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Bei der klassischen Geflügelpest wurden durch die Komplementbindung mit Mäuse-Immun-seren ein Virus- oder V-Antigen und ein lösliches oder S-Antigen festgestellt. Das V-Antigen ließ sich durch Ultrazentrifugation und Elektrophorese nicht von den früher beschriebenen Viruspartikeln mit einer s20 von~600 S abtrennen. Das S-Antigen ist kleiner. Es besitzt kein Hämagglutinationsvermögen und ist wahrscheinlich nicht infektiös.

Viruskonzentrate der atypischen Geflügelpest zeigen in der Komplementbindung keinerlei antigene Übereinstimmung mit denen der klassischen Pest.

Zwischen dem Virus der klassischen Geflügelpest und Vertretern des Α-Typs der Influenza bestehen sero-immunologische Beziehungen, die mit Hilfe der Komplementbindungs-Probe und des Kreuzimmunisierungs-Versuches festgestellt wurden, durch den Präzipitations-, Hämagglutinations-Hemmungs- und Neutralisations-Versuch aber nicht nachzuweisen waren.

Die serologische Untersuchung der Spaltprodukte des Influenza-FM/1- und Geflügelpest-Virus ergab, daß die antigene Komponente, die beiden Erregern gemeinsam ist, im „gebundenen Antigen“ der Virus-Elementarteilchen ihren Sitz hat. An Hand dieser Feststellung wurde eine Erklärung für den unterschiedlichen Ausgang der verschiedenen sero-immunologischen Reaktionen gesucht.

Ebenso wie die Influenza-Viren ließ sich auch das Geflügelpest-Virus durch intranasale Impfung auf die Lunge der weißen Maus übertragen. Es wurde auf diese Weise bisher in 14 Passagen fortgeführt.

Die Viren der Influenza und klassischen Geflügelpest sind auf Grund der Übereinstimmungen, die sie in physikalisch-chemischer und sero-immunologischer Hinsicht zeigen, nunmehr endgültig in eine Gruppe einzuordnen.

Abstract

Variable temperature photoelectron (vtpe) spectroscopy is applied to ethane-1,2-dithiol. Thereby it is shown that this molecule thermally reacts to thiirane and hydrogen sulphide at the very low pressure applied in the pe experiment.

In der isolierten Chorioallantois des Hühnerembryos vermehren sich die infektiösen Virusteilchen der klassischen Geflügelpest erst nach einer Latenzzeit von 3—5 Stunden. Die neue infektiöse Virusgeneration wird dann innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit gebildet.

Während der Latenzzeit, in der die in die Wirtszellen eingedrungenen Virusteilchen in einer nichtinfektiösen Form vorzuliegen scheinen, vermehrt sich zuerst ein lösliches Antigen und dann ein Hämagglutinin.

Es wird vermutet, daß das Hämagglutinin mit einer „unreifen Form“ identisch ist, die in Eihauthomogenisaten infizierter Hühnerembryonen nachgewiesen wurde. Sie unterscheidet sich von den vollaktiven Viruspartikeln dadurch, daß sie kleiner als diese und wahrscheinlich nicht infektiös ist.

Es wurden drei Verfahren ausgearbeitet, mit denen es gelingt, das in infizierten Hühnerembryonen enthaltene lösliche Antigen der Maul- und Klauenseuche, Typ O, weitgehend zu reinigen.

Das gereinigte Antigen sedimentiert in der analytischen Ultrazentrifuge mit einer Konstanten von mindestens 5 S. Seine elektrophoretische Wanderungsgeschwindigkeit beträgt in 0,1-ionaler Kochsalzlösung bei pH 7,2 —6,0 · 10-5 cm2 Volt -1 sec-1. Der Nucleinsäuregehalt des Antigens ist nach UV-Absorptionsmessungen nicht größer als 6%.

Serologisch läßt sich das Antigen, wenn es in hoher Konzentration vorliegt, nicht nur durch die Komplementbindungsreaktion, sondern auch durdi die Präzipitationsprobe nachweisen. Von den reinsten Antigenpräparaten reichen bereits Mengen mit 0,6 γ N aus, um die Hämolyse in der Komplementbindungsprobe eindeutig zu hemmen.

Eine aus Antigenkonzentraten hergestellte Adsorbatvakzine schützt Meerschweinchen nicht gegen Infektion mit Standard O Virus.

Das Virus der klassischen Geflügeli est wurde aus bebrüteten Hühnereiern isoliert, um seine Eigenschaften mit denen des früher dargestellten Virus der atypischen Geflügelpest zu vergleichen. Es besitzt in Kochsalzlösung eine Sedimentationskonstante von 685 S und ein Partikelgewicht von 400 · 106, in Wasser ist s20 = 275 und das Teilchengewicht etwa halb so groß. Es ist möglich, daß darüber hinaus in wäßriger Lösung auch noch kleinere aktive Viruspartikel mit s20 ~ 130 vorkommen. Die Identität der isolierten Substanz mit dem Virus wurde gesichert durch Bestimmung der Infektiosität, der hämagglutinierenden Wirkung, durch serologische Untersuchungen und die Übereinstimmung der biologisch bestimmten Sedimentationskonstante des Virus mit der optisch für das Protein beobachteten.

Nach den Ergebnissen der Sedimentations- und Diffusionsmessungen weicht die Gestalt des Virus erheblich von der Kugelform ab, was auch durch Viskositätsmessungen bestätigt wird. Elektronenoptisch findet man in Wasser kontrastarme runde Scheiben, in Salzlösung dichtere, vorwiegend kugelförmig erscheinende Teilchen. Es wird daher angenommen, daß die hohe Reibungskonstante nicht durch eine Anisodiametrie, sondern durch eine lockere Struktur des Virus bedingt wird. Die chemische Analyse ergibt, daß das Virus neben Protein und Desoxyribonucleinsäure auch noch andere phosphorhaltige Verbindungen enthält. Die komplexe Zusammensetzung und die ausgeprägte Variabilität der Größe zeigen, daß es sich nicht um ein definiertes Proteinmolekül handelt.

In seiner Größe und Gestalt ist das Virus der klassischen Geflügelpest verschieden von dem der atypischen Geflügelpest. Da auch die serologischen Versuche keine Anzeichen für eine Verwandtschaft ergeben, sind diese Krankheitserreger als zwei verschiedene Virusarten zu bezeichnen.

Als lösliches Antigen der klassischen Geflügelpest wurde ein Protein mit einem Partikelgewicht von etwa 1,5·103 und einem Teilchendurchmesser von ∾ 15 mμ isoliert. Es zeigt eine starke Neigung zur Bildung von Aggregaten und scheint immunochemisch neben der virusspezifischen noch eine wirtsspezifische Komponente zu enthalten.

Das infektiöse Elementarteilchen der klassischen Geflügelpest ließ sich durch Behandlung mit peroxyd-freiem Äther abbauen. Als Abbauprodukte wurden zwei nicht-infektiöse Virus-Untereinheiten gewonnen die als „Hämagglutinin“ und „gebundenes Antigen“ bezeichnet werden.

Das Hämagglutinin ist ein kugelförmiges Gebilde mit einem Durchmesser von etwa 30 mu, das neben Protein noch Kohlenhydrat enthält. Es agglutiniert Erythrozyten und besitzt außerdem virus-spezifische antigene Wirksamkeit.

Die kugelförmigen Grundeinheiten des „gebundenen Antigens“ haben einen Durchmesser von höchstens 15 mµ. Sie lagern sich zu kettenförmigen Aggregaten aneinander, die eine Länge von über 100 mu erreichen können. Chemisch ist das gebundene Antigen ein Ribonucleoproteid mit einem Nucleinsäure-Anteil von mindestens 15 Prozent. Biologisch ist es lediglich antigen wirksam.

Die Antigene der beiden Untereinheiten sind nach den Präzipitations-Versuchen verschieden. Trotzdem sind wahrscheinlich beide in der Lage, gegen eine nachfolgende Infektion mit aktivem Virus zu immunisieren.

Hinweise auf Funktion und Lagerung der Untereinheiten im Virus-Elementarteilchen ergaben sich aus ihrem chemischen und biologischen Verhalten.

Die Vermehrung des Geflügelpest-Virus wurde in den Allantoiszellen des Hühnerembryos ultrahistologisch verfolgt. Dabei wurden insbesondere die Veränderungen studiert, die innerhalb der ersten 6 Stdn. nach der Infektion in Erscheinungen treten.

Abweichungen vom normalen Bild ließen sich nur am freien Rand der Zellen feststellen. Hier treten in der 4.—5. Stde. nach der Infektion in vermehrtem Maße Protrusionen auf, die die Form von Bläschen und Filamenten haben. In der 6. Stde. nach der Infektion sind größere Mengen von Teilchen zu beobachten, die Virus-Elementarpartikeln ähnlich sehen. Diese entstehen durch Unterteilung der Filamente oder an deren freiem Ende und können wahrscheinlich auch in den bläschenförmigen Einheiten gebildet werden. Im Innern der Zellen wurden sie nicht beobachtet.

Die an den infizierten Zellen gefundenen Gebilde werden mit den bisher isolierten virusspezifischen Einheiten verglichen. Ihre Bedeutung für die Virusvermehrung wird diskutiert.