Search Results

You are looking at 1 - 10 of 2,972 items :

Clear All
Zur visuellen Bewältigung des Anschlags
Series: Image, 58
Terror als Diskurs- und Textphänomen
Series: Lettre
Medien, Macht und Geschlecht im Kontext des »War on Terror«

21 KULTURTHEORIEN NACH 9/11 THORSTEN SCHÜLLER Die unmittelbaren rhetorischen Reaktionen auf die Terroranschläge des 11. September 2001 waren von Superlativen geprägt. Im öffentlichen Diskurs der westlichen Welt erschien es als Gemeinplatz, dass es sich bei der als traumatisch erlebten oder wahrgenommenen Katastrophe um ein einschneidendes, zäsurartiges Ereignis handelte, das vornehmlich mit »Maximalhypothesen« im Sinne Jean Baudrillards zu erfassen war1. 9/11 als Zäsur erschüttert in einer solchen Sichtweise bis heute Politik, religi- öse Debatten

49 BETROFFENHEITSGESTEN VOR 9/11 CHRISTIAN DE SIMONI Ein Artikel von Jörg Lau mit dem Titel »Warum die Linke den Ver- schwörungstheorien zum 11. September zuerst verfällt«, abgedruckt in der Zeit vom 11. September 2003, endet mit der Feststellung: »Der breite Zulauf zu den Politparanoikern zeigt, dass es vielen offenbar immer noch schwer fällt, sich von dem Angriff mit gemeint zu fühlen. Lieber möchten sie an die abstrusesten Komplotte glauben als daran, dass die Terroristen wirk- lich meinten, was sie sagten und taten.«1 Den ›linken

Repräsentationen des 11. September 2001 in kulturellen Diskursen, Literatur und visuellen Medien

2. 9/11 als Bildereignis „Es sind wahrscheinlich die stärksten Bilder unserer Zeit.“ 1 David Westin (Nachrichtenchef des Fernsehsenders ABC) Es ist weniger die sprachliche Fassung, die den Menschen das Ereignis 9/11 vermittelt hat, sondern es sind vor allem die Bilder, die im Zentrum der Re- zeption der Terroranschläge stehen und die die Erfahrung, Wahrnehmung sowie Erinnerung der Katastrophe nachhaltig geprägt haben. „Die Realität der Bilder, nicht so sehr die Realität in Manhattan, wurde zur Folie, auf der Politiker und Militärs in der Folgezeit agierten

135 VERMARKTETE APOKALYPSE: 9/11 UND EVANGELIKALE ENDZEITLITERATUR CHRISTINA RICKLI Obwohl die Terroranschläge des 11. Septembers 2001 überraschend über das amerikanische Volk einbrachen, stellen die Ereignisse für Millionen von Amerikanern nicht eine Zäsur im eigentlichen Sinne dar. Vielmehr nähren sie den Glauben an eine kurz bevorstehende Apokalypse, die der Grundstein des Weltbilds der großen und stetig wachsenden amerikani- schen Bevölkerungsgruppe christlicher Fundamentalisten evangelikaler Ausrichtung ist. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts

Zehn Jahre 9/11: Ein Schlussbild Anlässlich des neunten Jahrestages des 11. September erlangte eine Nach- richt, die zu anderen Zeiten eher die Randspalten der Tagespresse gefüllt hätte, größte öffentliche Aufmerksamkeit: Die Ankündigung des funda- mentalistischen US-amerikanischen Pastors Terry Jones, am 9.11.2009 in der Kleinstadt Gainesville im US-Bundesstaat Florida öffentlich einen Ko- ran zu verbrennen, rief weltweit Empörung hervor.1 Die Aktion wurde schließlich nach zahlreichen Protesten abgesagt. Interessanter als die leicht durchschaubare

279 9/11, YOUTUBE UND DIE NEUE EMPFINDSAMKEIT GEORGIANA BANITA »9/11 erzeugt einen effet de secret: Es wird als das Hervortreten von etwas Verborgenem gesehen, aber als ein Sich-Zeigen von etwas, das noch immer (teilweise) verborgen ist. Verborgen in der Zukunft, verborgen aber auch in den ›open societies‹, den Gesellschaften, in denen wir leben.«1 Die Ereignisse des 11. September markieren einen Wandel im Umgang mit Bildern, der nicht nur durch das Verschwinden des Realen in der me- dialen Persistenz der Bilder geprägt ist, sondern vor allem auch vom