Accessible Requires Authentication Published by De Gruyter March 23, 2017

Leistungsgeminderter Mitarbeiter, quo vadis?

Eine günstige Arbeitsgestaltung hält Mitarbeiter fit

Employees with diminished performance
Michael F. Zäh, Wolfgang Wagner and Bruno Lotter

Kurzfassung

Eines der sensibelsten Themen in Unternehmen ist die Optimierung von Personalplanung und -management. Dabei ist der Umgang mit so genannten „leistungsgeminderten Mitarbeitern“ eine nicht zu vernachlässigende Thematik. Neben den Menschen mit angeborenen oder durch Unfälle verursachten Behinderungen gewinnt mehr und mehr die Gruppe älterer Mitarbeiter, deren Leistung auf Grund gesundheitlicher Beeinträchtigungen gemindert ist, an Bedeutung. Eine Ursache hierfür ist der demografische Wandel. Rückläufige Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung führen zu einer anteilsmäßigen Zunahme älterer Menschen in der Bevölkerung. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in Unternehmen wider – auf einen jungen treffen immer mehr ältere Mitarbeiter. Daher wird es künftig nicht mehr ausreichen, nur Maßnahmen zur Integration älterer leistungsgeminderter Mitarbeiter zu ergreifen. Ziel muss es sein, eine gesundheitliche Beeinträchtigung als Folge von „Berufskrankheiten“ von vorne herein zu verhindern.

Abstract

Favourable work planning keeps employees fit. One of the most sensitive topics within companies is the optimisation of personnel planning and management. In this context, dealing with so called “employees with diminished performance” is a topic that should not be neglected. Alongside those people with disabilities that are inborn or the result of accidents, the group of older workers whose performance is diminished as a result of health-related damage is increasingly growing in significance. One cause of this is demographic change. Falling birth rates and increasing life expectancy are leading to a proportionate rise in the number of older people in the population. This development is reflected inside companies – for every young person there are more and more older employees. As a result in future it will not be enough simply to take measures to integrate older workers of diminished performance. The aim must be to prevent health-related impediments resulting from “industrial illnesses” from the outset.


Prof. Dr.-Ing. Michael F. Zäh, geboren 1963, ist Inhaber des Lehrstuhls für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik und leitet das Institut für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften (iwb) seit April 2002. Michael Zäh studierte allgemeinen Maschinenbau an der Technischen Universität München und promovierte anschließend unter der Leitung von Professor Milberg am iwb. Im Anschluss an seine Promotion arbeitete er zunächst als Versuchsingenieur, zuletzt als Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung bei der Gleason-Pfauter Maschinenfabrik GmbH.

Prof. Bruno Lotter, geboren 1926, war Dozent für Montagetechnik an der Fachhochschule Karlsruhe. Er war lange Jahre technischer Geschäftsführer eines Unternehmens der Elektro-Feinwerktechnik mit Werken im In- und Ausland. Er ist seit vielen Jahren sowohl mit vielbeachteten Vorträgen auf nationalen und internationalen Kongressen zum Thema Montageautomatisierung als auch durch praxisnahe Aufsätze in angesehenen Fachzeitschriften hervorgetreten.

Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. (EC Paris) Wolfgang Wagner, geboren 1973, studierte Maschinenbau an der TU München und Ingenieurwesen der Fachrichtung „Innovation, Conception, Production“ an der Hochschule „Ecole Centrale des Arts et Manufactures“ in Paris. Seit 2000 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am iwb. Wolfgang Wagner arbeitet auf dem Gebiet der integrierten Planung und digitalen Absicherung für eine dezentrale, wandlungsfähige Produktion und ist Experte für eine gesundheitserhaltende Arbeitsgestaltung.


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Online erschienen: 2017-03-23
Erschienen im Druck: 2002-11-28

© 2002, Carl Hanser Verlag, München