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Abstract

Die Frage, mit der Goethe Margaretes Bemühen ausdrückte, Faust in Marthens Garten endlich das für sie existenzielle Bekenntnis zum Religiösen abzuringen, ist längst zum Idiom unserer Sprache geworden. Die Wortprägung steht für eine Gewissensfrage, die zu beantworten Unbehagen hervorrufen darf. Margarete stellt ihre Frage, weil sich Faust widersprüchlich verhält. Um eine Gretchenfrage zu beantworten, ist eine eindeutige Werthaltung und Positionierung erforderlich. Eine solche Positionierung müssen Führungskräfte in Kulturbetrieben entwickeln, wenn sie von Google genau das Angebot erhalten, das man nicht ablehnen kann.

Abstract

Auf der Basis bundesweiter, repräsentativer Bevölkerungsumfragen aus den Jahren 1972 und 2016 wird untersucht, wie sich die kulturelle Partizipation der Bürger in Deutschland, in Bezug auf den Besuch von Oper, klassischem Konzert, Theater und Museum, verändert hat. Die Analyse erbringt eine grundlegende Umkehr der Altersbeziehung: während kulturelle Partizipation in den 1970er Jahren unter den Jüngeren stärker verbreitet war als unter den Älteren und mit steigendem Alter abnahm, sind es heutzutage die Älteren, die überproportional an der Hochkultur partizipieren. Kennzeichnend für den Wandel ist ein doppelter, gegenläufiger Prozess: eine Erosion der Partizipation auf Seiten der Jüngeren und ein Zuwachs auf Seiten den Älteren. Er ist partiell als Folge gewandelter altersbezogener Lebensstile zu verstehen, die sich seit den 1950er Jahren im Rahmen einer verstärkten Hinwendung zur Außenwelt in der Gestaltung der eigenen Lebensführung vollzogen haben.

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Abstract

Der Beitrag plädiert für Transformationen im Kulturbereich und belegt deren Notwendigkeit am Beispiel des Freistaats Thüringen. Ausgehend von einem neuen kulturpolitischen Narrativ des Wandels, wird die wohlfahrtsstaatliche Haltung eines Wachstums ohne hinreichenden Um- oder Rückbau von Angeboten kritisiert, da sie sowohl die öffentliche Hand überfordert als auch das völkerrechtlich verankerte Ziel kultureller Vielfalt bedroht. Aufgezeigt werden konkrete Bedingungen kommunaler und staatlicher Kulturpolitik im besonders kulturreichen Bundesland Thüringen, hiesige Reformnotwendigkeiten und Beispiele bisherigen Scheiterns und Gelingens. Heuristisch besonders interessant ist der behauptete Reformstau, da er Handlungsoptionen prägnant sichtbar werden lässt.

Abstract

Öffentliche Förderung von Kultur wirkt nicht nur bei den Geförderten und ihrem Publikum, sondern hat institutionelle, ökonomische und mentale Nebenfolgen im gesamten Sektor Kunst und Kultur. Diese werden kulturpolitisch unzureichend adressiert. Im Aufsatz werden solche Nebenfolgen exemplarisch an Musikschule und Theater dargestellt. Dabei wird auch gefragt, ob ungewünschte Nebenfolgen durch eine Veränderung der Fördersystematik beherrscht werden können.

Abstract

Der Beitrag vertritt die insbesondere im englischen Sprachraum entwickelte Ansicht, Rezeptionszentrierung als zentralen strategischen Managementansatz zu verstehen und Kulturnutzer in den Mittelpunkt aller managerialen Überlegungen zu stellen. Zu erörtern sind neue Ansätze zur Nutzerforschung jenseits etablierter Methoden zur Profilierung vor allem sozio-demographisch definierter Zielgruppen. Erforscht werden müssten vielmehr die historisch und kulturell kontextualisierten und sich im Zuge digitaler Technologien zunehmend wandelnden Kommunikations- und Rezeptionsprozesse und -praktiken selbst. Der Beitrag schlägt zudem vor, neue Produkte und Formate nicht nur themen-, sondern vor allem rezeptionszentriert zu entwickeln, um aktuellen, sich wandelnden Rezeptionspraktiken gerecht zu werden. Ferner zu erforschen sind dazu Möglichkeiten und Barrieren für die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams, die trotz potenzieller methodischer Konflikte gemeinsam rezeptionszentrierte Produkte entwickeln.