Search Results

You are looking at 1 - 6 of 6 items :

  • "Antar Mohamed Marincola" x
Clear All

III. »Bleiben ist nirgends. Restare è senza dove.«1 Stationen einer italosomalischen Odyssee: Timira von Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola Spielte die koloniale Expansion in Ost- und Nordafrika für die Positionierung Italiens als eigenständige europäische Nation im ausgehenden 19. und be- ginnenden 20. Jahrhundert eine wesentliche Rolle, treffen Erzählungen der Kolonialgeschichte jenseits der offiziellen Historiografie einen empfindlichen Nerv im nationalen Selbstverständnis und im kollektiven Gedächtnis, wie der im vorangegangenen Kapitel

Raum und Bewegung in Erzählungen des Widerständigen
Series: Lettre
FREE ACCESS

individueller und kollektiver Geschichte(n) | 63 II.3 Bildungsroman und ›neue Räume‹ | 85 III. »Bleiben ist nirgends. Restare è senza dove.« Stationen einer italosomalischen Odyssee: Timira von Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola | 93 III.1 Romanzo meticcio: Metanarrativität und ›Genrekonvention‹ | 94 III.2 Fiktion und faktuale Erzählung | 102 III.3 Familiäre Diskontinuitäten oder: »[…] un familiare disagio« | 113 IV. »Vivere in mezzo a tutto«: E xistenzielle Grenzerfahrungen in Garane Garanes Il latte è buono | 129 IV.1 Erkundungen diskursiver

die Entwicklung dieser »deterritorialisierten Literatur« (im Sinne von Deleuze/Guattari 1975) sind m.E. die Romane Regina di fiori e di perle von Gabriella Ghermandi, Il latte è buono von Garane Garane, Madre piccola von Cristina Ubax Ali Farah, Oltre Babilonia von Igiaba Scego, Timira von Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola sowie Mario Domenichellis Lugemalé beson- ders prägend und bilden daher das repräsentative Untersuchungskorpus dieser Studie. Mit ihren Texten akzentuieren die SchriftstellerInnen die Bedeutung einer gesellschaftlichen Wahrnehmung der

Diktatur (cf. Negro 2015, 50f.). In Anlehnung Postkoloniale Literatur in Italien36 an diese gattungsspezifischen Überlegungen und an den von Ali Mumin Ahad (2007) imaginierten postkolonialen Dialog sind m.E. einzelne Romane von Garane Garane, Gabriella Ghermandi, Cristina Ubax Ali Farah, Igiaba Scego, Mario Domenichelli, Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola für die He- rausbildung einer postkolonialen Erzählliteratur seit 2005 in Italien besonders prägend und bilden ein repräsentatives Untersuchungskorpus.46 Ein wiederkehrendes Narrativ in diesen Romanen ist die

Kosmopolitis- mus« (Clifford 1999, 504) der Diasporakulturen und nehmen Reise und Be- wegung als Basis ihrer ›Identität‹ wahr, verorten ihr Zuhause also im Sinne eines dwelling-in-travel (cf. Clifford 1999) in einer Vernetzung von Reiserouten. Zugleich stellen sie die Widersprüche der globalisierten Welt emblematisch 25 | Cf. die Ausführungen zu Timira von Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola in Kapitel III dieser Studie, insbesondere III.3, »Familiäre Diskontinuitäten oder: ›[…] un familiare disagio‹«. Cristina Ubax Ali Farah – Madre piccola 223 heraus, denn