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Publicly Available Published by De Gruyter Saur November 9, 2017

Forschungsthemen der Düsseldorfer und Grazer Informationswissenschaft (2010 bis 2016)

Research Topics of the Information Science Departments in Düsseldorf and Graz
Thèmes de recherche des Institutes de Science de l’Information à Düsseldorf et Graz (2010 à 2016)
  • Isabelle Dorsch

    Isabelle Dorsch ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promotionsstudentin in der Abteilung für Informationswissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Ihre aktuellen Forschungsthemen sind Informetrie mit Schwerpunkt Szientometrie sowie Social Media.

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    , Christian Schlögl

    A. o. Prof. Dr. Christian Schlögl ist seit 1990 am Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik der Karl-Franzens-Universität Graz beschäftigt, seit 2005 ist er stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des an den Universitäten Wien, Innsbruck und Graz eingerichteten interuniversitären Universitätslehrgangs „Master of Science (MSc) in Library and Information Studies“. Seine aktuellen Forschungsgebiete sind Bibliometrie und Szientometrie, Informationskompetenz sowie Informations- und Wissensmanagement.

    , Wolfgang G. Stock

    Prof. Dr. Wolfgang G. Stock ist Leiter der Abteilung für Informationswissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Forschungsgebiete umfassen Information Retrieval, Wissensrepräsentation, Informetrie und die Informationsmärkte. Er ist Herausgeber der Schriftenreihe Knowledge & Information. Studies in Information Science (bei De Gruyter Saur) und Autor von fast 300 informationswissenschaftlichen Veröffentlichungen.

    and Wolf Rauch

    Prof. Dr. Wolf Rauch ist Leiter des Instituts für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik der Karl-Franzens-Universität Graz. Seine Forschungsschwerpunkte sind: der Aufbau und Betrieb komplexer Informationssysteme, Informationsmanagement und Fragen der sozio-kulturellen Auswirkungen von Informationssystemen (Informationsdynamik). Er ist Autor von vier Büchern und über 150 wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Informationswissenschaft.

Zusammenfassung

Über eine szientometrische Erfassung der Titelterme der Publikationen gibt der Artikel einen Überblick zu den aktuellen Forschungsthemen des Instituts für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik der Karl-Franzens-Universität Graz sowie der Abteilung für Informationswissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Für die Erscheinungsjahrgänge 2010 bis 2016 konnten 129 Publikationen aus Graz und 249 aus Düsseldorf identifiziert werden. Top-Themen in Graz sind Informationswissenschaft, Österreich, mobile Systeme, Kommunikation, Universität, Zitation und (wissenschaftliche) Zeitschrift; in Düsseldorf dominieren Informationskompetenz, Informationswissenschaft, Social Media, informationelle (smarte) Städte und Wissen.

Abstract

Analyzing scientometrically the publications’ title terms, the article provides an overview of current research topics at the Institute of Information Science and Information Systems at University of Graz as well as at the Department of Information Science at Heinrich Heine University in Düsseldorf. A total of 129 publications from Graz and 249 from Düsseldorf were identified for the publication years 2010 to 2016. Top topics in Graz are information science, Austria, mobile systems, communication, university, citation and (scientific) journal; in Düsseldorf, information literacy, information science, social media, informational (smart) cities and knowledge dominate.

Résumé

L’article donne un aperçu des sujets de recherche actuels à l’Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik (l’Institut de Sciences de l’Information et d’Informatique Économique) de l’Université Karl-Franzens de Graz, ainsi qu’à l’Abteilung für Informationswissenschaft (Département de Science de l’Information) à l’Université Heinrich-Heine de Düsseldorf. Pour ce faire, un recensement scientométrique des mots clés des titres des publications a été réalisé. Au total, 129 publications de Graz et 249 de Düsseldorf ont été identifiées pour les éditions des années 2010–2016. Les principaux sujets à Graz sont les sciences de l’information, l’Autriche, les systèmes mobiles, la communication, l’université, la citation et les périodiques (scientifiques); à Düsseldorf les thèmes dominants sont la compétence en information, la science de l’information, les médias sociaux, les villes informatiques (intelligentes) et les connaissances.

1 Einleitung

Das vorliegende Heft 5–6/2017 und das Heft 1/2018 von „Information – Wissenschaft und Praxis“ sind einer Darstellung ausgewählter aktueller Forschungsthemen der beiden informationswissenschaftlichen Forschungsinstitutionen in Graz und Düsseldorf gewidmet. Ergänzend zu dem üblichen Vorwort geben wir hier einen szientometrisch gewonnenen quantitativen Überblick zu den Forschungsthemen in Graz und Düsseldorf in den Jahren 2010 bis 2016. Über die Sichtbarkeit von Wissenschaftlern und ihren Institutionen entscheiden deren wissenschaftliche Publikationen (Schlögl, 2013; Friedländer, 2014). Entsprechend haben wir eine Publikationsanalyse, genauer eine Titelanalyse der Publikationen durchgeführt.

