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Licensed Unlicensed Requires Authentication Published by De Gruyter June 12, 2021

‚Influenc­­­ing‘ – ein Modell religionspädagogisch reflektierten Handelns?

Viera Pirker

Abstract

With the changes in the world we live in, the conditions for learning change. Children and adolescents have access to orientation opportunities in the media, which they can approach independently. Digital environments call for a rethinking of educational theory and teaching practice in terms of content and didactics.

In the contexts of YouTube and Instagram, Influencing has developed as a new factor in market, opinion and personality formation. In order to understand peer learning on social media, two classical learning theories can be applied. In the context of communication science and media pedagogy, influencing is based on an update of the conception of parasocial relationship. Technological aspects have to be taken into account. The article concludes with a media pedagogical assessment and religious pedagogical perspectives for educational practice and research.

Zusammenfassung

Mit den Veränderungen der Lebenswelt wandeln sich die Bedingungen des Lernens. Kindern und Jugendlichen stehen medial Lern- und Orientierungsangebote zur Verfügung, auf die sie eigenständig zugehen. Was hier geschieht, hat Relevanz für pädagogische Settings. Digitale Lebenswelten fordern dazu auf, Bildungstheorie und Unterrichtspraxis inhaltlich und didaktisch neu zu denken. In den Online-Kontexten von YouTube und Instagram hat sich in den vergangenen Jahren das Influencing als neuer Faktor der Markt-, Meinungs- und Persönlichkeitsbildung entwickelt. Um das Peer-Lernen auf Social Media zu verstehen, können zwei religionspädagogisch rezipierte Klassiker der pädagogisch-psychologischen Lerntheorien angewendet werden. Im Kontext der Kommunikationswissenschaft und Medienpädagogik basiert das Influencing auf einer Aktualisierung der Konzeption parasozialer Interaktion und parasozialer Beziehung nach Horton und Wohl (1956). Zudem sind technologische und ökonomische Aspekte zu berücksichtigen. Der Beitrag schließt mit einer medienpädagogischen Einschätzung und religionspädagogischen Perspektiven für Praxis und Forschung.

Online erschienen: 2021-06-12
Erschienen im Druck: 2021-06-26

© 2021 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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