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Lei Delsen Das niederländische Bündnis für Arbeit und seine Wirkungen Abstract 'Jobs, Jobs und abermals Jobs' ist das politische Schlagwort in den Niederlanden. In diesem Artikel werden die Hintergründe des niederländischen "Beschäftigungswunders" erläutert und die zentrale Frage beantwortet, ob es möglich und erwünscht wäre, das "Poldermodell" in Deutschland einzuführen und zu implementieren. Gefolgert wird, dass die Übertragbarkeit des Poldermodells beschränkt ist. Es gibt beträchtliche kulturelle und institutionelle Unterschiede zwischen den beiden

und beim abschließenden Podium wird gefragt, weshalb die Arbeitsmarktforschung von der Krise weitgehend überrascht wurde. Es geht um Erklä- rungen dafür, dass sich der scharfe Einbruch nur sehr moderat auf die Arbeitslosigkeit ausgewirkt hat („deutsches Beschäftigungswunder“). Wie ist dabei die Rolle der Arbeitsmarktreformen zu beurteilen, was hat die verstärkte Nutzung innerbetrieblicher Flexibilität dazu beigetragen, wo liegen die Grenzen dieser Instrumente? Das für und wider eines Einstiegs in eine neue Arbeitszeit- politik kommen zur Sprache und schließlich

für dieses „deutsche Beschäftigungswunder“ unter anderem auf die angesichts der Krise getroffenen beschäftigungserhaltenden Maßnahmen (unter anderem Senkung der Lohnnebenkosten und deutlich ausgeweitete Möglichkeiten der Kurzarbeit, einschließlich der „Kurzarbeit Null“) verwiesen (vgl. Möller 2010 sowie Burda und Hunt 2011). Zwar gab es auch andere, eher strukturelle Gründe (wie die Flexibilisierung, die durch Arbeitszeitkonten ermöglicht wurde), aber die aktive Arbeitsmarktpolitik durch Senkung der Lohnnebenkosten, die großzügige Ausweitung der

Zielen dieser Kampagnen aufzuzeigen. Nüchtern konstatiert der Autor, dass die 1936 tatsächlich erreichte Vollbeschäftigung zum „entscheidenden Teil auf Rüstung“ basierte, während die zuvor immer wieder als „Beschäftigungswunder“ gefeierte Arbeitsbeschaffung „großenteils Fiktion“ gewesen sei, wenn man die statistischen Manipulationen des Regimes in Rechnung stelle (S. 634). Das Schlussfazit für den von ihm untersuchten Zeitraum von 1933 bis 1939 lautet: „Die Rüstungsausgaben und die Beschäftigung stiegen immer weiter, die Arbeitslosigkeit sank immer tiefer und der

ganzheitlichen Produktionssystemen im Heft 3 Schwerpunktheft: Im Schatten des Beschäftigungswunders Petra Schütt Tim Obermeier, Kathrin Schultheis, Birte Tiedemann Karin Schulze Buschoff Teilhabe atypisch Beschäftigter: Carina Himsel, Ulrich Walwei Till Kathmann, Irene Dingeldey Handlungsstrategien in einem prekarisierten Stefanie Gundert, Christian Hohendanner Soziale Integration von befristet Beschäftigten III Inhaltsverzeichnis 23. Jg. (2014) Heft 1-4 Heft 4 Jörg Abel, Peter Ittermann Teilautonom oder re-taylorisiert? – Gruppenarbeit bei

ungünstiger aussieht. Im Zusammenhang mit dem vermeintli- chen US-Vorbild wird von Politikern, etlichen Ökonomen und der Wirtschafts- presse auf eine in der Bundesrepublik vermeintlich bestehende Dienstleistungs- lücke hingewiesen und unterstellt, es ließen sich noch hunderttausende tertiärer Arbeitsplätze schaffen,3 wenn die BRD sich endlich von der „industriefixierten Erwerbsgesellschaft" (Deckstein 1996, 4) verabschiedete. Wie irreführend diese Behauptung ist, wurde jüngst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung 2 Schon in den 1980er Jahren wurde das „US-Beschäftigungswunder

dafür u.a. Argumente auf, die in einer die Tagung abschließenden Podiumsdiskussion diskutiert wurden. Behandelt werden Arbeitsmarktentwicklung und Arbeitsmarktreformen seit 2005, die Problematik der Umsetzung der Arbeitsmarktreformen, Verschiebungen zwischen unterschiedlichen Beschäftigungsformen sowie die Nutzungsvarianten interner Flexibilität mit ihren Aus- wirkungen auf die Stabilität von Beschäftigung und schließlich die kritische Interpretation des „deutschen Beschäftigungswunders“. Die Beiträge liefern vielfältige Anregungen für die Weiterentwicklung von

um 29%, und zwar bei den Männern von 83% auf 53%, bei den Frauen von 31% auf 28%. Zudem werden die täglichen Arbeitszeiten vielfältiger, Teilzeitbeschäfti- gung hat Konjunktur. In den Niederlanden, dem Beschäftigungswunder- land, arbeiten 37% aller Beschäftigten in Teilzeitarbeit, davon sind 74% Frauen. In Großbritannien arbeiten 22% und in Deutschland 16% aller Beschäftigten in Teilzeitarbeit; auch in diesen beiden Ländern sind die meisten davon Frauen (86 beziehungsweise 87%). Gemessen an der statistischen Häufung von tatsächlich geleisteten wöchentlichen

Abbildung 2 Die Entwicklung von Arbeitslosenquote und Jugendarbeitslosenquote im Zeitablauf Quelle: Bundesagentur für Arbeit. im historischen Verlauf, dass sich die Arbeitslosenquote der Jugendlichen in Deutschland (abgebildet seit 1993) jeweils synchron zur Arbeitslosenquote insgesamt entwickelt hat, sich dabei allerdings (nach den Daten der Bundesagentur für Arbeit) sogar auf einem niedrigeren Niveau bewegt (vgl. Abbildung 2). Beim deutschen Beschäftigungswunder handelt es sich somit um eine strukturelle Eigenart des Arbeitsmarktes für Jugendliche, die so schon

um lediglich 1,9 Prozent zugelegt hat – obwohl die Zahl der aktiven Personen um 13,2 Prozent zunahm. Im selben Zeitraum schrumpfte die erwerbsfähige Bevölkerung um 2,9 Prozent. Damit entfällt die Demographie als wichtigster ausweitender Einfluss auf den Arbeitsmarkt als Ursache für das Beschäftigungswunder. Stattdessen treibt die Erwerbsbeteiligung die Entwicklung. Bemerkenswert ist, dass seit 2003 ein größerer Anteil der erwerbsfähigen Bevölkerung in Arbeit ist. In Tabelle 1 ist dies als Trendumbruch in der Erwerbslosenquote sichtbar. Tabelle 1: Das zerlegte