Accessible Published by De Gruyter November 6, 2019

Göttinger Jahrestagung 2019

Eckhard Friauf
From the journal Neuroforum

Besonders für das Berliner Büro der NWG bedeutet eine gerade vergangene Göttinger Tagung bereits den bevorstehenden Beginn der nächsten. Zum 13ten Mal ist das nun der Fall. Die Auswertung und Nachbereitung der Göttinger Tagung 2019 gelangt mit dem vorliegenden Bericht zum Abschluss, gleichzeitig erscheint in dieser Neuroforum-Ausgabe der Call for Symposia für die Göttinger Tagung 2021. Erfreulicherweise kann der Bericht viel Positives vermelden. Hoffentlich werden Sie, werte LeserInnen, auch deshalb zur Beteiligung an der nächsten Tagung motiviert. Sie wird vom 24.–27. März 2021 stattfinden; mark your calender!

Dieses Jahr hatte die NWG vom 20.–23. März nach Göttingen eingeladen. Verglichen mit 2017 blieb die Zahl der angemeldeten Teilnehmer annähernd stabil. Dies ist erfreulich, da in der neurowissenschaftlichen Kongresslandschaft eher ein Trend weg von multidisziplinären und hin zu fachspezifischen Meetings zu beobachten ist sowie nach dem FENS Forum 2018 binnen Jahresfrist eine zweite, ähnlich ausgerichtete Neuro-Tagung „vor Ort“ stattgefunden hatte. Auch sonst gab es wenig Abweichungen von der letzten Tagung. Mit Teilnehmern aus 42 Ländern hatte sie internationales Flair, auch wenn 74 % der Teilnehmer aus dem Inland kamen. Der größte Teil der Teilnehmer kam mit 24 % bzw. 23 % aus den Sektionen Zelluläre Neurobiologie und Verhaltensneurowissenschaften (Abbildung 1). Diese beiden Sektionen umfassen 23 % bzw. 12 % der NWG-Mitglieder. Die Sektion Zelluläre Neurobiologie war somit auf der Tagung nahezu optimal repräsentiert. Aus den Sektionen Entwicklungsneurobiologie/Neurogenetik und Neuropharmakologie kamen 5 % bzw. 2 % der Teilnehmer. Diese Sektionen umfassen 7 % bzw. 6 % der NWG-Mitglieder. Die Sektion Neuropharmakologie war somit auf der Tagung 2019 stark unterrepräsentiert. Für mich ergibt sich dadurch für die eine oder andere Sektion die Aufgabe, dem bestehenden Ungleichgewicht entgegenzuwirken.

Abb. 1 Repräsentanz der neun NWG-Sektionen auf den Göttinger Tagungen 2015 – 2019.

Abb. 1

Repräsentanz der neun NWG-Sektionen auf den Göttinger Tagungen 2015 – 2019.

Die Göttinger Tagung ist nach wie vor ein Meeting für junge Neurowissenschaftler. Dies zeigen die Zahlen in Abbildung 2. Etwa ein weiteres Drittel sind jünger als als 40 Jahre. Die Ü50-Generation macht nur ein Sechstel der Teilnehmer aus, hier besteht meines Erachtens Verbesserungspotenzial. Ich wünsche mir, dass mehr arrivierte Wissenschaftler die Tagung durch ihre Anwesenheit bereichern und den Jungen Gelegenheit geben, auf Augenhöhe mit „Big Shots“, die sie sonst nur aus Publikationen kennen, zu kommunizieren.

Abb. 2 Altersverteilung der Teilnehmer

Abb. 2

Altersverteilung der Teilnehmer

Dass zwei Drittel der Tagungsteilnehmer jünger als 40 Jahre sind, spiegelt sich auch darin wider, dass sich ebenfalls zwei Drittel als Student oder Postdoc registrierten (Abbildung 3). Mir wäre es recht, wenn der Anteil der Postdocs bei zukünftigen Meetings größer würde. Die NWG kümmert sich in vielerlei Hinsicht um die jungen Kongressteilnehmer. Das Programm sieht viel Zeit für die Poster Sessions vor. Es gibt zwei Vortragslots, die in jedem der 36 Symposien für Studenten (Doktoranden) reserviert sind. Die Teilnehmergebühr für Studierende war mit 75 € äußerst günstig. Kaffeepausen, Wasser und Abendbuffets sind kostenlos. Es gibt hochwertige Gewinne bei der Passport Competition, die Verlosung eines iPads für die Abgabe der Kongressbewertung und, last not least, die Göttinger Neuroparty. All diese Maßnahmen machen offenbar die Göttinger Tagung für ein junges Publikum attraktiv.

