Igor Trost

Werner Abraham & Elisabeth Leiss (Hg.). 2013. Funktionen von Modalität. (Linguistik – Impulse & Tendenzen 55). Berlin, Boston: De Gruyter. 373 S.

Open Access
De Gruyter | Published online: November 5, 2019

Funktionen von Modalität ist ein Sammelband von Aufsätzen, die auf Vorträge zurückgehen, welche auf der Tagung „Funktion(en) von Modalität“ vom 11. bis 12. Mai 2012 als achtes Treffen des Internationalen Arbeitskreises „Modalität im Deutschen“ an der Ludwig-Maximilians-Universität München gehalten wurden. Veranstalter der Tagung waren die beiden Herausgeber des Sammelbandes, Werner Abraham und Elisabeth Leiss.

Der Band gliedert sich inhaltlich in eine Einleitung als Überblicksdarstellung sowie elf Beiträge in sechs thematischen Großkapiteln mit je einem bis drei Beiträgen. Die Titel der sechs Großkapitel sind im Einzelnen: „Modalitätsformen und ‑funktionen: eine Zusammenschau“ (zwei Beiträge), „Epistemik und Evidentialität“ (drei Beiträge), „Modalität und Inferenz“ (ein Beitrag), „Versteckte Modalitätseffekte“ (ein Beitrag), „Lexikalische Modalität im Sprachkontrast“ (zwei Beiträge) sowie „Modalität in Diachronie“ (zwei Beiträge).

In der Einleitung (S. 1–21) bezeichnen die beiden Herausgeber des Sammelbands Funktionen von Modalität als „eine Art Summa der bisherigen Einzelergebnisse“ (S. 1), die bisher in sieben Bänden vom genannten Arbeitskreis veröffentlicht wurden. Im vorliegenden Sammelband werde im Gegensatz zur englischsprachigen Literatur terminologisch präzis zwischen Modus und Modalität, also zwischen Morphologie und Satzsemantik unterschieden. Die „verschiedenen Funktionsbegriffe“ würden „unter modern-syntaktischen Vorzeichen“ (S. 3) und origo­theoretischem Gesichtspunkt nach Bühler, Peirce und Jakobson beleuchtet. Daneben bildeten „Schnittstelleneigenschaften und Abgrenzungskriterien syntaktischer und semantisch-pragmatischer Beschreibung“ (S. 2) einen weiteren Schwerpunkt des Sammelbandes. Die Beiträger bemühten sich trotz ihrer teilweise divergenten Forschungsrichtungen und -traditionen, diesen Leitlinien gerecht zu werden und eine in sich kohärente Abhandlung zu den Funktionen der Modalität im Deutschen zu bieten, die der Breite der germanistischen Forschung entspricht.

In ihren weiteren Ausführungen gehen die Herausgeber kurz auf die Abgrenzung der Termini Modalität und Subjektivität sowie ausführlicher auf die Unterscheidung von deontischer, also Grundmodalität, und epistemischer Modalität ein. Dabei kategorisieren sie die epistemische Modalität semantisch, temporal, syntaktisch und pragmatisch. In ihrer minimalistisch-syntaktischen Hierarchisierung von Modalität schließen sich die beiden Herausgeber Cinque (1999) und Roussou (2003) an, indem sie epistemische Modalität hierarchisch höher als Grundmodalität einschätzen: Damit stehe Grundmodalität unter Aspekt unter Tempus unter epistemischer Modalität unter Modalpartikel (abgekürzt als ‚A T M eM MP‘, S. 8). Pragmatisch übernehmen Abraham und Leiss in Anlehnung an Zeman (im selben Band) und Pietrandrea (2005) die Klassifikation der Modalverben als „‚koverte Verdichtungen‘ (‚condensations‘) von Sprechakthaltungen“ (S. 10). Diesem Abriss zur Forschungsgeschichte und zur Terminologie folgt eine inhaltliche Einordnung aller Beiträge in die sechs thematischen Großkapitel (S. 12–18).

