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Publicly Available Published by De Gruyter Saur August 22, 2018

Die Glaubwürdigkeit der Wikipedia

Und was Bibliotheken dazu beitragen können

Wikipedia’s striving for credibility: And how libraries can help
La crédibilité de Wikipédia : Et comment les bibliothèques peuvent aider
Wolfgang Hesse

Wolfgang Hesse absolvierte zunächst ein Magisterstudium in den Fächern Nordische Philologie und Neuere Englische Literatur an der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Universität Islands in Reykjavík. Von 2013 bis 2016 schloss er ein Bachelorstudium des Bibliotheks- und Informationsmanagements an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und der Schwedischen Bibliothekshochschule in Borås an. Während dieses Bachelorstudiums arbeitete Wolfgang Hesse im Zuge zweier Praxisaufenthalte an der Handschriftenabteilung der National- und Universitätsbibliothek Islands sowie der Bibliothek des Archäologischen Landesmuseums Schloss Gottorf, Schleswig. Seit 2016 arbeitet der Musiker für die Ex Libris Group in Hamburg.

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Zusammenfassung

Die Wikipedia ist sowohl hinsichtlich ihres Umfangs als auch hinsichtlich ihrer Nutzung die heute bedeutendste Enzyklopädie. Auch innerhalb der Wissenschaft spielt sie, vor allem als leicht zugänglicher Rechercheeinstieg, eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang steht die Glaubwürdigkeit der Wikipedia immer wieder im Fokus, da ihre Inhalte nicht durch Fachexperten kontrolliert, sondern von jedermann ediert werden können. Jedoch ist innerhalb der Wikipediacommunity ein starkes Bemühen um Glaubwürdigkeit festzustellen. Anhand der Analyse ausgewählter Redaktionsprinzipien der Wikipedia und der Auswertung einer Fallstudie zur Erzeugung von Glaubwürdigkeit in der deutschsprachigen Wikipedia lassen sich Implikationen für Information Professionals ableiten. Besonders Bibliothekarinnen und Bibliothekare können durch ihren Zugang zu Literatur einerseits und mit ihren Recherchekenntnissen andererseits dabei helfen, die Glaubwürdigkeit der Wikipedia zu steigern.

Abstract

Today Wikipedia is the most important encyclopaedia, both regarding extent and usage. As an easily accessible entry point for literature research Wikipedia even figures prominently in academics. In this context research repeatedly focuses on the credibility of the online encyclopaedia, because its content is not reviewed by experts but can be edited by anybody. However, a striving for credibility can be observed within the Wikipedia community. By analysing selected editing principles and interpreting a case study on the creation of credibility in the German language Wikipedia, implications for information professionals can be gathered. Especially librarians can help to improve Wikipedia’s credibility with their access to relevant literature and their research skills.

Résumé

Wikipédia est aujourd’hui l’encyclopédie la plus importante aussi bien en termes de taille qu’en termes d’utilisation. Même dans le domaine scientifique, elle joue un rôle important, surtout en tant qu’entrée de recherche facilement accessible. Dans ce contexte, la crédibilité de Wikipédia est souvent remise en question, parce que son contenu n’est pas contrôlé par des experts des différents domaines, mais peut être édité par n’importe qui. Cependant, la communauté wikipédienne s’engage fortement à maintenir sa crédibilité. L’analyse des principes éditoriaux sélectionnés de Wikipédia et l’évaluation par une étude de cas pour l’établissement de la crédibilité dans l’édition germanophone de Wikipédia permettent de tirer des conclusions pour les professionnels de l’information. Les bibliothécaires, en particulier, peuvent contribuer à accroître la crédibilité de Wikipédia grâce à leur accès à la littérature d’une part et à leurs compétences en recherche d’autre part.

1 Einleitung

Im Zuge der Aktion #1Lib1Ref haben Bibliothekarinnen und Bibliothekare 2016 offiziell 1.232 Belege zu Wikipedia-Artikeln hinzugefügt („The Wikipedia Library/1Lib1Ref/Lessons“, 2017). Diese Aktion wurde anlässlich des 16. Geburtstags der Wikipedia 2017 zum zweiten Mal durchgeführt und hat sich zum Ziel gesetzt, dass jede Bibliothek weltweit ein Zitat zur Wikipedia beiträgt („The Wikipedia Library/1Lib1Ref“, 2017). Aktionen wie diese zeigen, dass Bibliotheken sich der Bedeutung der Wikipedia bewusst werden und versuchen die Qualität der Online-Enzyklopädie zu steigern, indem die Belegdichte der dargebotenen Informationen erhöht wird und damit die Glaubwürdigkeit des Inhalts.

Die Bedeutung der Wikipedia lässt sich an einigen Statistiken ablesen. So umfasst die deutschsprachige Wikipedia mehr als zwei Millionen Artikel, die von zweieinhalb Millionen Nutzern, davon ungefähr 20.000 aktive, gemeinsam erarbeitet worden sind („List oft Wikipedias“, 2017). Nicht nur wegen dieses großen Umfangs ist die Wikipedia schon lange nicht mehr zu ignorieren. Ein Opportunities Paper der IFLA hebt nicht nur die Bedeutung der Wikipedia als größte Wissenssammlung der Menschheit hervor, sondern bezeichnet die Wikipedia als das allgemein bekannte Gesicht der Wissenschaft (IFLA, 2017, S. 4–5). Der Wikipedia eine möglichst starke Glaubwürdigkeit zu verleihen ist zudem wichtig, weil die Online-Enzyklopädie einen viel genutzten und leicht zugänglichen Rechercheeinstieg, auch für Wissenschaftler, darstellt (IFLA, 2017, S. 8). Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, wie in der Wikipedia Glaubwürdigkeit erzeugt wird und wie Bibliothekarinnen und Bibliothekare dabei helfen können diese zu steigern.