Abb. 3 Beruflicher Status der Teilnehmer

Abb. 3

Beruflicher Status der Teilnehmer

Die Bewertung des wissenschaftlichen Teils der Tagung durch die Teilnehmer fasst Abbildung 4 zusammen. Auf der positiven Seite fallen drei Aspekte besonders auf: Die Qualität der Hauptvorträge, die Raumsituation und die Pünktlichkeit. Diese drei Aspekte erhielten >90 % exzellente bis gute Bewertungen. Auf der negativen Seite fällt auf: die Relevanz des Themas für die eigene Arbeit, die Unausgewogenheit zwischen grundlagenorientierten und klinisch ausgerichteten Thematiken und eine zeitliche Überlappung mit anderen Programmpunkten. Diese drei Aspekte wurden von >20 % der Befragten mit schwach bis sehr schlecht bewertet.

Fünf der neun Hauptredner kamen aus dem Ausland, es gab drei Hauptrednerinnen. In den 36 Symposien wurden 207 Vorträge gehalten, 67 davon von Rednern aus dem Ausland, 94 von Frauen. Zwei der Symposien wurden als Breaking-News-Veranstaltung für die Nachwuchswissenschaftler angeboten. In ihnen wurden dieses Jahr erstmals drei Geldpreise für die besten Vorträge vergeben. Auch in den kommenden Meetings wird dies so sein.

Für die zukünftigen Tagungen ist es wünschenswert, dass die Bewerbung der Symposien stärkere Resonanz findet und die Einreichung von Vorschlägen mehr forciert wird. Besonders aus Sonderforschungsbereichen, Schwerpunktprogrammen, Forschergruppen und Graduiertenkollegs erhoffen wir uns spannende und interessante Akzente, zumal damit diese konzertierten Programme auf hohem Niveau ihre aktuelle Forschung vorstellen können. Also: Reichen Sie dem Komitee bitte frühzeitig Ihren interessanten Symposienvorschlag zur Gestaltung einer ansprechenden Tagung ein.

Die Tagung wurde zum dritten Mal in Kooperation mit Martin Göpferts Arbeitsgruppe als lokalem Organisator durchgeführt. Deren Erfahrungen aus 2015 und 2017 hat die Beteiligten noch effektiver agieren lassen und die Kooperation mit der NWG-Geschäftsstelle noch weiter optimiert. Erfreulicherweise wird die Mannschaft um Martin Göpfert auch die Tagung 2021 mittragen – never change a winning team! Die Teilnehmerbefragung bestätigt die hochwertige Organisation des Meetings (Abbildung 5). Durchschnittlich 80 % der Teilnehmer bewerteten die Organisationspunkte mit zufriedenstellend oder besser, 60 % sogar mit gut bis exzellent. Auch das Abendbuffet bekam in 2019 bessere Bewertungen als die Jahre zuvor. Es wurden drei unterschiedliche Buffets angeboten, eines davon erstmals von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung vor der Hertie-Lecture, welches sich kulinarisch an der Nationalität des Sprechers orientierte. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung plant auch in 2021 ein Buffet anlässlich ihrer gleichnamigen Lecture auszurichten. Es gibt kaum eine Tagung ähnlich internationalen Formats, die in diesen Punkten mithalten kann. Das stetig wachsende Interesse der Industrieaussteller an der Göttinger Tagung (69 im Jahr 2019) ermöglicht es uns, kostenlose Leistungen wie Kaffeepausen oder Abendbuffets anzubieten. Die zur Verfügung stehende Ausstellungsfläche wurde übrigens wieder voll ausgeschöpft. Den Industriepartnern gilt unser besonderer Dank, ebenso der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die die Tagung erneut großzügig mit Reisekostenzuschüssen für die ausländischen Redner unterstützte. Verbesserungsbedarf gibt es seitens der Nutzer in erster Linie bei der App, die wir erstmals angeboten haben. Deren Qualität bewerteten etwa ein Drittel der abstimmenden Teilnehmer mit ‚poor‘ bis ‚very poor‘.

