Search Results

You are looking at 1 - 10 of 13 items

  • Author: H. Friedrich-Freksa x
Clear All Modify Search

Bei der reversiblen enzymatischen Umwandlung eines Stoffes A in einen Stoff B ist das Verhältnis der Anfangsgeschwindigkeiten v1/v2=K · MA/MB, wenn K die thermodynamische Gleichgewichtskonstante und MA und MB die Dissoziationskonstanten der Fermentsubstratverbindungen sind.

Bei der Entstehung von iso-Citronensäure aus Aconitsäure unter Einwirkung der Aconitase steigt die iso-Citronensäure zunächst weit über den Gleichgewichtswert des Systems Citronensäure-Aconitsäure-iso-Citronensäure an. Die Lösung der reaktionskinetischen Gleichungen ergibt, daß ein Stoff sich auch dann vorübergehend anhäufen könnte, wenn er nicht weiterreagieren, sondern über den Ausgangsstoff in einen dritten Stoff übergehen würde. Nach Durchrechnung verschiedener Möglichkeiten des kinetischen Ablaufs für das Aconitase-System zeigt sich, daß in diesem Fall wahrscheinlich ein einziges Ferment einen Übergang von jeder der drei Säuren zu den beiden anderen bewirkt über eine Ferment-Zwischenverbindung, aus der jede der drei Säuren unmittelbar entstehen kann. Unter dieser Annahme lassen sich die sechs gemessenen Anfangsgeschwindigkeiten und der ebenfalls gemessene vollständige Verlauf zweier Reaktionen in befriedigender Übereinstimmung mit der Erfahrung darstellen.

An einem unter konstanten Bedingungen gezüchteten Klon von Amoeba proteus wurden die letalen Folgen nach Einbau von 32P im Laufe der Zellgenerationen untersucht. Es war möglich, die Einzelzelle mit 0,01 μ C 32P zu markieren, ohne dadurch ihre Beweglichkeit, Nahrungsaufnahme und Teilungsfähigkeit zunächst zu beeinträchtigen. Durch anfängliche Haltung der markierten Zellen bei niedriger Temperatur konnte die Zellteilung so lange verzögert werden, bis der größte Teil des 32P zerfallen war. 29 362 unter Normalbedingungen weiter gezüchtete Nachkommen dieser Zellen wurden während 100 aufeinanderfolgender Zellgenerationen beobachtet. Dabei traten Letale auf, deren Prozentsatz in Abhängigkeit von der Generationenzahl eine zweigipfelige Kurve ergab. Das erste Maximum mit 2,7% (σ Spanne: 1,7-4,1%) liegt in der 5. Zellgeneration, das zweite mit 4,6% (σ Spanne: 3,3-6,3%) in der 31. Zellgeneration. Beide sind durch ein in der 10. Generation befindliches Minimum von 0,7% σ Spanne: 0,4-1,2%) getrennt. Ebenfalls der anfänglichen Kältebehandlung ausgesetzte Kontrollkulturen wiesen eine Letalität unter 0,1 % auf (3 σ Spanne: 0,005-0,6%). In einer weiteren Kontrollkultur wurde die Strahlenwirkung des 32P untersucht, ohne daß dieser von der Zelle aufgenommen werden konnte. Dabei trat ein Letalitätsverlauf auf, der dem ersten Gipfel und dem nachfolgenden Minimum nach Aufnahme radioaktiven Phosphors durch die Zelle entspricht. Der zweite Anstieg der Letalität mit dem Maximum in der 31. Zellgeneration wird somit durch den Einbau und Zerfall des radioaktiven Phosphors verursacht. Der Verlauf dieses Astes der Letalitätskurve konnte unter der Annahme gedeutet werden, daß ein Chromosom aus 16 Elementarfibrillen als den Trägern der kleinsten noch mutationsfähigen genetischen Einheiten besteht, von denen höchstens eine durch den 32P-Zerfall geschädigt wird. Für die Häufung der geschädigten Elementarfibrillen in einzelnen Zellen läßt sich unter der Annahme statistischer Verteilung ein Maximum der Letalität in der 35. Zellgeneration errechnen.

Nach partieller Hepatektomie wurden Ratten 2 Pulse 3H-Thymidin gegeben und dadurch eine hohe Markierung der Leberzellen erreicht. Die Verschiebung der markierten Zellen zwischen Glissonscher Kapsel und Zentralvene wurde zwischen 5. — 91. Tag untersucht. Während das Maximum der Radioaktivität am Anfang portalwärts liegt, ist es am 91. Tag in der Nähe der Zentralvene gelegen. Da die Summe der Silberkörner im Autoradiogramm während dieser Zeit keine signifikante Abnahme zeigt, kann höchstens ein geringer Prozentsatz von markierten Zellen zugrunde gehen. Daraus ergibt sich aber, daß die Verschiebung der Markierung in der Richtung der Zentralvene nur durch Wanderung der Zellen gedeutet werden kann. Die gleiche Wanderung ergibt sich auch, wenn zusätzlich zur Hepatektomie noch Diäthylnitrosamin (DANA) gegeben wird. Nur gehen in diesem Fall etwa 90% der Zellen zugrunde. Bei weiteren Versuchen wurde ohne Hepatektomie DANA gegeben und gleichzeitig mit Thymidin markiert. Auch hier konnte die Verschiebung der Zellen und ebenso ein 90-proz. Verlust festgestellt werden.

Bei frisch trypsinierten und in Roux - Kolben gezüchteten Kalbsnierenzellen sinkt die Aktivität der Fructose-1.6-Diphosphatase in 4 bis 7 Tagen auf 1/100 des Wertes bei Zuchtbeginn, bezogen auf den Gesamtstickstoff der Zellen. Bei weiterer Züchtung steigt die FDPase in 3 Monaten ungefähr auf den Ausgangswert an. Die zum Vergleich gemessene Fructoaldolase-Aktivität bleibt während der ganzen Zeit etwa gleich. Reduzierte Fructose-1.6-Diphosphatase-Aktivität kann nicht die Ursache der Milchsäureanhäufung sein, weil beim Wiederanstieg der FDPase im allgemeinen gerade bei hoher Fructose-1.6-Diphosphatase-Aktivität auch hohe Milchsäurebildung auftritt.

ATP-cleavage on the surface of L-5222 leukaemic cells of the BD IX-rat occurs at a rate of only 20% of the corresponding value for normal leucocytes.