Für das Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik der Karl-Franzens-Universität Graz konnten in diesem Zeitraum 129 Publikationen, für die Abteilung für Informationswissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 249 Veröffentlichungen identifiziert werden. Zur Bestimmung der Publikationen setzen wir nicht auf Trefferlisten bibliographischer Datenbanken wie Web of Science oder Scopus, sondern gründen unsere Berechnungen wegen der höheren Sichtbarkeit (Dorsch, 2017; Dorsch & Frommelius, 2015) auf Publikationslisten der in Graz und Düsseldorf arbeitenden Informationswissenschaftlerinnen und Informationswissenschaftler. Die szientometrische Auswertung setzt für ihre Themenanalyse eine Beschreibung und Analyse der Titel aller Publikationen ein (Honka, Orszullok, Dorsch, & Frommelius, 2015). Wie sind wir konkret vorgegangen?

2 Methode

Die generierten Publikationslisten beider Forschungseinrichtungen umfassen alle veröffentlichten wissenschaftlichen Publikationen im Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2016. Die Publikationen entnahmen wir den persönlichen Publikationslisten der Autorinnen und Autoren (Institutionswebseite/Institutions-Repository, persönliche Webseite). Zu den berücksichtigten Autorinnen und Autoren zählen alle wissenschaftlich arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (beginnend bei studentischen Hilfskräften), die für den gesamten Analysezeitraum oder innerhalb des Analysezeitraums fest mit der jeweiligen Institution verbunden waren. Durch einen Lehrauftrag Finanzierte wurden nicht berücksichtigt, weil das primäre Ziel eines Lehrauftrags die Lehre und nicht die Forschung an einer Institution ist. Für das Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik der Karl-Franzens-Universität Graz wurde zusätzlich die Gastprofessur von Rainer Kuhlen (ein Semester) mit einbezogen. Für szientometrische Analysen ist es wichtig zu definieren, was eine (wissenschaftliche) Publikation ist und was als eine Publikation gezählt wird (Stock, 2002). Bei den in den Publikationslisten enthaltenen Dokumenten handelt es sich um wissenschaftliche und formal publizierte Publikationen, die im Rahmen von Forschungsprojekten des Grazer oder Düsseldorfer Forschungsinstituts entstanden sind. Duplikate, die durch Ko-Autorschaften Grazer bzw. Düsseldorfer Autoren untereinander entstanden sind, sowie nicht formal publizierte Dokumente wurden hierbei entfernt. Lexikoneinträge fanden (wegen ihrer Kürze – manchmal nur wenige Zeilen) ebenfalls keine Berücksichtigung. Zu den in die Analyse einbezogenen Dokumenttypen der Publikationen gehören: Beiträge in Sammelbänden/Konferenzbänden, Herausgebertätigkeiten, Monographien, Reviews und Zeitschriftenbeiträge.

Den generierten Forschungsthemen liegt eine Themenanalyse zugrunde, die sich auf die Publikationstitel der zuvor erstellten Publikationslisten der Forschungseinrichtungen bezieht. Für die Themenanalyse fand eine intellektuelle Aufbereitung der Nomen- und Adjektiv-Titelterme statt. Stoppwörter und Verben wurden ausgeschlossen. Die Aufbereitung umfasst die Übersetzung von nicht-englischsprachigen Titeltermen ins Englische, die Grundformbildung der Titelterme in ihre jeweilige lexikalische Kategorie, die Auflösung von Abkürzungen sowie die Zusammenführung von Synonymen. Daneben wurden mehrmals vorkommende Terme innerhalb eines Titels nur einmal gezählt, weil sonst eine indirekte Gewichtung der Terme stattgefunden hätte, die sich einzig auf das mehrfache Vorkommen im Titel bezieht und nicht auf die inhaltlichen Aspekte der Publikation. Die so generierten Titelterme zeigen aktuelle Forschungsthemen der Forschungseinrichtungen auf. Zusätzlich fand eine Themenclusterung nach dem k-nearest neighbors-Verfahren statt (Stock & Stock, 2013, S. 778).