Abb. 4 Bewertung des wissenschaftlichen Programms durch die Teilnehmer

Abb. 4

Bewertung des wissenschaftlichen Programms durch die Teilnehmer

Abb. 5 Bewertung der Organisation der Tagung durch die Teilnehmer

Abb. 5

Bewertung der Organisation der Tagung durch die Teilnehmer

Zum Abschluss, frei nach Sepp Herberger: nach der Tagung ist vor der Tagung. Bitte merken Sie sich die kommende Tagung 2021 vor und halten Sie die Tage vom 24.–27. März 2021 frei. Wir sehen uns, schaun mer mal.

Methodenkursprogamm 2020

February 11–13, 2020: Transcranial Brain Stimulation in Research and Clinic: Best Practice

Venue: Klinik für Klinische Neurophysiologie, Universitätsmedizin Göttingen, Robert-Koch-Strasse 40, 37075 Göttingen

Registration Deadline: February 1, 2020

Topics: transcranial magnetic-, direct current- alternating current and random noise stimulation, theoretical background of the stimulation, animal models, modelling of current flow in the brain, research and clinical applications; neuronavigation, neuronal oscillations, cognition, ethical aspects of transcranial stimulation

Organisation and registration: apl. Prof. Andrea Antal, Tel.: +49 (0)551 398461,

March 2–4, 2020: Comparative Anatomy and Pathology of the Rodent and Human Brain

Venue: Section Clinical neuroanatomy, Neurology, Center for Biomedical Research (ZBF), Helmholtzstr. 8/1, 89081 Ulm

Registration Deadline: February 22, 2020

Topics: Overview of the anatomy of the rodent and human brain and spinal cord; hands-on-lab sessions for introduction into neuroanatomical techniques to study the human brain; pathological neuroanatomy of neurodegenerative disorders including but not limited to Alzheimer’s disease, Parkinson’s disease and amyotrophic lateral sclerosis

Organisation and registration: Prof. Dr. Deniz Yilmazer-Hanke, Tel. (office): +49 (0)731 500 63157, (lab): +49 (0)731/500 63158,

March 5–6, 2020: Pathoanatomy of the human central nervous system

Venue: Section Clinical neuroanatomy, Neurology, Center for Biomedical Research (ZBF), Helmholtzstr. 8/1, 89081 Ulm

Registration deadline: February 22, 2020

Topics: Introduction to neuroanatomical techniques to study the neuroanatomy of the human brain including hands-on laboratory sessions; pathological anatomy, histology and histopathology of the human brain and spinal cord in neurodegenerative diseases; staging of pathological changes in Alzheimer’s and Parkinson’s Disease and Amyotrophic Lateral Sclerosis

Organisation and registration: Prof. Dr. Deniz Yilmazer-Hanke, Tel.: (Office): 0731/500-63157, Tel.: (Lab): 0731/500-63158,

March 23–30, 2020: From Neuroscience to Machine Learning and Back

Registration Deadline: February 16, 2020

Venue: Bernstein Center Freiburg, Hansastraße 9a, 79104 Freiburg

Topics: deep learning for EEG; brain computation and learning: lessons from biological data; reinforcement learning and neurorobotics; deep learning in spiking neural networks; biologically plausible learning rules (backpropagation and brain, learning: brain vs AI.)

Organisation and registration: Dr. Birgit Ahrens, Tel.: +49 (0)761 203 9575,

March 26–27, 2020: Behavioral Testing in Rodents: from Cognition, Motor Function, Emotion, Anxiety to Pain

Venue: Interdisciplinary Neurobehavioral Core INBC, University of Heidelberg INF 515; 69120 Heidelberg

Registration deadline: March 15, 2020

Topics: Behavioral testing in rodents: from cognition, motor function, emotion, anxiety to pain. A hands-on course. Organisation and registration: Dr. Claudia Pitzer, Tel.: +49 (0)6221 1858504, , http://www.medizinische-fakultaet-hd.uni-heidelberg.de/Home.111344.0.html

March 30 – April 3, 2020: Neurobiological Practical Course – HEARING

Registration Deadline: February 28, 2020

Venue: Universitäts-HNO-Klinik, Elfriede-Aulhorn-Str. 5, 72076 Tübingen

Topics: in-vivo Electrophysiology of Patch Clamping of Outer Hair Cells, in-situ Hybridisation, Microdissection of the Cochlea, Otoacoustic Emission

