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  • "Lebensmittelversorgung im Zweiten Weltkrieg" x
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Christoph Buchheim, der vor kurzem verstorbene bedeutende Wirtschaftshistoriker, gibt Antworten – präzise, souverän, auf der Grundlage neuer Quellen und auf der Höhe der Forschung. Seine Frage lautet: Wie gut oder wie schlecht ging es den Deutschen im Zweiten Weltkrieg? Buchheim, in den 1980er Jahren Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte, bezieht sich damit auf eine aktuelle Forschungsdebatte, die nun als entschieden gelten kann. Der Lebensstandard der Deutschen, so Buchheim mit differenziertem Blick auf unterschiedliche gesellschaftliche Schichten und Phasen des Krieges, war schon bei Kriegsbeginn relativ dürftig und verschlechterte sich ab 1942/43 kontinuierlich, ehe er 1945 einen Tiefpunkt erreichte. Von „Wohlleben“ könne allenfalls bei einer kleinen Oberschicht aus Staat, Partei und Wirtschaft die Rede sein, die es sich selbst in der Katastrophe noch gut gehen ließ.

- halb genauso betrogen fühlen wie die Tierpflegerinnen, die lebensunfähige Ferkel eines Wurfs als „Naturalprämie" erhielten22. 4. Der Industrialisierungsbeitrag der Landwirtschaft und die Lebensmittelversorgung im Zweiten Weltkrieg Die Bolschewiki strebten immer eine direkte Kontrolle der Agrarproduktion unter Ausschaltung der Marktbeziehungen an. Die Kollektivierung sollte dazu beitragen, diese Wunschvorstellung endlich zu realisieren. Nachdem die willkür- liche Verfügung über die agrarischen Uberschüsse zwischen 1929 und 1932 sich nicht als geeignet erwiesen