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  • Author: Cord-Friedrich Berghahn x
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Ein Beitrag zur Geschichte der Menschenrechte und der pluralistischen Gesellschaft in der deutschen Aufklärung

Der vorliegende Band entstammt einem interdisziplinären Projekt der Berlin- Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, das die kulturelle Blüte Berlins zwischen 1786 und 1815 als erste deutsche Großstadtkultur – und zugleich als genuine Alternative zum Verdichtungsraum Weimar-Jena – zu rekonstruieren versucht. In der Tat ist wohl kaum ein intellektueller Spielmacher dieser Epoche geeigneter, Berlin als Verhandlungsort der entscheidenden Diskurse des klassisch-romantischen Zeitalters auszuweisen, als der nachitalienische Moritz: als Mitglied der Akademie zwischen Autonomieästhetik und angewandter Kunst; als Sprachtheoretiker und -lehrer im Spannungsfeld einer multiethnischen und multilingualen Metropole; als psychologischer, ästhetischer und philosophischer Publizist im Moment der Neucodierung der Journalistik und schließlich als Protagonist auf der gesellschaftlichen Bühne einer Stadt, deren polyzentrische Organisation eine ganz neue Pluralität sozialer Konfigurationen aufweist – in all diesen Momenten ist er Zeuge und Akteur einer Metropolenkultur, die im historischen Augenblick ihrer Konstitution zugleich eine äußerst wache Selbstbeobachtung entwickelt. Zugleich ist Karl Philipp Moritz nach seiner Italienreise (1786–1788) als Konzeptualist der Autonomieästhetik auch für Goethe und Schiller der entscheidende Gewährsmann in der Neubestimmung der Aufgaben und Grenzen der Kunst.