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.4 Wissenschaftsethische und moralische Verantwortung im Umgang mit Geschichte | 243 3.5 Zusammenfassung | 252 4 Binnenperspektive: Fragen nach der Frage von Vergangenheit (4. Modell) | 255 4.1 Überblick | 255 4.2 Leiden in der Geschichte | 259 4.3 Fassungslosigkeit als Reaktion auf historisches Unrecht | 264 4.4 „Ethos der Frage“ (Sandra Lehmann) | 277 4.4.1 „Hat die Geschichte einen Sinn?“ (Jan Patočka) | 279 4.4.2 „Humanismus als Antwort auf den Holocaust“ (Jörn Rüsen) | 289 4.4.3 „Der gegebene Tod“ (Jacques Derrida) | 297 4.5 Histodizee | 303 4.5.1 Zeit

Fragmentierung beklagten, war den anderen eine Befreiung aus der selbstverschuldeten Monothematik. Die Vorstellung dessen, was fortan legitime historische Quellen seien, ging immer öf- ter an den etablierten staatlichen Archiven vorbei und griff stattdessen auf nichtstaatliche Zeugnisse, Ego-Dokumente, Artefakte oder literari- sche Arbeiten zurück. ( Quelle) Ja, sogar das Archiv selbst rückte in Reaktion auf Jacques Derridas Dem Archiv verschrieben (1997; frz. 1995) als Forschungsgegenstand in den Fokus der Kulturgeschichte, deren bewegliche Definitionen von »Archiv

und den Eindruck einer gewellten Oberfläche erzeugt (Abb. II.3.2). Erst in dieser Heranführung an makroskopische Sehgewohnheiten zeigte sich ein Muster an Erhebungen, das jedem der bis dahin existierenden Oberflächenmodelle widersprach. In der gezielten Formgebung erschien eine Differenz, die die Reputation des bis dahin kaum wahrgenommenen Instruments schlagartig erhöhte und Theorie entwicklungen als auch eine Konjunktur von experimen- 5 | Während Hans-Jörg Rheinberger den Begriff der Differenz von Jacques Derrida adaptiert und auf experimentelle

. Grundlegend dafür sind die geschichtsphilosophischen Betrachtungen Jan Patočkas. Daran an- schließend bietet es sich an, dem Postulat eines Sinns respektive Un- sinns der Geschichte etwas entgegen zu setzen. Jörn Rüsen tut dies, indem er in Abgrenzung zu Theodor Adornos „verzweifeltem Huma- nismus“ (Nie wieder!) einen „plausiblen Humanismus“ fordert.29 Schließlich widmet sich Jacques Derrida der religiösen Dimension der geschichtsphilosophischen Betrachtungen Patočkas. Er spricht sogar explizit von historischer Verantwortung mit Bezug auf Patočka, was es hervorzuheben

für gerichtetes Wahrneh- men“ als „Hauptbestandteil des Denkstils“ ausgemacht (Fleck 1980 [1935], 121). Es ist Teil naturwissenschaftlicher Bildpraxis, eine solche Bereitschaft zur Bildinterpretation aufzubringen und damit einherge- hend entsprechende Fähigkeiten auszubilden. Die historische Analyse der Bildpraxis changiert zwischen der Aufdeckung, dem Nachvoll- zug sowie der Benennung dieses gerichteten Wahrnehmens durch 18 | Hans-Jörg Rheinberger nutzt unter Bezug auf Jacques Derrida den Begriff der „Differenz“, um diese überraschenden Abweichungen, die er

und führen zu Verschiebungen.69 Die Metapher aber ist nicht nur wegen ihrer epistemischen Funktion und weil sie als Indikator für die gesellschaftliche Verfasstheit von Wissenschaften verstan- den werden kann zu einer beliebten Figur innerhalb der Wissenschaftsgeschichte geworden. Die wissenschaftliche Tätigkeit an sich wurde als von Metaphorizität ge- prägt erkannt. Wie Hans-Jörg Rheinberger im Anschluss an Jacques Derridas dif- 65 | Zur Diskursanalyse vgl. Foucault, Die Ordnung des Diskurses; ders., Archäologie des Wissens. Zur Diskursanalyse in der

- gesuchten Texten von Jan Patočka, Jacques Derrida und Jörn Rüsen. In den Ketzerischen Essays zur Philosophie der Geschichte rehabilitiert 38 Rüsen (2003): Kann gestern besser werden?; Rüsen (2004): Responsibility and Irresponsibility in Historical Studies; Mommsen (1995): Die mora- lische Verantwortlichkeit des Historikers; Kocka (2001): Interventionen; Gottlieb (1997): Von der Macht der Geschichte; Lehmann (2003) (Hg.): Die Verantwortung des Historikers. 39 Friedländer (2007): Nachdenken über den

aufgehoben werden können/sollen. Die Logik der Spirale entspricht der Auffassung Jacques Derridas, dass „dieser Abgrund [das historische Unrecht; JT] (bezeichnet) auch den Ursprung der Verantwortung“ bezeichnet.13 Die Logik der Spirale trägt dem Umstand Rechnung, dass weder bei der Beschaffenheit von Geschichte noch bei der Bezugnahme auf Ge- schichte Anfangs- noch Endpunkt auszumachen sind. Die Geschichte nimmt ihren Lauf, so wie die Geschichtlichkeit des Menschen ‚nach vorne‘ und ‚nach hinten‘ offen sind. Die hier voreilig beantwortete Frage nach dem Kriterium

is taken to be a mythical distinction, everything collapses into myth. The autological application of distinctions might be of some consequence and this brings us to our second question concerning con- sistency. Keen on drawing a line between friend and enemy, Schmitt insists that this distinction should fit the concrete situation instead of being taken as a ghost-like abstraction (Schmitt 1996: 30). Jacques Derrida wondered if this distinction between the abstract and the con- 42 | KAY JUNGE crete is itself an abstract distinction or a concrete distinction

meist darauf, bereits bestehendes Wissen zu bestätigten. Damit war sie allerdings auch leicht angreifbar. Gerade von anthropologischer Seite wurde die Seroanthropologie bloß als Supplement an- erkannt. Allein: Das Supplement verweist, wie Jacques Derrida gezeigt hat, immer darauf, dass das Original genauso wenig »originell« oder »originär« ist wie das Supplement und dass ein Mangel besteht.310 Im Falle der Anthropologie deutet der scheinbar supplementäre Charakter der Seroanthropologie darauf hin, dass sich die Anthropologie in einer Krise befand; ihr gelang es