Organisation and registration: Univ.-Prof. Dr. Prof. h.c. A.W. Gummer, Universitäts-HNO-Klinik, Sektion Physiologische Akustik und Kommunikation, Tel.: +49 (0) 7017 2988191, http://www.cochlea.uni-tuebingen.de/

May 6–8, 2020: Cellular Models of Neurodegenerative Diseases

Registration Deadline: December 31, 2019

Venue: Sektion für Translationale Neurodegeneration, Klinik für Neurologie, Universitätsmedizin Rostock, Gehlsheimer Strasse 20, 18147 Rostock

Topics: isolation of fibroblasts; production and culture of patient-derived IPS cells (including principles of CRISPR/CAS9); differentiation of IPS cells to neurons and glial cells; Live Cell Imaging of different cell organoids using baculovirus

Organisation and registration: Prof. Dr. Dr. Andreas Hermann, Frau Bianca Hartung; Sektion für Translationale Neurodegeneration „Albrecht Kossel“; Klinik für Neurologie, Rostock, Tel.: +49 (0)381 494-9541: email:

July 27–31, 2020: 4th Modelling Symposium: Introducing Deep Neural Networks

Registration Deadline: March 31, 2020

Venue: Otto-von-Guericke University Magdeburg, G28 (R 027), 39106, Magdeburg

Topics: A hands-on course about applied deep learning covering: machine learning basics, common building blocks, design patterns and architectures (e. g. CNNs, RNNs, attention mechanisms etc.), common applications including image, audio and text processing, optimisation and regularization techniques, introspection and model diagnosis, model compression and transfer learning, best practices and general workflows (https://www.noesseltlab.org/events-presentations/4th-modelling-symposium/) Organisation and registration: Dr. Felix Ball, OvG Universität Magdeburg, Institut für Psychologie – Biologische Psychologie,

September 21–25, 2020: Imaging and Optical Stimulation Techniques in Neuroscience

Venue: LIN Leibniz Institute for Neurobiology, Brenneckestraße 6, 39118 Magdeburg

Registration deadline: June 30, 2020

Topics: Hands-on introduction into advanced optical techniques to study neuronal function: Optical voltage imaging, optogenetic stimulation of neuronal circuits, metabolic imaging (NADH), multi-channel STED, lightsheet microscopy, ex-vivo & in-vivo calcium-imaging (2P/1P), FLIM/FRET & MIET of biosensors, image analysis

Organisation: P. Bauer, R. Herrera-Molina, O. Kobler, S. Mikulovic, J. Pakan, M. Prigge, T. Stöter, A. Weber, W. Zuschratter

Registration: Torsten Stöter, Combinatorial NeuroImaging Core Facility (CNI), Leibniz Institute for Neurobiology, Tel.: 0391 6263 92171,

Oktober 1–2, 2020: Tübingen Systems Neuroscience Symposium 2020

Registration deadline: September 1, 2020

Venue: MEG-Zentrum der Universität Tübingen, Otfried-Müller-Straße 47, 72072 Tübingen

Topics: The 2020 Tübingen Systems Neuroscience Symposium brings together leading international researchers in the field of systems neuroscience. Topics range from neurophysiological testing in animals to functional imaging in humans (MEG, EEG, fMRI). One focus of the symposium is the presentation of state of the art methods. The talks target students and researchers with profound previous knowledge.

Organisation and Registration: Prof. Dr. Christoph Braun, Tel: 07071 29 87706, Fax: 07071 29 5706, E/Mail:

Details unter https://nwg-info.de/aktivitaeten/kurse_workshops/2020

Wissenschaftlicher Koordinator: Prof. Dr. Hans Werner Müller, Labor für Molekulare Neurobiologie, Neurologische Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, Moorenstr. 5, D-40225 Düsseldorf, E-Mail:

Klaus Tschira Stiftung – neue Hauptförderin von www.dasGehirn.info

Am 31. August 2019 endete für www.dasGehirn.info die elfjährige Förderung durch die Gemeinnützige Hertie-Stiftung. Ihrer großzügigen Unterstützung ist es zu verdanken, dass die NWG in Projektpartnerschaft mit der GHS und dem Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe das Portal gründen konnte und mit großem Erfolg betreibt: dasGehirn.info ist mit einer Reichweite von bis zu 200.000 monatlichen Nutzern eine feste Größe in der Vermittlung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse.

