Accessible Unlicensed Requires Authentication Published by De Gruyter May 13, 2013

Radon at workplaces in Bavaria and experiences with remediation

Radonsituation in Bayern
S. Körner and C. Reifenhäuser
From the journal Kerntechnik

Abstract

In Germany radon exposure at certain workplaces has been regulated by the Radiation Protection Ordinance since 2001. However in Bavaria studies have been conducted since 1996. The radon exposure of all staff concerned was estimated and thereby several companies were identified where the exposure exceeded 6 mSv per year. Since then the exposure of the staff has been continuously monitored in these companies. Remediation measures specifically adjusted to local conditions led to a reduction of the exposure in many of these companies. Therefore only in 11 of the original 81 companies exposures of more than 6 mSv/a persist until today. As the Bavarian Environment Agency (LfU) oversaw the measurements and remediation measures there exists profound knowledge within the LfU of the local conditions mainly in water supply facilities as well as of the various remediation measures and their success. Furthermore, a few investigations concerning radon are carried out at workplaces not regulated by the Radiation Protection Ordinance. As an example we present a town hall where the measured radon concentrations led to a heated public dispute. Here the LfU successfully communicated factual information and the evaluation of the radon situation with regard to international recommendations.

Kurzfassung

Die Radonexposition an bestimmten Arbeitsplätzen ist in Deutschland seit 2001 in der Strahlenschutzverordnung geregelt. In Bayern werden jedoch bereits seit 1996 umfassende Untersuchungen an diesen Arbeitsplätzen durchgeführt. Die Radonexposition aller betroffenen Beschäftigten wurde bestimmt und dadurch mehrere Betriebe ermittelt, in denen diese 6 mSv im Jahr überschritt. Hier wird seither eine kontinuierliche Überwachung der Exposition durchgeführt. Durch verschiedene, jeweils auf die Gegebenheiten vor Ort abgestimmte Maßnahmen konnte eine Reduktion der Exposition der Beschäftigten bereits in vielen dieser Betriebe erreicht werden, so dass gegenwärtig nur mehr in 11 von ursprünglich 81 Betrieben Expositionen von mehr als 6 mSv pro Jahr auftreten. Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) begleitet die Messungen und Maßnahmen, so dass hier gute Kenntnisse der Verhältnisse v.a. in der Wasserversorgung, sowie umfassendes Wissen über Art, Umsetzung und den Erfolg von Reduktions-maßnahmen vorliegen. Auch an Arbeitsplätzen, die nicht unter die Regelung der Strahlenschutzverordnung fallen, wurden bereits einige Untersuchungen durchgeführt. Als Beispiel hierfür dient der Fall eines Rathauses, in dem die Radonkonzentration im Zuge der Bestimmung von Innenraumschadstoffen auf Veranlassung der Gemeinde ermittelt wurde und die gemessenen Werte für große Kontroversen unter den Bürgern sorgten. Hier konnten von Seiten des Bayerischen Landesamts für Umwelt erfolgreich fachliche Informationen zu den ermittelten Messwerten, der Radonexposition und der Beurteilung der Situation mit Hilfe von internationalen Empfehlungen kommuniziert werden.

References

1 Verordnung über den Schutz vor Schäden durch ionisierende Strahlung (StrlSchV) vom 20. Juli 2001, Bundesgesetzblatt, Teil I, Seiten 1731 – 1848, 2001 Search in Google Scholar

2 Entwurf der Euratom Basic Safety Standards Directive vom 24. Februar 2010; Internet: http://ec.europa.eu/energy/nuclear/radiation_protection/doc/art31/2010_02_24_draft_euratom_basic_safety_standards_directive.pdf Search in Google Scholar

3 Entwurf der IAEA International Basic Safety Standards for Protection against Ionizing Radiation and for the Safety of Radiation Sources vom Januar 2010; Internet: www-ns.iaea.org/committees/files/draftcomments/887/BSSdraft3.0-Jan2010.pdf Search in Google Scholar

4 WHO Handbook on Indoor Radon, 2009; Internet: http://whqlibdoc.who.int/publications/2009/9789241547673_eng.pdf Search in Google Scholar

5 Trautmannsheimer, M.: Abschlussbericht des Forschungsvorhabens, Radonexponierte Arbeitsplätze in Wasserwerken in Bayern”, Bayerisches Landesamt für Umweltschutz, 2002; Internet: www.lfu.bayern.de/strahlung/ionisierende_strahlung_untersuchungen Search in Google Scholar

6 Körner, S.: Abschlussbericht des Forschungsvorhabens „Strahlenexposition durch natürliche Radionuklide aus gewerblichen Betrieben in Bayern“, Bayerisches Landesamt für Umweltschutz, 2004; Internet: www.lfu.bayern.de/strahlung/ionisierende_strahlung_untersuchungen Search in Google Scholar

7 Mallick, R.: Abschlussbericht des Forschungsvorhabens „Ermittlung von Arbeitsfeldern mit erhöhten Expositionen durch natürliche Radioisotope und überwachungsbedürftigen Rückständen“, Bayerisches Landesamt für Umweltschutz, 2004; Internet: www.lfu.bayern.de/strahlung/ionisierende_strahlung_untersuchungen Search in Google Scholar

8 Schulz, H. et al.: Neue Aspekte der Radonmessung in Gebäuden, 2. Sächsischer Radontag 30.09.2008, S. 75 ff Search in Google Scholar

9 „Bodenluftkarte“ von Kemski & Partner; Internet: www.radon-info.de/shtml/karten_bl.shtml Search in Google Scholar

10 Radon in Gebäuden, Bundesamt für Strahlenschutz; Internet: www.bfs.de/ion/radon/radon_in_haeusern.html Search in Google Scholar

Received: 2012-1-3
Published Online: 2013-05-13
Published in Print: 2012-06-01

© 2012, Carl Hanser Verlag, München