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  • Author: Volker Kruse x
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Zusammenfassung

Die deutschen Sozialwissenschaften des späten 19. Jahrhunderts waren geprägt durch heftige Methodenkämpfe zwischen den vorherrschenden historischen Schulen einerseits und den aufstrebenden nomothetischen Strömungen des Positivismus, der theoretischen Nationalökonomie und des Marxismus andererseits. Um 1900 wurden in der jüngeren Generation der historischen Schule der Nationalökonomie (Werner Sombart, Max Weber, Alfred Weber, Franz Oppenheimer) die Grundlinien eines neuen Paradigmas sichtbar, das auf die Synthese von nomothetischen und historistischen Elementen, von Theorie und Geschichte abzielte. Der vorliegende Beitrag zeigt einige Strukturelemente des neuen Paradigmas („Weimarer historische Soziologie“) auf, gibt einen Überblick über seine weitere Geschichte und fragt nach den Perspektiven für die gegenwärtige deutsche Soziologie.

Zusammenfassung

Volker Kruse: Soziologie als Fortschrittsprozess? Zur historisch-sozialen Bedingtheit soziologischer Wissensproduktion – Neue Publikationen zur Geschichte der Soziologie. Besprechung der Titel:

Karl Acham (Hrsg.), Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften aus Graz. Zwischen empirischer Analyse und normativer Handlungsanweisung: wissenschaftsgeschichtliche Befunde aus drei Jahrhunderten. Wien / Köln / Weimar: Böhlau 2011.

Jens Adamski, Ärzte des sozialen Lebens. Die Sozialforschungsstelle Dortmund 1946–1969. Essen: Klartext 2009.

Emil Walter-Busch, Geschichte der Frankfurter Schule. Kritische Theorie und Politik. München: Wilhelm Fink 2010.

Uta Gerhardt, Soziologie im zwanzigsten Jahrhundert. Studien zu ihrer Geschichte in Deutschland. Stuttgart: Franz Steiner 2009.

Felicia Herrschaft / Klaus Lichtblau (Hrsg.), Soziologie in Frankfurt. Eine Zwischenbilanz. Wiesbaden: VS 2010.

Carsten Klingemann, Soziologie und Politik. Sozialwissenschaftliches Expertenwissen im Dritten Reich und in der frühen westdeutschen Nachkriegssoziologie. Wiesbaden: VS 2009.

Ariane Leendertz, Die pragmatische Wende. Die Max-Planck-Gesellschaft und die Sozialwissenschaften 1975–1985. Göttingen: Vandenhoeck und Rupprecht 2010.

Zusammenfassung

Die allgemeine Soziologische Theorie hat bislang die Moderne de facto als Zivilgesellschaft konzipiert. Angesichts der massiven zwischenstaatlichen Gewalt im 20. Jahrhundert erscheint es als Desiderat, Krieg angemessen in die soziologische Theorie der Moderne zu integrieren. Es wird hier vorgeschlagen, im Anschluss an Herbert Spencer („militärischer“, „industrieller Gesellschaftstypus“) Kriegsgesellschaft als Vergesellschaftung sui generis von Zivilgesellschaft zu unterscheiden. Demgemäß sind moderne Zivilgesellschaften primär funktional differenziert mit autonomen, sich selbst steuernden Funktionssystemen. Moderne Kriegsgesellschaften sind primär hierarchisch nach Art einer militärischen Organisation differenziert und werden zentral gesteuert. Der Beitrag analysiert mittels der Kategorien „Mobilisierung“ und „kriegsgesellschaftliches Dilemma“ die Prozesse kriegsgesellschaftlicher Transformation im Ersten Weltkrieg und interpretiert die Sowjetunion wie das nationalsozialistische Deutschland als Erscheinungsformen moderner kriegsbedingter Vergesellschaftung. Er möchte zu einem theoretischen Verständnis von Kriegsgesellschaft allgemein und der Epoche der Weltkriege im Besonderen beitragen.

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Series: Sozialtheorie
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