Glücklicherweise ist durch die Klaus Tschira Stiftung gGmbH (KTS) die Fortsetzung des gemeinnützig betriebenen Portals für weitere drei Jahre gewährleistet. Mit der Übernahme der Grundförderung sichert die KTS damit eines der wichtigsten Projekte der Wissenschaftskommunikation der letzten Jahre. Und Wissenschaftskommunikation gehört neben der Förderung von Forschung und Bildung zu den Förderzielen, denen sich die KTS verschrieben und einen Namen in der Fördererlandschaft gemacht hat. So ist etwa KlarText – der Preis für Wissenschaftskommunikation, verliehen für verständliche Wissenschaft, nicht nur unter Neurowissenschaftlern ein vertrauter Name und begehrter Preis. Ein weiteres Beispiel für ihr Engagement, Wissenschaft in die Gesellschaft zu tragen, ist das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) in Karlsruhe, dessen Mitbegründerin die KTS ist. Hier erwerben Wissenschaftler das Handwerkzeug, um erfolgreich Kommunikatoren ihrer eigenen Arbeit zu werden. Auch mit dem science media center hat die KTS eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft geschaffen, um schnell fundierte Antworten auf gesellschaftlich aktuell diskutierte Themen zu geben, Ereignisse einzuordnen. Die KTS sucht nach Wegen, Wissenschaft aus der Expertennische in das Licht gesellschaftlicher Öffentlichkeit zu holen und bricht damit eine Lanze für eine mündige Gesellschaft.

Die Übernahme der Projektförderung durch die KTS bedeutet für das Portal dasGehirn.info Anerkennung und Bestätigung von Experten der Wissenschaftskommunikation mit dem verpflichtenden Auftrag, dieses einmalige Projekt mit gleichbleibend hoher Qualität und Anspruch weiterzuführen. Dies ist für die NWG eine Verpflichtung. Mit der Klaus Tschira Stiftung hat die NWG und dasGehirn.info einen idealen Verbündeten an der Seite.

Solveyg Blanke ()

Neueintritte

Folgende Kolleginnen und Kollegen dürfen wir als Mitglieder der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft begrüßen:

Johne, Marie (Hannover)

Jung, Felix (Stockholm, Schweden)

Martelli Dr., Carlotta (Mainz)

Protzmann, Jil (Solna, Schweden)

Der Mitgliedsstand zum 15. September 2019 beträgt 2.270 Mitglieder.

The young section of the NWG gains momentum jNWG Kick-off Meeting (September 13 – 15, 2019)

jNWG had its first meeting at the Leibniz Institute for Neurobiology in Magdeburg on September 13 – 15, 2019, marking the kick-off of a new section of the German Neuroscience Society. Our new members spent 3 days brainstorming and organizing future goals and current channels of communication.

Our mission is to represent young neuroscientists within the society. We would like to bolster early scientific careers and provide a network for outreach and collaboration.

The meeting highlight were the entertaining and instructive career talks by our guest speakers Esther Kühn (IKND & DZNE Magdeburg), NWG vice president Christine Rose (Uni Düsseldorf), Matthias Prigge (LIN Magdeburg), Eckart Gundelfinger (LIN Magdeburg) and special guest NWG president Albert Ludolph (Uniklinik Ulm).

We accomplished setting up means of communication, both internally on slack & trello as well as a twitter account and a shiny new website. We also got creative designing a new logo and flyers and started collecting ideas on our first early career scientists meeting next year. Stay tuned for more info on this!

Katrina Deane () and Sophie Seidenbecher ()

Fig. 7 Intense discussions and brain storming

Fig. 7

Intense discussions and brain storming

Fig. 8 Group photo

Fig. 8

Group photo

NFDI Neuroscience: advocating cross-community data management in neuroscience NFDI Neuroscience Consortium Workshop (September 20, 2019)

Ever wondered how to get your data to a collaborator at a different university? Or how to store it with enough information, such that the next PhD student can continue your project? Maybe even just how to make sense of your complex data? Then there’s help looming at the horizon, since the so-called ‘NFDI Neuroscience’ is gathering pace.

