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Licensed Unlicensed Requires Authentication Published by De Gruyter Oldenbourg February 11, 2016

Reformbedarf im deutschen Gesundheitssystem aus Sicht der Bevölkerung

Claus Wendt EMAIL logo , Elias Naumann and Julia Klitzke

In diesem Beitrag werden die Umstellungen der Bevölkerung zu Reformen im deutschen Gesundheitssystem untersucht. Als Datengrundlage dient das German Internet Panel von 2013. Unter den Befragten ist ein breiter Konsens zu erkennen, dass der Staat eine umfassende, solidarisch finanzierte Ge­sundheitsversorgunggewährleisten solle. Etwa die Hälfe der Unfrageteilnehmerfordert, mehr Geld für die Gesundheitsversorgung auszugeben. Nur eine Minderheit spricht sich für Kostensenkungen aus. Etwa ein Drittel der Befragten wäre bereit, für Verbesserungen der Gesundheitsversorgung einen größeren privaten Anteil als bisher zu leisten. Auch wenn in früheren Umfragen noch nie eine so hohe Bereitschaft für steigende Gesundheitsausgaben gemessen werden konnte, stößt diese an Grenzen. Die Erhöhung von Krankenversicherungsbeiträgen wie auch die Einschränkung medizinischer Leistungen werden von vielen Befragten abgelehnt. Geringer sind die Widerstände gegen Steuererhöhungen.

Online erschienen: 2016-2-11
Erschienen im Druck: 2014-12-1

© 2014 by Lucius & Lucius, Stuttgart

Downloaded on 4.12.2022 from frontend.live.degruyter.dgbricks.com/document/doi/10.1515/zsr-2014-0404/html
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