Um diese Frage beantworten zu können, soll zunächst definiert werden, was genau mit dem Begriff Glaubwürdigkeit gemeint ist, bevor der aktuelle Stand der Forschung zum Thema Glaubwürdigkeit in der Wikipedia skizziert wird. Anschließend sollen die Redaktionsprinzipien der Online-Enzyklopädie vorgestellt werden. Um die Ergebnisse dieser Redaktionsprinzipien einschätzen zu können, wird eine empirische Studie zum Umgang mit Quellennachweisen in der deutschsprachigen Wikipedia zusammengefasst und an einem Fallbeispiel veranschaulicht. Aus dieser Analyse werden schlussendlich Ideen abgeleitet, was Bibliothekarinnen und Bibliothekare tun können, um die Glaubwürdigkeit der Wikipedia zu steigern.

2 Glaubwürdigkeit und Literaturüberblick

Glaubwürdigkeit umfasst unterschiedliche Aspekte, wie Vertrauenswürdigkeit, Objektivität, Expertise oder Validität (Dzeyk, 2005, S. 33; Hilligoss & Rieh, 2008, S. 1480; Rieh, 2010, S. 1337–1338). Das Bestimmen von Glaubwürdigkeit ist ein Prozess, in dem mehrere dieser Dimensionen beurteilt werden und Entscheidungen aufgrund von persönlichem Wissen und Erfahrungen subjektiv getroffen werden (Dzeyk, 2005, S. 24; Rieh, 2010, S. 1337–1338). Zusätzlich wird die Einschätzung von Glaubwürdigkeit von der beabsichtigten Nutzung der gesuchten Information beeinflusst, weil Informationen, die im Kontext wissenschaftlicher Arbeit benötigt werden, einem höheren Glaubwürdigkeitsstandard entsprechen müssen als Informationen, die für die Freizeit benötigt werden (Hilligoss & Rieh, 2008, S. 1480; Metzger, 2007, S. 2081).

Die Kommunikationsforschung hat verschiedene Aspekte der Glaubwürdigkeit untersucht. In Bezug auf die Wikipedia ist der Aspekt der Quellenglaubwürdigkeit besonders interessant. Diese setzt sich aus den Aspekten Glaubhaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Expertise des Verfassers zusammen (Dzeyk, 2005, S. 26–27; Rieh, 2010, S. 1339). Der Vorteil von Quellenglaubwürdigkeit ist die einfache Möglichkeit, diese anhand des Expertiseaspektes zu überprüfen (Rieh, 2010, S. 1339), zum Beispiel anhand von Quellenbelegen. Besonders glaubwürdig sind solche Belege, wenn sie von sogenannten Cognitive Authorities stammen, also von Personen oder Quellen, die eine Reputation für die Expertise in dem betreffenden Fachbereich haben (Rieh, 2010, S. 1337; Wilson, 1983, S. 15, 22). Beispiele für solche Cognitive Authorities sind angesehene WissenschaftlerInnen, Wissenschaftsverlage und Zeitschriften, die für qualitative Publikationen bekannt sind und dadurch Expertise auf die betreffenden Quellen übertragen.

Seit einer bekannten Studie von Jim Giles aus dem Jahre 2005, in der die Wikipedia mit der Encyclopædia Britannica mit dem Ergebnis verglichen wurde, dass sich die Qualität naturwissenschaftlicher Artikel nicht übermäßig stark unterscheidet (Giles, 2005), ist die Qualität der Wikipedia und damit auch ihre Glaubwürdigkeit ein immer wiederkehrendes Forschungsthema. Die Qualität der Wikipedia wurde dabei nicht immer positiv bewertet. So zeigt Rector Qualitätsmängel am Beispiel historischer Artikel auf. Diese macht er hauptsächlich an der Häufigkeit unbelegter Informationen und der Verwendung von unzureichenden, zum Beispiel veralteten, Quellen fest (Rector, 2008). Andere Forscher verweisen auf den Mangel einer Definition, was genau gute Quellen sind, und kritisieren den starken Bezug auf Online-Quellen, wie Blogs, in der Wikipedia (Luyt & Tan, 2010). Messner und DiStaso stellen fest, dass sich die Ergebnisse der Redaktionsprinzipien der Wikipedia durch die Weiterentwicklung der Richtlinien und deren praktischen Umsetzung qualitativ durchaus denjenigen herkömmlicher Redaktionsformen annähert (2013, S. 483). Diese Entwicklung hin zu einer verbesserten Glaubwürdigkeit wurde mit einer damit einhergehenden Professionalisierung beschrieben (Sundin, 2011, S. 854). Da sich die Wikipedia stark auf externe Quellen stützt, hauptsächlich sogar gedruckte Quellen, kann die Wikipedia auch als eine Brücke zwischen der Open-Access-Kultur und Printmedien beschrieben werden (Haider & Sundin, 2010). Auch die IFLA stellt eine große Ähnlichkeit zwischen den Redaktionsprinzipien der Wikipedia und wissenschaftlichen Publikationen fest (IFLA, 2017, S. 9).

In seinem Artikel „Janitors of Knowledge“ hebt Sundin die Bedeutung von externen Quellen für die Glaubwürdigkeit der Wikipedia hervor, wobei die Vertrauenswürdigkeit von Quellen hauptsächlich nach akademischen Standards beurteilt wird (Sundin, 2011, S. 849). Sundin stellt fest, dass Quellen für Belege in der Wikipedia Teil einer Hierarchie sind, wobei Editorinnen und Editoren dazu gebracht werden sollen, Quellen fortwährend zu aktualisieren, Belege hinzuzufügen oder weniger glaubwürdige Belege zu ersetzen, immer mit dem Ziel, möglichst Quellen aus der höchsten Stufe der Quellenhierarchie zu verwenden (Sundin, 2011, S. 852–853). Während Belege beim Lesen und Edieren der Wikipedia die Möglichkeit geben, Informationen zu überprüfen, helfen sie gleichzeitig, die oft anonymen Beiträge von Laien in einem weiteren, akademischen Kontext zu verankern (Sundin, 2011, S. 855–856).

