Accessible Requires Authentication Published by De Gruyter March 16, 2017

Produktivität komplexer Produktionsanlagen

Systematische Erhöhung durch Unterscheidung von lokalen und effektiven Stillständen*

Productivity of complex production plants
Hans-Peter Wiendahl and Matthias Hegenscheidt

Kurzfassung

Häufig erfolgt eine Bewertung der Verfügbarkeit von komplexen Produktionssystemen ausschließlich auf Basis der lokalen, d.h. stationsbezogenen Informationen. Die effektiven Auswirkungen einzelner Stillstände auf das gesamte Produktionssystem bleiben damit unberücksichtigt. Im folgenden Beitrag wird daher ein Ansatz zur Ermittlung und Bewertung des Einflusses einzelner technischer und organisatorischer Stillstände auf das verkettete Gesamtsystem vorgestellt und anhand eines Beispiels erläutert.

Abstract

Systematic increase through differentiation of local and effective shutdowns. Frequently, analyses of the availability of complex production systems are carried out solely on the basis of local, i.e. station-related information. The effective effects of individual shutdowns on the overall production system are therefore ignored. In this article, an approach for determining and analysing the effect of individual technical and organisational shutdowns on the interlinked overall system are presented and explained with the help of concrete examples.


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Die in diesem Beitrag vorgestellten Arbeiten sind im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 384 „Verfügbarkeitssicherung reaktionsschneller Produktionssysteme“ an der Universität Hannover entstanden und wurden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell unterstützt.

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Hans-Peter Wiendahl, geb. 1938, studierte Maschinenbau an der Ingenieurschule in Dortmund, an der RWTH Aachen (Fertigungstechnik) und am MIT. Er promovierte 1970 und war bis 1972 Oberingenieur bei Prof. Opitz an der RWTH, wo er sich auch habilitierte. Bis 1979 hatte er eine leitende Funktion bei der Sulzer Escher Wyss GmbH in Ravensburg inne. Seit 1979 ist er Leiter des Instituts für Fabrikanlagen (IFA) der Universität Hannover.

Dipl.-Ing. Matthias Hegenscheidt, geb. 1969, studierte Maschinenbau an der Universität Hannover und der Chalmers Universität Göteborg in der Fachrichtung Produktionstechnik. Seit 1998 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IFA mit dem Schwerpunkt komplexe Produktionsanlagen und seit 2000 als Geschäftsführer für den Sonderforschungsbereich 384 „Verfügbarkeitssicherung reaktionsschneller Produktionssysteme“ verantwortlich.


References

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Online erschienen: 2017-03-16
Erschienen im Druck: 2001-04-28

© 2001, Carl Hanser Verlag, München