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Licensed Unlicensed Requires Authentication Published by De Gruyter December 7, 2017

Wenn Roboter „mitreden“...

Brauchen wir eine Disruptions-Forschung in der Linguistik?

When Bots “have a Say”…
Does Linguistics need Disruption Studies?
Gerd Antos EMAIL logo

Abstract

Will social bots change our current understanding of linguistic communication? Will synthetic speech still be distinguishable from human expressions? Are neural algorithms superseding conventional arguments in their communicative impact? Further: Isn't it already the case that software functionally outmatches language(s)?

Outlined in 12 theses, this essay argues for the need to research “disruption” in the setting of the flourishing subject of media linguistics: In how far is our culturally-shaped language being “disrupted”, i. e. “destructed with creative potential”, through digitalisation? What forms of human-machine co-evolutions will be established instead? Moreover: Will language still be the foundation and engine for our cultural evolution? Or will communication change from being “human-centric” to becoming “data-centric”?

Werden mit uns interagierende Roboter unser bisheriges Verständnis von sprachbasierter Verständigung verändern? Werden synthetisierte Sprach-Imitate von menschlichen Äußerungen kaum mehr zu unterscheiden sein? Sind netzbasierte Algorithmen kommunikativ wirkungsvoller als Argumente? Und: Ist Software nicht längst Sprache(n) funktional überlegen?

Vor dem Hintergrund einer aufblühenden Medienlinguistik plädiert der Essay in 12 Thesen für eine linguistische Disruptions-Forschung: Inwieweit wird unsere tradierte Sprachkultur von der Digitalisierung „disruptiv“, d. h. „kreativ zerstört“? Welche Formen der Ko-evolution zwischen Mensch und Maschine etablieren sich stattdessen? Und: Bleibt Sprache Basis und Motor unserer kulturellen Evolution? Oder tritt an Stelle einer „homozentrischen“ eine „datazentrische“ Kommunikation?

Danksagung

Ich danke einer Reihe von Kolleginnen und Kollegen für die Kommentierung von Vorversionen, besonders Frank Antos (zur Disruption), Matthias Ballod, Christa Dürscheid, Helmuth Feilke, Mechthild Habermann, Wolfgang Imo, Henning Lobin, Heinrich Löffler, Konstanze Marx, Ulrich Schmitz, Peter Schlobinski, Georg Weidacher, Alexander Ziem. Sehr hilfreich waren auch die Hinweise der beiden ZGL-Gutachter. Verbleibende Fehler verantworte ich.

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Published Online: 2017-12-7
Published in Print: 2017-12-1

© 2012 Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston

Downloaded on 28.11.2022 from frontend.live.degruyter.dgbricks.com/document/doi/10.1515/zgl-2017-0021/html
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