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Zusammenfassung

Mutmaßliche Einflußfaktoren für die Verkehrsmittelwahl bei Urlaubsreisen sind zum einen die Qualitätsmerkmale der Verkehrsmittel (z. B. Zeit- und Kostenaufwand) und zum anderen die umweltrelevanten Einstellungen der Benutzer. In der vorliegenden empirischen Untersuchung wurden 218 Kunden eines Reisebüros zu ihrem Umweltbewußtsein und zu ihrer Einschätzung der Merkmale von Flug- und Bahnreisen befragt. Die empirischen Ergebnisse zeigen, daß die Verkehrsmittelwahl für private Reisen innerhalb Europas durch den Preis und den Zeitaufwand bestimmt wird. Weder das Umweltbewußtsein noch das Umweltwissen oder die Betroffenheit von Umweltproblemen beeinflussen die Verkehrsmittelwahl. Ein Vergleich zwischen den selbstberichteten und den recherchierten Reisekosten und -Zeiten zeigt, daß die Konsumenten über diese Merkmale gut informiert sind. Darüber hinaus ergibt die Analyse, daß die Opportunitätskosten, den Annahmen der Rational-Choice-Theorie entsprechend, die gleiche Bedeutung für die Verkehrsmittelwahl haben wie die direkten Kosten. Dieses Ergebnis ist überraschend, weil es den vorliegenden Befunden, vorwiegend aus der experimentellen Wirtschaftsforschung, widerspricht.

Abstract

In this contribution we take a look at the development of environmental concern and mobility behavior of the population in Germany and Switzerland. The proportion of survey participants who express concern about the state of the natural environment is high in both countries. However, this proportion did not increase during the last two decades despite the ongoing public debate about environmental issues. At the same time the demand for private transportation did increase in Germany by almost 20% (in Switzerland by 2.5%). However, fuel consumption per capita decreased in Germany by 6.5% and in Switzerland by 2.2%. Our time series analyses of these trends suggest that this reduction is due to the price increase of gasoline which was substantial in both countries and not due to any change in attitudes. We argue that further price increases are appropriate means to reduce fuel consumption. However, our analyses also show that the price elasticity for fuel is low.

Zusammenfassung

In dem Beitrag werden verschiedene Hypothesen zur Erklärung der Unterschiede und der Entwicklung des Umweltbewusstseins im internationalen Vergleich diskutiert und einem empirischen Test unterzogen. Wir diskutieren die Wohlstandshypothese, die These vom postmaterialistischen Wertewandel, die Globalisierungsthese und die Annahmen zum so genannten „Issue-Attention Cycle“. Diese Hypothesen werden mit Hilfe einer Mehrebenenanalyse an den Daten des International Social Survey Programme (ISSP) 2000 überprüft. Die Ergebnisse stützen vor allem die Wohlstandshypothese. Es zeigt sich, dass das Umweltbewusstsein sowohl vom individuellen Einkommen als auch vom nationalen Wohlstandsniveau abhängt. Zusätzlich weisen auch postmaterialistische Werthaltungen der Befragten neben weiteren soziodemographischen Merkmalen einen engen Zusammenhang zum Umweltbewusstsein auf. Insgesamt ist das Umweltbewusstsein in den meisten Teilnehmerländern des ISSP 2000 im Vergleich zu 1993 leicht gesunken. Staaten, in denen die Bevölkerung über ein hohes Niveau an Umweltbewusstsein verfügt, weisen darüber hinaus eine höhere Ökoeffizienz hinsichtlich ihrer CO2-Emissionen auf als solche mit niedrigem Umweltbewusstsein.

Abstract

The enforcement of social norms is crucial for the functioning of groups, organization and societies. Often, norm enforcement requires the coordinated action of many individuals, but sometimes a subset of actors or even a single person is sufficient to punish a norm violation. The latter situation lowers the barrier of norm enforcement, but it also introduces a coordination problem of who should be responsible for the punishment. Just like in the Volunteer’s Dilemma, thismight then lead to the diffusion of responsibility, where everybody hopes everyone else will enforce the norm. In this chapter,we study normenforcement in themultiple responder ultimatumgame, a game with one proposer and multiple responders. In this game, a rejection by a single responder is sufficient to punish the proposer at the cost of losing the offered amount only to those who choose to reject the offer.We derive hypotheses from different models of (behavioral) game theory, and test these hypotheses in a lab experiment. Our results suggest that the diffusion of responsibility can also be observed in our design: more responders lower the likelihood of rejecting a given offer. We also find that responder behavior in the multiple responder ultimatum game is best explained by an adapted version of the Fehr-Schmidt model.

Summary

Acquiescence can be the source of a serious response bias in international comparative research. We demonstrate this by referring to an example taken from environmental sociology. The effect of wealth on individuals’ willingness to pay for environmental protection is controversially discussed in the literature. Studies analyzing the International Social Survey Programme (ISSP) report that individuals in wealthier nations are more concerned about the environment, while studies using the World Values Survey (WVS) or the European Values Study (EVS) come up with the opposite finding. The puzzle is resolved when the different levels of acquiescence are taken into consideration. As it turns out, respondents in poorer nations in Asia and Eastern Europe have higher levels of acquiescence than respondents in richer Western nations. Thus, acquiescence conceals the wealth effect of studies analyzing the WVS or EVS and the issue is resolved when acquiescence is properly controlled for in multivariate statistical models.

Zusammenfassung

Dieser Beitrag analysiert die Determinanten einer erfolgreichen Teilnahme an der Fernsehshow „Wer wird Millionär“. Befragt wurden 660 Teilnehmer, die zwischen 1999 und 2007 in der Quizsendung als Kandidaten aufgetreten sind. Wir interessieren uns besonders für die Fragen, wie die Human- und Sozialkapitalausstattung der Teilnehmer die Gewinnchancen beeinflusst. Die Bildung der Kandidaten sollte den Erfolg in der Show erhöhen, da der Gewinn in erster Linie durch das Wissen der Kandidaten und weniger durch andere Kriterien bestimmt wird. Die Schätzung der Humankapitalrenditen ist hierbei nicht durch unbeobachtete Heterogenität (Signale über weitere Fähigkeiten) verzerrt wie das in Untersuchungen zum Einkommen auf dem Arbeitsmarkt häufig der Fall ist. Damit kann ein von „signaling“- Effekten unabhängiger Humankapitaleffekt berechnet werden. Überdies können wir anhand unserer Daten den monetären Ertrag des Sozialkapitals schätzen. Der Telefonjoker wird von den Kandidaten aus ihren sozialen Netzwerken rekrutiert. Für die erfolgreiche Auswahl eines Telefonjokers sollte deshalb die Qualität des Netzwerkes eine besondere Rolle spielen. Beide Effekte von Human- und Sozialkapital lassen sich empirisch nachweisen und sind wesentliche Determinanten der erfolgreichen Teilnahme bei „Wer wird Millionär?“.