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  • General Topics and Biblical Reception x
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Abstract

Unsere Alltagswelt gilt heute als zunehmend religiös pluralisiert. Führt aber die Wahrnehmung religiöser Pluralität zu einem »Plausibilitätsverlust« von Religion, wie dies Peter L. Berger konstatierte? Oder führt sie eher in eine Fundamentalisierung der eigenen Religion, wie Markttheorien dies zur Ausbildung von starken Marken nahelegen? Aus biografie- und diskursanalytischer Perspektive ergibt sich ein ganz anderes Bild: Sowohl generative Aspekte der Religionsgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als auch ein multi-relationales Netz aus biografischen Bedeutungen von Religion, das dem herkömmlichen Verständnis einer, wenn auch prozesshaft gedachten, religiösen Identität zuwiderläuft, treten hierbei zutage.

Abstract

Bei einer Bestattung sind es Dinge der materialen Kultur, die sorgsam aufbewahrt werden: Fotos, Kleidungsstücke, Briefe, Erinnerungsurnen oder -diamanten. Diese Artefakte haben für die Angehörigen die Bedeutung von Privat-Reliquien. Während die katholische Kirche in der kultischen Verehrung heiliger Überreste eine lange Tradition pflegt, kultiviert der Protestantismus diese Praxis nicht. In der spätmodernen Religions- und Bestattungspraxis fließen die konfessionellen Kontraste jedoch ineinander. Die Wiederentdeckung des Nahverhältnisses von Dingen und Menschen in der Sepulkralkultur signalisiert theologischen, religions- und kulturwissenschaftlichen Klärungsbedarf, dem sich die Beiträger_innen des Bandes verständigungsorientiert im interdisziplinären Diskurs annehmen.

Abstract

Auf dem wachsenden Markt ökologisch produzierter Lebensmittel ist bei einigen Produzierenden, Konsumierenden und Verbänden zunehmend ein ganzheitlicher Anspruch feststellbar. Dieser Trend holistischen Charakters wird durch Angebote alternativer Heilverfahren einiger Bio-Bauernhöfe noch unterstrichen. So warten Akteure neben der Vermarktung ihrer Erzeugnisse mit zusätzlichen Produkten und Dienstleistungen auf, die in ein übergreifendes, ganzheitliches Lebenskonzept eingebettet sind: ökologisch, gesund, sozial, fair, regional, nachhaltig, gemeinschaftsfördernd, spirituell. Die Beiträge des Bandes befassen sich mit dieser ökologisch orientierten Landwirtschaft, die zum Referenzfeld religiös markierter Praktiken wird.

Abstract

Auf dem amerikanischen Kontinent wird mit Religion immer stärker Politik gemacht – und interamerikanische Beziehungen spielen dabei eine wichtige Rolle. In Anlehnung an Max Weber skizziert Heinrich Wilhelm Schäfer Verflechtungsprozesse zwischen Lateinamerika und den USA in religiöser, kultureller, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Signifikante historische Episoden analysiert er dabei im Übergang von der US-Mission zur autonomen Pfingstbewegung und Migration als Dynamik religiöser und politischer Verflechtung, die keinen der Beteiligten unverändert lässt.