Search Results

You are looking at 1 - 10 of 2,095 items :

Clear All

3. Autonome FDGB-Einzelgewerkschaften Während in den Jahrzehnten zuvor scheinbar keinerlei Zweifel an dem FDGB und seinen verschiedenen Funktionen im Herrschaftssystem der SED bestanden hatten, waren sich nun plötzlich alle einig, dass der FDGB bislang überhaupt keine Gewerkschaft gewesen sei. Diese Einsicht manifestierte sich im rasanten Tempo von nur wenigen Wochen. An- gefangen von den obersten Funktionsträgern bis hinunter zu den Betriebsgewerkschafts- organisationen (BGO) distanzierten sich ausnahmslos alle vom FDGB und seiner 44jährigen Geschichte

8. Kooperationsabkommen mit FDGB-Gewerkschaften Im Februar 1990 wurde deutlich, dass eine große Mehrheit der DDR-Bürger immer un- geduldiger auf eine rasche Vereinigung mit der Bundesrepublik drängte. Eine Stimmung entstand, als ginge es nur noch um das Wie und Wann. Doch die Spekulation darüber, wie lange eine mehr oder weniger souveräne DDR noch bestehen würde, bewegte sich in zeitlicher Hinsicht zwischen zwei und fünf Jahren. Die FDGB-Gewerkschaften agierten noch in dem Bewusstsein, dass sie für diese Zeitspanne selbständig existieren und agieren

10. Der Aufstand der FDGB-Gewerkschaften Die Vereinbarung vom 30. Mai 1990 Der gHV hatte am 30. Mai beschlossen, dass die „geeinte ÖTV“ im vereinten Deutsch- land über eine Satzungsöffnung der ÖTV (West) zum 1. November herbeigeführt werden solle. Die Vorstandsmitglieder der sechs FDGB-Gewerkschaften, die Gewerkschaft Öf- fentliche Dienste, die Gewerkschaft Gesundheits- und Sozialwesen, die IG Transport, die Gewerkschaft Wissenschaft, die Gewerkschaft der Zivilbeschäftigten der NVA und die Gewerkschaft der Armeeangehörigen, die am gleichen Tag in der

2. Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) Gewerkschaft als kommunistische Massenorganisation Der FDGB war die wichtigste „Massenorganisation“ der SED. Er war erklärtermaßen keine unabhängige und freie Interessenvertretung der lohnabhängig Beschäftigten, son- dern hatte sich willentlich der Führung der SED unterworfen und dies auch in seiner Satzung freudig bekundet. Wie das praktisch auf personaler Ebene funktionierte, be- schreibt der Vorsitzende des FDGB Harry Tisch wie folgt: „Ich war Mitglied des Politbüros, der Vorsitzende des FDGB im Bezirk

11. ÖTV-Anfang und FDGB-Ende Nach den Verstimmungen über das Vorgehen der ÖTV und den Irritationen nach der Pressekonferenz vom 4. Juli musste beiden Parteien daran gelegen sein, den Konflikt nicht zu verschärfen. Hauptamtliche Beschäftigung von DDR-Mitgliedern Die Entscheidung, keine hauptamtlichen FDGB-Funktionäre in die vereinte ÖTV zu übernehmen, die bei den FDGB-Gewerkschaften so viel Empörung ausgelöst hatte, wur- de in der Sitzung des zentralen Organisationsausschusses am 14. August etwas abgemil- dert. Dies lag weniger an einem Sinneswandel auf

I. Die Geschichte des FDGB-Feriendienstes 1. Von der Gründung bis zum Mauerbau (1947–1961) Überkommene Traditionen und erste Urlaubsregelungen nach 1945 Die Zahl der Berichte und Untersuchungen über die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg ist Legion. Nach zwölf Jahren Nationalsozialismus und sechs Jahren Krieg blickte die »Zusam- menbruchgesellschaft« (Christoph Kleßmann) auf Millionen Tote, auf Flucht, Vertreibung und Aussiedlung, auf Zerstörungen durch Kampfhandlungen, durch Selbstzerstörung

6. Kontakte der FDGB-Gewerkschaftsvorstände nach Westen Die erste Kontaktaufnahme von Gewerkschaftern aus der DDR mit gewerkschaftlichen Verwaltungsstellen in grenznahen Städten war überwiegend individuell motiviert und erfolgte unkoordiniert. Oft war sie getragen von dem Bemühen, Unterstützung für den Aufbau einer wirklichen betrieblichen oder gewerkschaftlichen Interessenvertretung der Beschäftigten zu finden. Als solches waren sie der Sache nach unmittelbar gegen den FDGB gerichtet. Auch die Vorstände einiger FDGB-Einzelgewerkschaften bemühten sich

Josef Kaiser (Mannheim) "Der politische Gewinn steht in keinem Verhältnis zum Aufwand". Zur Westarbeit des FDGB im Kalten Krieg In den fünfziger Jahren erschienen in der Bundesrepublik eine Vielzahl kleiner Beiträge und Broschüren zum Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) der DDR. Vor allem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) widmete dem Verband im anderen Teil Deutschlands große Aufmerksamkeit.1 Der DGB wurde nicht müde, vor der Gefahr kommunistischer Un- terwanderung, die vom FDGB ausgehe, zu warnen. Quellen, die über Art, Umfang und Wirksamkeit

in 1996

10 Minuten. [107] Pressenotiz über eine Eingabe des FDGB (Neues Deutschland, Nr. 250 vom 25. Oktober 1947) Vorschläge des FDGB zum Berliner Verfassungsentwurf Zum Berliner Verfassungsentwurf hat der Bundesvorstand des FDGB Berlin im Interesse der Werktätigen bestimmte Forderungen aufgestellt und diese dem Verfas- sungsausschuß des Stadtparlamentes und den politischen Parteien übermittelt. Der FDGB hält im Abschnitt »Grundrechte und Grundpflichten« die Aufnahme folgender Punkte, die wir inhaltlich wiedergeben, für unerläßlich: Der Magistrat ist verpflichtet

Die „Westarbeit" des FDGB. Die DDR-Gewerkschaft und die innerdeutschen Beziehungen (1945-1990) (2005)* Um die Jahreswende 1943/44 erhielten die KPD-Kader im Moskauer Exil von sowje- tischer Seite den Auftrag, über die Politik ihrer Partei nach dem alliierten Sieg über Hitler und unter den Bedingungen alliierter Besetzung Deutschlands nachzudenken. Sie erkannten bald, dass die Grundfrage deutscher Politik nach Hitler darin bestünde, ob sich das Land nach Osten oder nach Westen orientiert. Diese Moskauer Kader sahen ihre Aufgabe natürlich darin, die