3 Informationswissenschaft in Graz

Das Grazer Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik ist eines von fünfzehn Instituten an der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz. Eine Besonderheit besteht darin, dass das Grazer Institut kein eigenes Studium anbietet. Vielmehr können Studierende des Bachelor- und Masterstudiums aus Betriebswirtschaftslehre „Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik“ als Spezialisierung wählen und/oder einzelne Lehrveranstaltungen im Rahmen der Wahlfächer belegen. Derzeit (Stand: 2017) sind am Institut fünf wissenschaftliche Mitarbeiter beschäftigt, davon vier Habilitierte.

Wie aus der Institutsbezeichnung hervorgeht, deckt das Institut zwei Disziplinen ab: Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik (engl. Information Systems). Ähnlich breit ist auch die Institutsforschung ausgelegt, wobei von den Mitarbeitern jeweils unterschiedliche Forschungsinhalte abgedeckt werden. Die breite Forschungsausrichtung geht auch aus Tabelle 1 hervor. Wie zu sehen ist, zählen INFORMATION, SCIENCE und SYSTEMS zu den am öftesten vorkommenden Termen. Da das Institut das einzige seiner Art in Österreich ist, kann es mitunter vorkommen, dass dies auch in der Forschung Berücksichtigung findet. Beispielhaft seien zwei Publikationen von Wolf Rauch angeführt, die aus einem Projekt mit einem Kollegen aus Ungarn resultierten: „Austria and Hungary: Different Stages of Readiness to Create Added Value by Using Business Information Systems“, und „Old Monarchy in the New Cyberspace: Empirical Examination of Information Security Awareness among Austrian and Hungarian Enterprises“.

Im Bereich der Wirtschaftsinformatik beschäftigt sich die Institutsforschung primär mit der Mobilkommunikation (MOBILE COMMUNICATION) bzw. mit mobilen Anwendungen (MOBILE APPLICATION). Ein informationswissenschaftliches Hauptforschungsgebiet befasst sich mit szientometrischen Analysen von wissenschaftlichen Fachzeitschriften (JOURNAL). Konkret wird der Zusammenhang (COMPARISON) von Zitaten (CITATION ANALYSIS), DOWNLOADS und sog. Lesehäufigkeiten (READERSHIP DATA) untersucht. In einem zweiten informationswissenschaftlichen Forschungsbereich wurden einige empirische Studien in Universitätsbibliotheken (UNIVERSITY LIBRARY) durchgeführt.

Tabelle 1

Die Themen der Grazer informationswissenschaftlichen Forschung 2010 bis 2016; alle Themen mit mehr als drei Nennungen im Titel; N = 129 Publikationen; insgesamt 373 unterschiedliche sinntragende Titelterme.

INFORMATION38
SCIENCE19
AUSTRIA18
MOBILE15
SYSTEM15
COMMUNICATION14
UNIVERSITY12
CITATION11
ANALYSIS10
JOURNAL10
APPLICATION9
COMPARISON9
TECHNOLOGY9
BUSINESS8
DIGITAL8
ECONOMIC8
KNOWLEDGE8
LIBRARY8
READERSHIP8
DATA7
ENVIRONMENT7
INTERNATIONAL7
LEARNING7
PERSONALIZATION7
RESEARCH7
SOCIAL7
USAGE7
CASE6
DEVELOPMENT6
DOWNLOAD6
ACCEPTANCE5
AREA5
AWARENESS5
DOCUMENTATION5
GRAZ5
LOGISTICS5
MANAGEMENT5
PRACTICE5
REFORM5
USER5
BEHAVIOR4
DIFFERENCE4
EUROPEAN4
FIELD4
GERMAN4
LAST4
LITERACY4
MILE4
ONLINE4
PROTECTION4
SOCIETY4

Das mit 38 Publikationen größte Grazer Themencluster zu INFORMATION (Tab. 2) zeigt im Wesentlichen eine Verdichtung von Tabelle 1. Wieder zu erkennen sind die zwei Hauptbereiche der Institutsforschung – INFORMATION SCIENCE und INFORMATION SYSTEMS – und deren teilweiser Bezug zu Österreich bzw. zu den Wirtschaftswissenschaften (ECONOMICS). Ebenfalls wieder sichtbar sind die Forschungsarbeiten zur Zeitschriften-Szientometrie. Dies ist darauf zurückzuführen, dass ein Teil der Analysen für Wirtschaftsinformatik-Zeitschriften durchgeführt wurde. Noch nicht erwähnt wurde der Forschungsbereich Inormationskompetenz (INFORMATION LITERACY). Hier gab es von Anfang an eine Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Informationswissenschaft. So wurde ein in Düsseldorf entwickeltes Testinstrument adaptiert, um einige Informationskompetenztests an der Karl-Franzens-Universität Graz durchzuführen. Die Zusammenarbeit äußert sich auch am gemeinsamen Überblicksbeitrag in diesem Schwerpunktheft. Aktuell leitet Stefan Dreisiebner ein EU-Projekt, dessen Ziel die Entwicklung einer mehrsprachigen Informationskompetenz-MOOC ist.

