Accessible Requires Authentication Published by De Gruyter May 26, 2013

Oberflächenbehandlung durch Kugelstrahlen und Festwalzen*

Mechanismen, Modellierung, Methoden

Surface Treatment by Shot Peening and Deep Rolling — Mechanisms, Modelling, Methods
Heinz Leitner, Hans-Peter Gänser and Wilfried Eichlseder
From the journal Materials Testing

Kurzfassung

Das Potenzial von Oberflächenverfestigungsverfahren zur Schwingfestigkeitserhöhung wird untersucht. Dazu werden Simulationsmodelle zur Beschreibung der mechanischen Oberflächenverfestigungsverfahren Kugelstrahlen und Festwalzen vorgestellt und durch Versuchsergebnisse verifiziert. Auf Basis spannungs- und bruchmechanischer Ansätze werden durch Oberflächenbehandlungen eingebrachte Eigenspannungen sowie herstellungsbedingte Bauteilfehler hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Betriebsfestigkeit bewertet.

Abstract

The potential of surface treatments for increasing the fatigue strength is investigated. To this purpose, simulation models for shot peening and deep rolling are presented; numerical predictions are verified by experimental results. Residual stresses due to surface treatments and surface flaws due to manufacturing are assessed by means of critical distance methods and fracture mechanics with respect to their influence on the fatigue strength.


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Dieser Beitrag erschien bereits im DVM-Bericht 133 — Betriebsfestigkeit in der virtuellen Produktentwicklung.

Dr. mont. Heinz Leitner, geb. 1970, studierte Montanmaschinenwesen an der Montanuniversität Leoben. Seit 1998 ist er an der Montanuniversität als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeinen Maschinenbau und am Christian-Doppler-Laboratorium für Betriebsfestigkeit tätig, wo er 2001 mit einer Arbeit zur Ermüdungsfestigkeit von Aluminiumlegierungen promovierte und seit 2007 den Bereich Betriebsfestigkeit und Versuch leitet.

Dr. mont. Hans-Peter Gänser, geb. 1970, studierte Montanmaschinenwesen an der Montanuniversität Leoben und promovierte dort 1998 am Institut für Mechanik mit einer Arbeit zum Verformungsverhalten von Zweiphasenwerkstoffen. Nach Forschungsaufenthalten im Ausland arbeitete er von 2000 bis 2003 bei der Hilti AG in Schaan (Liechtenstein) an der Entwicklung von numerischen Simulationsmethoden. Seit 2003 ist er als Universitätsassistent am Lehrstuhl für Allgemeinen Maschinenbau der Montanuniversität tätig.

Univ. Prof. Dr. techn. Wilfried Eichlseder, geb. 1956, studierte Maschinenbau an der Technischen Universität Graz. Seit 1981 hatte er verschiedene Positionen in der Steyr- Daimler-Puch AG inne, zuletzt als Leiter des Engineering/Technologie-Zentrums Steyr. Er promovierte 1989 an der Technischen Universität Graz mit einer Arbeit zur rechnerischen Lebensdaueranalyse von Nutzfahrzeugkomponenten. 1999 wurde er an die Montanuniversität Leoben berufen, wo er heute Leiter des Lehrstuhls für Allgemeinen Maschinenbau sowie des Christian-Doppler-Laboratoriums für Betriebsfestigkeit ist.


Literatur

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Online erschienen: 2013-05-26
Erschienen im Druck: 2007-07-01

© 2007, Carl Hanser Verlag, München