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Subscribe to Open: Gemeinsam Open Access ermöglichen

Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt für die Zeitschrift Bibliothek Forschung und Praxis bauen wir unser Subscribe to Open-Angebot aus. Weitere 11 Zeitschriften aus dem geistes- und sozialwissenschaftlichen Zeitschriftenportfolio werden im Subscribe to Open-Modell angeboten und sollen mit Unterstützung der Abonnenten 2022 in den Open Access überführt werden und in ihren digitalen Ausgaben unmittelbar unter der Creative Commons Lizenz 4.0 frei zugänglich sein:

Das Modell


Subscribe to Open wurde vom US-Verlag Annual Reviews entwickelt und ermöglicht die Open Access-Transformation gut etablierter Zeitschriften durch Weiterführung bestehender Abonnements. Die subskribierenden Einrichtungen, die die Zeitschriften kennen und schätzen, abonnieren diese wie gewohnt, also entweder gedruckt oder elektronisch, weiter und ermöglichen dadurch den offenen Zugang für alle sowie das gebührenfreie Open Access-Publizieren für Autorinnen und Autoren. Solange genügend Abonnenten die Zeitschrift weiterbeziehen, erscheint deren digitale Ausgabe unter einer Creative Commons-Lizenz und ist damit frei zugänglich. Sollte die Zahl der Abonnenten unter einen festgesetzten Wert fallen, wird die Bezahlschranke wieder aktiviert, d.h. nur bestehende Abonnenten haben Zugriff. Durch diesen Mechanismus werden die Finanzierung und Wirtschaftlichkeit der Zeitschrift nachhaltig gesichert.

Subscribe to Open bietet für alle Beteiligten im Publikationssystem Vorteile:

  • Autorinnen und Autoren veröffentlichen ihren Artikel in einer etablierten Zeitschrift open access, ohne dass Kosten für die Publikation ihres Beitrags anfallen.
  • Die Bibliotheken als Subskribenten behalten durch ihr Abonnement garantierten Zugriff auf die Zeitschrifteninhalte und ermöglichen ohne zusätzlichen administrativen Aufwand oder Mehrkosten die Open Access-Transformation.
  • Der Buchhandel organisiert für seine Kunden weiterhin in gewohnter Weise den Zeitschriftenbezug und bleibt damit – anders als bei APC-finanziertem Open Access und Transformationsmodellen wie Publish & Read – ein wichtiger Akteur im wissenschaftlichen Publikationssystem.

Subscribe to Open ermöglicht so mit geringem Aufwand und ohne Mehrkosten eine komplette Open Access-Transformation wissenschaftlicher Zeitschriften. Das Modell stellt einen fairen, egalitären Transformationsansatz dar, können doch alle Autor/-innen unabhängig von Herkunft und der Finanzkraft ihrer Einrichtung in der Zeitschrift ihrer Wahl open access publizieren

FAQs: Subscribe to Open (S20)


Im Folgendem finden Sie die am häufigsten gestellten Fragen.

Was ist Subscribe to Open?
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Subscribe to Open ist ein Modell, das durch die Weiterführung bestehender Abonnements die vollständige Open Access-Transformation von Zeitschriften ermöglicht, ohne dass dafür Publikationsgebühren für Autorinnen und Autoren anfallen.

Subscribe to Open wurde vom US-amerikanischen Verlag Annual Reviews für die Open Access-Transformation gut etablierter Zeitschriften entwickelt und in einem Pilotvorhaben erfolgreich umgesetzt.

Wie funktioniert Subscribe to Open für die teilnehmenden Zeitschriften?
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Die subskribierenden Einrichtungen, die die teilnehmenden Zeitschriften kennen und schätzen, abonnieren diese wie gewohnt, also entweder digital oder gedruckt, weiter und ermöglichen dadurch den offenen Zugang für jeden sowie das gebührenfreie Open Access-Publizieren für alle. Solange genügend Abonnenten die Zeitschriften weiter beziehen, erscheint die digitale Ausgabe dieser unter einer Creative Commons-Lizenz und ist damit frei zugänglich. Sollte die Zahl der Abonnenten unter einen festgesetzten Wert fallen, wird die Bezahlschranke wieder aktiviert, d.h. nur bestehende Abonnenten haben Zugriff auf den laufenden Jahrgang. Durch diesen Mechanismus werden Finanzierung und Wirtschaftlichkeit der Zeitschrift nachhaltig gesichert.

Was passiert mit den bisher Open Access gestellten Artikeln, wenn die Bezahlschranke wieder aktiviert werden muss?
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Da die Artikel, welche während einer aktiven Transformationszeit von Subscribe to Open unter einer Creative Commons- Lizenz veröffentlicht werden, bleiben diese auch open access verfügbar. Die zukünftigen Ausgaben der Zeitschriften sind nach einer nicht erfolgreichen Re-Subskribtionsphase jedoch wieder hinter einer Bezahlschranke und somit nur den subskribierenden Einrichtungen und Personen zugänglich.

Wie kann ich die Transformation der Zeitschriften unterstützen?
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Durch die Fortführung Ihres Abonnements, egal ob als Printausgabe oder digital, unterstützen Sie das Subscribe to Open-Angebot und damit die Open Access-Transformation der Zeitschriften. Für Sie ändert sich nichts – zusätzlich leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Öffnung des Publikationssystems, zum freien, wissenschaftlichen Austausch und ermöglichen das gebührenfreie Open Access-Publizieren für jeden.