Tabelle 2

Themencluster zu INFORMATION in der Grazer informationswissenschaftlichen Forschung 2010 bis 2016. k-Nearest Neighbors zu INFORMATION; N = 38 Publikationen; alle Themen mit mehr als drei Nennungen im Titel.

INFORMATION
SCIENCE15
SYSTEM9
AUSTRIA7
KNOWLEDGE6
ECONOMIC5
CITATION4
DATA4
DOCUMENTATION4
DOWNLOAD4
JOURNAL4
LITERACY4
READERSHIP4

Tabelle 3 zeigt die häufigsten Titelterme zur Zeitschriften-Szientometrie. Ausgangspunkt war das Elsevier Bibliometric Research Project, in dessen Rahmen Zitations- (CITATION) und Downloaddaten (DOWNLOAD) für Elsevier-Zeitschriften (JOURNAL) bezogen werden konnten. Darüber hinaus wurden sogenannte Readership-Daten (READERSHIP DATA) des sozialen Literaturverwaltungssystems Mendeley verwendet. Mit diesen Daten konnten umfassende Analysen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden dieser drei Datenquellen angestellt werden. Am Grazer Institut war Christian Schlögl federführend an diesen Analysen beteiligt. Im IWP-Heft 1/2018 wird eine Fallstudie zu zwei Volkswirtschaftslehre-Zeitschriften erscheinen. Ein Teilaspekt in diesem Forschungsschwerpunkt war die Visualisierung von Co-Readership-Daten (Zusammengehörigkeit von Publikationen, die jeweils von denselben Personen gelesen wurden). Im Rahmen seiner Dissertation entwickelte Peter Kraker eine Anwendung, die ein Mapping von Teilbereichen der Mendeley-Datenbasis ermöglicht.

Tabelle 3

Themencluster zu CITATION in der Grazer informationswissenschaftlichen Forschung 2010 bis 2016. k-Nearest Neighbors zu CITATION; N = 11 Publikationen; alle Themen mit mehr als drei Nennungen im Titel.

CITATION
JOURNAL9
DATA6
DOWNLOAD6
READERSHIP5
USAGE5
CASE4
COMPARISON4
INFORMATION4
SYSTEM4

Das Cluster zu LIBRARY (s. Tab. 4) umfasst einen Teil der Forschung von Gerhard Reichmann. In diesen Arbeiten beschäftigte er sich mit Benutzerforschung an Universitätsbibliotheken, im Speziellen mit deren Öffnungszeiten.

Tabelle 4

Themencluster zu LIBRARY in der Grazer informationswissenschaftlichen Forschung 2010 bis 2016. k-Nearest Neighbors zu LIBRARY; N = 8 Publikationen; alle Themen mit mehr als zwei Nennungen im Titel.

LIBRARY
UNIVERSITY7
HOUR3
OPENING3

Tabelle 5 enthält jene Titelterme, die öfter gemeinsam mit MOBILE aufgetreten sind. Konkret handelt es sich um die Publikationen im Bereich mobiler Anwendungen und Mobilkommunikation, die meist im Rahmen von Drittmittelprojekten entstanden sind. Üblicherweise wurden sie gemeinsam von Otto Petrovic und seinem Projektteam verfasst. Teilaspekte dieses Forschungsclusters beschäftigen sich mit der Akzeptanz (ACCEPTANCE) von mobilen Anwendungen und wie man diese testen kann sowie mit mobilem Lernen (LEARNING).

Tabelle 5

Themencluster zu MOBILE in der Grazer informationswissenschaftlichen Forschung 2010 bis 2016. k-Nearest Neighbors zu MOBILE; N = 15 Publikationen; alle Themen mit mehr als zwei Nennungen im Titel.

MOBILE
APPLICATION7
ACCEPTANCE4
ANALYSIS3
COMMUNICATION3
DEVELOPMENT3
LEARNING3

4 Informationswissenschaft in Düsseldorf

Organisatorisch gehört die Düsseldorfer Informationswissenschaft in die Philosophische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität. Den Ergänzungsfachstudiengang Informationswissenschaft trägt sie alleine, die Bachelor- und Masterstudiengänge Informationswissenschaft und Sprachtechnologie gemeinsam mit Kollegen aus Sprachwissenschaft und Computerlinguistik sowie aus der Informatik. Im Jahr 2017 sind insgesamt 17 Personen wissenschaftlich tätig, darunter zwei Professoren.

