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Abstract

Based on actual advancements of historical research on Smith and Luther, the thesis of protestantism concerning the roots of competitive capitalism is being confirmed, but modified by aspects of paradigmatic revolution to individualistic anthropology. The present paper analyses the Lutheran theology of justification as a special kind of contingency doctrine and shows historical developments from Luther to Thomasius, Smith and Kant. As to the history of paradigma effects of individualism, European origins of competition ethics of responsibility can be shown, which do not refer to market performance or imperformance, but to accountability in sense of risk identification and risk control. Unfair competitive actions, therefore, are to be legally interdicted as unethical competition behaviour when market risks are transferred to market partners or to third persons without good reasons of risk control. Some further conclusions can be made to ethical rules of banking and companies’ law as well as to the general law of commerce.

Zusammenfassung

Der nachstehende Vergleich des Bank- und Versicherungsvertragsrechts ist auf die Informationspflichten der Parteien vor und nach Vertragsabschluss gerichtet, um zu erkennen, inwiefern die Risikofrüherkennung isoliert der einen oder der anderen Seite auferlegt wird, oder um ein Zusammenwirken beider Seiten bei der Identifikation und Bewältigung der Risiken zu ermöglichen. Es wird zu zeigen sein, dass die beiden Rechtsgebiete dabei zwar unterschiedliche Wege gehen, doch in die gleiche Richtung weisen: Das Prinzip des caveat emptor/investor etc. ist weitgehend überwunden, und wird durch ein neues hier sog. Prinzip geteilten Risikovertrauens ersetzt. Die jüngsten Novellierung zu den §§ 504a bis 511 BGB und §§ 26 ff. VAG bringen zusätzliche Neuerungen, die systematischer Einordnung bedürfen.

Der Verfasser gibt einen Überblick über die neuen Regelungen zum gutgläubigen Erwerb von GmbH-Anteilen und zum Gesellschafterdarlehen, die das MoMiG v. 1.11.2008 getroffen hat, und versucht zu zeigen, dass es dabei im Kern um Normzwecke der Transparenz auf den Kredit- und Anteilsmärkten geht. Es handelt sich um einen tiefgreifendenWandel vom Gläubigerschutz zur marktadäquaten Risikobegrenzung, der im Zusammenhang mit kapitalmarktrechtlichen Vorschriften, wie dem AnSVG 2004, interpretiert werden muss. Aus der Entwicklung werden Folgerungen zu praktisch wichtigen Fragen des Handels mit GmbH-Anteilen, insbesondere bei der heute wie nie zuvor wichtigen Umfinanzierung durch Finanzinvestoren abgeleitet.