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  • Author: Prof. Dr. Michael Corsten x
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Zusammenfassung

Ausgehend von der Aktualität des ‚practical turns‘ in der soziologischen Diskussion fragt der Beitrag nach der Bestimmung von Praxis als symbolischer Praxis. Dazu werden erstens anhand der Sozialtheorien von Mannheim und Searle drei übereinstimmende Grundannahmen sondiert und als Kern einer Theorie der symbolischen Praxis herausgearbeitet. Mit Aussagen aus der Theorie symbolischer Praxis Bourdieus werden zweitens in Bezug auf die drei Grundannahmen sowohl Konvergenzen aufgezeigt als auch strukturtheoretischer Ergänzungsbedarf reklamiert. Demgegenüber zeigt Davidsons Bedeutungstheorie Prämissen, die sich in sozial- und prozesstheoretischer Hinsicht deutlich von Mannheim und Searle sowie von Bourdieu abheben. Vergleichend werden die drei rekonstruierten Ansätze als divergente Abzweigungsmöglichkeiten einer Theorie symbolischer Praxis ausgewiesen. Gleichwohl wird abschließend für eine Behebung der Unverträglichkeiten der Ansätze und insbesondere für eine Integration sowohl der strukturtheoretischen Ansprüche Bourdieus als auch des prozesstheoretischen Anliegens Davidsons plädiert, indem auf Problemstellungen innerhalb einer Theorie symbolischer Praxis hingewiesen wird, für deren Klärung sie fruchtbar gemacht werden könnten.