Die Düsseldorfer Informationswissenschaft bemüht sich, ihre Aktivitäten in Forschungsprogrammen zu bündeln (Gust von Loh & Stock, 2008), d. h. große Projekte mit diversen Einzelpublikationen werden innerhalb eines umfassenden Rahmens organisiert. Auch zwischen den Forschungsprogrammen ist Zusammenarbeit angesagt. Jede/r Wissenschaftler/in arbeitet demnach mit jeder/m anderen zusammen; zudem werden Studierende – soweit es sich anbietet – in die Forschungen miteinbezogen.

Die Düsseldorfer Themen (s. Tab. 6) folgen näherungsweise einem inversen Power Law: ein dominierendes Thema an der Spitze (für Informationswissenschaft nicht überraschend: ebenso wie in Graz INFORMATION), gefolgt von Themen mit recht großer Ausprägung (SOCIAL, CITY, LITERACY, WEB, KNOWLEDGE, INFORMATIONAL, SERVICE, SCIENCE). Die Liste führt dann über Themen wie z. B. TWITTER, RETRIEVAL, EMOTION, FACEBOOK, EVALUATION, GOVERNMENT, CITATION, FOLKSONOMY und GAME in die lange Reihe der Verteilung mit hunderten verschiedenen sinntragenden Titeltermen.

Große aktuelle Forschungsprogramme sind derzeit (2017) Social Media-Forschung, informationelle (smarte) Städte sowie Informationskompetenz. Weitgehend abgeschlossen sind Projekte zum emotionalen Information Retrieval (federführend war Tobias Siebenlist), zum Wissensmanagement in kleinen und mittleren Unternehmen sowie im Krankenhaus (von Sonja Gust von Loh unter Mitarbeit von Laura Schumann) und zum Einsatz von Gamification in der Hochschullehre, geleitet von Kathrin Knautz (heute: DFG in Bonn) (mitgearbeitet haben u. a. Lisa Orszullok, Christine Meschede, Julia Göretz und Oliver Hanraths). Die bereits vor einigen Jahren von Katrin Weller (heute: GESIS in Köln) begonnenen Untersuchungen an Twitter werden heute im Rahmen der Social Media-Forschung von Aylin Ilhan und Kaja J. Fietkiewicz weitergeführt. In ähnlicher Weise wird die Arbeit von Isabella Peters (heute: ZBW und Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) zu Social Tagging und Folksonomies beispielsweise von Isabelle Dorsch (im Rahmen des Forschungsprogramms zu den Social Media) weitergeführt, wobei sie Hashtags bei Instagram analysiert. Informetrische, szientometrische sowie altmetrische Studien gibt es in Düsseldorf seit ca. 2005. Grundlagenarbeit insbesondere zum Stellenwert wissenschaftlicher Zeitschriften hat Stefanie Haustein (heute: University of Ottawa, ON, Kanada) geleistet. Derzeit arbeiten auf diesem Gebiet Isabelle Dorsch und Johanna M. Askeridis (zu persönlichen Publikationslisten und zur Sichtbarkeit von Wissenschaftlern) sowie Christine Meschede (zur Effektivität und Effizienz von Altmetrics). In vielen Kontexten (u. a. in der Social Media-Forschung, bei selbst implementierten Retrievalsystemen wie MEMOSE oder QUESTLAB/Zyren, aber auch bei der Analyse ubiquitärer Städte) ist eine Evaluation von Informationssystemen notwendig. Hierzu hat Laura Schumann mit dem Information Service Evaluation (ISE)-Modell eine heuristische Basis geschaffen. Der Abteilung angeschlossen ist eine eigenständige Arbeitsgruppe, die zu Web Science forscht. Sergej Sizov und seine Mitarbeiter Sarah Piller, Kevin Jasberg und Mikel Bahn widmen sich unter anderem Empfehlungen unter Unsicherheit und dem ökonomischen Wert von Keyword-basierter Online-Werbung. Im Heft 1/2018 erscheint im Kontext von Web Science ein Artikel über menschliche Unsicherheit in Informationssystemen. Wenn wir von einigen eher theoretisch ausgerichteten Artikeln (etwa zu Begriffen und semantischen Relationen) absehen, geht die Düsseldorfer Informationswissenschaft bei ihren Arbeiten konsequent empirisch vor.

Tabelle 6

Themen der Düsseldorfer informationswissenschaftlichen Forschung 2010 bis 2016. Alle Themen mit mehr als vier Nennungen im Titel; N = 249 Publikationen; insgesamt 537 unterschiedliche sinntragende Titelterme.

