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  • "Gabriella Ghermandi" x
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II. »[…] solo quando accetti di specchiarti in altri occhi puoi vedere e misurare te stesso«1 – Erzählen als kulturelle Raumpraktik in Gabriella Ghermandis Regina di fiori e di perle Perspektiviert Gabriella Ghermandi in ihren Texten die Verflechtung der itali- enischen mit der äthiopischen Geschichte in einem postkolonialen Sinne neu, zielt sie auf die performativen Potenziale des Erzählens: Zum Thema gemacht werden sowohl die Gewalt der kolonialen und postkolonialen Vergangenheit als auch das Kolonialgedächtnis respektive der Erinnerungsverlust im

Raum und Bewegung in Erzählungen des Widerständigen
Series: Lettre
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Inhalt I. Intro | 9 I.1 ›Imperiale Nostalgie‹ und Wegkreuzung im Mittelmeer | 10 I.2 Eine Literatur der Fluchtlinien im Kontext | 24 I.3 Die postkoloniale Gegenwartsliteratur in Italien und ihre Narrative | 33 I.4 ›Raum‹ und Bewegung | 44 II. »[…] solo quando accetti di specchiarti in altri occhi puoi vedere e misurare te stesso« – Erzählen als kulturelle Raumpraktik in Gabriella Ghermandis Regina di fiori e di perle | 53 II.1 Erzählerische Gestaltung einer (post-)kolonialen Verflechtungsgeschichte | 54 II.2 Postkoloniale Darstellungen

.4324/9780203828922. De Vivo, Barbara: »Alla ricerca della memoria perduta. Contro-memorie della colonizzazione italiana in Etiopia nel romanzo Regina di fiori e di perle di Gabriella Ghermandi.« In: Sinopoli, Franca (Hg.): Postcoloniale italiano. Tra letteratura e storia. Aprilia, Novalogos 2013, 120-146. Doetsch, Hermann: »Einleitung. Körperliche, technische und mediale Räume.« In: Dünne, Jörg/Günzel, Stephan (Hg.): Raumtheorie. Grundlagentexte aus Phi - losophie und Kulturwissenschaften. Frankfurt a.M., Suhrkamp 2006, 195-211. Döring, Jörg/Thielmann, Tristan: »Einleitung: Was

die Entwicklung dieser »deterritorialisierten Literatur« (im Sinne von Deleuze/Guattari 1975) sind m.E. die Romane Regina di fiori e di perle von Gabriella Ghermandi, Il latte è buono von Garane Garane, Madre piccola von Cristina Ubax Ali Farah, Oltre Babilonia von Igiaba Scego, Timira von Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola sowie Mario Domenichellis Lugemalé beson- ders prägend und bilden daher das repräsentative Untersuchungskorpus dieser Studie. Mit ihren Texten akzentuieren die SchriftstellerInnen die Bedeutung einer gesellschaftlichen Wahrnehmung der

Diktatur (cf. Negro 2015, 50f.). In Anlehnung Postkoloniale Literatur in Italien36 an diese gattungsspezifischen Überlegungen und an den von Ali Mumin Ahad (2007) imaginierten postkolonialen Dialog sind m.E. einzelne Romane von Garane Garane, Gabriella Ghermandi, Cristina Ubax Ali Farah, Igiaba Scego, Mario Domenichelli, Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola für die He- rausbildung einer postkolonialen Erzählliteratur seit 2005 in Italien besonders prägend und bilden ein repräsentatives Untersuchungskorpus.46 Ein wiederkehrendes Narrativ in diesen Romanen ist die

analysierte Roman Regina di fiori e di perle von Gabriella Ghermandi aufzeigt. Ein weiteres aktuelles Beispiel des wachsen- den Interesses für das Thema des ›(Post-)Kolonialismus‹ in der italienischen Erzählliteratur stellt der 2012 erschienene Roman Timira von Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola dar. Die zeitgenössische literarische Auseinander- setzung mit dem Kolonialismus und seinen Folgen repräsentiert zum einen »un fenomeno culturale e letterario che non è ormai più possibile ignorare o sminuire« (Brioni 2013, 112), zum anderen weist dieses Interesse für

Gabriella Ghermandis Roman Regina di fiori e di perle und diesbezügliche Überlegungen in Kapitel II.2.2, »An- tikolonialer Widerstand und Subversion«, und Kapitel II.2.3, »Grenzüberschreitungen in kolonialen und postkolonialen Kontexten«. 27 | Da Somali erst 1972 ein Schrif tbild erhielt, wurden die Pässe somalischer Staats- bürgerInnen bis Anfang der 1970er Jahre in italienischer Sprache ausgestellt; als der Polizist in Gashans Pass »Repubblica di Somalia« liest, mutmaßt er, es handle sich um eine Fälschung, zudem verwirren ihn Gashans exzellente Sprachkenntnisse

stretti, i nodi, pur distanti l’uno dall’altro, che non si sciolgono.« (Ali Farah 2007, 1)23 Die im Roman rekurrierenden Begriffe filo, nodi, aber auch legami oder invo- lucri verweisen auf die Notwendigkeit des Verflechtens, Verbindens, Versam- melns, Speicherns und Bewahrens, ohne sich dabei den Transformationen und dem provisorischen Status des diasporischen Lebens zu widersetzen (cf. Derobertis 2011, 270f.). Wie schon Gabriella Ghermandi in Regina di fiori e di perle (cf. Kapitel II dieser Studie) oder Igiaba Scego in Oltre Babilonia (cf. Kapitel VII