Im ersten Großkapitel „Modalitätsformen und ‑funktionen: eine Zusammenschau“ werden in zwei Beiträgen unterschiedliche Herangehensweisen an die Beschreibung von Modalität dargestellt. Im ersten Beitrag mit dem Titel „Zur grammatischen Grundlegung von Modalität – semantisch-syntaktische Affinität zu nominaler Referenz, Aspekt und Quantifikation“ (S. 25–76) referiert Werner Abraham seine bereits publizierten Thesen zu den Zusammenhängen der Modalität mit der Finitheit des Prädikats, der (In-)Definitheit des Subjekts, dem Aspekt und der Aktionsart sowie der Quantifikation unter Berücksichtigung der bisherigen Reaktionen zu diesen Thesen. Besonders aufschlussreich sind seine Ausführungen zur versteckten Kodierung grundmodaler Bedeutung mit Hilfe der präsentischen Perfektivverwendung, die schon den älteren Sprachständen Gotisch, Altgriechisch und Altkirchenslavisch infolge ihrer „feste(n) Aspektparadigmatik gemeinsam“ ist. Diese Feststellung untermauert Abraham am Beispiel des modernen Bulgarischen (S. 43). Seinen Beitrag schließt Abraham mit der Vorstellung eines Modus-Modalitätsdifferentials ab (S. 66–70), in dem er u. a. tabellarisch Faktoren zur Unterscheidung von Modus, Modalität und Sprechakten präsentiert.

In ihrem Beitrag „Modus und Modalverben – Kategorisierungsoptionen im grammatischen Kernbereich der Modalität“ (S. 77–110) konzentriert sich Gabriele Diewald auf den grammatikalisierten Bereich der epistemischen Modalität mit Hilfe der Deixis. Diewald subklassifiziert die unsichere Faktizität in einen rein deiktischen Bereich, der durch die epistemischen Modalverben können und müssen, einen phorischen Bereich, der durch den Konjunktiv II und durch die epistemischen Modalverben dürfte und mag, sowie einen quotativen Bereich, der durch den Konjunktiv I und durch die epistemischen Modalverben sollen und wollen im heutigen Deutsch ausgedrückt werden kann (S. 90). Zum Ende ihres Beitrags benennt Diewald weitere Forschungsdesiderate und spricht alternative Subklassifikationen an.

Das zweite Großkapitel, „Epistemik und Evidentialität“ thematisiert in drei Beiträgen die Streitfrage, ob das Deutsche über eine eigene Evidentialitätskategorie verfügt oder ob sich Evidentialität im Deutschen nicht vielmehr aus der Epistemizität ergebe. Diesem Forschungsdissens widmet sich Ole Letnes in seinem Aufsatz „Zum (evidentiellen?) Status von werden + Infinitiv“ (S. 113–130). Letnes referiert kritisch die unterschiedlichen Klassifikationen dieser Fügung in der Sekundärliteratur, beginnend bei Matzel & Ulvestad (1982) über Leiss (1992, 2011) und Fritz (2000) bis zu Diewald & Smirnova (2010a, 2010b, 2011). Letnes erkennt eine weitgehende Deckung der Merkmale [+/-Gewähr] von Matzel & Ulvestad mit den Merkmalen [+/-] an. Nur bei den werden + Infinitiv-Phrasen, „die durch das einfache Präsens ersetzbar sind“, sieht er die Merkmale [+Gewähr] bzw. [+evidentiell] erfüllt (S. 127). Damit unterscheidet sich seine Klassifikation grundlegend von der von Diewald & Smirnova, die konsequent Evidentialität zugrunde legen, und Leiss, die eine aspektuelle Klassifikation vornimmt.

Katalin Horváth hinterfragt in ihrem Beitrag „Sind reportative Modalverben epistemisch?“ (S. 131–156) mit Hilfe von reportativ gebrauchten Korpusbelegen die Klassifikation der Modalverben sollen und wollen. Horváth kontrastiert zuerst die unterschiedlichen Positionen in der Forschung zur reportativen Verwendung, die einerseits als epistemisch oder als der epistemischen Verwendung ähnlich, andererseits als nicht epistemisch angesehen wurde. Ihre Korpusbelege klassifiziert sie als eindeutig nicht-epistemisch, da „eine unsichere Faktizitätsbewertung seitens des aktuellen Sprechers“ nicht vorliege (S. 152). Basierend auf diesen Ergebnissen stellt Horváth die Opposition „Epistemizität vs. Nicht-Epistemizität als klassenkonstitutive[s] Merkmal“ der „Kategorie ‚Modalverb‘ “ (S. 153) in Frage.

