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  • Author: Dagmar Burkhart x
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Zusammenfassung

Das russische Volksmärchen hat – wie auch andere Genres der mündlich tradierten und anonymen Volksdichtung (vor allem Lied, Byline, Totenklage, Sprichwort, Rätsel) – eine vielfältige Literarisierung erfahren. An typischen Beispielen von den ersten Dekaden des 19. Jahrhunderts (Žukovskij, Puškin) bis zur Postmoderne Ende des 20. Jahrhunderts (Popov, Erofeev) und der Literatur des 21. Jahrhunderts (Sorokin) läßt sich zeigen, wie die ganze Bandbreite möglicher Verarbeitung von Märchen als Prätexten realisiert wird: Einerseits tritt strukturelle oder Systemreferenz auf, nämlich die Übernahme von Märchengattungsstrukturen, d.h. des syntagmatischen Märchenmodells, der dreifachen Variation der Handlung mit Achtergewicht, der funktionalen Figurenkonzeption, der Eingangs- und Schlußformeln. Andererseits werden thematische Bezüge verwirklicht als Einzeltextreferenz in Form von Zitation oder Paraphrasierung von bzw. Allusion auf ganze Märchensujets (z.B. Sneguročka/Schneewittchen) oder aber einzelne Märchenmotive (z.B. Verwandlung) und erweiterte thematische Märchenelemente (Verzauberung/Entzauberung, Erfolg des Schwachen etc.), als Titelreferenz (Skazka ob Ivane duračke, Spjačšaja carevna, Car-devica u.a.) und als name-dropping (Baba-Jaga, Koščej bessmertnyj usw.). Dabei werden nicht nur affirmative, sondern auch dialogische wie satirisch verfremdende bzw. parodistische oder politisch-operative Verarbeitungen des Märchen-Subtextes fungibel gemacht. Über die Intertextualität hinaus sind Fragen der Mündlichkeit, Schriftlichkeit und der sekundären Mündlichkeit tangiert.

OPEN ACCESS

Abstract

Several of the most prolific and influential conspiracy theories originated in Eastern Europe. The efficacy of conspiracy narratives can be observed in recent developments in Poland or with regard to the wars waged in Eastern Ukraine and in former Yugoslavia. This volume analyses the history behind this widespread phenomenon as well as its relationship with representations of the present in Eastern European cultures and literatures.

Von den Anfängen bis zum Ende des Mittelalters