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Annie hier genannt wird, und Helen zugeordnet wer- den, um ein Paradox zu formulieren: »Don’t deaf children ever learn to speak?« Spricht Helen hier nicht qua Sprechblase und in dieser comictypischen Konturie- rung sogar ununterscheidbar vom lauten Sprechen? Hat sie in diesem Sinne nicht schon sprechen gelernt? Die Schrift in der Sprechblase – es wirkt als sprächen die Hände – lässt sich mit Jacques Derrida so lesen, dass alles Sprechen Schrift ist,24 und gibt insofern Helens eigener Interpretation des Wunders am Brunnen recht. Diese Szene ist nun denkbar

spätestens seit den Arbeiten von Jacques Lacan, Michel Foucault und Jacques Derrida massiv reduzierte bzw. negierte Möglichkeit (sprachlicher) Repräsentation im Allge- meinen. Mit der Offenlegung (s)einer medialen Vermitteltheit – der Himmel als Auf-Zeichnung von (zudem subjektiven, perspektivisch gebrochenen, durch Genrekonventionen geprägten) Aufzeichnungen40 – verweist Weyhe auf ein Merkmal der Biographie, die nicht ein Leben repräsentiert, sondern als ‚(Re- )Präsentation‘ von materialisierten Lebensspuren, die das Subjekt hinterlassen hat41 und die aus einer