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VfZ 4/2011 © Oldenbourg 2011 DOI 10.1524/vfzg.2011.0027 509 Michael Mayer Akteure, Verbrechen und Kontinuitäten Das Auswärtige Amt im Dritten Reich – Eine Binnendifferenzierung Diplomat gleich Diplomat, weitere Differenzierung unnötig. So lautete anschei- nend die Arbeitshypothese der Unabhängigen Historikerkommission zur Un- tersuchung der Geschichte des Auswärtigen Amts (AA) in der NS-Diktatur und in der Bundesrepublik. In keinem einzigen Fall wurde deshalb systematisch er- forscht, welche unterschiedlichen Positionen innerhalb des Ministeriums hin- sichtlich

erschienen auch in englischer Übersetzung. 10 Vgl. Christopher R. Browning, The Final Solution and the German Foreign Office. A Study of Referat D III of Abteilung Deutschland 1940–1943, New York 1978 (deutsch: Die „End- lösung” und das Auswärtige Amt. Das Referat D III der Abteilung Deutschland 1940–1943, Darmstadt 2010); Hans-Jürgen Döscher, Das Auswärtige Amt im Dritten Reich. Diplomatie im Schatten der „Endlösung“, Berlin 1987; Magnus Brechtken, „Madagaskar für die Juden“. Antisemitische Idee und politische Praxis 1885–1945, München 1997; Roland Ray, Annä- VfZ 2

Vorspann

Am 7. März 1936 unternahm Hitler einen entscheidenden Schritt zur Zerstörung nicht nur der Versailler Ordnung, sondern auch des 1925 im Zuge von Stresemanns Verständigungspolitik abgeschlossenen Locarno-Pakts, indem er Truppen in das entmilitarisierte Rheinland einmarschieren ließ. Das war eine Entscheidung von erheblicher außenpolitischer Tragweite. Welche Rolle hat hierbei das Auswärtige Amt gespielt? Das ist die zentrale Frage von Alexander Wolz‘ Aufsatz, in dem zugleich das völkerrechtliche Geflecht analysiert wird, das damals einen tiefen Einschnitt erlitt.

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. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 479 Aufsätze Legitimität und Originalität einer Disziplin nnnn Waren alle gleich verantwortlich? Michael Mayer Akteure, Verbrechen und Kontinuitäten . . . . . . . . . . 509 Das Auswärtige Amt im Dritten Reich – Eine Binnendifferen- zierung nnnn Polizeistaat Deutschland? Markus Lammert Die französische Linke, der Terrorismus und der „repressive Staat“ in der Bundesrepublik in den 1970er Jahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 533 nnnn Wie viele Opfer? Reinhard Otto

(2010), S. 329–362; „Ak- teure, Verbrechen und Kontinuitäten. Das Auswärtige Amt im Dritten Reich. Eine Binnendifferenzierung“, in: VfZ 59 (2011), S. 509–532; als Bearbeiter „Die Verfolgung und Ermordung der VfZ 4/2015 189Autoren europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutsch- land 1933–1945, Bd. 5: West- und Nordeuropa 1940 bis Juni 1942“ (München 2012); als Herausgeber mit Johannes Hürter, „Das Auswärtige Amt in der NS-Diktatur“ (München 2014); als Bearbeiter die AAPD-Bände 1978 (2 Bände) und 1962 (3 Bän- de) (München 2009/2010). Thomas

, Tendenzen, hg. von Dieter Braun. München: Süddeutscher Verlag, 1966. Das Diplomatische Korps 1871–1945, hg. von Klaus Schwabe. Boppard: Boldt, 1985. Karl Doka, Kulturelle Außenpolitik. Zürich: Berichthaus, 1956. Hans-Jürgen Döscher, Das Auswärtige Amt im Dritten Reich. Diplomaten im Schatten der „Endlösung“. Berlin: Siedler, 1987. Kurt Düwell, Deutschlands auswärtige Kulturpolitik 1918–1932. Grundlinien und Dokumente. Köln/Wien: Böhlau, 1976. Richard Martinus Emge, Auswärtige Kulturpolitik. Eine soziologische Analyse einiger ihrer Funktionen, Bedingungen und Formen

Forschungsmöglichkeiten waren für interessierte Wissenschaftler ja gege- ben. Zu Recht ist in der Debatte immer wieder darauf verwiesen worden, dass Christopher Browning mit seinem Buch über „Referat D III of Abteilung Deutsch- land“ schon Ende der 1970er Jahre eine Untersuchung vorgelegt hat, in der kon- krete Täterforschung just für das Auswärtige Amt anschaulich präsentiert wurde32. Und mit gleicher Berechtigung lässt sich Hans-Jürgen Döschers erstes Buch über „Das Auswärtige Amt im Dritten Reich“ (mit seinem sprechenden Untertitel „Di- plomatie im Schatten der ‚Endlösung‘“) als

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Zeitgeschichte 62 (2012), H. 32–34, S. 38–46. 2 Vgl. Johannes Hürter, Das Auswärtige Amt, die NS-Diktatur und der Holocaust. Kritische Bemerkun- gen zu einem Kommissionsbericht, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 59 (2011), H. 2, S. 167–192; Michael Mayer, Akteure, Verbrechen und Kontinuitäten. Das Auswärtige Amt im Dritten Reich. Eine Binnendifferenzierung, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 59 (2011), H. 4, S. 509–532. 3 Willi Winkler, Die vielen Schatten des Antisemitismus. 2010 ließ das Außenministerium seine Rolle im Dritten Reich aufarbeiten. Nun

Reiches“ zu wahren (und die eigene Karriere zu befördern), an den Vorbereitungen zu Depor- tation und Vernichtung der europäischen Juden beteiligten, habe der Rest der Wilhelmstraße eher passiv in diese Linie eingewilligt. Eine derartige 4 Hans-Jürgen Döscher, Das Auswärtige Amt im Dritten Reich. Diplomatie im Schatten der „Endlösung“. Berlin 1987; Christopher R. Browning, Die „Endlösung“ und das Aus- wärtige Amt. Das Referat D III der Abteilung Deutschland 1940–1943. Darmstadt 2010. 130 Historische Zeitschrift Band 293 (2011) Differenzierung wird hier nicht sichtbar

. Dietz, Economic History of Puerto Rico: Institutional Change and Capitalist Development. Princeton, Princeton Uni- versity Press 1987. XXIII, 337 S„ $ 20,-. J. R. Dinwiddy, Chartism. (New Apprecia- tions in History, 2.) London, The Histori- cal Association 1987. 24 S., £ 3,20. Hans-Jürgen Döscher, Das Auswärtige Amt im Dritten Reich. Diplomatie im Schatten der »Endlösung«. Berlin, Siedler 1987. 333 S. Dokumentation zur Geschichte der jüdi- schen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und im Saarland von 1800 bis 1945. Bd. 8: Index der Personen- und Ortsnamen so- wie