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BY-NC-ND 3.0 license Open Access Published by De Gruyter June 2, 2014

Weitere Belege für das gesetzmäßige Vorkommen plasmatischer Lamellensysteme bei Pflanzen und ihre identische Struktur mit dem Golgi=Apparat bei Tieren*

E. Heitz

Bei 4 Arten aus 4 verschiedenen Gattungen der Jungermanniales und 2 Arten aus 2 verschiedenen Gattungen der Marchantiales unter den Lebermoosen, bei 1 Art unter den Sphagnales und 5 Arten aus 5 verschiedenen Gattungen der Bryales unter den Laubmoosen, ferner bei 1 Vertreter der Farnpflanzen wurden im Plasma der Zelle, in Ein- oder Mehrzahl Lamellensysteme nachgewiesen. Ihre Dicke beträgt meistens 0,13 μ. Sie sind zusammengesetzt aus 5 — 7, selten weniger oder mehr Doppel-Lamellen. Diese kommen wie bei Tieren durch paarweisen Zusammenschluß benachbarter Einzellamellen an der Peripherie des Systems zustande. Die Höhe dieser flachen „Kapseln“ variiert zwischen 120 und 170 A. Die Einzellamelle ist durch ihre größere Dichte ebenso deutlich vom Zellplasma zu unterscheiden wie die Einzellamelle in den Grana der Chloroplasten. Das von den Kapseln umschlossene Material ist wahrscheinlich eine Spur dichter als das Plasma zwischen den einzelnen Kapseln. Am Rande findet sich nicht selten eine blasige Erweiterung der Doppellamellen, eine weitere Strukturgleichheit mit den Doppellamellen des Golgi - Apparates bei Tieren.

Received: 1958-8-8
Published Online: 2014-6-2
Published in Print: 1958-10-1

© 1946 – 2014: Verlag der Zeitschrift für Naturforschung

This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License.

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