Anna Socka untersucht in ihrem Beitrag „Skopus reportativer Ausdrücke in Komplementsätzen im Deutschen und Polnischen“ (S. 157–185) ebenfalls die reportative Modalität. Sie unterscheidet in Bezug auf das reportativ verwendete Modalverb sollen in dass-Subjunktorsätzen mit Schenner (2008a, b) drei Lesarten: In der concord-Lesart weisen sollen und das Prädikat des Obersatzes denselben Skopus auf, bei der globalen Lesart findet eine „Konjunktion zweier Sprechakte“ (S. 157) statt und bei der assertiven Lesart ist ein Sprechakt in den anderen Sprechakt eingebettet. Socka vergleicht die Skopi von dt. sollen, poln. mieć (dt. ‘haben’) und deutschen und polnischen Satzadverbien. Kontextuelle Faktoren wie z. B. unbestimmte Originalsprecher betrachtet sie in beiden Sprachen als stützend für eine reportative Interpretation der untersuchten Modalausdrücke.

Dem dritten Großkapitel, Modalität und Inferenz, ist der Beitrag „Evidentialität als Inferentialität“ (S. 189–217) von Yoshiki Mori und Shinya Okano zugeordnet. Mori & Okano unterscheiden „Evidentialität und epistemische Modalität klar“ (S. 189). Ihr Modalitätsbegriff orientiert sich an Kratzers (1976, 1978 und folgende, zuletzt 2012) Quantifikationsansatz, wohingegen ihre Darstellung von Evidentialität auf Schlenkers (2004) „Analyse von Konditionalen als definite Beschreibung“ (S. 189) basiert. So verbinden die beiden Verfasser Evidentialität mit Inferenz, d. h. sie erklären Evidentialität als „‚Distanz‘ zwischen der realen Welt (Sprecherwelt) und Evaluationswelt“ (S. 189). Mit diesem Erklärungsansatz gelingt es ihnen auch, die unterschiedlichen Varianten von engl. must und dt. werden auf der einen Seite und dt. müssen auf der anderen Seite zu beschreiben (S. 202ff., 214). Abschließend beschäftigen sie sich mit der subjektiven Lesart epistemischer Modalverben, die primär evidentiell sei, im Kontrast zur objektiven Lesart, die sie der epistemischen Modalität zuordnen (S. 209ff.), obwohl sie die „gegenteiligen Komponenten, nämlich epistemische Modalität in der subjektiven Lesart und Evidentialität in der objektiven Lesart nicht einfach getilgt“ sehen (S. 214).

Auch das vierte Großkapitel, Versteckte Modalitätseffekte, umfasst nur einen Beitrag, nämlich „Modalverben und die (In)Definitheit des Subjekts – unter Berücksichtigung von sollen“ (S. 221–248) von Maiko Nishiwaki. Nishiwaki kann anhand eines Zeitungskorpus mit „671 Tokens von sollen“ (S. 235) nachweisen, dass zwischen deontischem und epistemischem sollen eine unterschiedliche Distribution von (In‑)Definitheit und (Nicht-)Identifizierbarkeit des Subjekts vorliegt, ähnlich wie dies in der Forschung bereits für die Aspektualität des Infinitivkomplements und die grammatische Person diskutiert wird. Nishiwakis Korpusanalyse zeigt, dass epistemisches sollen im Gegensatz zu deontischem sollen überproportional häufig ein definites (epist. 81,0 % zu deont. 68,6 %) und identifizierbares Subjekt (epist. 76,2 % zu deont. 47,6 %) regiert (S. 236).

Im fünften Großkapitel, „Lexikalische Modalität im Sprachkontrast“, vergleichen Attila Péteri Ungarisch und Deutsch sowie Tanja Mortelmans & Jeroen Vanderbiesen Deutsch und Englisch. Péteri untersucht wahrscheinlich – das vielseitige modale Satzadverb im Sprachkontrast (S. 251–278) semantisch und syntaktisch und hier insbesondere topologisch anhand von Korpusbelegen kontrastiv zum ungarischen Pendant valószínűleg, das „im Laufe der sog. Spracherneuerung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Spiegelübersetzung des deutschen wahrscheinlich“ im Rahmen „intensive(r) Sprachkontakte im Donausprachraum“ entstand (S. 259). Er stellt dabei große semantische und syntaktische Ähnlichkeiten fest, „kleinere Unterschiede“ seien nur durch die verschiedenen Satzstrukturen der beiden Sprachen bedingt (S. 275).

