Accessible Unlicensed Requires Authentication Published by De Gruyter March 1, 2014

Paul and the Provenance of the Law

The Case of Galatians 3,19–20

Stefan Nordgaard

Abstract: Der vorliegende Beitrag sucht Paulus’ Verständnis des Ursprungs des jüdischen Gesetzes im Galaterbrief zu erhellen. Es wird dargelegt, dass die paulinische Vorstellung von der Abfassung und Übergabe des Gesetzes vergleichbar ist mit Philos – durch Platons Timaeus beeinflusster – Auffassung von der Schöpfung derjenigen Züge der menschlichen Natur, die das Böse hervorbringen. Paulus geht davon aus, dass Gott zwar beschlossen habe, das Gesetz abzufassen und dem jüdischen Volk zu übergeben. Gleichzeitig habe er die praktische Umsetzung jedoch Engeln übertragen, um keine Verantwortung für die Unvollkommenheit des Gesetzes übernehmen zu müssen, da dies mit seiner ontologischen Würde unvereinbar wäre.

Published Online: 2014-03-01
Published in Print: 2014-03-01

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