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Licensed Unlicensed Requires Authentication Published by De Gruyter May 25, 2018

Grundlagen der Entwicklung eines ökologisch-logistischen Wirkmodells

Zur ganzheitlichen Betrachtung der Ökologiewirkung und Logistikleistung produzierender Unternehmen

Johannes Richter, Anna Lena Fehlhaber, Jan Langner and Malte Stonis

Kurzfassung

Ökologische Nachhaltigkeit wird von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nach repräsentativen Umfragen als eines der wichtigsten zukünftigen Handlungsfelder wahrgenommen. Dem gegenüber steht die Logistikleistung, die unter ökologischen Aspekten betrachtet bisher wenig Aufmerksamkeit und Optimierung erfahren hat. Neben den hohen Schadstoffemissionen und der damit einhergehenden Schädigung der Umwelt wirkt sich diese fehlende Betrachtung der Ökologie innerhalb der Logistik auch negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit aus. Durch das Forschungsprojekt „Entwicklung ökologisch-logistischer Wirkmodelle zur gezieltem Einflussnahme auf die Ökologie und Logistik-leistung von KMU“ (ÖkoLogWi) soll Unternehmen befähigt werden, die CO2-Emissionen der Logistik transparent erfassen und optimieren zu können. Als Grundlage für dieses Modell werden in dieser Veröffentlichung daher die grundlegenden Einflussfaktoren und Zusammenhänge zwischen Logistik und Ökologie erörtert. Zudem werden mögliche Handlungsrahmen und Vorgehen zur Definition relevanter Bewertungskriterien skizziert.

Abstract

The development of an ecological logistical impact model for the holistic consideration of the logistics performance should allow companies and especially SMEs to be able to record the CO2 emissions of the logistics transparently. For the development of such a model, the basic influencing factors must be defined and furthermore established as quantitatively assessable criteria. This paper discusses the basic relationships between logistics and ecology. Moreover, the boundaries for an ecological and logistical impact model are discussed and procedures for the definition of the required evaluation criteria are described.


Dipl.-Wirtsch.-Ing. Johannes Richter, geb. 1987, studierte an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkten Produktionstechnik. Seit 2014 ist er am IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH als Projektingenieur im Bereich Prozesstechnik tätig. Im Rahmen seiner Forschungs- und Beratungsprojekte befasst er sich mit den Themen Umformtechnik und ökologisch-logistische Wirkmodelle.

Anna Lena Fehlhaber, B. A., geb. 1993, studiert im Masterstudiengang Soziologie an der Leibniz Universität Hannover. Seit 2017 ist sie am IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH als Masterandin tätig und beschäftigt sich mit ökologisch-logistischen Wirkmodellen.

Dr.-Ing. Jan Langner, geb. 1987, studierte Maschinenbau an der Leibniz Universität Hannover und vertiefte sein Studium im Bereich der Produktionstechnik. Seit 2011 ist er am IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH als Projektingenieur im Bereich Prozesstechnik tätig. Nach Abschluss seiner Promotion im Jahr 2016 übernahm er die Leitung der Abteilung Prozesstechnik.

Dr.-Ing. Malte Stonis, geb. 1979, studierte Maschinenbau an der Leibniz Universität Hannover mit den Schwerpunkten Fahrzeugsysteme und Biomedizintechnik. Am IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH ist er seit 2006 tätig, zunächst als Projektingenieur im Bereich Prozesstechnik sowie ab 2008 als Abteilungsleiter. 2011 promovierte er zum Thema „Mehrdirektionales Schmieden von flachen Aluminiumlangteilen“. Seit September 2016 ist Malte Stonis koordinierender Geschäftsführer des IPH.


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Online erschienen: 2018-05-25
Erschienen im Druck: 2018-05-28

© 2018, Carl Hanser Verlag, München