Mortelmans & Vanderbiesen untersuchen in ihrem Beitrag „Komparative Modalkonstruktionen im Deutschen und Englischen oder deontische Modalität revisited“ (S. 279–302) die drei englischen better-Konstruktionen had better, ’d better und better und vergleichen diese mit den deutschen Äquivalenten sollte + lieber/besser/eher. Mortelmans & Vanderbiesen sehen bei den englischen komparativen Modalkonstruktionen (=KMK) eine direktive Interpretation, bei den deutschen primär eine evaluative Interpretation, die der deontischen Lesart im Sinne von Nuyts (2006, 2008) entspreche. Die deutschen KMKs, die nicht so stark grammatikalisiert seien wie die englischen KMKs und deshalb noch mit einer expliziten Vergleichsgröße kompatibel seien, könnten sekundär direktiv sein, müssten dies aber nicht.

Im sechsten und letzten Großkapitel, „Modalität in Diachronie“, werden in zwei Beiträgen Sprachwandelphänomene betrachtet: Michail L. Kotin untersucht in seinem Aufsatz „die Modalität und kategorialgrammatische Konvergenz aus genealogischer Sicht“ (S. 305–334). Im Fokus stehen Interdependenzen von koverter Modalität mit Aspektualität, Temporalität und Diathese. Er beleuchtet hierbei insbesondere den Funktionswandel des Systems der indogermanischen Modusformen in der Germania und die Ablösung des neuen germanischen Optativs bzw. Konjunktivs durch Modalverben dort, „wo overt telische Aktionsart und somit perfektive Aspektualität in der Zukunftsperspektive kodiert wird“ (S. 331).

Zum Schluss widmet sich Sonja Zeman in ihrem Beitrag „Zur Diachronie der Modalverben: ‚sollen‘ zwischen Temporalität, Modalität und Evidentialität“ (S. 335–366) den temporalen, reportativen und epistemischen Lesarten des mittelhochdeutschen Modalverbs suln + Infinitiv mit futurischer Bedeutungskomponente. In dieser Phrase sieht Zeman ein Beispiel für die Forschungsdiskussion um das Verhältnis von Modalität zu Temporalität. Dabei erklärt sie die Auffassung, dass erst durch eine Entlastung der Modalverben von ihrer Futurfunktion infolge der Durchsetzung des werden-Futurs eine Grammatikalisierung der epistemischen Lesarten bei den Modalverben erfolgt sei, als „alles andere als unproblematisch“ (S. 336). Mit Hilfe einer Korpusuntersuchung weist sie nach, dass „eine evidential-epistemische Bedeutungskomponente bereits für die älteren Sprachstufen anzunehmen ist, da die mhd. Belege häufig eine Lesart nahelegen, in denen eine Aussage über eine Proposition gemacht wird“ (S. 361). Das diachron parallele Auftreten von futurischer und evidentiell-epistemischer Lesart erklärt Zeman damit, dass sich beide Lesarten „unter Bezug auf eine ‚de dicto‘-Komponente aus der relationalen Struktur des Modalverbs ableiten lassen“ (S. 335).

Mit diesem eindrucksvollen Sammelband haben die Herausgeberin und der Herausgeber, die Beiträgerinnen und die Beiträger das in der Einleitung formulierte Ziel der Tagung vollauf erreicht, nämlich eine umfassende Darstellung des Funktionsbereichs von Modalität im Deutschen zu bieten und das Verständnis der „Subkomponenten von Modalität in ihrer Relation zueinander“ (S. 1) zu fördern. Die angestrebte „Summa der bisherigen Einzelergebnisse“ (S. 1) ist gelungen. Das Gleiche gilt für die Gewinnung der darauf aufbauenden, über die germanistische Forschung hinausgehenden Forschungsperspektiven. Diese werden insbesondere dadurch eröffnet, dass die Beiträge, wo immer es möglich ist, andere Sprachen, wie das Englische, das Ungarische oder das Slavische, sowie die Forschungsansätze und -ergebnisse anderer sprachwissenschaftlicher Disziplinen in ihre Untersuchungen miteinbeziehen.

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Published Online: 2019-11-05
Published in Print: 2019-12-04

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