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Politische und kultische Rechte und Pflichten in griechischen Poleis, Rom und antikem Judentum

Abstract

»Es gibt nichts in unsern Versen, was nicht auf Adam paßt, und alles paßt nur auf Adam.« – Mit diesen Worten brachte E. Käsemann die sogenannte heilsgeschichtliche Deutung von Röm 7 auf den Punkt. In der Geschichte der Auslegung von Röm 7 wurde sie immer wieder erwogen, in die moderne Exegese wurde sie maßgeblich von S. Lyonnet eingebracht. Sie besagt, in Röm 7, insbesondere in Röm 7,9–11, werde auf die Erzählung über Paradies und Sündenfall in Gen 3 Bezug genommen. Seit Käsemanns prägnanter und einflussreicher Formulierung wird diese Deutung immer wieder diskutiert, und zwar mit der Tendenz, dass die deutschsprachige Forschung dazu neigt, einen Bezug des vieldiskutierten »Ich« auf Adam anzunehmen, während die englischsprachige Forschung eher skeptisch blieb. Diejenigen Exegeten, die eine Anspielung auf Gen 3 annehmen, vertreten freilich hinsichtlich der Details der Beziehung zwischen den beiden Texten durchaus unterschiedliche Positionen: Während von einigen in dem »Ich« in diesen Versen ausschließlich Adam gesehen wird, steht es nach Ansicht anderer für Adam und alle adamitischen Menschen. Damit verknüpft ist eine unterschiedliche Auffassung davon, wie Paulus den Sündenfall in Gen 3 hier versteht: eher exemplarisch (der adamitische Mensch sündigt wie Adam) oder eher kausal (der adamitische Mensch sündigt, weil Adam sündigte, und eben darum kategorial anders als Adam). Umstritten ist schließlich auch das Verhältnis zwischen Tora – um die es ja im argumentativen Zusammenhang von Röm 7 geht – und Paradiesgebot: Werden die beiden identifiziert – wofür es traditionsgeschichtliche Belege aus dem antiken Judentum gibt? Oder ist das Gebot an Adam, der in der Lage war, nicht zu sündigen, auf einer anderen Ebene als die Tora, die immer schon auf den sündigen adamitischen Menschen trifft?

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Abstract

In New Testament exegesis, quotations from Latin literature of the Early Principate are mostly used as evidence of Roman imperial ideology. This essay aims to show that it is worthwhile to deal more carefully with such literary texts. Horace’s seventh and sixteenth epodes are compared with passages from the letter to the Romans. Using the myth of Romulus’ fratricide, Horace expresses his despair during the civil wars. He imagines a fictional rescue by fleeing from Rome to a primeval “pre-lapsarian” paradise. Paul uses the myth of Adam and Eve to portray human captivity under sin from which Christ saves people from all nations. The parallels are not mere coincidence.