INFORMATION74
SOCIAL57
CITY32
LITERACY26
WEB26
KNOWLEDGE25
INFORMATIONAL23
SERVICE23
SCIENCE21
MEDIA19
ANALYSIS18
NETWORK17
TWITTER14
ACADEMIC12
TAG12
LIBRARY12
USER12
LEARNING11
RETRIEVAL11
WORLD11
EMOTION10
USE10
DIGITAL10
FACEBOOK10
SYSTEM10
ACCEPTANCE9
COMMUNICATION9
MANAGEMENT9
SEMANTICS8
EVALUATION8
RESEARCH8
GERMANY7
GOVERNMENT7
CITATION7
FOLKSONOMY7
SCIENTIFIC7
SEARCH7
TWEET7
BOOKMARK6
INFORMETRIC6
CASE6
DATA6
EDUCATION6
GAME6
INSTRUCTION6
RECOMMENDATION6
SCHOOL6
TECHNOLOGY6
BEHAVIOR5
ELECTRONIC5
FRIEND5
FUTURE5
IMPACT5
INFRASTRUCTURE5
LIFE5
OPEN5
ORGANIZATION5
PERCEPTION5
PUBLIC5
REPRESENTATION5
SOCIETY5
SOFTWARE5
UBIQUITOUS5
VIDEO5

Das mit 74 Publikationen größte Düsseldorfer Themencluster zu INFORMATION (s. Tab. 7) umfasst mehrere durchaus unterschiedliche Einzelthemen. Betont wird bei der Thematisierung von Informationswissenschaft (INFORMATION + SCIENCE ist 14mal im Cluster vertreten) stets der Zusammenhang zwischen Wissen (statisch) und Information (dynamisch). Eine typische Buchpublikation dazu ist das „Handbook of Information Science“; aber auch die bei De Gruyter erscheinende Buchreihe „Knowledge & Information. Studies in Information Science“ betont die Beziehung zwischen Information und Wissen. Ein zweites Teilcluster zeigt die Düsseldorfer Retrievalforschung auf (INFORMATION + RETRIEVAL hat acht Nennungen). Hier sind Forschungen zum Einsatz von Folksonomies im Retrieval (Isabella Peters, Laura Schumann und Jens Terliesner), zu Experten-Recommendersystemen (Tamara Heck), zu Patentrecherchen (Jasmin Schmitz) sowie zum eigenen Retrievalsystem für emotional geladene Dokumente (MEMOSE) und zum emotionalen Retrieval allgemein zu finden. Das dritte und quantitativ größte Teilcluster mit 25 Nennungen verweist auf die Forschungen zur Informationskompetenz (INFORMATION + LITERACY). Wir haben einen Test für die Ermittlung von Informationskompetenz bei unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen entwickelt (Lisa Beutelspacher), die Vermittlung von Informationskompetenz sowohl in der Schule (Sonja Gust von Loh) als auch in Öffentlichen wie Wissenschaftlichen Bibliotheken (Maria Henkel) diskutiert sowie Forschungen zur Informationskompetenz im Kindergarten (Sonja Gust von Loh, Maria Henkel) durchgeführt. Als Beispiel für das Cluster zu Information befindet sich in diesem Heft – als Graz-Düsseldorfer Kooperation – ein Überblicksartikel zur Informationskompetenz von Lisa Beutelspacher, Maria Henkel und Stefan Dreisiebner.

Tabelle 7

Themencluster zu INFORMATION in der Düsseldorfer informationswissenschaftlichen Forschung 2010 bis 2016. k-Nearest Neighbors zu INFORMATION; N = 74 Publikationen; alle Themen mit mehr als zwei Nennungen im Titel.

INFORMATION
LITERACY25
SCIENCE14
RETRIEVAL8
SOCIAL8
CITY7
KNOWLEDGE7
ANALYSIS6
SCHOOL6
SERVICE6
INSTRUCTION5
MEDIA4
RESEARCH4
TECHNOLOGY4
UBIQUITOUS4
ACADEMIC3
CASE3
COMMUNICATION3
DIGITAL3
EVALUATION3
FOLKSONOMY3
FUTURE3
INFORMATIONAL3
LEARNING3
LIBRARY3
METHOD3
SOCIETY3
STUDENT3
TWITTER3
USE3

