh, eine weitere Plattform nutzen zu können“.[169] So können Synergieeffekte genutzt werden – für erfolgreiche Win-Win-Stragegien.

Es gibt viel zu tun – packen wir’s an!

Über den Autor / die Autorin

Dr. Petra Hauke

Lehrbeauftragte am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, Secretary der IFLA-Sektion Environment, Sustainability and Libraries (ENSULIB), Gründungsmitglied des Netzwerks Grüne Bibliothek, Dorotheenstraße 26, D-10117 Berlin

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Online erschienen: 2021-11-27
Erschienen im Druck: 2021-12-31

© 2021 Petra Hauke, publiziert von Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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