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Licensed Unlicensed Requires Authentication Published by Akademie Verlag November 23, 2016

Die Krise als Krankheit

Medizinische Metaphern in aktuellen Darstellungen von Finanzkrisen

Nina Peter

Nina Peter ist Assistentin am Institut für Germanistik der Universität Bern. Sie arbeitet an einem Dissertationsprojekt mit dem Arbeitstitel „Poetiken der Ökonomie. Finanzwirtschaft und Spekulation in der Gegenwartsliteratur“. Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der École Normale Supérieure Paris. 2009–2012 Mitarbeit im Forschungsprojekt „Emotionen in Wirtschaftskrisen“ an der FU Berlin. 2011–2014 Stipendiatin der Graduiertenschule des Exzellenzclusters „Languages of Emotion“ an der FU Berlin. Zahlreiche Vorträge und Publikationen zu den Themenschwerpunkten Literatur und Ökonomie, Gattungssemantik, Literatur und Neue Medien sowie zur Gegenwartsliteratur.

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and Oliver Lubrich

Oliver Lubrich ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Komparatistik an der Universität Bern. Bis 2011 war er Juniorprofessor für Rhetorik am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie im Exzellenzcluster „Languages of Emotion“ der Freien Universität Berlin. Gastdozenturen an der University of Chicago (2005), der California State University in Long Beach (2006), am Tecnológico de Monterrey in Mexiko (2007) und an der Universidade de São Paulo in Brasilien (2010). Zusammen mit Evolutionsbiologinnen und Ethnologen untersucht er, von der VW Stiftung gefördert, „Die Affekte der Forscher“ (2013–2017). Zusammen mit Neurowissenschaftlern unternimmt er Studien zur experimentellen Rhetorik.

Abstract

The article examines the conceptual metaphor of illness in representations of financial crises. Understanding the economy in terms of the body is one of the dominant concepts in contemporary media coverage on economic events. Accordingly, images of illness proliferate in the discourse on the financial crisis of 2008/2009. This paper presents a quantitative analysis of illness metaphors in 53 articles on the financial crisis published from August 2008 to September 2009 in the German weekly magazine Der Spiegel. The journalistic metaphors of illness interpret the financial crisis as a disease and thus naturalize the economic events. The second part of the article analyzes an alternative use of illness metaphors in literary and autobiographical texts on traders. Instead of understanding the economy as a victim of an illness, these texts ascribe an infectious quality to the economic system. In these representations the financial economy is criticized for causing diseases not only of its participants, but of the society in general.

JEL Classification: B 20; N 20

About the authors

Nina Peter

Nina Peter ist Assistentin am Institut für Germanistik der Universität Bern. Sie arbeitet an einem Dissertationsprojekt mit dem Arbeitstitel „Poetiken der Ökonomie. Finanzwirtschaft und Spekulation in der Gegenwartsliteratur“. Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der École Normale Supérieure Paris. 2009–2012 Mitarbeit im Forschungsprojekt „Emotionen in Wirtschaftskrisen“ an der FU Berlin. 2011–2014 Stipendiatin der Graduiertenschule des Exzellenzclusters „Languages of Emotion“ an der FU Berlin. Zahlreiche Vorträge und Publikationen zu den Themenschwerpunkten Literatur und Ökonomie, Gattungssemantik, Literatur und Neue Medien sowie zur Gegenwartsliteratur.

Oliver Lubrich Prof. Dr.

Oliver Lubrich ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Komparatistik an der Universität Bern. Bis 2011 war er Juniorprofessor für Rhetorik am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie im Exzellenzcluster „Languages of Emotion“ der Freien Universität Berlin. Gastdozenturen an der University of Chicago (2005), der California State University in Long Beach (2006), am Tecnológico de Monterrey in Mexiko (2007) und an der Universidade de São Paulo in Brasilien (2010). Zusammen mit Evolutionsbiologinnen und Ethnologen untersucht er, von der VW Stiftung gefördert, „Die Affekte der Forscher“ (2013–2017). Zusammen mit Neurowissenschaftlern unternimmt er Studien zur experimentellen Rhetorik.

Published Online: 2016-11-23
Published in Print: 2016-11-1

© 2016 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston

Downloaded on 27.1.2023 from https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/jbwg-2016-0021/html
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