Die Bedeutung der Qualitätssicherung von Informationen durch Belege hat auch deshalb zugenommen, weil sich die Verantwortung für die Evaluierung von Glaubwürdigkeit verschoben hat: Während vor der Verbreitung der Wikipedia und anderer Open-Access-Informationsquellen, Glaubwürdigkeit von Informationsspezialisten als sogenannten Gate Keepern, zum Beispiel wissenschaftlichen Verlagen, sichergestellt werden konnte, ist die Beurteilung von Informationsqualität und -glaubwürdigkeit inzwischen die Aufgabe der Nutzerinnen und Nutzer (Messner & DiStaso, 2013). Die Glaubwürdigkeit der Wikipedia wird häufig als geringer angesehen als jene herkömmlicher Medien, weil der Inhalt veränderlich bleibt (Sundin & Francke, 2009). Diese Einschätzung wird vor dem Hintergrund verständlich, dass die Redaktionsprinzipien der Wikipedia, wie Diskussionsseiten, Versionsgeschichten und nicht zuletzt der Richtlinien mit ihrem Fokus auf Belegbarkeit von Informationen, den meisten Nutzerinnen und Nutzern nicht bewusst sind (Menchen-Trevino & Hargittai, 2011, S. 38; Sundin & Francke, 2009). Obgleich etwa Studierende die Glaubwürdigkeit der Wikipedia als unsicher einschätzen, überprüfen sie die in der Wikipedia gefundenen Informationen selten (Menchen-Trevino & Hargittai, 2011, S. 37). Wenn die Informationen der Wikipedia bei der Nutzung überprüft werden, findet diese Überprüfung neben dem Rückbezug auf das persönliche Wissen immer anhand des Vergleichs mit externen Quellen statt (Rowley & Johnson, 2013, S. 506). In diesem Nutzungsverhalten lässt sich die starke Bedeutung von Belegen begründen, da dadurch ein Zugang zu relevanten externen Quellen vereinfacht wird. Schnelles, positives Überprüfen von Informationen steigert die Glaubwürdigkeit der Wikipedia.

3 Glaubwürdigkeitserzeugung in der Wikipedia

Die Wikipedia-Community ist sehr um eine stetige Verbesserung der Qualität der Wikipedia bemüht. Dabei spielt die Frage der Glaubwürdigkeit der Wikipedia als (Online-)Enzyklopädie eine wichtige Rolle. Glaubwürdigkeit wird in der Wikipedia durch eine Reihe von Regeln und Richtlinien eingefordert. Dabei lassen sich einige Ähnlichkeiten mit dem wissenschaftlichen Publikationsprozess feststellen. Im Gegensatz zum wissenschaftlichen Publikationsprozess, innerhalb dessen die Qualitätssicherung durch einige wenige, von den Verlagen ausgewählte, Fachexperten stattfindet (Schirmbacher, 2009, S. 11), wird die Qualität der Wikipedia zwar durch, selbst auferlegte Richtlinien von den Wikipedia-Redaktionen Community kontrolliert, aber genau wie im wissenschaftlichen Publikationsprozess spielt das Belegen von Informationen in der Wikipedia eine zentrale Rolle. Dadurch werden Inhalte in den Kontext der Forschung des jeweiligen Fachgebietes gestellt und die Relevanz der Inhalte bekräftigt (Schirmbacher, 2009, S. 10–11).

Die Grundlage aller Regeln und Richtlinien sind die „Grundprinzipien“. Sie legen unter anderem fest, dass die Wikipedia einen neutraler Standpunkt vertritt, also keine persönliche Meinung oder Wertungen beinhaltet („WP:Grundprinzipien“, 2016). Die Einhaltung der Grundprinzipien wird in einer Vielzahl von Richtlinien gefordert. Die beiden wichtigsten Richtlinien zur Erzeugung von Quellenglaubwürdigkeit sind die Richtlinien „Belege“ und „Literatur“. In der Richtlinie „Belege“ werden

  1. Techniken vorgestellt, wie referenziert und wörtlich zitiert werden soll,

  2. wie Literaturlisten formatiert werden sollen,

  3. festgelegt, dass Inhalte die nicht oder nur ungenügend durch Belege nachgewiesen sind, wieder von der Wikipedia-Community gelöscht werden können,

  4. der kritische Umgang mit Quellen gefordert, so dass durch Quellenvergleiche die bestmögliche Quelle als Beleg für Wikipediainhalte genutzt wird („WP:Belege“, 2017).

Insgesamt soll die „Belege“-Richtlinie sicherstellen, dass auf der Wikipedia keine Theoriefindung stattfindet, sondern lediglich bestehendes Wissen aufgrund von wissenschaftlichen Erkenntnissen wiedergegeben wird („WP:Belege“, 2017; „WP:Keine Theoriefindung“, 2016). Durch das Einfügen von Belegen wird somit sichergestellt, dass die Inhalte der Online-Enzyklopädie nachweislich in einem Kontext wissenschaftlicher Erkenntnisse stehen.

Eine weitere Richtlinie, die die Bedeutung von Belegen hervorhebt, ist die „Literatur“-Richtlinie. Diese Richtlinie

  1. weist ebenfalls auf die Unumgänglichkeit von „wissenschaftlich maßgeblichen Werken“ hin,

  2. stellt das Format der Literaturlisten vor,

  3. gibt Tipps für die erfolgreiche Literaturrecherche,

  4. verweist auf Wikipediaprojekte, die die Zugänglichkeit zu qualitativ hochwertiger Literatur als Ziel haben („WP:Literatur“, 2017).

Innerhalb dieser Projekte helfen sich WikipediaeditorInnen zum Beispiele gegenseitig bei der Literaturrecherche („WP:Bibliotheksrecherche“, 2017; „WP:Literatur“, 2017). In der „Literatur“-Richtlinie wird auch auf den KVK (Karlsruher Virtueller Katalog) verlinkt, ohne jedoch auf seine Funktionalität einzugehen („WP:Literatur“, 2017). Weiterführende Hilfestellung zum Thema Literaturrecherche, inklusive Hinweise zu expliziten Quellen, findet sich in der Richtlinie „Recherche“ („WP:Recherche“, 2017).

Die Umsetzung der Richtlinien wird auf Artikelebene durch das Template {{Belege fehlen}} kontrolliert. Dieses wird entweder dem Artikel vorangestellt, als Hinweis auf unbelegte Informationen im gesamten Artikel, oder aber einzelnen Abschnitten vorangestellt, um deren unbelegte Informationen zu markieren („WP:Bewertungsbausteine“, 2017). Insgesamt sind 30.671 Artikeln mit dem {{Belege fehlen}} Template markiert („Kategorie:WP:Belege fehlen“, 2016). Am anderen Ende des Qualitätsspektrums finden sich Artikel, die als lesenswert oder exzellent ausgezeichnet wurden. Ebenfalls auf Artikelebene sichtbar ist das Konzept der gesichteten Versionen. Dadurch wird gewährleistet, dass zwar jeder die Wikipedia edieren kann, aber Änderungen von nicht-registrierten Autorinnen und Autoren müssen erst von registrierten gesichtet werden, bevor sie in die aktuelle Version aufgenommen werden („Hilfe: Gesichtete Versionen“, 2017). Über den Reiter „Ungesichtete Änderungen“ können auch unregistrierte Personen die vorgeschlagenen Änderungen einsehen (s. Abb. 4). So werden Manipulationen der Artikelinhalte zumindest zu einem gewissen Grad verhindert, und die Glaubwürdigkeit der Wikipedia dadurch erhöht. Zudem ist es möglich jedwede vorherige Artikelversion anhand des Reiters „Versionsgeschichte“ aufzurufen und diese Vorgängerversionen wieder herzustellen, wodurch Manipulationen ohne großen Aufwand rückgängig gemacht werden können.

Der Stellenwert von Belegen zeigt sich auch auf den Diskussionsseiten der Artikel, auf denen sich die Wikipedia-Community über Fragen, Ideen und Gedanken bezüglich eines Artikels austauschen kann. Allgemein finden sich wenige Wikipedia-Artikel mit wissenschaftlichem Anspruch, auf deren Diskussionsseiten die Inhalte nicht diskutiert werden. Das Thema der Nachweisbarkeit des Inhalts nimmt dabei viel Raum ein, wobei nicht nur Belege gefordert werden, um die Relevanz der jeweiligen Inhalte für die Wikipedia nachzuweisen, sondern auch die Qualität der Quellen diskutiert wird (Hesse, 2016). Hier wird besonders deutlich, dass in der Wikipedia, wie in akademischen Publikationen, viel Wert auf verlässliche Quellen gelegt wird, wobei wissenschaftliche Publikationen, die ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben, in der von Sundin beschriebenen Quellenhierarchie an erster Stelle stehen (Sundin, 2011, S. 853 f.).

4 Fallstudie zur Erzeugung von Glaubwürdigkeit in der Wikipedia

Um festzustellen, wie in der Wikipedia Glaubwürdigkeit erzeugt wird, wurde in einer Fallstudie exemplarisch eine Probe von 30 Wikipedia-Artikeln auf Grundlage einer Analyse der Regeln und Richtlinien der Wikipedia untersucht. Diese Artikel wurden hinsichtlich ihrer Verwendung von Quellennachweisen innerhalb der Artikel analysiert. Anschließend wurde die Anwendung des {{Belege fehlen}}-Templates begutachtet, weil diese das Fehlen von Belegen markieren. Abschließend wurde der Raum, den die Diskussion von Belegen und deren Quellen auf den Diskussionsseiten einnehmen, analysiert. Darauf wird im vorliegendem Beitrag innerhalb des Beispielartikels eingegangen.[1]

Methodisches Vorgehen

Für die Fallstudie wurden Artikel zu altnordischer Philologie (Literatur, Geschichte und Mythologie) ausgewählt, weil der Autor als Skandinavist über ausreichende Expertise verfügt, um die Quellenverwendung aus einer fachwissenschaftlichen Perspektive beurteilen zu können. Um die Qualität der verwendeten Quellen zu verdeutlichen, wurden diese einer Quellenhierarchie zugeordnet und die quantitative Verteilung untersucht.

Abbildung 1 Für die Untersuchung benutzte Quellenhierarchie der Wikipedia.
Abbildung 1

Für die Untersuchung benutzte Quellenhierarchie der Wikipedia.

Die Einstufung von Quellen für die Quellenhierarchie der vorliegenden Analyse basiert maßgeblich auf Sundins Beobachtung der Quellenhierarchie in der schwedischsprachigen Wikipedia (Sundin, 2011; „WP:Trovärdiga källor“, 2016). Neben der absoluten Häufigkeit der Nutzung von Quellen kann die Qualität der Belege anhand der Häufigkeit der jeweiligen Gruppen der Quellenhierarchie untersucht werden. Die Gruppen höchster Qualität bestehen aus wissenschaftlichen Publikationen, unterteilt in Publikationen neuerer Forschung (Veröffentlichungen ab 2005), ältere Publikationen sowie Nachschlagewerke und Einführungen – zum Beispiel Enzyklopädien, Handbücher und Lexika. Die vierte Gruppe enthält institutionelle Webseiten, etwa von Universitäten und Museen. Weitere Quellen, die verwendet werden, sind Publikationen von Nachrichtenagenturen und der Wikipedia selbst, welche zu der untersten Stufe der Quellenhierarchie zählt. Weitere Quellen der niedrigsten Stufe der Quellenhierachie, unter anderem Blogs, Firmenwebseiten und Informationstafeln für Touristen, werden unter sonstige Quellen zusammengefasst, weil sie in der vorliegenden Untersuchung eine untergeordnete Rolle spielen. Darüber hinaus wurde Primärliteratur in den 30 Artikeln verwendet, speziell in jenen, welche ein literarisches Lemma beschreiben, und sind deshalb als eigene Gruppe vertreten. Da Wikipedia-Artikel teilweise nicht konsequent in der Nutzung der Literaturlisten, beziehungsweise von Einzelnachweisen sind, kann es vorkommen, dass Quellen in der Wikipedia mehrfach genannt werden. In diesem Fall wurde nur der erste Verweis auf die jeweilige Quelle ausgewertet. Von Wikipedia-Artikeln gelistete Weblinks werden von der Wikipedia selbst als Zugang zu weiteren, dem Lemma zugehörigen aber nicht in der Erstellung des Artikels verwendeten, Informationen definiert („WP:Weblinks“, 2017). Deshalb wurden Weblinks in der vorliegenden Arbeit nicht untersucht.

Zusätzlich wird die Nutzung von Templates in dieser Probe von 30 Artikeln untersucht. Einerseits wird dabei auf die Häufigkeit der Nutzung und Nicht-Nutzung geachtet. Das heißt, dass auch Artikel, die trotz offensichtlich unzulänglich belegten Informationen keine Markierung erhalten haben, beachtet werden sollen. Andererseits wurde die Reaktionszeit auf die Templates untersucht. Ein schnelles und vollständiges Bearbeiten der Templates würde nahelegen, dass das Prinzip der Aufforderung zum Nachreichen von Quellen funktioniert.

Quellennachweise in der deutschsprachigen Wikipedia

Nur wenige der 30 Artikel können keine Belege vorweisen. Zwei Artikel listen keine direkten Belege, sondern Übersetzungen der Originaltexte oder verlinken zu weiterführenden Quellen, die den Inhalt zumindest in einen Kontext stellen, während der dritte auf ein Qualitätssicherungprojekt verweist (vergl. Hesse, 2016). In den 30 untersuchten Artikeln werden 313 Quellen verwendet, also im Schnitt mehr als zehn pro Artikel. 203 stammen aus wissenschaftlichen Publikationen. Dazu kommen 49 Belege aus Nachschlagewerken. In der deutschen Wikipedia-Community wird die Glaubwürdigkeit der benutzten Quellen generell eher anhand spezifischer Quellen diskutiert und diese dann als Präzedenzfälle für ähnliche Quellen verwendet (Hesse, 2016). Dabei ist zu beachten, dass die Beurteilung von Quellen fachspezifisch ist. Die altnordische Philologie als ein Fach der Geisteswissenschaften lässt generell ältere Quellen zu, weshalb der niedrige Anteil an wissenschaftlichen Publikationen ab 2005 nicht überraschen muss. Eine Untersuchung von naturwissenschaftlichen Artikeln kann eine andere Verteilung vermuten lassen. Der Anteil an Quellen aus der untersten Schicht der Quellenhierarchie, also Wikipedia-Artikel und Blogs (andere Quellen) sowie nicht erreichbare Onlinequellen, liegen lediglich bei zwei Prozent. Auch Nachrichtenagenturen kommen nur auf zwei Prozent.

Auffällig ist der hohe Anteil an verwendeter Primärliteratur, was auf das untersuchte Themengebiet zurückzuführen ist, welches literarische Lemma beinhaltet. Wenn es beispielsweise darum geht, den Inhalt einer Isländersaga zusammenzufassen, ist es unvermeidlich, Primärquellen zu verwenden. Zusätzlich stützt sich viel historisches Wissen auf zeitgenössische Quellen, in diesem Fall Quellen der Wikingerzeit, etwa der Angelsächsischen Chronik,

Abbildung 2 Quellenverteilung in der Artikelauswahl
Abbildung 2

Quellenverteilung in der Artikelauswahl

welche ihrerseits durch archäologische Funde bestätigt wird (Bäte & Graham-Campbell, 1998, S. 125; McTurk, 2005, S. 9–10). Wegen dieser Unvermeidbarkeit von Primärliteratur, ist es von Interesse, die Zahlen anzupassen, indem Belege aus der Primärliteratur abgezogen werden, da diese in anderen Fachbereichen nicht so sehr von Bedeutung sein dürften. Durch diese Entzerrung der Zahlen wird die Bedeutung von wissenschaftlichen Publikationen als Quelle für Belege von Wikipedia-Artikeln noch deutlicher. Der Anteil an wissenschaftlichen Publikationen der oberen drei Stufen der Quellenhierarchie liegt dann bereits bei 93 Prozent.

Abbildung 3 Quellenverteilung in der Artikelauswahl ohne Berücksichtigung der Primärliteratur.
Abbildung 3

Quellenverteilung in der Artikelauswahl ohne Berücksichtigung der Primärliteratur.

Die Anwendung des {{Belege fehlen}}-Templates

Die Anwendung jener Templates, die auf den Mangel an Quellen aufmerksam machen, fällt dagegen eher gering aus. Lediglich drei {{Belege fehlen}}-Templates finden sich verteilt auf die 30 Artikel. Überraschenderweise finden sich diese nicht innerhalb der drei Artikel, die überhaupt keine Belege vorweisen können, sondern in zwei Artikeln, mit ungenügenden Quellennachweisen („Asgard (Mythologie)“, 2016; „Runen“, 2017). {{Belege fehlen}}-Templates werden anscheinend bevorzugt in Artikeln verwendet, die bereits ein gewisses Niveau erreicht haben. Dies kann daran liegen, dass bei Themen, die von größerem Interesse sind, versucht wird, einen bereits relativ guten Artikel weiter zu verbessern. Dies lässt sich durch die Lemma der beiden Artikel belegen, die mit den drei {{Belege fehlen}}-Templates markiert wurden: „Asgard (Mythologie)“ und „Runen“, sind beides Themen, die nicht nur innerhalb der altnordischen Philologie populär sind. Artikel, die außerhalb des allgemeinen Interesses liegen, stehen dagegen weniger unter Beobachtung, und ein Mangel an Belegen kann deshalb unbemerkt bleiben. Die Reaktion auf {{Belege fehlen}}-Templates ist aus einem Exemplarsatz von drei Templates in zwei Artikeln schwer abzulesen und wenig repräsentativ. Jedoch ist die Reaktion auf die Templates eher als schleppend und unbefriedigend zu bezeichnen. In einem Fall wurde 2011 ein {{Belege fehlen}}-Template gesetzt und seither lediglich zwei Belege ergänzt, weshalb das Template nach wie vor den Artikel markiert („Asgard (Mythologie)“, 2016). Eines der {{Belege fehlen}}-Templates im „Runen“-Artikel wurde erst 2016 gesetzt. Seither wurde auch eine Quelle ergänzt, jedoch in einem Teil des markierten Abschnitts, der bereits belegte Informationen beinhaltete („Runen“, 2017).

5 Der „Runen“-Artikel

Anhand des „Runen“-Artikels wird beispielhaft gezeigt, wie die Anwendung von Belegen praktisch aussehen kann. Er ist von der Wikipedia-Community als ein „lesenswerter“ Artikel auserkoren worden. Dies wird aus dem „L“ in der oberen rechten Ecke des Artikels ersichtlich. Interessant ist dabei der Hinweis am Ende des Artikels, der auf die exakte Version verweist, die ausgezeichnet wurde. Damit wird der Veränderlichkeit der Wikipedia-Artikel einerseits und der Veränderlichkeit der Bewertungsstandards andererseits Rechnung getragen. Gleich unter dem „Lesenswert“-Symbol findet sich das Symbol, das gesichtete Versionen markiert, ein goldenes Auge. Bei einem Klick auf dieses Auge wird das Datum der vorliegenden gesichteten Version angezeigt. Unter dem Reiter „Ungesichtete Änderungen“ lassen sich die Änderungen seit der Sichtung einsehen.

Abbildung 4 Kopfzeile des „Runen“-Artikels („Runen“, 2017).
Abbildung 4

Kopfzeile des „Runen“-Artikels („Runen“, 2017).

Die Literaturliste des „Runen“-Artikels umfasst insgesamt 15 Einträge. Bei allen Einträgen handelt es sich um wissenschaftliche Publikationen, was entweder aus dem Titel, dem Autorennamen oder dem Verlag deutlich wird. Die genauere Einteilung auf die Quellenhierarchie ergibt zwölf wissenschaftliche Publikationen, alle vor 2005, sowie drei Handbücher oder Nachschlagewerke. Der genaue Blick auf die Einzelnachweise zeigt, dass sich hier weitere Quellen finden, die (noch) nicht in die Literaturliste aufgenommen worden sind. Diese verwässern den guten Eindruck der Qualität der benutzen Quellen etwas, weil sich unter diesen nur noch zwei weitere wissenschaftliche Publikationen, eine davon aus dem Jahre 2006 und somit der erste Beleg zu einer aktuelleren Publikation, sowie vier Handbücher befinden. Dazu kommen ein Text auf einer universitären Webseite und ein Projekt der DFG. Demgegenüber stehen zwei Quellen von geringerer Qualität: eine persönliche Webseite und eine Wissenschaftszeitung. Insgesamt kommt der Artikel „Runen“ dennoch auf einen stattlichen Anteil von 84 Prozent Literatur aus der Spitze der Quellenhierarchie. Dabei ist zu beachten, dass die institutionellen Webseiten nicht zur Spitze der Quellenhierarchie zählen, weil sie nicht denselben Publikationsprozess haben durchlaufen müssen, wie die drei reinen wissenschaftlichen Publikationsgruppen der Quellenhierarchie.

Abbildung 5 Literaturliste des „Runen“-Artikels („Runen“, 2017).
Abbildung 5

Literaturliste des „Runen“-Artikels („Runen“, 2017).

Wie erwähnt, sind Artikel, die bereits ein gewisses Niveau erreicht haben, oft auch dieselben, die mit {{Belege fehlen}}-Templates markiert werden. Dies ist auch im Falle des „Runen“-Artikels zu beobachten. Momentan finden sich zwei {{Belege fehlen}}-Templates in diesem Artikel, die jeweils auf den Mangel an Belegen zu einem Abschnitt hinweisen. Diese {{Belege fehlen}}-Templates weisen nicht nur den Leser darauf hin, dass der folgende Abschnitt weniger Glaubwürdigkeit besitzt als der Gesamtartikel, sondern sind auch Anhaltspunkte für die Bearbeitung. So weisen {{Belege fehlen}}-Templates darauf hin, dass die markierten Inhalte bei ausbleibender Nachbesserung von der Wikipedia entfernt werden könnten und zeigen auf, dass genauere Gründe für die Markierung des Abschnitts auf der „Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte“ zu finden sind.

Abbildung 6 Abschnittstemplate im „Runen“-Artikel („Runen“, 2017).
Abbildung 6

Abschnittstemplate im „Runen“-Artikel („Runen“, 2017).

Und tatsächlich findet sich zu dem vorliegenden Templatebeispiel ein Eintrag auf der Diskussionsseite. Hier wird deutlich dargelegt, wieso die markierte Stelle mehr Belege benötigt, um nicht aus dem Artikel entfernt zu werden. Um die Argumentation selbst auf der Diskussionsseite nicht als eigene Meinung erscheinen zu lassen, wird auch hier auf eine Quelle verwiesen. Diese ist, obwohl einem Blog entnommen, in wissenschaftlichem Zusammenhang erschienen. Der Blog basiert auf einem wissenschaftlichen Seminar an der Universität Tübingen und ist mit einer ISSN versehen („Archaeologik“, 2016). Bereits zwei Tage später wurde der Diskussionseintrag beantwortet, mit dem impliziten Hinweis auf die Richtlinie „Belege“. Gleichzeitig wird aber auch das Wikipediaprinzip „Neutraler Standpunkt“ angemahnt („WP:Grundprinzipien“, 2016), als der zweite Diskussionsteilnehmer anmerkt, dass die Beurteilung der Belegbarkeit von Thesen nicht die Aufgabe der Wikpedia-Community sei. Zwei Tage sind zwar eine schnellere Reaktion als auf die bislang erwähnten {{Belege fehlen}}-Templates, aber hinsichtlich hinzugefügter Belege hat sich seit dem 25. September 2016 nichts mehr getan.

Abbildung 7 Ausschnitt Diskussion zu „Runen“ („Diskussion:Runen“, 2016).
Abbildung 7

Ausschnitt Diskussion zu „Runen“ („Diskussion:Runen“, 2016).

