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Publicly Available Published by De Gruyter Saur August 22, 2018

Nachrichten

GO FAIR-Büros eröffnet: Open Science-Projekte erhalten international Unterstützung

Auffindbare, zugängliche und interoperable Forschungsdaten, die zur Nachnutzung zur Verfügung stehen, sind stark gefragt. Daher gibt es immer mehr Projekte mit diesem Ziel. Allerdings schöpfen die wenigsten das große Synergiepotential zwischen den einzelnen Vorhaben aus. Hier bietet die Initiative GO FAIR mit ihren Büros in Hamburg (Deutschland), Leiden (Niederlanden) und Paris (Frankreich) Koordination und Unterstützung an. In Hamburg ist die Geschäftsstelle am ZBW–Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft angesiedelt. Ziel von GO FAIR ist die Förderung der „European Open Science Cloud“ (EOSC). FAIR steht für Forschungsobjekte, die „findable“, „accessible“, „interoperable“ und „reusable“ sind. Als Wegbereitung für die European Open Science Cloud wird ein Netzwerk aus länder- und disziplinübergreifenden Implementierungsprojekten aufgebaut, so dass Synergien geschaffen und redundante Arbeiten vermieden werden. Im Mai 2017 vereinbarte der Bundesminister für Bildung und Wissenschaft (BMBF) mit den Wissenschaftsministern der Niederlande und Frankreichs, die Entwicklung der European Open Science Cloud voranzutreiben und die Initiative GO FAIR zu fördern. Weitere Informationen unter www.go-fair.org

ekz übernimmt niederländisches RFID-Unternehmen Autocheck Systems

Die ekz.bibliotheksservice GmbH hat das niederländische Unternehmen Autocheck Systems bv übernommen, das seit über 20 Jahren Bibliotheken mit RFID-Technologie ausstattet. Nachfolger des bisherigen Direktors und Inhabers RienSluijs wird Koos Schanssema-Damen. Seit 1997 entwickelt und liefert Autocheck Systems RFID-Systemlösungen für Bibliotheken in den Benelux-Ländern. Zu den zahlreichen Projekten gehört etwa die Selbstbedienungs-Bibliothek Rotterdam CS, die am 1. November 2017 eröffnet wurde. Auch nach der Übernahme durch die ekz wird das Unternehmen eigenständig in den Niederlanden sowie im flämisch-sprachigen Teil Belgiens aktiv sein.

Dabei setzen Dr. Jörg Meyer, Geschäftsführer der ekz-Gruppe und Koos Schanssema-Damen auf Synergieeffekte zwischen Autocheck Systems und der ebenfalls auf RFID-Technik spezialisierten deutschen ekz-Tochter EasyCheck. Die Website von Autoscheck Systems finden Sie unter: www.autochecksystems.nl

Preis „Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2018“ verliehen

Auf dem 107. Bibliothekartag in Berlin wurden am 13. Juni 2018 die „Zukunftsgestalter in Bibliotheken 2018“ ausgezeichnet. Der Preis wird von De Gruyter gestiftet und in Kooperation mit der Zeitschrift Bibliothek: Forschung und Praxis (BFP) und dem Netzwerk Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung verliehen.

Die diesjährigen Gewinner sind Prof. Richard Stang mit seinem Projekt „Lernwelten in Bibliotheken“ und Tessa Sauerwein mit dem Kurskonzept „FILL–Framework Information LiteracyLessons“.

Abb. 1 Die Zukunftsgestalter 2018, Tessa Sauerwein und Prof. Richard Stang. In der Mitte der Juryvorsitzende Elmar Mittler. (Foto: Marlies Ockenfeld)
Abb. 1

Die Zukunftsgestalter 2018, Tessa Sauerwein und Prof. Richard Stang. In der Mitte der Juryvorsitzende Elmar Mittler. (Foto: Marlies Ockenfeld)

Prof. Richard Stang erforscht mit seinem Livelabor an der Hochschule der Medien Stuttgart flexible Lernraumstrukturen für Bibliotheken. Diese wurden in verschiedenen Bauprojekten umgesetzt und stellen die Lernenden und nicht die Institution in den Mittelpunkt.

Tessa Sauerwein von der der Universitätsbibliothek Bamberg präsentiert mit„FILL–Framework Information LiteracyLessons“ ein innovatives Kurskonzept zum kritischen Umgang mit Quellen und forschenden Lernen. Dabei geht es darum, die Kompetenzen zu erwerben, die es möglich machen die Informationen hinter den Informationen zu entdecken, diese zu hinterfragen und einzuordnen. Recherche ist demnach strategisches Erkunden, und nicht einfaches Abfragen von Suchindexen.

DsiN-Sicherheitsindex 2018: Verunsicherung im Netz nimmt zu

Verbraucher fühlen sich im digitalen Raum zunehmend unsicher, während die Zahl erlebter Sicherheitsvorfälle nahezu konstant bleibt. Das zeigt der DsiN-Sicherheitsindex 2018, erstellt durch Kantar TNS im Auftrag der Initiative Deutschland sicher im Netz (DsiN e. V.). Dieser hat sich 2018 leicht auf 60,9 Punkte (2017: 61,1 Punkte) verschlechtert. Dabei ist eine wachsende Kluft zwischen den Verbrauchergruppen festzustellen: Souveräne Nutzer kommen mit Werten zwischen 68,5 Punkten und 71,7 gut weg, doch über die Hälfte aller Onliner liegen deutlich darunter und brauchen zusätzlicher Hilfestellungen: Fatalisten landen mit 50,8 Punkten nur knapp über dem kritischen Schwellenwert von 50 Indexpunkten. Außenstehende drohen mit 45,3 Punkten (2017: 49,4 Punkte) bei IT-Sicherheit abgehängt zu werden. Auch Gutgläubige sind mit 57,6 Punkten gefährdet.

Der Index zeigt im Fünfjahrestrend einen steigenden Bedarf nach digitaler Unterstützung in der Bevölkerung. Zwei Drittel der Verbraucher wünschen eine konkrete Ansprache in Beruf oder Schule. 56 Prozent der Verbraucher besprechen digitale Fragestellungen im Umfeld von Familie, Freunden und Bekannten. Im Fünfjahrestrend zeigt der DsiN-Sicherheitsindex zwar eine erfreuliche Zunahme der Schutzkompetenzen. Diesen stehen jedoch noch stärker wachsenden Anforderungen an IT-Sicherheit und den neuen europäischen Datenschutzregeln gegenüber. Auch hat sich die Diskrepanz zwischen Sicherheitswissen und ihrer Umsetzungsbereitschaft im Alltag erhöht. Als Fokusthema 2018 wurden Verbraucher zu ihren Erfahrungen mit Social Networks befragt. Rund die Hälfte der Verbraucher stellten konkrete Vorteile durch die Nutzung dieser Plattformen fest. Jedoch sorgten sich zwei Drittel der Nutzer um die Sicherheit und immerhin sieben Prozent der Befragten berichteten davon, Opfer von Mobbing, Belästigung und Rufschädigung im Internet geworden zu sein. Zur Pressemeldung: https://www.sicher-im-netz.de/dsin-sicherheitsindex-2018-verunsicherung-im-netz-nimmt-zu-0

Berufsbild Medizinische/r Dokumentationsassistent/in überarbeitet

„Der Fachverband für Dokumentation und Informationsmanagement in der Medizin“ (DVMD e. V.) hat den Rahmenlehrplan für die Ausbildung zum/zur Medizinischen Dokumentationsassistenten/in aktualisiert und damit der rasanten Weiterentwicklung dieses Berufszweiges Rechnung getragen. Der überarbeitete Rahmenlehrplan berücksichtigt neue Erkenntnisse in der Medizin, die Digitalisierung im Gesundheitswesen, neue Tools aus der Informationstechnologie und den Wandel im Gesundheitswesen. Auch steigende gesetzliche, ethische und gesellschaftliche Anforderungen haben das Berufsbild des MDA in den letzten Jahren stark geprägt und die Definition der Kernkompetenzen der MDA wesentlich beeinflusst. Die Anforderungen an die MDA werden daher immer vielfältiger und komplexer, so dass die Ausbildungsanforderungen und die Lehrinhalte überarbeitet werden mussten. Der aktualisierte Rahmenlehrplan ist einsehbar unter: https://www.dvmd.de/berufsbild/MDA.php

Big Data ist Schlüsseltechnologie in deutschen Unternehmen

Neue digitale Technologien sind für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft entscheidend. Doch nach einer repräsentativen Befragung des Digitalverbands Bitkom unter Managern in 604 deutschen Unternehmen ab 20 Mitarbeitern werden sie bislang nicht flächendeckend eingesetzt. Als wichtigste wettbewerbsentscheidende Schlüsseltechnologie werden das Internet der Dinge (76 Prozent), Big Data (74 Prozent), Robotik (66 Prozent), Virtual & Augmented Reality (57 Prozent) sowie 3D-Druck (56 Prozent) angesehen, gefolgt von Blockchain (53 Prozent) und Künstlicher Intelligenz (51 Prozent). Die größten Fortschritte in der Umsetzung gibt es im Bereich Big Data, das immerhin sechs von zehn der Unternehmen nutzen, beziehungsweise dessen Einführung planen oder diskutieren. Das Internet der Dinge, der 3D-Druck und die Robotik werden bei rund 40 Prozent, Virtual & Augmented Reality immerhin von einem Viertel, der Befragten verwendet oder eingeführt. Den größten Nachholbedarf gibt es bei Künstlicher Intelligenz (11 Prozent) und Blockchain (6 Prozent). Die Hauptgründe für den noch zurückhaltenden Einsatz digitaler Technologien sind der Datenschutz, die Anforderungen an die technische Sicherheit und der Fachkräftemangel. Insgesamt aber ist die deutsche Digitalwirtschaft in guter Verfassung. Die IT- und Telekommunikationsbranche wächst auch 2018 stabil und schafft neue Arbeitsplätze. Die Umsätze werden 2018 voraussichtlich um 1,7 Prozent auf 164 Milliarden Euro steigen. Die Beschäftigung steigt nach aktueller Prognose um 3,8 Prozent auf 1.134.000. Dem kräftigen Job-Plus steht ein wachsender Fachkräftemangel gegenüber. Branchenübergreifend werden 55.000 IT-Spezialisten gesucht. Weitere Informationen zu der Studie unter: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Big-Data-steht-bei-sechs-von-zehn-Unternehmen-an-erster-Stelle.html

Globale Unterhaltungsindustrie steht kurz vor „Mobile First“

Die weltweite Medienindustrie erlebt durch Plattform-Modelle einen neuen Wachstumsschub. Dies zeigt der „Global Entertainment & Media Outlook 2018-2022" von PwC. Die Umsätze dürften in den nächsten Jahren im Schnitt um 4,4 Prozent steigen. Dabei werden die digitalen Umsätze 2018 erstmals die analogen übertreffen, und bis 2022 könnten sie sogar schon bei 57 Prozent liegen, so die Studie. Zugleich naht der „Mobile First“-Moment. Denn der durchschnittliche Nutzer wird nach dieser Prognose in zwei Jahren bereits mehr Daten auf dem Smartphone verbrauchen als mit Breitband-Internet. Die Studie gibt es gratis zum Download: www.pwc.de/globalentertainment2018

Personalien

Rebholz-Schuhmann neuer wissenschaftlicher Leiter bei ZB MED

Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann ist seit dem 1. Mai 2018 neuer wissenschaftlicher Leiter der ZB MED–Informationszentrum Lebenswissenschaften und gleichzeitig Professor für Informationserschließung, -aufbereitung und -versorgung an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. Diese gemeinsame Berufung zeigt die enge Kooperation zwischen der ZB MED und der Universität Köln. Nach der Übergabe der wissenschaftlichen Leitung durch Interimsdirektor Dr. Dietrich Nelle an Rebholz-Schuhmann, bildet dieser zusammen mit Gabriele Herrmann-Krotz, die Doppelspitze des Informationszentrums.

Nach einem Medizin- und einem Informatikstudium führte Dietrich Rebholz-Schuhmanns Forschungskarriere unter anderem über das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München, das europäische Bioinformatikinstitut EMBL-EBI in Hinxton bei Cambridge zuletzt zur Galway Zweigstelle des Insight Centre for Data Analytics, wo er die Professur für Data Analytics an der National University of Galway innehatte.

Prof. Dr. Rebholz-Schuhmann möchte nach eigener Aussage die ZB MED noch stärker europäisch und international als eine der führenden Infrastruktur-, Dienstleistungs- und Forschungseinrichtungen profilieren sowie mit dem Lehrstuhl die Kooperation mit der Kölner Universität ausbauen. Neue Forschungsergebnisse sollen gezielt in die ZB MED-Angebote einfließen und damit das Infrastruktur- und Dienstleistungsangebot noch besser auf die Nutzer ausrichten.

Neue wissenschaftliche Leiterin für das Datenarchiv für Sozialwissenschaften (DAS)

Prof. Dr. Alexia Katsanidou trat am 1. Juni 2018 ihr Amt als Wissenschaftliche Leiterin bei GESIS und als Professorin für Empirische Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln an. Sie übernimmt die Leitung der Abteilung „Datenarchiv für Sozialwissenschaften (DAS)“, die sie bereits seit April 2015 kommissarisch innehatte. Die Politikwissenschaftlerin ist durch die eigene Forschung mit den Daten des Archivs vertraut und hat schon in den letzten Jahren wichtige Impulse gesetzt, wie den Aufbau einer Infrastruktur für Experimentaldaten. Vor allem aber hat sie die Entwicklung der „Datenservices“, vorangebracht, mit denen GESIS-Archivdienstleistungen auf die Nutzer-Bedürfnisse der Datengeber zugeschnitten werden können.

Ehrung für Karl Südekum

Für sein gesellschaftliches und fachliches Engagement, u.a. im Vorstand der DGI, hat Dr. Karl Südekum das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Redaktion und Vorstand der DGI gratulieren herzlich zu dieser Ehrung.

Published Online: 2018-08-22
Published in Print: 2018-08-08

© 2018 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Downloaded on 5.3.2024 from https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/iwp-2018-0036/html
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