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Publicly Available Published by De Gruyter February 25, 2017

Das endocannabinoide System des Gehirns – von der Neurobiologie zur klinischen Relevanz

Nico Wegener

Geboren 1978; Studium der Biologie an der Universität Bremen. Anfertigung der Diplomarbeit während eines Forschungsaufenthalts am Mental Health Research Institute, Melbourne, Australien. 2008 Promotion in Bremen. Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeiten ist die Rolle des cannabinoiden Systems bei der Verhaltenssteuerung der Ratte und die Folgen einer chronischen pubertären Cannabinoidbehandlung.

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, Miriam Schneider

Geboren 1976; Studium der Biologie an der Universität Tübingen. Promotion 2004 an der Universität Bremen. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitätsklinikum Köln. Seit 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim. Forschungsschwerpunkt liegt auf Reifungsprozessen des endocannabinoiden Systems während der postnatalen Entwicklung (Pubertät) sowie auf der Beteiligung des endocannabinoiden Systems bei belohnungsrelevanten Prozessen.

and Michael Koch

Geboren 1959; Studium der Biologie und Chemie an der Universität Konstanz. Promotion 1990. Forschungsaufenthalte an der Universität Cambridge (UK). 1996 Habilitation (Tierphysiologie) in Tübingen. Heisenbergstipendiat bis 1999. Seit 2000 Professor für Neuropharmakologie an der Universität Bremen.

From the journal e-Neuroforum

Zusammenfassung

Die Produkte der Hanfpflanze Cannabis sativa -Marihuana und Haschisch- gehören weltweit zu den am häufigsten konsumierten illegalen Rauschdrogen. Der wichtigste psychoaktive Wirkstoff der Hanfpflanze ist das Cannabinoid Tetrahydrocannabinol (THC) mit seinem aktivsten Isomer Δ9-THC, welches, wie verschiedene synthetische cannabimimetische Substanzen, seine zentralnervösen Wirkungen über den Cannabinoid CB1-Rezeptor entfaltet. Die Aufklärung der molekularen Struktur des CB1-Rezeptors im ZNS und des CB2-Rezeptors auf Zellen des Immunsystems vor ca. 20 Jahren sowie die Entdeckung von Anandamid, einem endogenen Liganden dieser Rezeptoren, markiert den Beginn der modernen Cannabisforschung. Diese Forschung hat faszinierende Erkenntnisse über die Verteilung von CB1-Rezeptoren im Gehirn und über die Rolle von Anandamid und anderer Endocannabinoide als Neuromodulatoren erbracht. Das endocannabinoide System spielt eine wichtige Rolle bei einer Vielzahl kognitiver, sensorischer und motorischer Funktionen. Dementsprechend richtet sich die Forschung verstärkt auf das therapeutische Potenzial von Wirkstoffen, die dieses System beeinflussen. Man nimmt an, dass Endocannabinoide auch eine Rolle bei der prä- und postnatalen Entwicklung des Gehirns spielen und dass der Cannabiskonsum während der Pubertät an der Entstehung von neuropsychiatrischen Störungen beteiligt ist.

About the authors

Nico Wegener

Geboren 1978; Studium der Biologie an der Universität Bremen. Anfertigung der Diplomarbeit während eines Forschungsaufenthalts am Mental Health Research Institute, Melbourne, Australien. 2008 Promotion in Bremen. Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeiten ist die Rolle des cannabinoiden Systems bei der Verhaltenssteuerung der Ratte und die Folgen einer chronischen pubertären Cannabinoidbehandlung.

Miriam Schneider

Geboren 1976; Studium der Biologie an der Universität Tübingen. Promotion 2004 an der Universität Bremen. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Universitätsklinikum Köln. Seit 2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim. Forschungsschwerpunkt liegt auf Reifungsprozessen des endocannabinoiden Systems während der postnatalen Entwicklung (Pubertät) sowie auf der Beteiligung des endocannabinoiden Systems bei belohnungsrelevanten Prozessen.

Michael Koch

Geboren 1959; Studium der Biologie und Chemie an der Universität Konstanz. Promotion 1990. Forschungsaufenthalte an der Universität Cambridge (UK). 1996 Habilitation (Tierphysiologie) in Tübingen. Heisenbergstipendiat bis 1999. Seit 2000 Professor für Neuropharmakologie an der Universität Bremen.

Published Online: 2017-2-25
Published in Print: 2008-11-1

© 2017 by Walter de Gruyter Berlin/Boston

Downloaded on 27.11.2022 from frontend.live.degruyter.dgbricks.com/document/doi/10.1515/nf-2008-0402/html
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