The NFDI Neuroscience (Nationale Forschungsdaten-Infrastruktur) consortium led by committed neuroscientists around Michael Denker (Forschungszentrum Jülich), Alexandra Stein (Bernstein Coordination Site) and Thomas Wachtler (German Neuroinformatics Node, LMU Munich) is specifically focusing on needs of neuroscientists and intends to address all of the above issues. To do so, it will bring together researchers and technology providers to develop processes for data management making your daily work easier and enabling you to sustain, share and reuse data. Additionally, this will facilitate large-scale studies using existing data and extract the maximum information, thereby tipping the cost-benefit-ratio of research and funding in favor of more results. In a nutshell, the ‘primary goal is to improve science’, as Thomas Wachtler puts it.

Many labs or sub-communities in neuroscience already use existing data management tools or have developed their own services. Therefore, the first aim of the consortium is to collect and map the community resources to establish a dialogue discussing standards for data and metadata acquisition, naturally facing the diversity of technologies employed in neuroscience.

On September 20th, and thereby about one year after the successful NFDI Neuroscience kick-off, a first Community workshop was held at the TU Berlin, which was also joined by the jNWG. The meeting was dedicated to discuss current problems in data management in neuroscience, and several tool providers and neuroscientists debated the topics of storage, standardization, data rights, existing and wished-for solutions for data handling as well as benefits and reward-systems for data sharing.

Until October next year, NFDI Neuroscience will complete a community survey and submit a DFG grant proposal to get funding for the establishment of a German neuroscience data management network, built on existing and newly developed solutions addressing the needs of neuroscientists. If you’re curious, have a look at https://nfdi-neuro.de/, for more general information on the NFDI initiative please also check https://www.dfg.de/foerderung/programme/nfdi/ and http://www.rfii.de/de/themen /.

Finally, if you have a well-working data management system in your lab or experience a dire need for one, reach out to NFDI Neuroscience! You can get involved by giving the NFDI-Neuroscience your impression and ideas of what’s out there and what is still missing by taking their survey: https://nfdi-neuro.de/contributions.html

Andreas Ritzau-Jost () und Sophie Seidenbecher ()

Stipendien für das FENS Forum of European Neuroscience (Glasgow, UK, 11. – 15. Juli 2020)

Wie schon in den vergangenen Jahren stellt die Neurowissenschaftliche Gesellschaft auch diesmal wieder Stipendien in Höhe von 500 € für die Teilnahme am 12. Forum of European Neuroscience in Glasgow im Sommer 2020 zur Verfügung. Die Auswahl trifft ein Komitee aus NWG-Vorstandsmitgliedern.

Für eine Bewerbung sind folgende Kriterien zu erfüllen:

  • Bewerben können sich Promovierende und junge Postdocs,

  • die zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht älter als 35 Jahre sind,

  • die mit einem eigenen Beitrag teilnehmen und Erstautor sind,

  • und die NWG-Mitglied sind, egal ob sie im In- oder Ausland leben und arbeiten.

Die Bewerbung muss über die Homepage der NWG (https://nwg-info.de/de/karriere/stipendien/fensforum/) eingereicht werden. Folgende Unterlagen sind auf Deutsch oder auf Englisch einzureichen:

  • Bewerbungsschreiben (max. 3000 Zeichen inkl. Leerstellen)

  • Lebenslauf (max. 3000 Zeichen inkl. Leerstellen)

  • Publikationsliste (falls vorhanden)

  • Kopie des beim FENS Forum präsentierten Abstracts (max. 3000 Zeichen inkl. Leerstellen)

  • Ein kurzes Unterstützerschreiben

Die Bewerbung um ein Stipendium ersetzt NICHT die Registrierung für das FENS Forum. Diese muss unabhängig von der Stipendienbewerbung durchgeführt werden.

Bewerbungsschluss ist der 3. Februar 2020.

Ausblick

Lübke, Joachim/Rollenhagen, Astrid

Synapses: Multitasking Global Players in the Brain

Pohlkamp, Theresa

Apolipoprotein E: Cholesterol metabolism and Alzheimer’s pathology

Edwin Thanarajah, Sharmili/Tittgemeyer, Marc

Food reward and gut-brain signaling

Published Online: 2019-11-06
Published in Print: 2019-11-26

© 2019 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston