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112 Diskussion Gisela Burckhardt Wer näht, wer trägt: Solidarität über Distanzen Feministische Studien (© Lucius & Lucius, Stuttgart) 1 / 15 Seit dem Zusammenbruch einer Textilfa- brik am Rana Plaza, 24 km nordwestlich der Hauptstadt Dhaka, ist Bangladesch zu einem Synonym für unmenschliche Ar- beitsbedingungen und gewissenlose Ge- schäftemacherei in der Bekleidungsindus- trie geworden. Hier sind die Lohnkosten so niedrig wie sonst nirgends, Auf lagen hinsichtlich der Sozial- und Umweltstan- dards lassen sich besonders leicht umge- hen. Als am 24. April 2013

@uni-bremen.de Gisela Burckhardt, Dr. phil., setzt sich seit rund 20 Jahren für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Beklei- dungsindustrie weltweit ein. Sie vertritt FEMNET als Vorstandsvorsitzende bei der Clean Clothes Campaign und hat zahlreiche Textilfabriken in Bangladesch, Indien, China, Vietnam und der Türkei besucht. Publikationen zuletzt: Todschick. Edle Labels, billige Mode – unmensch- lich produziert, München 2014. – gisela.burckhardt@femnet-ev.de Antje Daniel, M. A., Dr. des., ist wissen- schaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für

3 Feministische Studien (© Lucius & Lucius, Stuttgart) 1/ 15 Einleitung Solidaritäten – theoretische Einsichten und soziales Handeln Solidarität als Begriff und Praxis zu thematisieren, ist für feministische Forschung wahrlich nicht neu, wenn auch in den vergangenen Jahren häufig in Vergessen- heit geraten. Den Begriff – hier bewusst im Plural verwendet – wieder zu bele- ben und zugleich seine Verwendungsweisen kritisch und differenziert zu be- fragen, ist angesichts aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen ein wichtiges und