Search Results

You are looking at 1 - 10 of 29 items

  • Author: Helmut Koopmann x
Clear All Modify Search
Reflexe der Französischen Revolution im literarischen Deutschland zwischen 1789 und 1840

Die humanistische Front hieß ein Buch, das Walter A. Berendsohn 1946 herausgab; es war gedacht als Überblick über das, was sich als Exilliteratur 1947 darbot. Der Titel war klug gewählt: es war in der Tat eine humanistische Front, die sich nach 1933 aufgebaut hatte, und ‚Humanismus‘ war ein alles andere als abgegriffener Begriff: er war im Kampf gegen die Nazis so etwas wie ein Generalnenner. Zum Humanismus bekannten sich so unterschiedliche Autoren wie Heinrich Mann und Stefan Zweig, Bertolt Brecht und Oskar Maria Graf, Lion Feuchtwanger und Franz Werfel – selbst wenn jeder etwas anderes darunter verstand. Gemeinsam war ihnen allen aber die Vorstellung, daß der Humanismus verteidigt werden müsse, da er so etwas wie der Inbegriff der europäischen Kultur sei. Auch Thomas Mann wurde nicht müde, diesem Humanismus das Wort zu reden. Von Pessimismus dabei keine Spur.

Klaus W. Jonas verzeichnete in seinen Bibliographien der Sekundärliteratur zu Thomas Mann für die Zeit von den literarischen Anfängen bis 1994 knapp 18.000 Titel. Das ist aber nur eine Auswahl, denn Neuerscheinungen etwa aus dem slavischen Sprachraum sind dabei kaum berücksichtigt, auch nicht Arbeiten aus dem außereuropäischen Kulturraum, es sei denn, sie wären in deutscher Sprache erschienen. Man darf also von insgesamt etwa 20.000 Arbeiten ausgehen – und ein Ende ist nicht abzusehen. Statistisch gesehen erscheint also jeden zweiten Tag etwas Neues zu Thomas Mann.