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  • Author: Peter Mesenburg x
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Zusammenfassung

Die Untersuchung behandelt in ihrem ersten Teil die oft erhobene Forderung nach einem „Spatial Turn“ in den Geisteswissenschaften sowie speziell im Archiv- und Bibliothekswesen bezüglich der Erschließung von Kartenbeständen. Der neue Vorschlag führt zur Implementierung der Genauigkeitsprüfung für Karten in die Arbeitsabfolge. Zum ersten Mal wird dieses Verfahren für großmaßstäbige Manuskriptkarten vorge­schlagen. Im zweiten Teil des Beitrags wird die rechnergestützte Genauigkeitsanalyse der Karten des Klevischen Katasters (1731–1738) exemplarisch beschrieben. Unter Einsatz der Open-Source-Software MapAnalyst wird am Beispiel der im Gemeindearchiv Schermbeck lagernden Manuskriptkarte 7 ein Weg aufgezeigt, wie die Genauigkeit der graphischen Darstellung der im Jahre 1733 aufgemessenen Grundstücksgrenzen ermittelt werden kann. Im Rahmen der Untersuchung ergaben sich in vielen Bereichen überraschende Übereinstimmungen der Grundstücksstrukturen aus dem Jahr 1733 mit denen des Jahres 2013, die auch bei partieller Analyse zu konstanten Genauigkeitswerten führten. Nach ausgleichender Koordinatentransformation und robuster Schätzung wurden generell und auch in Teilbereichen für die dargestellten Grenzpunkte Standardabweichungen zwischen ±2,3 – ±2,9 m ermittelt.