Tabelle 8 listet alle Themen auf, die mehrfach mit CITY zusammenhängen. In den Projekten zur informationellen Stadtforschung befassen wir uns mit prototypischen Städten der aufkommenden Wissensgesellschaft, vor allem den informationellen (oder auch „smarten“) Weltstädten (Agnes Mainka) sowie den ubiquitären Städten wie beispielsweise Songdo (Aylin Ilhan und Rena Möhlmann) oder Oulu (Laura Schumann). Fallstudien (stets von Mainka begleitet) betrafen Singapur (Isabella Peters, Swiatlana Khveshchanka), London (Duwaraka Murugadas, Stefanie Vieten, Janina Nikolic) und die Städte am Arabischen Golf. Spin-offs dieses Forschungsprogramms sind Analysen von Bibliotheken (Agnes Mainka, Maria Henkel, Lisa Orszullok, Anika Stallmann), e-Government, m-Government sowie Open Data (neben Mainka vor allem Kaja J. Fietkiewicz, Sarah Hartmann und Christine Meschede) und Citizen Relationship Management-Systemen (311-Systemen) (Sarah Hartmann) in solch smarten Städten. Ein umfassender Reviewartikel in diesem (Teil 1) und im nächsten Heft (Teil 2) widmet sich den Beziehungen zwischen Stadtforschung und Informationswissenschaft.

Tabelle 8

Themencluster zu CITY in der Düsseldorfer informationswissenschaftlichen Forschung 2010 bis 2016. k-Nearest Neighbors zu CITY; N = 32 Publikationen; alle Themen mit mehr als zwei Nennungen im Titel.

CITY
INFORMATIONAL21
WORLD10
INFORMATION7
SERVICE7
LIBRARY6
GOVERNMENT5
KNOWLEDGE5
UBIQUITOUS5
SMART4
CASE3
DIGITAL3
INFRASTRUCTURE3
JAPAN3
MEDIA3
PUBLIC3
SOCIAL3
SOCIETY3
SONGDO3

Das Cluster zu SOCIAL (Tabelle 9) umfasst Aspekte der Düsseldorfer Bemühungen zu den Social Media. Welche Altersgruppen verwenden – wenn überhaupt – Informationsdienste der Social Media? fragen Kaja J. Fietkiewicz und Katsiaryna S. Baran. Auch und gerade den „Silver Surfers“ schenkt Fietkiewicz dabei Beachtung. Erforscht wurde zudem der Gebrauch der Sprache bei der Einwerbung von Mitteln über Crowdfunding (Fietkiewicz). Viele der Social Media Dienste haben eine quasi-monopolistische Stellung auf ihren Märkten. Wie ist dies im Sinne von Wettbewerbs- und Kartellrecht zu beurteilen (Fietkiewicz)? Wie diffundieren Nachrichten bei Twitter? Am Beispiel des Anschlags auf Charlie Hebdo und weiteren terroristischen Akten in Paris sowie in Brüssel analysieren Ilhan und Fietkiewicz die Tweets sowie die „Retweetability“ von Tweets von Nachrichtenagenturen und anderen Twitter-Nutzern. Ein von Kathrin Knautz und Katsiaryna S. Baran herausgegebener Sammelband untersucht den Social Networking Service (SNS) Facebook sowie das Nutzerverhalten auf Facebook. Das Informationsverhalten von Nutzern ist auch Thema bezogen auf eine neue Art von Social Media, nämlich den Social Live Streaming Services, die eine Melange aus SNS und (Live-) Fernsehen darstellen. Der Beitrag von Kaja J. Fietkiewicz, Katrin Scheibe und Franziska Zimmer in diesem Heft widmet sich unseren Forschungen zu den Social Live Streaming Services.

Tabelle 9

Themencluster zu SOCIAL in der Düsseldorfer informationswissenschaftlichen Forschung 2010 bis 2016. k-Nearest Neighbors zu SOCIAL; N = 57 Publikationen; alle Themen mit mehr als zwei Nennungen im Titel.

SOCIAL
MEDIA17
NETWORK14
WEB13
SERVICE11
INFORMATION8
KNOWLEDGE8
ACCEPTANCE6
BOOKMARK6
TAG6
PERCEPTION5
SOFTWARE5
USE5
ACADEMIC4
MANAGEMENT4
QUALITY4
SCIENCE4
SYSTEM4
USER4
ANALYSIS3
BEHAVIOR3
CITY3
EXPERT3
GOVERNMENT3
INFORMATIONAL3
JOURNAL3
LIFE3
RECOMMENDATION3
REPRESENTATION3
SEMANTICS3
STANDARD3
WORLD3

5 Diskussion

Wo liegen Gemeinsamkeiten zwischen beiden Forschungseinrichtungen? Und wo die Unterschiede? Während sich die Düsseldorfer bevorzugt mit Informationsdiensten (SERVICE in Tabelle 6) befassen, geht es den Grazern eher um Informationssysteme (SYSTEM in Tabelle 1). Typische Grazer Themen sind die Mobilkommunikation (MOBILE), der Bezug auf Österreich (AUSTRIA) und die Analyse von Nutzungsdaten wissenschaftlicher Zeitschriften (JOURNAL, READERSHIP, DOWNLOAD). Als Teil der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Uni Graz ist die Befassung mit wirtschaftswissenschaftlichen Themen (ECONOMIC, BUSINESS) für die Grazer Informationswissenschaft naheliegend.