6 Implikationen für Information Professionals

Die Fallstudie zeigt, dass die Wikipedia-Community bestrebt ist, ein hohes Niveau an Quellenglaubwürdigkeit, also das Übertragen von Expertise von Cognitive Authorities auf Wikipedia-Inhalte zu erreichen, indem Informationen belegt werden. Trotzdem weist bereits die kleine Fallstudie eine Reihe von Artikeln und Artikelabschnitten auf, die noch nicht oder nicht ausreichend belegt sind. Teilweise wird mit {{Belege fehlen}}-Templates auf diesen Mangel hingewiesen, teilweise aber auch nicht. Hier können Bibliotheken mit ihrem Zugang zur Literatur und Bibliothekarinnen und Bibliothekare mit ihrer Recherche-Expertise helfen, um der Wikipedia zusätzlich Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Um Literatur für fehlende Belege zu finden oder bereitzustellen, sind Bibliotheken perfekte Partner der Wikipedia, weil Bibliothekarinnen und Bibliothekare Informationsbedarf erkennen und die Identifizierung von relevanter Literatur unterstützen (Phetteplace, 2015, S. 111). Dabei ist nicht nur der Zugang zu Literatur, die sonst eventuell hinter Paywalls verbliebe, und zu physisch in der Bibliothek vorhandenen Werken ein großer Pluspunkt, sondern auch die Recherchekenntnisse, die Bibliothekskräfte durch ihre Ausbildung und Beruf besitzen (IFLA, 2017, S. 3). Wie oben dargestellt werden zwar ausgewählte Recherchewerkzeuge, wie der KVK, auch in den redaktionellen Richtlinien der Wikipedia vorgestellt, doch bei weitem nicht vollständig und nicht sehr detailreich in der Handhabung dieser Ressourcen. Es ergeben sich daher verschiedene praktische Aufgabenfelder, in denen Bibliotheken direkt und indirekt effektiv bei der Verbesserung der Quellenglaubwürdigkeit der Wikipedia helfen können.

Die direkte Unterstützung der Wikipedia durch Bibliotheken könnte in erster Linie aus dem Hinzufügen von Belegen zu Wikipedia-Artikeln und dem Bereitstellen von Literatur bestehen. Aktionen wie #1Lib1Ref sind erfolgsversprechend und das bei theoretisch geringer zeitlicher Belastung der Beteiligten, weil dem Wikipediaprinzip entsprechend, die Arbeit auf viele Beteiligte verteilt ist. Darüberhinaus sind ähnliche Aktionen auf Bibliotheksebene oder die Integration des Hinzufügens von Belegen in den Arbeitsalltag von Bibliotheken denkbar. Unter Nutzung des für #1Lib1Ref bereitgestellten Tools zur Auffindung von Informationen, die Belege benötigen („Citation Hunt“, 2017), und unter Beschränkung auf das eigene Fachgebiet, würde sich eine relativ geringe zeitliche Mehrbelastung ergeben. Anstelle der Nutzung des #1Lib1Ref-Tools wäre eine Mitarbeit in einem Wikipediaprojekt innerhalb des passenden Fachgebiets denkbar, genauso wie das Bearbeiten der mit {{Belege fehlen}}-Templates markierten Artikel. Gleichzeitig wäre das Setzen dieser Templates in Artikeln, denen es an Belegen mangelt, ebenfalls eine Hilfe für die Entwicklung der Wikipedia. Dadurch würde die in der vorliegenden Analyse beobachtete spärliche Verwendung von {{Belege fehlen}}-Templates verbessert und die Leserinnen und Leser würden stärker auf Informationen mit geringer Quellenglaubwürdigkeit hingewiesen werden. Außerdem machen es {{Belege fehlen}}-Templates einfacher, zu verbessernde Artikel ausfindig zu machen.

Da Bibliotheken mit die ersten sind, die neue Forschungsliteratur zur Verfügung haben, wäre eine weitere direkte Form der Unterstützung der Wikipedia das Aktualisieren von Belegen. Die Identifizierung der betreffenden Artikel sollte nicht allzu schwer sein, weil die Bibliothek dank Fachgebieten und unterstützenden Metadaten, wie zum Beispiel Schlagworten, genau weiß, welche Themenbereiche durch die Neuerscheinung abgedeckt werden. In manchen Fällen wird sogar der direkte Ersatz von veralteter Vorgängerliteratur möglich sein. Weitere direkte Unterstützung wäre das Hinweisen auf fachspezifisch relevante Literatur, entweder auf den fachspezifischen Wikipedia-Literaturlisten (z. B. („WP:Bibliothek/Portal Musik“, 2010)), wo das Bibliothekspersonal lediglich die neu erschienene Fachliteratur eintragen müsste, oder direkt auf den Diskussionsseiten. Genauso müssten Bibliotheken in Bezug auf Datenbanken vorgehen und diese der Wikipedia-Community bekanntmachen, speziell frei zugängliche Datenbanken. Durch den Hinweis auf Literatur würde sich die Bibliothek automatisch an der Definition guter Quellen beteiligen. Auch wenn es oft kontextabhängig ist, welche Literatur für einen Artikel anwendbar ist, ist es für den großen Kreis der Laien, die an der Wikipedia mitwirken, nicht immer klar zu erkennen, welche Fachliteratur tatsächlich relevant, glaubwürdig und aktuell ist. Die Definition glaubwürdiger Quellen kann, über die fachspezifischen Literaturlisten hinausgehend, auf der Diskussionsseite der „Belege“-Richtlinie und der „WP:Belege/Fließband“-Seite geschehen, auf denen jeweils die Glaubwürdigkeit spezifischer Quellen zentral diskutiert wird („WP:Belege“, 2017, „WP:Belege/Fließband“, 2017). Weitere Hilfestellungen böten Metadaten. Sie könnten das Auffinden von in der Wikipedia zitierter Literatur vereinfachen, etwa durch die Verlinkung zu Bibliothekskatalogen, optimalerweise auf den Katalog einer nahe gelegenen Bibliothek. Umgekehrt könnten Bibliotheken in ihren Katalogen Metadaten des Bestandes neben den gängigen Formaten auch in Wikipedia-Markup zur Verfügung stellen, was es erleichtert, in einem Bibliothekskatalog gefundene Literatur zur Anreicherung der Wikipedia zu verwenden (IFLA, 2017, S. 7).

Neben diesen direkten Hilfestellungen könnten Bibliotheken die Wikipedia indirekt durch Schulungen unterstützen. Dies kann einerseits bereits durch Schulung des eigenen Personals, etwa durch Einbeziehung der Wikipedia in die Ausbildung und das Studium des Bibliotheks- und Informationswesens, aber auch durch weiterführende Workshops oder Seminare, erreicht werden (IFLA, 2017, S. 8). Andererseits können Bibliotheken Schulungen zur Anwendung der Wikipedia anbieten. Grundlegend könnte das umfangreiche Regelwerk vereinfacht und später im Detail vorgestellt werden, weil die redaktionellen Prinzipien außerhalb der Wikipediacommunity wenig bekannt sind (IFLA, 2017, S. 9). Das Erkennen von Artikeln und Informationen, die Belege benötigen, also das Erkennen von Informationsbedarf, könnte ebenso wie das praktische Einfügen von Belegen und {{Belege fehlen}}-Templates trainiert werden. In diesem Zuge ist auch das Vermitteln von Recherchekompetenz ein wichtiger Bestandteil der Schulung, so dass relevante Literatur nicht nur schneller gefunden werden kann, sondern auch deren Glaubwürdigkeit kritisch beurteilt wird. Diese Schulungen können sowohl fachspezifisch in Kooperation mit Forschung und Lehre, zum Beispiel in Zusammenhang mit Universitätsseminaren, stattfinden, als auch für generell Interessierte an öffentlichen Bibliotheken. Zusätzlich zu physischen Formen der Schulung, wie Wikipediakursen, Vorträgen oder auch Ausstellungen, sollte die Schulung zur Nutzung der Wikipedia auf virtuellem Wege geschehen, etwa durch Infografiken oder didaktische Videos („Erklärvideo“, 2017), die über Social Media wie Facebook und Twitter verbreitet werden. Dadurch würde die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass nicht nur spezifische Nutzergruppen erreicht werden. Diese Art der Informationsschulung ist kostengünstiger als das Schalten von Anzeigen oder Drucken von Plakaten und der Return on Investment entsprechend hoch.

Um das Gelehrte nicht nur theoretisch zu erklären, könnten die genannten Seminare, Kurse und Workshops einen praktischen Teil beinhalten, in dem geeignete Literatur tatsächlich gesucht und Belege zur Wikipedia hinzugefügt werden. Darüber hinaus gäbe es die Möglichkeit für Bibliotheken, Events zu veranstalten, die nicht nur der Quellenglaubwürdigkeit der Wikipedia zugute kommen könnten, sondern auch der Bekanntheit und Beliebtheit einer Bibliothek. Dies können einerseits konventionelle Veranstaltungen sein, wie Lesungen mit bekannten Vertretern der Wikipedia-Community oder Workshops, bei denen es darum geht, möglichst viele qualitative Belege anzulegen, sogenannte Edit-a-thons (Phetteplace, 2015, S. 111). Andererseits könnten unkonventionelle Veranstaltungen wie „Wikipedia Pub Crawls“ veranstaltet werden, bei denen jeweils Belege für vorausgewählte unbelegte Informationen in die Wikipedia anhand von bereitgestellter Literatur anzufügen sind. Solche Veranstaltungen könnten direkt in der Bibliothek stattfinden, wodurch die Vorbereitung für die Bibliotheken minimiert werden könnte, allerdings der Barhopping-Effekt entfallen würde. Ebenfalls denkbar wären Gewinnspiele wie „Wikipedia-Edit des Monats“, durch das besonders gelungene oder interessante Beleganfügungen gewürdigt werden könnten oder Wettbewerbe während eines Edit-a-thons, bei denen die Person, die die meisten Belegen einfügt, einen Preis gewinnen kann.

7 Fazit

Die vorliegende Untersuchung zeigt, dass sich die Wikipedia im Streben nach Glaubwürdigkeit, im Sinne der Nachweisbarkeit der dargebotenen Informationen nicht allzu sehr von den Redaktionsprinzipien wissenschaftlicher Publikationen unterscheidet. Allerdings besteht bei der Umsetzung dieser Prinzipien in der Online-Enzyklopädie teilweise ein Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Obwohl die Probe von 30 Artikeln aus dem Bereich der altnordischen Philologie zeigt, dass der Großteil der Wikipedia-Artikel gut belegte Informationen beinhaltet, findet sich doch bereits in dieser Probe geisteswissenschaftlicher Artikel ein Anteil an unbelegten Informationen. Da im Gegensatz zu den Redaktionsprinzipien wissenschaftlicher Publikationen auf der Wikipedia nicht jeder einzelne Artikel geprüft wird, speziell bei geringem allgemeinen Interesse unter den Wikipedia-Editorinnen, und die Inhalte jederzeit und von jedem verändert werden können, wird die Online-Enzyklopädie kaum ein durchgängig sehr gutes Niveau erreichen können. Da die Wikipedia aber die größte Ansammlung von Wissen in der Geschichte der Menschheit darstellt und häufig als Rechercheeinstieg genutzt wird, ist es wichtig, die Quellenglaubwürdigkeit der Wikipedia stetig weiterzuentwickeln. Bibliotheken können mit ihrem Zugang zu Literatur und den Recherchekompetenzen ihrer Beschäftigten dazu beitragen, dass mehr und auch qualitativ bessere Belege in der Online-Enzyklopädie verwendet werden. Projekte wie #1Lib1Ref zeigen, dass sich Bibliotheken auf dem richtigen Weg befinden, dennoch könnte noch mehr getan werden, um die Mängel der Wikipedia durch die Stärken der Bibliotheken auszugleichen.

About the author

Wolfgang Hesse

Wolfgang Hesse absolvierte zunächst ein Magisterstudium in den Fächern Nordische Philologie und Neuere Englische Literatur an der Eberhard Karls Universität Tübingen und der Universität Islands in Reykjavík. Von 2013 bis 2016 schloss er ein Bachelorstudium des Bibliotheks- und Informationsmanagements an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und der Schwedischen Bibliothekshochschule in Borås an. Während dieses Bachelorstudiums arbeitete Wolfgang Hesse im Zuge zweier Praxisaufenthalte an der Handschriftenabteilung der National- und Universitätsbibliothek Islands sowie der Bibliothek des Archäologischen Landesmuseums Schloss Gottorf, Schleswig. Seit 2016 arbeitet der Musiker für die Ex Libris Group in Hamburg.

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Published Online: 2018-08-22
Published in Print: 2018-08-08

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