Wenn Sie das Subscribe to Open-Programm unterstützen möchten, wenden Sie sich an Ihren jeweilig regionalen Sales Manager.

Warum sollte ich mein Abonnement für die teilnehmenden Zeitschriften weiterführen?
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Nur durch Ihren Beitrag wird die Open Access-Transformation der Zeitschriften und somit die weitere Öffnung des Publikationssystems möglich. Zudem: Nur die Fortführung des Abonnements garantiert, dass Sie Zugriff auf den laufenden Jahrgang der jeweiligen Zeitschrift haben.

Warum sollte ich als Buchhändler Subscribe to Open unterstützen?
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Anders als bei APC-finanziertem Open Access und Transformationsmodellen wie Publish & Read organisieren Sie für Ihre Kunden weiterhin den Zeitschriftenbezug und erhalten Ihr Geschäft.

Was passiert, wenn nicht genügend Abonnenten die Zeitschriften weiterbeziehen?
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Wenn nicht genügend Abonnenten die Zeitschriften weiterbeziehen und das Subscribe to Open-Modell unterstützen, wird die Bezahlschranke wieder aktiviert. In diesem Fall haben dann nur die Institutionen, die die Zeitschriften weiterhin abonniert haben, Zugriff auf den laufenden Jahrgang der Zeitschrift.

Warum wird die benötigte Mindestanzahl an Abonnenten nicht kommuniziert?
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Üblicherweise wird im Rahmen des Modells Subscribe to Open die für eine erfolgreiche Transformation zu erreichende Mindestanzahl der Abonnements nicht veröffentlicht, so auch im Fall der aktuellen Transformationsvorhaben.

Dies hat in erster Linie mit komplexen und weltweit sehr unterschiedlichen Abonnementstrukturen und -konditionen im Zeitschriftenwesen zu tun. Viele Zeitschriften werden national und international von unterschiedlichen Einrichtungen und Konsortien bezogen, in Paketen vertrieben und einzeln abonniert - in unterschiedlichen Medienformen: Print, Online, Print+Online. Ein rein numerisches Zusammenzählen aller bestehenden Abonnements ist daher nicht aussagekräftig. Vielmehr müssen die unterschiedlichen Abonnementarten je nach Struktur gebündelt und bewertet in die Gesamtbetrachtung einfließen, in der auch marktübliche Schwankungen Berücksichtigung finden. Der Grenzwert setzt sich somit aus unterschiedlich zu bewertenden Abonnementstrukturen zusammen und lässt sich damit nicht pauschal als ein Referenzwert kommunizieren. Auch andere Verlage veröffentlichen den für ihre S2O-Projekte gesetzten Grenzwert nicht.

Unterstütze ich Subscribe to Open auch, wenn ich die Zeitschriften im Rahmen eines größeren Zeitschriftenpakets beziehe?
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Ja, auch wenn Sie die Zeitschriften im Rahmen eines größeren Zeitschriftenpakets beziehen, unterstützen Sie das Subscribe to Open-Vorhaben und damit die Open Access-Transformation der Zeitschriften. Ihre Konditionen für den Paketbezug bleiben unverändert.

Unter welcher Lizenz werden die Beiträge in den transformierten Zeitschriften erscheinen?
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Bei erfolgreicher Open Access-Transformation erscheinen alle Beiträge zukünftig unter einer Creative Commons-Lizenz (vorbehaltlich der Zustimmung der Autorinnen und Autoren).

Welche weiteren Pläne hat der Verlag hinsichtlich Subscribe to Open?
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Die Erfahrungen aus den Pilotprojekten wollen wir fruchtbar machen, um zukünftig weitere Zeitschriften aus dem geistes- und sozialwissenschaftlichen Verlagsprogramm zu transformieren. Transformationsmodelle, die auf der Zahlung von APCs basieren, sind für die meisten Zeitschriften aus den Geistes- und Sozialwissenschaften nicht praktikabel. Zu diesem Zweck engagiert sich De Gruyter in der S2O-Community of Practice. Die Community of Practice hat sich das Ziel gesetzt, Erfahrungen auszutauschen und das Transformationskonzept weiter am Markt zu etablieren.

Warum wurde das Pilotprojekt mit der Zeitschrift Bibliothek Forschung und Praxis (BFP) umgesetzt?
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Fragen der Zugänglichkeit zu Information und Wissen sind ein Schwerpunkt der Zeitschrift BFP seit ihrer Gründung 1977. Als eine der führenden Bibliothekszeitschriften Deutschlands hat sie stets national wie international über Techniken der Zugänglichmachung informiert und deren praktische Umsetzung propagiert: Von der Freihandaufstellung über die Digitalisierung von Kulturgut bis hin zu Elektronischem Publizieren, Open Access und Open Data.

Angesichts dieser Ausrichtung war der Wunsch, die BFP selbst für einen freien, wissenschaftlichen Austausch im goldenen Open Access-Modell zur Verfügung zu stellen, ohne dabei finanzielle Barrieren für Autorinnen und Autoren zu errichten, eine naheliegende Konsequenz.

Kontakt


Sie haben Fragen zum Pilotprojekt und zum Transformationsmodell?
Dann wenden Sie sich bitte an Corinna Mayer.

Sie wollen das Projekt unterstützen und die Zeitschrift Bibliothek Forschung und Praxis abonnieren oder haben Fragen zu ihrem bestehenden Abonnement?

Wenden Sie sich bitte an Ihren jeweiligen regionalen Sales Manager.

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