Mit der Forschung zu informationellen Städten (INFORMATIONAL + CITY) haben die Düsseldorfer ein Alleinstellungsmerkmal in der gesamten – auch internationalen – Informationswissenschaft. Die Studien zu den Social Media sind in Düsseldorf ausgeprägter als in Graz; empirische Erhebungen zu den Social Networking Services (SOCIAL + NETWORK) sowie zum Nutzerverhalten bei konkreten Diensten (TWITTER, TWEET, FACEBOOK) sind häufig anzutreffen. Klassische informationswissenschaftliche Themen wie Wissensrepräsentation (KNOWLEDGE + REPRESENTATION) sowie Information Retrieval (dieses auch verbunden mit EMOTION und RECOMMENDATION) finden allerdings auch Beachtung.

Tabelle 10 listet die gemeinsamen Titelterme auf. Sie ist als Schnittmenge aus den in Tabelle 1 genannten Grazer Themen und den in Tabelle 6 aufgeführten Düsseldorfer Themen entstanden. Die Betonung der Informationswissenschaft (INFORMATION + SCIENCE) als Gemeinsamkeit ist nicht überraschend. Auch die empirische Erfassung der Wissenschaftskommunikation (COMMUNICATION, CITATION) weist auf ähnliche Forschungsfelder innerhalb der Szientometrie hin. Das Thema DIGITAL zeigt die Orientierung beider Institutionen auf ein Kernthema heutiger Zeit, die Digitalisierung. Bezüge auf KNOWLEDGE und auf TECHNOLOGY sind sowohl in Graz als auch in Düsseldorf zu finden. Ebenso betreiben beide Einrichtungen empirische Bibliothekswissenschaft (LIBRARY), Forschungen zur Informationskompetenz (LITERACY) sowie zur Nutzerforschung bzw. zum Informationsverhalten von Nutzern (USER, BEHAVIOR).

Tabelle 10

Gemeinsame Forschungsthemen der Grazer und Düsseldorfer Informationswissenschaft. Schnittmenge der Themen aus Tabelle 1 und Tabelle 6.

ThemaGrazDüsseldorf
INFORMATION3874
SCIENCE1921
COMMUNICATION149
CITATION117
ANALYSIS1018
TECHNOLOGY96
DIGITAL810
KNOWLEDGE825
LIBRARY812
DATA76
LEARNING711
RESEARCH78
SOCIAL757
CASE66
ACCEPTANCE59
MANAGEMENT59
USER512
BEHAVIOR45
GERMAN/Y47
LITERACY426
SOCIETY45

About the authors

Isabelle Dorsch

Isabelle Dorsch ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promotionsstudentin in der Abteilung für Informationswissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Ihre aktuellen Forschungsthemen sind Informetrie mit Schwerpunkt Szientometrie sowie Social Media.

Prof. Dr. Christian Schlögl

A. o. Prof. Dr. Christian Schlögl ist seit 1990 am Institut für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik der Karl-Franzens-Universität Graz beschäftigt, seit 2005 ist er stellvertretender wissenschaftlicher Leiter des an den Universitäten Wien, Innsbruck und Graz eingerichteten interuniversitären Universitätslehrgangs „Master of Science (MSc) in Library and Information Studies“. Seine aktuellen Forschungsgebiete sind Bibliometrie und Szientometrie, Informationskompetenz sowie Informations- und Wissensmanagement.

Prof. Dr. Wolfgang G. Stock

Prof. Dr. Wolfgang G. Stock ist Leiter der Abteilung für Informationswissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seine Forschungsgebiete umfassen Information Retrieval, Wissensrepräsentation, Informetrie und die Informationsmärkte. Er ist Herausgeber der Schriftenreihe Knowledge & Information. Studies in Information Science (bei De Gruyter Saur) und Autor von fast 300 informationswissenschaftlichen Veröffentlichungen.

Prof. Dr. Wolf Rauch

Prof. Dr. Wolf Rauch ist Leiter des Instituts für Informationswissenschaft und Wirtschaftsinformatik der Karl-Franzens-Universität Graz. Seine Forschungsschwerpunkte sind: der Aufbau und Betrieb komplexer Informationssysteme, Informationsmanagement und Fragen der sozio-kulturellen Auswirkungen von Informationssystemen (Informationsdynamik). Er ist Autor von vier Büchern und über 150 wissenschaftlichen Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Informationswissenschaft.

Literatur

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Published Online: 2017-11-09
Published in Print: 2017-11-02

© 2017 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

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